Donnerstag 7. Dezember 2000


keil1.gif(893 Byte) Innsbruck: Checkpoint Austria: Ein Versuch war es trotzdem...

keil1.gif(893 Byte) Protestkundgebung vor dem Parlament

keil1.gif(893 Byte) LASSEN SIE SICH ANSTECKEN!

keil1.gif(893 Byte) Bürgerwehr

keil1.gif(893 Byte) checkpoint-doku+

keil1.gif(893 Byte) antidiscriminierungschat

keil1.gif(893 Byte) Erstmals Mandat für grün-nahe UG - Gewerkschafter (AHS-LehrerInnen) in Kärnten!!

keil1.gif(893 Byte) Demonstration am 9.12.

keil1.gif(893 Byte) Neue Forschungsergebnisse zur Globalisierung der Musikindustrie!

keil1.gif(893 Byte) Anthony Onyeij nicht abgeschoben!

keil1.gif(893 Byte) Brief vom subcomandante

keil1.gif(893 Byte) Aktionen in Öst./Todesfasten

keil1.gif(893 Byte) sofortige Freilassung und unbefristetes Bleiberecht für Akubuo A. Chukwidi

keil1.gif(893 Byte) ARGENTINA: Mass support for anti-IMF general strike!

keil1.gif(893 Byte) Dringender Friedensappell für den Nahen Osten

keil1.gif(893 Byte) rechliche situation in prag, update vom 4.12.00


keil1.gif(893 Byte) eingelangt, aber nicht aufgenommen


Diese Ausgabe hat Johannes Knöbl (kontakt@rassismus.at) zusammengestellt.

 


 


...die da hatten einfach genug

Pedro Negros kommentierte Bildreportagen im standard:
Parlament Menschenkette
Checkpoint Hadikgasse

checkpoint austria - info & abgesang




...und was mache ich eigentlich gegen rassisten?

online-diskussion

 


Drahdiwaberl
12. Dezember - Libro Halle

Adventsingen und TortenMulatschag




MP3 Download



Wie der MUND entsteht ....

Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen.

E-Mail-Adresse der Redaktion:

widerstand@no-racism.net
Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.

Bitte weitersagen:
Für Personen ohne Internetzugang gibt es aktuelle Terminankündigungen
unter der Rufnummer 589 30 22 12 (Demoforum)


 



Innsbruck: Checkpoint Austria: Ein Versuch war es trotzdem...
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von: Infoladen Grauzone - ilgrauzone@hushmail.com


Innsbruck: Checkpoint Austria: Ein Versuch war es trotzdem...

Am 5. Oktober 2000 wollten sich natürlich auch AktivistInnen aus
Innsbruck 
an der bundesweiten Checkpoint Austria Aktion beteiligen. Nachdem am
vorherigen 
Tage erfolglos und auch nicht anders erwartet die legale Anmeldung einer

Kundgebung verboten worden war, ließen sich 10 Leute doch nicht beirren 
und fanden sich um 7 in der Früh vor dem Hauptbahnhof ein. Die Idee wäre

gewesen in einigen kleineren Gruppen zum viel befahrenen Südring zu
pilgern 
und den zu blockieren. Leider waren nach mehr als einer Stunde zu den 10

Leuten immer noch keine weiteren hinzugestossen, so daß die versuchte
Aktion 
als gescheitert erklärt werden mußte, zumal zeitweise mehr Polizisten
als 
DemonstrantInnen anwesend waren.
Die Abwesenheit der Massen bei dieser versuchten Aktion ist sicherlich
in 
der mehr als kläglichen Organisation, Planung und Werbung zu suchen und 
auch zu finden. Die meisten der 10 AktivistInnen hatten erst am Samstag 
Abend oder gar am Vortag von der geplanten Aktion erfahren. Eigentlich
hätten 
diverse Uni-Basisgruppen das ganze auf die Beine stellen sollen, waren
dann 
aber schlußendlich so gut wie gar nicht anwesend. Weiteres Problem: es
gab 
weder Flugis noch Transparente, was uns somit die Vermittlung unserer
Anliegen 
eh gar unmöglich gemacht hätte. Naja, vielleicht klappt es nächstes
Mal... 
Traurig ist nur die Tatsache, daß viele sich von der frühen Uhrzeit
abschrecken 
ließen und lieber mit ihrem Arsch im Bett blieben.

einer vom Infoladen Grauzone (Innsbruck)




Protestkundgebung vor dem Parlament
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geposted von: BsB  bsb@vorstadtzentrum.net  


Wir dokumentieren eine Erklärung der "Arbeitsgruppe 6.12.":


Protestkundgebung vor dem Parlament

Über 100 Menschen demonstrierten heute ab 7.00 Früh vor dem Parlament. In
der ursprünglich auf 9.00 angesetzten Plenarsitzung sollte das antisoziale
Regierungsbudget beschlossen werden, die Sitzung wurde aber, scheinbar
kurzfristig, auf 12.00 Mittag verschoben.
Kurz vor 8.30 konnten Demonstrantinnen und Demonstranten die Blockade eines
Parlamentsparkplatzes, gegen die vor Ort eingeteilten Einsatzkräfte
durchsetzen. Nach ungefähr 20 Minuten und dem Eintreffen von Verstärkungen
der Exekutive, wurde die Demonstration von den inzwischen weit überlegenen
Polizeikräften abgedrängt, allerdings ohne den Einsatz von Schlagstöcken.
Angesichts einer zunehmend aggressiven Einsatzleitung wurde beschlossen sich
vom Parlament zurückzuziehen. Die Demonstration bewegte sich daher zur
Universität und löste sich in der Folge auf.
Angesichts der nicht sehr hohen Teilnehmerzahl und der Verschiebung der
Parlamentssitzung, gegen die sich unser Protest richten sollte, kann man
nicht von einem großen Erfolg sprechen. Nichtsdestotrotz wurde, nach den
Protesten des Vortages, auch am 6.12. gezeigt, dass wir Sozialabbau und
antisoziale Belastungspakete nicht akzeptieren werden.
Unser Widerstand geht weiter!

Wien, am 6.12.2000
Arbeitsgruppe 6.12.




LASSEN SIE SICH ANSTECKEN!
Zurück
von: Grazer Friedensbüro - friedensbuero.graz@nextra.at
 

Betrifft: Button-Aktion des Grazer Friedensbüros und Bestellmöglichkeit


Grazer Büro für Frieden und Entwicklung
Wielandgasse 7, A-8010 Graz


Graz, 6. November 2000

LASSEN SIE SICH ANSTECKEN!

Liebe Menschenrechts-NetzwerkerInnen!

Das Grazer Büro für Frieden und Entwicklung führt auch heuer in der 
Woche der Menschenrechte, vom 3.-10. Dezember, eine "Ansteckende 
AusländerInnenfreundliche Aktion" durch.
In Graz verkaufen wir in der Woche der Menschenrechte Buttons mit 
verschiedenen Slogans und informieren bei einem Stand am 
Jakominiplatz über die negativen Konsequenzen der gegenwärtigen Welle 
von Fremdenangst sowie über die vielen positiven Beiträge von 
AusländerInnen in Österreich. Wichtig ist uns dabei, daß dies keine 
parteipolitische Aktion ist.

