Samstag 9. Dezember 2000


keil1.gif(893 Byte) Die Botschaft Punscht

keil1.gif(893 Byte) Gratulation +Beitrag/MUND: ÖLI nicht Grün!!

keil1.gif(893 Byte) Wahlbericht Kaerntner AHS-LehrerInnen

keil1.gif(893 Byte) Aufruf zum Brainstorming: Hat sich die Situation

keil1.gif(893 Byte) checkpoint-austria-nachlese

keil1.gif(893 Byte) After checkpoint

keil1.gif(893 Byte) Solidarität mit Charles Ofoedu

keil1.gif(893 Byte) vorerhebungen illegale ekis-abfragen

keil1.gif(893 Byte) abtreibungsdebatte

keil1.gif(893 Byte) Minister Grasser im Himmler-gedenkenden Umfeld

keil1.gif(893 Byte) Bitte um Zusendung nicht aufgenommener Beiträge

keil1.gif(893 Byte) Re: 5.Dezember frauenstreik-info


keil1.gif(893 Byte) Eingelangt, aber nicht aufgenommen

 

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius zusammengestellt.

 


 


...die da hatten einfach genug

Pedro Negros fabelhaft kommentierte Bildreportagen im standard:
Parlament Menschenkette
Checkpoint Hadikgasse

checkpoint austria site - info, bilder
no-racism.net
tatblatt bericht, fotos

No name Bild- und Filmmaterial
jpegs, quicktimes

Und für's nächstemal:
Das Rechtshilfe-Manual




...und was mache ich eigentlich gegen rassisten?

online-diskussion

 


Drahdiwaberl
12. Dezember - Libro Halle

Adventsingen und TortenMulatschag




MP3 Download



Wie der MUND entsteht ....

Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen.

E-Mail-Adresse der Redaktion:

widerstand@no-racism.net
Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.

Bitte weitersagen:
Für Personen ohne Internetzugang gibt es aktuelle Terminankündigungen
unter der Rufnummer 589 30 22 12 (Demoforum)


 



Die Botschaft Punscht
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Sophia-Maria Antonulas  sophia-maria.antonulas@chello.at 


Punsch, Glühwein und Weihnachtskekse


auch bei der Botschaft besorgter BuergerInnen

Samstag, 9. Dezember, ab 17 Uhr
feiert die BBB das 10monatige Bestehen

(Zieht euch warm an, es wird immer kaelter und das liegt nicht nur am Wetter)

Botschaft besorgter BuergerInnen
Ballhausplatz 1a
A-1010 Wien
Tel. 0699/11 467 348

botschaftbesorgterbuergerInnen@blackbox.net
http://botschaftbesorgterbuergerInnen.cjb.net





Gratulation +Beitrag/MUND: ÖLI nicht Grün!!
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christine recht  christinerecht@hotmail.com 



Hallo liebe RedakteurInnen

Erstens (spät aber doch) herzliche Gratulation zum verdienten Preis !!!!! 
Wir alle lieben Euch !!!etc etc...

Zweitens: Zu rot/grün und wie der Widerstand benutzt werden kann:

M. Koechl hat am 7.+8. 12. Erfolge für Gruene/UG bei 
Lehrer-Gewerkschaftswahlen gemeldet.
Aber: ES GIBT KEINE GRUENE/UG. Die ÖLI/UG haben grün nicht im Namen, weil 
sie NICHT grün sind sondern unabhängig. Das macht auch einen Teil ihrer 
Attraktion und Glaubwürdigkeit unter den Lehrern aus.
Falls nicht von J.G.Fuchsbauer (offizieller ÖLI/UG Sprecher) eine 
Klarstellung an den MUND kommt (ein mail an M.Köchl hat er bereits 
geschrieben mit der Aufforderung zur Richtigstellung, dann bitte Folgendes – 
wenn geht OHNE Absender als

BEITRAG FÜR MORGIGEN MUND:

KORREKTUR: ÖLI/UG Unabhängig, nicht „Grün"

M. Koechl hat am 7.+8. 12. Erfolge für Gruene/UG bei 
Lehrer-Gewerkschaftswahlen gemeldet.
Aber: ES GIBT KEINE GRUENE/UG. Die ÖLI/UG haben grün nicht im Namen, weil 
sie NICHT grün sind sondern unabhängig und ziemlich gemischt. Das macht auch 
einen Teil ihrer Attraktion und Glaubwürdigkeit unter den Lehrern aus.

----------------------------------------------------------
ich enthalte mich weiterer Empörung,
herzliche Grüße
christine






Wahlbericht Kaerntner AHS-LehrerInnen
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 Josef Gary Fuchsbauer  j.fuchsbauer@eduhi.at 

Sehr geehrter Herr Koechl, habe eben den untenstehenden Beitrag
gelesen.
Die Behauptung, dass die UG gruen-nahe sei, weise ich als
Bundeskoordinator der OeLI-UG scharf zurueck. Die UG ist, wie ihr Name
sagt, unabhaengig und steht keiner Partei nahe.
Dass die Gruenen einige aehnliche programmatische Inhalte haben,
rechtfertigt Ihre Aussage keineswegs. Aehnliche programmatische
Inhalte gibt es in einzelnen Punkten wahrscheinlich auch in anderen
Vereinigungen.
Dass einzelne UG-WaehlerInnen oder Funktionaere auch bei den Gruenen
mitarbeiten oder diese waehlen, rechtfertigt Ihre Aussage ebensowenig.
Denn es gibt genauso UG-WaehlerInnen oder Funktionaere, die bei
anderen Vereinigungen mitarbeiten oder andere Parteien waehlen.
Dass die Gewerkschaftliche Einheit der UG beigetreten ist und dann
ihren Namen auf Alternative und gruene GewerkschafterInnen (AUGE-UG)
geaendert hat, rechtfertigt Ihre Aussage auch nicht. Denn es sind der
UG auch Gruppen beigetreten, die absolut ueberhaupt nichts mit den
Gruenen zu tun haben oder zu tun haben wollen.
Gerade angesichts der Presseberichterstattung ueber die AK-Wahlen, in
der auch die UG immer wieder als gruen bezeichnet wurde, hat der
Koordinationssausschuss der UG klar gelegt, dass die UG
ueberparteilich und parteiunabhaengig ist und bleibt. Denn das ist
genau das, was die UG von den anderen Fraktionen/wahlwerbenden Gruppen
unterscheidet.
Wenn ich richtig informiert bin, hat genau wegen dieser
Unabhaengigkeit der UG bei den von Ihnen angesprochenen
AHS-Gewerkschaftswahlen in Kaernten, der Gruenaktivist Herwig Burian
auf eine Kandidatur bei der KLI-UG verzichtet.
Wenn ich richtig informiert bin, geht es eben auch er KLI-UG darum,
parteiunabhaengig zu sein.
Bitte akzeptieren Sie das.
Und veroeffentlichen Sie in MUND auch eine entsprechende Korrektur zu
Ihrer Aussage. Danke.
Liebe Gruesze
Josef Gary Fuchsbauer
OeLI-UG-Bundeskoordinator, Mitglied der Bundesleitung der UGOeD
(Unabh.Gew. im oeff.Dienst)

P.S: Natuerlich ist das Ergebnis der KLI-UG erfreulich.
Die 10 Prozent Verlust der FCG gab es allerdings auch bei den anderen
7 Gewerkschaftswahlen.