Die Idee ist, daß sich möglichst viele ÖstereicherInnen durch das 
Tragen eines Buttons "outen" und dazu stehen, daß sie AusländerInnen 
in Österreich als wertvolle Mitmenschen betrachten. Dazu verfaßten 
wir verschiedene kurze Slogans, die diese Grundidee ausdrücken:

Welcome / Vielfalt statt Einfalt / Fremdeln Sie? / Ich bin Mensch 
überall / My friends are foreigners / Austria needs foreigners / 
Fremdenangst ist heilbar / Menschlichkeit kennt keine Grenzen / Ich 
bin Ausländerin fast überall / Ich bin Ausländer fast überall / Ich 
leide an Unterfremdung / Ohne Schwarz kein Weiß

Die bunten Buttons (Selbstkostenpreis öS 10,-) und PostIt-Blöcke (öS 
20,-) können im Grazer Büro für Frieden und Entwicklung bestellt 
werden. Es wäre uns eine große Hilfe, wenn Sie sich unserer Aktion 
anschließen und über Ihre Organisation auch Anstecker oder Blöcke 
verkaufen könnten. Wenn Sie uns Ihre Postanschrift per e-mail 
(friedensbuero.graz@nextra.at) oder telefonisch (0316/872-2183) 
durchgeben, senden wir Ihnen gerne Muster der Gestaltung der Buttons 
zu.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta Dier

An das
Grazer Büro für Frieden und Entwicklung
Wielandgasse 7
8010 Graz
Fax: (0316) 872-2189




Bürgerwehr
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von: Michael Nussbaumer  mihi42@gmx.at  


Anbei eine verfolgenswerte Idee aus dem wilden Westen (dort wo der
Pfefferspray wächst): 

Land mobilisiert "Bürgerwehr"

Freiwillige sollen als Hilfspolizisten ein Gefühl von
Sicherheit vermitteln 

Bregenz (VN-mez) Bewaffnet mit einem Handy und
einem Pfefferspray sollen schon bald private
Hilfssheriffs für Recht und Ordnung im Ländle sorgen. 

"Primäre Aufgabe der Sicherheitswacht ist es, den Bürgern
ein subjektives Sicherheitsgefühl zu vermitteln", so
Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler. Seit Jahren sind
Privatpersonen im benachbarten Bayern als Hilfssheriffs
unterwegs. Parkanlagen, Friedhöfe und Bahnhöfe werden
von ihnen bewacht. Wegen der prekären Personalsituation
der Ländle-Gendarmerie und in Hinsicht künftiger
Schließungen von Gendarmerieposten sollen im Rahmen
eines Pilotprojekts Bürgerinnen und Bürger aus Vorarlberg
zu Sicherheitswachen ausgebildet werden. "Die Männer und
Frauen sollen die Augen offen halten und einschreiten, wenn
es zu Pöbeleien, Ruhestörungen oder Vandalismus kommt",
nennt Sicherheitsdirektor Elmar Marent das Ziel. Die
freiwilligen Sheriffs in Zivil haben aber keine Amtsgewalt. "Im
Zweifelsfall sollen sie über Funk oder Handy die
Gendarmerie verständigen." Bereits im ersten Halbjahr 2001
soll dieses Pilotprojekt in Vorarlberg gestartet werden. /B1






checkpoint-doku+
Zurück
von: itch  cs@t0.or.at 

unter http://www.t0.or.at/~cs/checkpoint/ liegen ein paar jpgs und 
quicktimes vom 05/12 zur freien entnahme herum. in den naechsten 
tagen sollten da auch noch mehr dazu kommen...
desweiteren: http://www.indymedia.org/display.php3?article_id=12806

dann noch ein feiner link: http://www.rechtsinfo.com/ (das 
.at-strafgesetzbuch online)
sowie wie immer wieder: http://betazine.org/t_rechtshilfe.html




antidiscriminierungschat
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von : Michael Reiter  gf@bi.volkshilfe.at 


Sehr geehrte Damen und Herren, 
Liebe Freunde! 
Am Dienstag, den 12.12.2000 ab 11.30 haben ist nicht nur Gelegenheit sich über die Ergebnisse von Hopi (Horizontal Project
for Integration) zu informieren, sondern auch die Möglichkeit direkt fragen via Internet Chat nicht nur an die beteiligten
Projektpartner in Deutschland, Schweden, Dänemark und Österreich zu stellen, sondern auch an Adam Tyson, den
verantwortlichen Koordinater der Anti-Diskriminierungsagenda der EU! 
(www.netcon.dk/hopi) 
Ich möchte Sie ersuchen, diese Möglichkeit anzukündigen. Besten Dank! 
Mit freundlichen Grüßen 
Michael Reiter

presseaussendung:
++++++++++++++++
Benachteiligung in der Arbeitswelt: Reden Sie mit!
Susanne F. ist 28 Jahre alt und hat genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft: Im Frühjahr will sie ihren langjährigen
Lebenspartner heiraten, danach möchte sie in eine größere Wohnung übersiedeln und Kinder sollen in ein, zwei Jahren folgen.
Frau F. arbeitet als Verkäuferin. Wie sie die Wohnung finanzieren wird, weiß sie noch nicht wirklich, denn mit einer
25Stunden-Anstellung ist der Traum nach einer größeren Wohnung nur sehr schwer in die Realität umzusetzen. Ob sich Susannes
Pläne realisieren werden, hängt ganz davon ab, ob sie auch weiterhin ihren Job behält. Sie hat schon öfters eine neue
Anstellung suchen müssen, hat aber bisher immer Glück gehabt und rasch etwas passendes gefunden. Was aber, wenn sie länger
arbeitslos bleibt? 
Dass private Planung, wenn sie von der beruflichen abhängt, nur mehr sehr vage möglich ist, ist eine der zentralen
Erkenntnisse der Europäischen Studie "Arbeitsmarkt und Diskriminierung". Sie wurde im Rahmen des HOPI (Horizontales Projekt
für Integration)- Projektes in vier europäischen Städten durchgeführt. HOPI ist Teil des Europäischen Aktionsplanes zur
Bekämpfung und Vermeidung von Diskriminierung. 
Im ersten Halbjahr wurde eine genauere Begriffsbestimmung von Diskriminierung am Arbeitsmarkt erarbeitet. In den
PartnerInnenstädten Wien, Göttingen, Aarhus und Larholm diskutierten ExpertInnen und Betroffene ihre Erfahrungen zum Thema
Diskriminierung in der Arbeitswelt. Im Herbst erarbeiteten ArbeitnehmerInnen und VertreterInnen der DienstgeberInnen-Seite
ihre Visionen zur Überwindung von Diskriminierung. 
Am 12. Dezember werden die Ergebnisse des ersten Jahres der vier PartnerInnenstädte gemeinsam in Form einer
Internet-Pressekonferenz präsentiert. Ab 11.30 Uhr wird über einen Internet-Chat die Gelegenheit bestehen, mit Adam Tyson,
dem Referatsleiter der Europäischen Kommission für die europäische Anti-Diskriminierungspolitik, sowie den
ProjektpartnerInnen, über die Ergebnisse zu chatten. 
Internet-Adresse: www.netcon.dk/hopi