> urspr.Nachricht
>  Erstmals Mandat für grün-nahe UG -
>  Gewerkschafter (AHS-LehrerInnen) in Kärnten!!
>  Zurück
>  von : Matthias Köchl  m1koechl@edu.uni-klu.ac.at
>  
>  zwischendurch hatten wir in Kärnten auch Gewerkschaftswahlen
>  bei den AHS-LehrerInnen.
>  
>  ==========================
>     auf Anhieb 14,12% , ein Mandat für die KLI im Landesausschuss
>  und nun das Zünglein an der Waage!!
>  Genereller Trend auch aus den anderen Bundeländern:
>  Gewinne für Sozialisten + zumeist etwas stärkere Gewinne für
> Grüne/UG.
>  ==========================
>  
>  14,12% = Erstmals Mandat für ÖLI-UG-Kärntner LehrerInnen
> Initiative!!!!!
>  Erstmals Rot-Grüne Mehreit vorhanden.
>  
>  Bei der am 5. & 6. Dezember stattgefundenen Gewerkschaftswahl
> erreichten
>  die grün-nahen Unabhängigen GewerkschafterInnen
>  bei den AHS-LehrerInnen (Landessektion)
>  auf Anhieb 14,12% der Stimmen.
>  Das Mandat ging auf Kosten der FCG, die fast 11%
>  verloren und nun ebenso wie die Sozialistischen Gewerkschafter
>  (die ebenfalls Stimmenverluste hinnehmen mussten) bei 4
>  Mandaten halten.
>  
>  Infos: http://www.angelfire.com/ab2/kli/ahs.html
>  mfG
>  Matthias Köchl





Aufruf zum Brainstorming: Hat sich die Situation
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   für MigrantInnen seit Februar verändert?

fewor-netbase  fewor@no-racism.net 

Liebe Leute!
Das MigrantInnenforum der Europäischen Union, welches auch in Österreich
ansässig ist, plant für den 15. und 16. Dezember Veranstaltungen, die sich
mit der europäischen Migrationspolitik und insbesondere der in Österreich
erfolgten Änderungen seit dem Regierungswechsel im Februar auseinandersetzt.
Geladen zu den Veranstaltungen sind VertreterInnen von
MigrantInnenorganisationen und NGOs, VertreterInnen der Regierung und der im
Nationalrat vertretenen Parteien.

Die Titel der Veranstaltung am 15.12 lautet: "Ein neuer Ansatz zur
Einwanderungsfrage in der EU. - Welche Rolle sollen dabei die
Migrantenorganisationen in der EU spielen?"

Am 16.12. findet ein Rundentischgespärch statt - Thema: "Regierungswechsel
in Österreich und Migrationspolitik uner Betrachtung von nationalen und
europäischen Aspekten."

Eine der grossen Fragen, die gestellt werden, ist:
Hat sich die Situation für MigrantInnen unter der Regierung aus ÖVP und FPÖ
verändert?

Da diese Frage sehr schwer zu beantworten ist, sind alle aufgerufen, zu
dieser Frage im Rahmen eines Brainstorming Stellung zu beziehen. Da die
Veranstaltung bereits nächste Woche beginnt, bleibt nicht mehr viel Zeit -
schnelle Antworten sind gefragt.

Also, noch mal die Frage, auf die hoffentlich viele Reaktionen kommen:
Hat sich die Situation für MigrantInnen in Österreich seit Februar 2000
verändert? Und wie?

Antworten bitte an:
fewor@no-racism.net


* * * * *
Für eine Welt ohne Rassismus
c/o Schottengasse 3a/1/59
A-1010 Wien

fewor@no-racism.net
http://www.no-racism.net





checkpoint-austria-nachlese
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Kurto Wendt  Kurto.Wendt@reflex.at 

das checkpointaustria-koordinationsteam ladet alle checkpointerInnen zu
einem erfahrungsaustausch mit kleinem fest einladen:

dienstag, 19.12. ab 19 uhr
gruwi-fakultätsvertretung
rooseveltplatz 5a
1090 wien

bringt fotos und videos mit!

unser plan:
19 bis 21 uhr gemeinsame nachlese und perspektiven
ab 21 uhr glühwein, fassbier und konspirative spässe





After checkpoint
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Kurto Wendt  Kurto.Wendt@reflex.at 



Elke Sattler (CHECKPOINT ST: PÖLTEN) schrieb:
   
   Hallo,
   St. Pölten und Umgebung ist ein verschlafenes Nest. Es ist hier sehr
   schwer, die Bevölkerung aufzuwecken.
   Die Krampusaktion hat aber einen wichtigen Beitrag geleistet.
   Deshalb meine Idee bzw. mein Anliegen an Euch:
   Wir waren in St. Pölten wirklich ein bunt zusammengewürfelter Haufen, nicht
   nur auf der Straße, sondern noch mehr im Vorfeld und jetzt in der Zeit
danach.
   Es besteht großés Interesse von verschiedensten Seiten weiterzumachen.
   Als eine Art niederösterreichische Plattform gegen Schwarz-Blau unter dem
   inzwischen bekannt Qualitätsnamen "checkpoint". Meine Erfahrung zeigt,
   daß man die nicht mehr viel erklären muß - checkpoint spricht für sich. Und
   jetzt wäre eine große Chance gegeben, die Leute, die sich beteiligten -
   aktiv oder mit ihrer Unterstützung oder die sich jetzt im Nahchinein
   melden - "an der Stange" zu halten. Die Gemeinsamkeit weiterzufördern. Es
wäre
   schade, diese Chance vorbeigehen zu lassen.

   Ich habe gehört, daß checkpoint im Februar zum "Jahrestag" neue Aktionen
   plant - nur dann müßte die Arbeit wieder neu beginnen - und ich kann nur
   für St. Pölten sprechen, war das Knochenarbeit (Reden, Flugzettel,
   Telefonate usw.) Jetzt aber sind viele Leute da, aufgesprungen und
   überzeugt. Es wäre wichtig, zu zeigen, wir machen weiter - ohne Pause.

   Aus rein psychologischen Gründen schon einmal. Und chekcpoint war wirklich
   eine Supersache: Ein Seelsorger mit einem Kummerl am Transparent, ein
   72jähriger Amtsarzt mit einem 16jährigen Schüler am Megaphon.

   Versteht Ihr, was ich meine - ich bin auch gerne bereit, wenn Ihr
   darüber nachdenkt, und vielleicht draufkommt, daß das alte Problem wieder
   auftaucht: Zuviel Arbeit und zu wenig Leut - meine beiden Hände und
   meinen Kopf arbeitsmäßig zur Verfügung zu stellen.
   
   Bitte um Eure Antwort.
   Elke Stingl-Sattler







Solidarität mit Charles Ofoedu
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caroline  caroline.grandperret@mcnon.com 

SOLIDARITÄT MIT CHARLES OFOEDU!


Liebe FreundInnen, liebe AktivistInnen!

Der nigerianische Schriftsteller und
Menschenrechtsaktivist, Charles Ofoedu, wurde im Frühjahr
1999 im Zuge der "Operation Spring" als mutmasslicher
Drogenboss verhaftet: Er wurde nach drei Monaten U-Haft
mangels handfester Beweise wieder entlassen.

Mittlerweile haben sich auch die Anklagepunkte des
Drogenhandels und der Mitgliedschaft einer kriminellen
Organisation als unhaltbar entpuppt und mussten von der
Staatsanwaltschaft fallengelassen werden.

In der am 13. Oktober 2000 erfolgten zweiten
Hauptverhandlung wurde Charles Ofoedu dennoch - gestützt
auf Aussagen eines anonymisierten Zeugen - wegen
angeblicher Geldwäscherei zu 10 Monaten bedingter
Freiheitsstrafe verurteilt.

Dieses für österreichische StaatsbürgerInnen
verhältnismassig milde Urteil bedeutet für AusländerInnen
die Ausweisung aus Österreich!!

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Für das noch nicht abgeschlossene Verfahren fallen bis dato
ATS 28.000.- an Anwaltskosten an, die bis Ende Dezember
beglichen sein müssen.

Wir bitten daher alle FreundInnen und AktivistInnen, sich
mit Charles Ofoedu weiterhin aktiv zu solidarisieren und
ihn konkret bei der Begleichung der Rechtsanwaltskosten
durch Spenden zu unterstützen.