Erstmals Mandat für grün-nahe UG - Gewerkschafter (AHS-LehrerInnen) in Kärnten!!
Zurück
von : Matthias Köchl  m1koechl@edu.uni-klu.ac.at 


zwischendurch hatten wir in Kärnten auch Gewerkschaftswahlen bei den AHS-LehrerInnen. 
=  auf Anhieb 14,12% , ein Mandat für die KLI im Landesausschuss und nun das Zünglein an der Waage!! 
Genereller Trend auch aus den anderen Bundeländern: Gewinne für Sozialisten + zumeist etwas stärkere Gewinne für Grüne/UG. 
========================== 
14,12% = Erstmals Mandat für ÖLI-UG-Kärntner LehrerInnen Initiative!!!!! 
Erstmals Rot-Grüne Mehreit vorhanden. 
Bei der am 5. & 6. Dezember stattgefundenen Gewerkschaftswahl erreichten die grün-nahen Unabhängigen GewerkschafterInnen
bei den AHS-LehrerInnen (Landessektion) auf Anhieb 14,12% der Stimmen. Das Mandat ging auf Kosten der FCG, die fast 11%
verloren und nun ebenso wie die Sozialistischen Gewerkschafter (die ebenfalls Stimmenverluste hinnehmen mussten) bei 4
Mandaten halten. 
Infos: http://www.angelfire.com/ab2/kli/ahs.html 
mfG 
Matthias Köchl





Demonstration am 9.12.
Zurück
von: PWI - Wien  info@pwi.action.at 


Liebe Freundinnen, Liebe Freunde!

In der Türkei befinden sich momentan über 150 politische Gefangene im
Todesfasten. Sie wehren sich damit gegen die Verlegung in
Isolationszellen. Am 9.12. ist der 52. Tag. Der menschliche Körper
kommt ca. 60 Tage ohne Essen aus. Daher rufen wir alle
fortschrittlichen Kräfte auf, sich an der Demonstration zur
Unterstützung der politischen Gefangenen zu beteiligen.

Ort: Westbahnhof/Europaplatz
Zeitpunkt: 14:00, 9.12.2000

LASSEN WIR NICHT ZU, DASS DIE GEFANGENEN STERBEN!
DIE ISOLATIONSZELLEN MÜSSEN GESCHLOSSEN WERDEN!
FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN!




Neue Forschungsergebnisse zur Globalisierung der Musikindustrie!
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von : MEDIACULT - mediacult@mediacult.mdw.ac.at

Neue Forschungsergebnisse zur Globalisierung der Musikindustrie!

Das im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Kulturwissenschaften / Cultural Studies" des Bundesministeriums für Bildung,
Wissenschaft und Kultur durchgeführte Forschungsprojekt des Instituts MEDIACULT zeichnet ein differenziertes Bild einer
globalisierten Musikkultur jenseits des Schreckgespenstes des kulturellen Imperialismus.

- Die Vielfalt des musikalischen Angebots steigt! 
Was auch im Zuge des aktuellen "World Music"-Boom deutlich wurde: Im Handel ist eine immer größere Vielfalt von Musik
unterschiedlichster Herkunft verfügbar. Innovative Kommunikationstechnologien und globale Vertriebsnetze beschleunigen diese
Entwicklung.

- Die Majorlabes investieren verstärkt in einige wenige Mega-Acts!
Auf globaler Ebene werden maßgeschneiderte Mega-Acts mit Millionenbudgets vermarktet und vertrieben. Dadurch werden die
Nachfragemuster und damit die Hitparaden verschiedenster Länder immer ähnlicher.

- Österreich stellt in diesem Kontext vor allem einen bedeutenden Absatzmarkt für das internationale Repertoire der Majors
dar!
Als Repertoire-Lieferant spielt Österreich nur eine untergeordnete Rolle. Österreichische Produktionen waren in den letzten
Jahren - mit wenigen Ausnahmen - in internationalen, aber auch in den deutschen Charts so gut wie nicht präsent.

Im aktuellen MEDIACULT-Forschungsbericht wird die Entwicklungen der letzten Jahre an einer Fülle von Daten und Tabellen zur
österreichischen und internationalen Phonoindustrie illustriert. Die Studie zeigt, wie sich im "Zeitalter der
Globalisierung" die technologischen, rechtlichen, beruflichen und industriellen Rahmenbedingungen der Musikproduktion und
damit das musikalische Repertoire verändert haben. Weiters bietet sie einen guten Überblick über die "Major-Players" am
Weltmarkt, ihre globalen Strategien und ihre Rolle am österreichischen Musikmarkt.

Musik und Globalisierung.
Zur Repertoireentwicklung der transnationalen Phonoindustrie unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen
Musikmarktes.
Wien, Oktober 2000 (228 Seiten / ATS 350,- / Euro 26,- inkl. Versand)


Nähere Informationen und den Forschungebericht erhalten Sie bei Mediacult (Andreas Gebesmair):
gebesmair@mediacult.mdw.ac.at oder Tel: +43-1-711 55-8800.


Mediacult
Anton-von-Webern-Platz 1
A-1030 Vienna
Austria

Tel: (+431) 71155-8800
Fax: (+431) 71155-8809
E-Mail: mediacult@mediacult.mdw.ac.at
WWW: http://www.mdw.ac.at/mediacult





Anthony Onyeij nicht abgeschoben!
Zurück
von: Gemeinsam gegen Rassismus - gemeinsam@action.at

Infos von Montag, 4.12.00, 19.00 Uhr

- Anthony Onyeij wurde um 4.00 Uhr vom Schubgefängnis
Hernalser Gürtel zum Flughafen gebracht.

- er leistete angeblich gegen seine Abschiebung Widerstand.

- der Abflug von KL 587 verzögerte sich um 10 Minuten.

- die Polizei gab auf Nachfragen nur an, dass Anthony
nicht abgeschoben wurde, dass sie aber nicht wüssten,
wo er derzeit ist.

- später bestätigte auch das wiener KLM-Büro, dass
Anthony nicht abgeschoben wurde.

- während des ganzen Tages waren die zuständigen Bematen
der Fremdenpolizei und des Innenministeriums "nicht
erreichbar". Auch die Pressestelle hatte "keine
Informationen".