Das Charles Ofoedu-Unterstützungskomitee

Dr. Kerstin Andra, Dr. Di-Tutu Bukasa, Karl Fischbacher,
Caroline Grandperret, Susanne Jerusalem, Michael C. Niki
Knopp, Dr. Peter Kreisky, Niki Kunrath, Mag. Miriam Lehner,
Dr. Madeleine Petrovic, Madeleine Reiser, Hannes Seitner,
Marco Smoliner, Verein "Bunte Demokratie für Alle" (BDFA)

Spendenkonto: BA 501 521 328 00 BLZ: 20151

Kennwort: "Solidarität mit Charles Ofoedu"






vorerhebungen illegale ekis-abfragen
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itch  cs@t0.or.at 

die vorerhebungen der wirtschaftspolizei bezueglich illegaler 
ekis-abfragen von kabas, kreissl und binder finden sich im wortlaut 
unter http://betazine.org/t_p61.html
enjoy!
-- 
pionier der telearbeit - http://betazine.org/





abtreibungsdebatte
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regierungswatch  regierungswatch@gruene.at 

blau-schwarz eröffnet abtreibungsdebatte
Haupt: "Eine Abtreibung sollte nicht die alleinige Entscheidung der Frau sein."

Eine neue Variante der Abtreibungsdebatte startete der Frauenministerin 
Herbert Haupt am 30. November 2000 mit einer Stellungnahme im 
ö1-Mittagsjournal. Nach Haupts Ansicht ist die unbeschränkte Frist für 
Abtreibungen im Fall einer zu erwartenden schweren Behinderung eines Kindes 
ein "untragbarer Zustand". ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat assistierte 
ihrem Ministerin mit der Forderung, die Abtreibungsmöglichkeit auf drei 
Monate zu verkürzen. In ihrer Argumentation beziehen sich Haupt und 
Rauch-Kallat weder auf die tatsächliche rechtliche Situation in Österreich 
noch auf die praktischen Erfahrungen mit Abtreibungen nach der sogenannten 
eugenischen Indikation.

Blau-schwarz polemisiert mit realitätsfernen Darstellungen
Obwohl das österreichische Strafrecht tatsächlich eine theoretische 
Möglichkeit vorsieht, Föten bei Gefahr für das Leben der Mutter bzw. bei 
einer "ernsten Gefahr ...., dass das Kind geistig oder körperlich schwer 
geschädigt sein" werde ohne Frist abzutreiben, verhindern andere 
Rechtsnormen, dass lebensfähige Kinder nach der 22. Schwangerschaftswoche, 
dem Zeitpunkt, an dem auch im Falle einer Frühgeburt eine sehr hohe 
Wahrscheinlichkeit des Überlebens besteht, abgetrieben werden. Ein Arzt, 
der nach diesem Zeitpunkt eine Abtreibung vornähme, würde sich strafbar 
machen und die Berechtigung zur Berufsausübung verlieren. Die eugenische 
Indikation kann daher von Gesetzes wegen nur vor der 22. 
Schwangerschaftswoche oder bei festgestellter Lebensunfähigkeit des Fötus 
angenommen werden.

Fristverkürzung quält betroffene Frauen
Rauch-Kallats Vorschlag, auch die Frist für Abtreibungen nach eugenischer 
Indikation auf drei Monate zu verkürzen, schützt kein einziges ungeborenes 
Leben, da dieses Spiel mit den Ängsten schwangerer Frauen die Bereitschaft 
der Frauen, auch nur bei geringsten Verdachtsmomenten eine Abtreibung 
innerhalb der gesetzlichen Frist von zwölf Wochen vornehmen zu lassen, 
erheblich verstärken wird (tendenziell also mehr Abtreibungen zu erwarten 
sind). Dazu kommt noch, dass gerade viele sehr schwere Behinderungen erst 
nach der 12. Schwangerschaftswoche, nämlich zwischen der 16. Und 20. 
Schwangerschaftswoche festgestellt werden können. Schwangere Mütter, die 
eine schwerwiegende Behinderung ihres Kindes zwangsläufig erst NACH der 
zwölften Schwangerschaftswoche feststellen könnten, wären gezwungen, diese 
Kinder auch bei festgestellter Lebensunfähigkeit weiter auszutragen, was 
einer psychischen Folter gleichkommt.