- laut letzten Gerüchten seitens der Fremdenpolizei soll
Anthony nach Korneuburg gebracht worden sein. Ins
Landesgerichtliche Gefangenenhaus Korneuburg wurde heute
ein Mann eingeliefert, der sich gegen seine Abschiebung
gewehrt haben soll. Das könnte bedeuten, dass Anthony
wieder in U-Haft (wahrscheinlich wegen "Widerstand gegen
die Staatsgewalt") ist.

Seither konnte bis jetzt leider nichts neues mehr in Erfahrung gebracht
werden.

**********************************
Verein "Gemeinsam gegen Rassismus"
Gusshausstrasse 14/3
1040 Wien
gemeinsam@action.at

Spendenkonto:
BAWAG BLZ14000
05410-668-507




Brief vom subcomandante
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Geposted von: soli mexiko  mexiko-plattform@gmx.at 

Liebe Mexikointeressierte!
Der Brief Vom Sup an Praesidenten Fox sagt wohl alles, wir brauchen nicht
zu befuerchten, dass die Zapatisten sich um den Finger wickeln lassen
werden. Im Gegenteil wird klar, was die naechste Regierung Mexikos erwartet, der
Stil vom Sup ist wie immer klar und treffsicher, herrlich zu lesen.
Manfred fuer die Mexiko-Plattform 


Marcos Brief an Vicente Fox, 2. Dez. 2000 

Señor Vicente Fox._
Los Pinos, Mexico, D.F._
_
Señor Fox,_
_
Vor sechs Jahren schrieben wir einen Brief an Ernesto Zedillo 
Ponce de León, Ihrem Vorgaenger. Jetzt da Sie das neue 
Oberhaupt der Exekutive sind, ist es meine Pflicht Sie darueber zu 
informieren, dass sie in dem mexikanischen Suedosten einen 
Krieg geerbt haben: den einen, den die Zapatistische Armee_
der Nationalen Befreiung am 1. Januar 1994 der Bundesregierung 
erklaert hat, in Forderung nach Demokratie, Freiheit und 
Gerechtigkeit fuer alle Mexikaner._
_
Seit dem Beginn unseres Aufstandes haben wir alle 
Bundestruppen im Einklang mit militaerischer Ehre und den 
Kriegsgesetzen konfrontiert. Seit dem, hat uns die Armee ohne 
jegliche militaerische Ehre und in Verletzung aller internationalen 
Konventionen angegriffen. Mehr als 70,000 Bundestruppen_
(einschliesslich etwa 20,000 sogenannter "Sondertruppen zur_
Aufstandsbekaempfung") umzingelten und verfolgten die Zapatistas 
seit 2525 Tagen (einschliesslich heute). Waehrend 2000 dieser 
Tage haben sie das Gesetz fuer Dialog, Verhandlung und 
Wuerdigen Frieden in Chiapas verletzt, das vom Bundeskongress 
am 10. Maerz 1995 ratifiziert wurde._
_
Waehrend dieser fast sieben Jahre Krieg, haben die Zapatistas 
widerstanden, und wir stiessen zusammen mit zwei Oberhaeuptern 
der Exekutive, (selbsternannten "Praesidenten"), zwei Sekretaeren 
der Nationalverteidigung, sechs Regierungssekraeteren, fuenf 
"Friedensbeauftragten", fuenf "Gouverneuren" von Chiapas, und 
einer Vielzahl Beamter auf der mittleren Ebenen. Alle von ihnen_
sind bereits weg. Gegen einige von ihnen wird wegen Verbindungen 
zum organisierten Verbrechen ermittelt, andere befinden sich im 
Exil oder sind auf dem Weg dorthin, andere sind arbeitslos._
_
Waehrend dieser fast sieben Jahren, bestanden die Zapatistas 
wieder und wieder auf dem Pfad des Dialoges. Wir taten dies, weil 
wir der Zivilgesellschaft gegenueber verpflichtet sind, die forderte 
dass wir unsere Waffen zum Schweigen bringen und eine friedliche 
Beilegung anstreben._
_
Nun, da Sie den Oberbefehl ueber die Exekutive Gewalt 
uebernehmen, sollten Sie wissen, dass Sie zusaetzlich zu dem 
Krieg im Mexikanischen Suedosten, auch die Moeglichkeit erben, 
waehlen zu koennen, wie Sie ihm begegnen wollen._
_
Waehrend Ihrer Wahlkampagne und seit dem 2. Juli, haben Sie 
Señor Fox, wieder und wieder gesagt, dass sie den Dialog waehlen 
wuerden um unseren Forderungen zu begegnen. Zedillo sagte 
dasselbe waehrend den Monaten die seiner Amtseinsetzung 
vorausgingen, und ordnete nichtsdestoweniger zwei_
Monate spaeter eine grosse militaerische Offensive gegen uns an._
_
Sie koennen sicher verstehen, dass unser Denken und Handeln 
unausloeschbar vom Misstrauen gegenueber allem das mit der 
Regierung zu tun hat gepraegt ist, ungeachtet dessen welcher 
politischen Partei es angehoert._
_
Wenn wir dazu die Reihe schlechtdurchdachten Widersprueche und_
Frivolitaeten, die von Ihnen und Ihren Begleitern verbreitet wurden, 
zu unserem verstaendlichen Misstrauen gegen Worte der Macht 
hinzufuegen wollten, waere es ebenfalls meine Pflicht Sie darauf 
hinzuweisen, dass soweit dies die Zapatistas betrifft (und ich 
glaube nicht nur die Zapatistas), Sie was Ihre Glaubwuerdigkeit und 
Vertauenswuerdigkeit angeht, ganz von vorne beginnen._
_
Wir koennen niemandem vertrauen der Oberflaechigkeit und 
Ignoranz zur Schau stellte indem er anmerkte, dass die indigenen 
Forderungen durch " 'vocho', TV und kleinen Einkaufslaeden." 
erledigt werden koennten._
_
Wir koennen niemandem glauben, der versucht Hunderte von 
Verbrechen die von Paramilitaers und ihren Bossen veruebt wurden 
zu ignorieren (das heisst ihnen "Amnestie zu gewaehren") und 
ihnen Immunitaet zuzusichern._
_
Wir fuehlen uns nicht inspiriert jemandem zu vertrauen der, mit der_
Kurzsichtigkeit der Logik eines Managers, einen Regierungsplan 
hat, um die Indigenas in mini-mikro Geschaeftsleute oder 
Bedienstete der Geschaeftsleute dieser Administration zu 
verwandeln. Letztenendes ist dieser Plan nichts anderes als der 
Versuch den Ethnozid fortzufuehren, der vom Neoliberalismus in 
Mexiko durch verschiedene Methoden vorangetrieben wird_
_
Deshalb ist es gut fuer Sie zu wissen, dass nichts davon auf 
zapatistischem Gebieten fruchten wird. Ihr Programm "den 
Indigena verschwinden zu lassen und eine Geschaeftsperson zu 
schaffen" wird auf unserem Land nicht zugelassen werden._
Hier und unter anderen Mexikanischen Himmeln, hat das indigene 
Selbst nicht nur etwas mit Blut und Herkunft zu tun, sondern auch 
mit der Vision ueber Leben, Tod, Kultur, Land, Geschichte und der 
Zukunft._
_
Jene, die versucht haben sie mit Waffen zu vernichten haben 
versagt. Jene, die versuchen sie zu eliminieren indem sie sie in 
"Geschaeftsleute" verwandeln, werden auch versagen._
_
Nehmen Sie zur Kenntniss, dass ich sagte, dass soweit dies die 
Zapatistas betrifft, Sie was Glaubwuerdigleit und Vertrauen angeht 
ganz von vorne anfangen. Das bedeutet, dass Sie bisher noch 
nichts Negatives haben, das Sie zu ueberwinden haetten (da es 
nur fair ist, darauf hinzuweisen dass Sie uns nicht angegriffen 
haben). Sie koennen daher jenen Recht geben, die ueberzeugt_
sind, dass Ihre Regierung den Alptraum der PRI fuer alle Mexikaner,_
insbesondere der Zapatistas, wiederholen wird. Oder Sie koennen, 
indem Sie von vorne beginnen, anfangen durch Taten das 
aufzubauen was jede Regierung fuer ihre Arbeit benoetigt : 
Glaubwuerdigkeit und Vertrauen. Die Demilitarisierung die Sie 
fortwaehrend angekuendigt haben (obwohl die sich von "totalem 
Rueckzug", "Umpositionierung" und "Neuanpassung" unterscheidet,_
die alle nicht dasselbe sind, etwas das Sie, Ihre Soldaten und wir 
wissen.) ist ein Anfang, nicht ausreichend, aber ohne Frage 
notwendig._
_
Nicht nur in Chiapas, aber vor allem in Chiapas, koennen sie jenen 
Recht geben, die Ihr Versagen erhoffen, oder jenen die bereit sind 
Ihnen die Gunst des Zweifelns zu schenken, oder die einfach das 
was "Hoffnung" genannt wird in Sie setzen._
_
Señor Fox: Anders als Ihr Vorgaenger Zedillo (der durch Mord und 
mit Hilfe jenes korrupten Monsters, das der System der 
Staatspartei ist, and die Macht kam), haben Sie die Exekutive 
dank der Ablehnung, die von der PRI sorgfaeltig unter den 
Menschen kultiviert wurde, erreicht. Sie wissen es gut,_
Señor Fox: Sie haben die Wahl gewonnen, aber Sie haben nicht 
die PRI besiegt. Das haben die Buerger getan. Und nicht nur jene 
die gegen die Staatspartei gestimmt haben, sondern auch jene aus 
den vergangenen und gegenwaertigen Generationen, die auf die 
eine oder andere Weise, gegen die Kultur des Authoritarismus, der 
Straffreiheit und der Verbrechen, die von der PRI-Regierungen der 
letzten 71 Jahren erbaut wurde, gekaempft und Widerstand 
geleistet haben._
_
Obwohl die Art in der Sie an die Macht kamen sich davon radikal_
unterscheidet, ist Ihr politisches, soziales und wirtschaftliches 
Programm dasselbe, das wir unter der letzten Administration 
erlitten haben. Ein Programm fuer das Land, das die Vernichtung 
Mexikos als Nation und seine Verwandlung in ein Einkaufszentrum 
bedeutet, sowas wie ein Mega "Kleinladen", der menschliche 
Wesen und natuerliche Resourcen zu vom Weltmarkt diktierten_
Preisen verkauft. Die verschleierten Privatisierungsprojekte der_
elektrischen Industrie, des Erdoels und der Bildung, und die IVA 
die man auf die Arznei- und Nahrungsmittel zu verhaengen 
versucht, sind nur ein kleiner Teil des grossen Plans zur 
"Restrukturierung", den die Neoliberalisten fuer Mexiko haben._
_
Nicht nur das. Mit Ihnen erwarten wir die Rueckkehr der_
Sittlichkeitspositionen, deren Merkmale die Intolranz und er 
Authoritarismus sind. Es war nicht ohne Bedeutung, dass mit den 
Ergebnissen vom 2. Juli, die konfessionelle Rechte eine Offensive 
von Verfolgung und Zerstoerung entfesselte. Diese wurde von 
Frauen erlitten (vergewaltigt oder nicht), jungen Leute, Kuenstler 
und Buehnenschriftsteller, Homosexuellen und Lesbierinnen. 
Zusammen mit den Rentnern, zusammen mit den Behinderten,_
zusammen mit den Indigenas und zusammen mit den 70 Millionen 
armen Mexikanern, werden diese Gruppen "Minoritaeten" genannt. 
In "Ihrem" Mexiko Señor Fox, ist fuer diese "Minoritaeten" kein 
Platz._
_
Wir protestieren gegen dieses Mexiko, und werden das auf eine 
radikale Weise tun._
_
Es mag fuer Sie von Belang sein oder nicht, ob eine Gruppe 
Mexikaner, dazu noch hauptsaechlich indigenen, mit Ihren 
merkantillen Plaenen und der Kriegsfuehrung der Rechten nicht 
einverstanden ist. Aber Sie sollten nicht vergessen, dass wenn die 
PRI ihre Macht verloren hat, dies geschah weil die Mehrheit der 
Mexikaner rebellierte und es schaffte, sie rauszuschmeissen._
_
Diese Rebellion ist nicht vorbei._
_
Sie und Ihr Team haben seit dem 2. Juli nichts anderes getan als 
darauf zu bestehen, dass die Buerger zu Konformitaet und 
Immobilitaet zurueckkehren sollten. Aber so wird es nicht laufen, 
Ihr neoliberales Programm wird auf den Widerstand von Millionen 
stossen._
_
Einige Mitglieder ihres Kabinetts und jene die ihm nahestehen 
sagen, dass die EZLN verstehen sollte dass das Land sich 
geaendert habe, dass ihnen (den Zapatistas) nichts anderes 
uebrigbleibt als dies zu akzeptieren, sich zu ergeben, ihre 
Skimasken abzunehmen und ein Kredit aufzunehmen um einen_
kleinen Laden zu eroeffnen, einen Fernseher zu kaufen und 
Ratenzahlungen fuer ein Kleinwagen zu leisten._
_
Sie irren sich. Wie selbst kaempfen fuer Veraenderung, aber fuer 
uns bedeutet "Veraenderung" "Demokratie, Freiheit und 
Gerechtigkeit." Die Niederlage der PRI war eine notwendig aber 
nicht ausreichende Bedingung um das Land zu veraendern. Viele 
Dinge fehlen noch, Sie und die kleinen Politiker ihres Kabinetss 
wissen das. Viele Dinge fehlen, und am wichtigsten, Millionen 
mexikanischen Maenner und Frauen wissen dies nun._
_
Die Indigenas zum Beispiel, fehlen. Was fehlt ist die Anerkennung 
ihrer Rechte und Kultur die, glauben Sie mir, nichts mit Angeboten 
zur Foerderung der Geschaefte zu tun hat. Was fehlt, ist die 
Demilitarisierung und die Deparamilitarisierung der indigenen 
Gemeinden. Was fehlt, ist die Freilassung der politischen 
Gefangenen. Was fehlt, sind die politischen Verschwundenen._
Was fehlt, ist die Rekonstruktion und die Verteidigung der 
nationalen Souveraenitaet. Was fehlt, ist ein wirtschafliches 
Programm, das die Beduerfnisse der Aermsten befriedigen wuerde. 
Was fehlt, sind die Buerger, die dies stets sind. Was fehlt, sind 
Politiker, die zur Veantwortung gezogen werden. Aber Frieden fehlt 
auch._
_
Señor Fox: fuer mehr als sechs Jahre taeuschte Ihr Vorgaenger 
Zedillo eine Bereitschaft zum Dialog vor und fuehrte Krieg gegen 
uns. Er waehlte die Konfrontation und verlor. Nun haben Sie die 
Moeglichkeit zu waehlen._
_
Wenn Sie den Pfad des ehrlichen, ernsthaften und respektvollen 
Dialoges waehlen, werden Sie einfach Ihre Bereitschaft mit Taten 
beweisen. Seien Sie versichert, dass Sie von den Zapatistas eine 
positive Antwort erhalten werden. So ist der Weg, den Dialog 
wieder aufzunehmen und bald zu beginnen, einen echten Frieden 
zu errichten._
_
In den offenen Kommuniques die wir anfuegen, verkuendet die 
EZLN ihre Forderungen nach einer Reihe minimaler Signale seitens 
der Exekutive. Wenn diese erfuellt werden, wird alles fuer die 
Rueckkehr zum Dialog bereit sein._
_
Was auf dem Spiel stehen wird, ist nicht ob wir gegen das sind 
was Sie repraesentieren und was Sie fuer unser Land bedeuten. Es 
sollte keinen Zweifel darueber bestehen: wie sind Ihre Gegner. Was 
auf dem Spiel stehen wird ist, ob diese Opposition durch zivile und 
friedliche Mittel gefuehrt werden wird, oder ob wir bewaffnet und mit 
verhuellten Gesichtern damit fortfahren muessen bis wir das 
erreichen was, wir suchen, was nichts anderes ist, Señor Fox, als 
Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit fuer alle Mexikaner._
_
Vale. Salud, und lassen Sie uns hoffen, dass es fuer Mexiko und 
Chiapas einen neuen Morgen geben wird._
_
_
Aus den Bergen des Mexikanischen Suedostens_
_
Fuer das Geheime Revolutionaere Indigene Komitee - 
Generalkommando der Zapatistischen Armee der Nationalen 
Befreiung_
_
Subcomandante Insurgente Marcos