Fristenlösung im blau-schwarzen Visier
In Reaktion auf die massive Kritik, mit der insbesondere 
Frauenorganisationen auf den Haupt´schen Vorstoß reagierten, versicherte 
der Frauenministerin, er strebe keine Einschränkung der Fristenlösung an. 
Ein anderes Ziel ist jedoch auf Grund der bereits beschriebenen rechtlichen 
und praktischen Situation nur schwer vorstellbar. Dazu kommt noch, dass 
Haupt im selben Interview davon gesprochen hat, dass eine Abtreibung "nicht 
die alleinige Entscheidung der Frau" sein solle. Nur allzu deutlich ist 
daher, dass Blau-schwarz mit diesem Vorstoß nicht die eugenische 
Indikation, sondern die Fristenlösung insgesamt ins Visier genommen hat.

Materialien und Links dazu sowie jede Menge anderer Meldungen über das 
segensreiche Wirken der blau-schwarzen Regierung in Österreich unter 
www.gruene.at/watch





Minister Grasser im Himmler-gedenkenden Umfeld
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regierungswatch  regierungswatch@gruene.at 

Finanzminister grasser im fpö-umfeld: handshake mit ss-gedenker
War Heinrich Himmler wirklich nur "Deutscher Politiker"?

Eine wahrhaft historische Begegnung fand irgendwann im September im 
niederösterreichischen Ort Würmla statt: Finanzminister Grasser traf sich 
mit dem niederösterreichischen FPÖ-Landesrat Stadler, dem Vorsitzenden der 
FPÖ-Niederösterreich Windholz ...und mit einem Herren Namens Gustav Adolf 
Neumann. Letzterem gefällt es, den hundertsten Todestag des Massenmörders 
Heinrich Himmler in seiner Zeitung "die Kleine" unter dem Titel "Senioren 
Gedenktage" zu erwähnen.

Freimütige Erörterungen...
Ein ganz unbeschriebenes Blatt ist Herr Neumann nicht: Der heutige 
Herausgeber der klosterneuburger Zeitschrift "die Kleine" war 1949/1950 
Obmann der VdU, der Vorläuferorganisation der FPÖ; und, wie die "Kleine" 
schreibt, "damals - und bis heute - jüngster Parteiführer mit 
sensationellen Wahlergebnis, das bis heute die FPÖ nicht erreichte". Ob 
soviel Kontinuität zwischen VdU und FPÖ wundert es nicht, dass "Grasser & 
Neumann ... freimütig Fragen von gemeinsamen Interesse" erörterten.

Gemeinsame Interessen?
Welch gemeinsamen Interessen das gewesen sein mögen, erläutert "die Kleine" 
nicht näher. Welche Interessen aber ihr Herausgeber zu haben scheint, 
verdeutlicht ein Kasten auf Seite 12 der Ausgabe vom 5. Oktober 2000. Denn 
dort findet sich unter dem Titel "Senioren Gedenktage" folgender Eintrag:

"Heinrich Himmler
100. Geburtstag (+)
Deutscher (NSDAP) Politiker
* 7. 10. 1900 München
+ 23. 05. 1945 bei Lüneburg/Selbstmord
Trat 1925 in die NSDAP und in die neugegründete `Schutzstaffel´ (SS) ein, 
die er 1929 als
`Reichsführer der SS´ zu einer parteiinternen Macht ausbaute."

Gedenken und nicht Gedenken!
Wenig erwähnenswert erscheint der "Kleinen", dass Himmler als "Reichsführer 
der SS" die Hauptverantwortung für die Konzentrations- und 
Vernichtungslager trug und den Holocaust auch wiederholt rechtfertigte. Zur 
Ermordung jüdischer Kinder zu Beginn des Russlandfeldzugs erklärte Himmler 
lapidar, er trage "vor dem deutschen Volk die Verantwortung dafür, dass 
unsere Kinder sich nicht einmal mit den nach Rache dürstenden Nachkommen" 
ermordeter JüdInnen "herumschlagen" müssten.