Aktionen in Öst./Todesfasten
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von: Aktivistin Menschenrechte  pwi_wien@gmx.at 


An die demokratische Öffentlichkeit!

48. TAG DES TODESFASTENS POLITISCHER GEFANGENER IN DER TÜRKEI!

Die 138 politischen Gefangenen in 18 türkischen Gefängnissen, die sich
seit 48 Tagen im Todesfasten befinden, sind teilweise schon in einen
gesundheitlich bedrohlichen Zustand geraten. Ihre Hauptforderungen richten
sich gegen
die Öffnung und die Verlegung in sogenannte F-Typ-Gefängnisse, das sind
Isolationsgefängnisse, gegen die Anti-Terrorgesetze und gegen die
Staatssicherheitsgerichte. Sie sind entschlossen, lieber zu sterben als in
Einzelzellen zu
gehen!

Alle demokratischen Menschen sind gefordert, die legitimen Anliegen der
Gefangenen zu unterstützen! Der türkische Staat muß auf die berechtigten
Forderungen eingehen oder er nimmt bewußt den Tod vieler Menschen in Kauf!

Deswegen finden auch IN ÖSTERREICH UNBEFRISTETE SOLIDARITÄTSHUNGERSTREIKS
statt, und zwar in Wien 16., Hippg.33/4 seit 3 Tagen, in Wien 6.,
Münzwardeing.5 seit 2 Tagen und in Innsbruck seit heute.

Außerdem wird seit gestern aus verschiedenen österreichischen Städten und
Ländern, und zwar aus Vorarlberg, Innsbruck, Salzburg, Linz und St.
Pölten,
ein STERNENMARSCH zur bundesweiten DEMONSTRATION AM SAMSTAG, DEN 9.
DEZEMBER
UM 14 UHR, TREFFPUNKT WESTBAHNHOF, durchgeführt.

ABSCHAFFUNG DER ISOLATIONSGEFÄNGNISSE!
AUFHEBUNG DER ANTI-TERRORGESETZE!
ABSCHAFFUNG DER STAATSSICHERHEITSGERICHTE!

IKM (Komitee gegen Isolationshaft)

Weitere Informationen:
IKM
Hippgasse 33/4
1160 Wien
Tel.und Fax: 01/ 494 72 10




sofortige Freilassung und unbefristetes Bleiberecht für Akubuo A. Chukwidi
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von: grenze@ibu.de

Resolution: 
sofortige Freilassung und unbefristetes Bleiberecht für Akubuo A. Chukwidi
Initiative "Kein Mensch ist illegal"
c/o FFM (I)
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin

Telefon 0172-8910825
Fax 06181-184892
Email: grenze@ibu.de

Das bundesweite Vorbereitungstreffen für ein 4. Grenzaktions-camp von "kein mensch ist illegal" fordert die sofortige
Freilassung und ein Bleiberecht für den nigerianischen Menschenrechtsaktivisten Akubuo A. Chukwudi

Resolution

Hanau, den 3.12.2000

Das bundesweite Vorbereitungstreffen für ein 4. Grenzaktionscamp protestiert in aller Schärfe gegen die Inhaftierung und
drohende Abschiebung des prominenten Menschenrechtsaktivisten von The Voice und der "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge
und MigrantInnen, Akubuo A. Chukwidi, und fordert dessen sofortige Freilassung sowie ein unbefristetes Bleiberecht.

Etwa 50 TeilnehmerInnen von mehr als 20 antirassistischen und antifaschistischen Initiativen trafen sich am 2. und
3.12.2000 in Hanau zur Vorbereitung eines neuen Grenzaktionscamps, das im kommenden Sommer am Frankfurter Flughafen
stattfinden wird. Schwerpunkt wird dort der Protest gegen die täglichen Abschiebungen über diesen Flughafen sowie gegen das
dort befindliche Internierungslager für neuankommende
Flüchtlinge sein.

Die afrikanische Flüchtlingsorganisation The Voice hatte schon in den vergangenen Jahren an den Aktionscamps an der
ostdeutschen Grenze mitgewirkt und beteiligt sich auch für das kommende Jahr an den Vorbereitungen.

Das bundesweite Vorbereitungstreffen fordert alle antirassistischen und antifaschistischen Initiativen und Personen auf,
alles Erdenkliche dafür zu tun, die drohende Abschiebung von Akubuo zu verhindern. Es unterstützt aktuell den Aufruf für die
am Dienstag, den 5.12.2000, stattfindende Protestkundgebung gegen Akubuos geplante Abschiebung vor dem
Bundesinnenministerium in Berlin.


**************************************
kein mensch ist illegal
  http://www.contrast.org/borders/kein
kölner netzwerk kmii
  http://www.stadtrevue.de/kmii
Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main
  http://www.aktivgegenabschiebung.de
deportation.class stop!
  http://www.deportation-alliance.com/lh
Grenzcamp 2000 Webjournal
  http://www.nadir.org/camp
**************************************





ARGENTINA: Mass support for anti-IMF general strike!
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geposted von: fewor-netbase  fewor@no-racism.net  

ARGENTINA: Mass support for anti-IMF general strike

BY ALEJANDRO RODRIGUEZ

http://www.greenleft.org.au

Green Left Weekly, Issue #431, December 6, 2000

BUENOS AIRES - When Francis Fukuyama declared the end of history, he was
prematurely announcing the triumph of capitalism. The message was that there
was no longer any point in resisting and workers around the world should
just grin and bear their lives of increasing exploitation.

In Latin America, however, the social movements are challenging
capitalism: head on in Colombia through guerrilla warfare; in Venezuela
through the parliament and the presidency; in Brazil through the landless
peasants movement; and in Argentina with a renewed wave of industrial
action.

On November 23, Argentina's trade union movement called a national strike in
which more than 90% of workers took part. Every union in the country adhered
to the strike, with only the emergency services on duty plus a few taxis and
trains. The highways into the main cities were blocked and the country came
to a standstill.

An activist staffing a road block just outside Buenos Aires was quoted as
saying this was the way workers discuss the national budget. In the city
centre, the only streets not deserted were those leading to the congress
building where the main union bodies were demonstrating.

The driving force behind the strike was the leader of the Argentine
Workers' Movement (MTA), truck driver Hugo Moyano, who made it clear that
the 36-hour strike was not against the government but against the "real
enemy" - the impositions of the IMF.

This was the third and most successful general strike that Moyano has led.
The last one was marred by state violence, including the shooting of several
unionists. Moyano was shot in the testicles. This only cemented his role as
a workers' icon.

This time the government did not try to stop the strikers and treated the
day as if it was a national holiday, or a World Cup final (if Argentina is
playing no one works, travels or even steals!).

Social budget

However, the union movement has promised another day of industrial
activity in December if the government does not start serious discussions
about various social issues. The MTA has specifically pointed to the billion
dollar debt that the government must immediately repay to public education,
health and social security. It sees this as more important than repaying the
IMF, especially considering that more than 60 children die each day in
Argentina from hunger and curable diseases.

Although Hugo Moyano and the MTA are central to the latest industrial
actions, the right-wing Peronist Party unions, the Centre of Argentine
Workers and the General Confederation of Work (so named because it was
formed to look after work and not workers), have opportunistically joined
forces with the MTA. Because the Peronist Party is not in power, the
Peronist unions are trying to destabilise the present government to get
themselves into power.

The left is also behind Moyano while he continues to oppose neo-liberalism
and the IMF. Communists and socialists staff the barricades and support the
strikes, but in a country that is prone to inconsequential populism no one
is rushing to make alliances.

Many on the left would have liked as one of the demands for the strike a
retrial of the prisoners from the left-wing guerrilla movement "All for the
Fatherland" (Todos por la Patria - TP). Many members of the group were
sentenced to life in prison for "acts against democracy" while members of
the military junta who committed acts of mass murder during the dictatorship
walk free.

Several of the TP political prisoners are approaching the third month of a
hunger strike in protest at the conditions they are being held in, and for a
fair trial.

In his bid to challenge neo-liberalism, Moyano has spoken about forming a
coalition of groups that could replace the government. This is a crossroads
where Moyano could choose populism or socialism.




Dringender Friedensappell für den Nahen Osten
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von: KPÖ Bundesvorstand  kpoe.buvo@magnet.at 

Liebe Freunde und Freundinnen

Ich bitte Euch um Veröffentlichung nachfolgenden Friedensappells, der am
26. November von einer Reihe von linken und kommunistischen Partei in Rom
verabschiedet wurde.

mfg
didi zach

Dringender Friedensappell für den Nahen Osten

Die neue Spirale der Gewalt in Palästina und Israel, die bereits jetzt das
Leben zahlreicher unschuldiger Menschen gekostet hat, bedroht nachhaltig
den Friedensprozeß zwischen Israel und der PLO, mit unvorhersehbaren
Konsequenzen für den Frieden im gesamten Nahen Osten und die
internationale Sicherheit.

Wir erklären uns solidarisch mit dem palästinensischen Volk wie auch mit
den Friedenskräften in Israel, und verurteilen alle Terrorakte, von
welcher Seite sie auch kommen. 

Die neuerliche Krise im Friedensprozeß zeigt einmal mehr, dass die volle
Anerkennung der legitimen Rechte der Palästinenser, einschließlich der
Errichtung eines eigenen Staats mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt,
Vorbedingung für einen entwicklungsfähigen und dauerhaften Frieden in der
Region ist. Dies würde auch der Sicherheit Israels dienen, die ebenso zu
gewährleisten ist.

Wir fordern die UNO, die EU und andere internationale Organisationen wie
auch unsere nationalen Regierungen auf, ihren Beitrag für den Frieden in
der Region zu leisten und die Durchsetzung der UNO-Resolutionen zum Nahen
Osten, einschließlich der Resolution 242, die den Rückzug Israels aus
allen besetzten arabischen Gebieten fordert, zu betreiben. 
In diesem für den Frieden im Nahen Osten entscheidenden Augenblick und
angesichts der Tatsache, daß die USA in der Rolle eines unparteiischen
Vermittlers versagt haben, fordern wir eine europäische Initiative
entsprechend den vorgenannten Grundsätzen. 

Wir appellieren schließlich an die europäische Öffentlichkeit, sich mit
allen Möglichkeiten für einen gerechten und beständigen Frieden im Nahen
Osten einzusetzen, ein Anliegen, das unauflöslich mit der Sicherheit
Europas verbunden ist.

Rom, 26. November 2000 

Beschlossen von den Teilnehmerparteien am Neuen Europäischen Linken Forum:

Kommunistische Partei, Österreich
Sozialistische Volkspartei, Dänemark
Rot - Grüne Allianz, Dänemark
Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), Deutschland
Demokratische Arbeiterpartei, Estland
Linksbund, Finnland
BürgerInnenbewegung, Frankreich
Französische Kommunistische Partei
SYNASPISMOS, Griechenland
Partei der Italienischen Kommunisten
Partei der Kommunistischen Wiedergründung (Rifondazione), Italien
Sozialistische Partei, Niederlande
Sozialistische Linkspartei, Norwegen
Portugiesische Kommunistische Partei
Linkspartei, Schweden
Vereinigte Linke (IU), Spanien
AKEL, Zypern



rechliche situation in prag, update vom 4.12.00
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von : fremde  fremde@klingt.org 

rechliche situation in prag, update vom 4.12.00


die prager rechtshilfe braucht dringend geld! 
das gericht hat eine 800 000 Kc kaution fuer Mads Trearup gestellt. der
aus daenemark kommende ist eine der zwei letzten bekannten
aktivistInnen, der, nach den protesten gegen oekonomische
globalisierung immer noch im gefaengnis sitzt.

die prager rechtshilfe hat schon 200 000 Kc aufgestellt und Mads eltern
haben einen kredit ueber 600 000 Kc aufgenommen. Mads hat es zufaellig
getroffen, wir glauben, dass alle, die sich dessen bewusst sind schauen
sollten, dass sie uns beim aufstellen dieser enormen menge kohle helfen
sollten.

Ihr koennt geld fuer die prager rechtshile entweder direkt an die

IPB Banka
Association 2000
Ktn. 167 555 569 / 5100
oder an das konto der rechtshilfe hier mit kennwort prag 





KURZES UPDATE ZUR GERICHTSSITUATION IN PRAG 

16 aktivistInnen stehen zur zeit gerichtsverfahren, hauptsaechlich wegen
angriff von polizisten und eigentumszerstoerung ins haus. gegen 3
weitere wird noch ermittelt. Mads ist seit s26 in haft, ihm wird
vorgeworfen einen polizisten angegriffen zu haben. es gibt keinerlei
beweise fuer diesen vorfalls, ausser der aussage von drei polizisten.
zahlreiche menschen haben seine unschuld bezeugt.

Kamil Olejnik wurde am 22. november freigelassen, am naechsten tag wurde
er in ein polnisches gefaengnis gebracht. am 24. oktober wurde Kamil von
einem tschech. gericht verurteilt, einen bullen angegriffen zu haben, er
wurde in einem schnellverfahren, in dem es der verteidigung nicht
erlaubt war beweismittel und zeugInnen einzubringen, verurteilt. Kamils
anwaeltIn legte berufung ein. das polnische gericht liess die anklage am
tag nach seiner freilassung ( und auslieferung), aus mangel an beweisen
fallen. das hebt die politische bedeutung des tschech. urteils, gegen
die aktionen gegen oekonomische globalisierung klar hervor. der tschech.
staat veranlasste dies, um die kritik dieser globalen bewegung gegen das
kapitalistische system zu umgehen und die aufmerksamkeit auf die
kriminalisierung einer kleinen gruppe individuen zu lenken..
fuer mehr infos und kompletteres update siehe :

www.crosswinds.net/~jailsolidarity/
wir erneuern die seite so und wenn wir uns danach fuehlen.
bitte kontaktiert uns:
Email: praguelegalsupport@purpleturtle.com

das legal support team.



original:

legal situation in Prague, 041200

The Prague legal support team needs money! Judicial authorities have
accepted an 800000 Czech Krona bail for Mads Traerup. The Dane is the
last of the known activists remaining in jail following demonstrations
against economic globalization in Prague. 

The Prague legal support team has paid 200 000 Kc of the bail, while
Mads' parents have taken out a 600 000 Kc loan. As Mads was randomly
targeted, we believe that everyone who is concerned should try to help
come up with this large sum of money. 

You can donate money for legal support by sending money to the following
account:

IPB Banka
Association 2000
account no. 167 555 569 / 5100


A brief update on the legal situation:

There are currently 16 activists charged for mainly police assault and
property destruction following the demonstrations, as well as 3
demonstrators who are still under investigation. Mads has been in jail
since September 26th under allegations of assaulting a police officer.
There is no evidence known to the public against him except for the
testimony of 3 police officers. Numerous people have testified for his
innocence.

Kamil Olejnik was released on the November 22, one day after Czech and
Polish authorities transferred him to a jail in Poland. On October 24,
however, a Czech judge sentenced Kamil to 1 year in prison for assault
on a police officer, following an expedited court case in which the
defence has no right to present witnesses or testimony. Kamil's lawyer
appealed the decision. Polish judicial officials dropped the charges
against Kamil the day after he was released for lack of evidence. This
points out the political nature of Czech judicial actions against
anti-economic globalization demonstrators. The Czech state has thus
attempted to bypass criticisms made by a global movement of the
capitalist system by focusing on and criminalizing a small group of
individuals.

For a more complete update, go to: 
www.crosswinds.net/~jailsolidarity/ 

We update this site when and as we feel like it.

The Prague legal support team.

Contact Us!
Email: praguelegalsupport@purpleturtle.com


* * * *
for more information about s26 go to
www.prague.indymedia.org
www.no-racism.net/s26 





) eingelangt, aber nicht aufgenommen
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- nix - aber eine kleine diskussion um das veröffentlichen von beiträgen

von alexandra:


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liebe leute,
ihr habts vielleicht nicht gecheckt, aber die mails, die johanna in den
letzen mund gestellt hat, waren von der webmenschen-mailingliste, auf der es
nicht ohne grund zu beginn diskussionen darüber gab, wie weit diese
öffentlich und wie weit intern sein soll. da ging es darum, wer sich wie
weit identifizieren soll und kann. ich habe damit natürlich kein problem, da
ich gewissermassen eine öffentliche person bin, möchte aber doch gefragt
werden, bevor meine postings von der liste in den mund kommen. daher eine
bitte: wenn johanna wieder was von mir postet, ich war sicher nicht
einverstanden und ersuche euch sozusagen präventiv, das nicht reinzunehmen.
danke, war wie gesagt keine kritik an euch und eurem megastress...
liebe grüsse
alexandra
ps: allen mund-leserinnen seien zur orientierung dessen, was ich van der
bellen konkreter mitgeteilt haben könnte, die diversen andeutungen bei den
ceiberweibern zu empfehlen... 

von heinz an alexandra:
+++++++
alexandra,

AB  liebe leute,
AB  ihr habts vielleicht nicht gecheckt, aber die mails, die johanna in den
AB  letzen mund gestellt hat, waren von der webmenschen-mailingliste, auf der es
AB  nicht ohne grund zu beginn diskussionen darüber gab, wie weit diese
AB  öffentlich und wie weit intern sein soll.

entschuldige. das ist mir eher unabsichtlich passiert.
viele beiträge von der webmenschen liste sind zur veröffentlichung
gedacht, eher wenige nicht.

jedenfalls: eure diskussion hat sich genau um die punkte gedreht, die mir auch am
herzen liegen:
* was kommt danach?
* sind die widerständischen die nützlichen idioten der grünen und spö?

ich hoffe, dass mein missgriff zumindest ein gutes bewirkt:
dass dieses thema stärker bewußt gemacht wird.


 


Redaktionsschluss: Donnerstag, 7. Dezember 2000, 02.30 Uhr, jak



Fehler möge frau/man mir nachsehen!