FPÖ und bräunliches Umfeld
Bei derart selektiver Geschichtsbetrachtung überrascht nicht, dass "der 
Kleinen" auch der 175. Geburtstag des südafrikanischen Burenführers Krüger 
als Gedenktag gilt (wobei letzterer trotz seines Rassismus und seiner 
Herrenmenschen-Ideologie noch lange nicht an Himmler herankommt). Es mag 
Grasser entgangen sein, mit wem er da "Fragen von gemeinsamen Interesse" 
erörterte. Gut möglich sogar, dass es ihm nachträglich peinlich ist. Nur: 
Wie mensch sich bettet, so liegt mensch. Und wer in der FPÖ Karriere machen 
will, darf sich nicht wundern, wenn er mit lobendem Kommentar auf der 
Titelseite von Zeitungen abgebildet werden, die Heinrich Himmlers gedenken.

Keine Kritik an Windholz!
Ausdrücklich von jeglicher Kritik auszunehmen ist selbstverständlich der 
Niederösterreichische FPÖ-Vorsitzende Windholz, der aus Anlass seiner Wahl 
am niederösterreichischen Landesparteitag alte FPÖ-KameradInnen mit dem 
SS-Motto "Unsere Ehre heißt Treue" zu beeindrucken wusste. In seinem Fall 
ist es ja, nachdem die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen 
NS-Wiederbetätigung eingestellt hat, geradezu amtlich, dass er von 
Geschichte keine Ahnung hat.

Links zu dieser Meldung und viele andere Meldungen unter www.gruene.at/watch






Bitte um Zusendung nicht aufgenommener Beiträge
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Susanne Bohdal  sus_at@yahoo.com 


 Im MUND findet Ihr eine neue Rubrik, die eine Konsequenz aus der
 redaktionsinternen Debatte um die Notwendigkeit, sexistische, antisemitische
 und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, einerseits, die
 Problematik von Zensur andererseits versucht: unter "B) Eingelangt, aber
 nicht aufgenommen" wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
 hingewiesen und eine kurze Begründung der/des Tagesredaktuers für die
 Nichtaufnahme geliefert. Die AbsenderInnen werden hiervon informiert. 

Ich würde mich für eine Zusendung dieser Artikel interessieren und gerne 
auch einen Kommentar an die Redaktion des MUND weiterleiten.

Im übrigen bin ich sehr zufrieden mit der Zusammenstellung der Themen, 
denn sowohl inhaltlich als auch von den Themenschwerpunkten ist es immer 
äußerst informativ und gibt Antrieb den WIDERSTAND nicht aufzugeben.

Danke für Eure Arbeit und ich hoffe, es mögen sich noch viele 
Menschen in Euer Infonetzwerk einschreiben.

Susanne Bohdal 






Re: 5.Dezember frauenstreik-info
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initiative menschliche emanzipation  menschl.emanzipation@gmx.de 


Frauenstreik-Frauen,

ich finde euer anliegen richtig und wichtig und habe 
deshalb eure flyer mit auf der page der initiative menschliche 
emanzipation publiziert. aber ich habe auch ein paar fragen:

frauenstreik1 composed at 03.12.2000:

 1. österreichischer frauenstreiktag wien, 5.dezember 2000, 16.00h
 wir setzen uns mit verschränkten armen vors parlament*
 
 *auf polstern sitzt sich`s wärmer
 ########################################

warum betont ihr das mit den "polstern" so?
ich verstehe das nicht. ich hoffe nicht, dass auch 
ihr sessel-pupserInnen werden wollt.

dann: warum schreibt ihr immer frauen/lesben?
fuer mich liest sich das sehr spalterisch.
ich musste frueher, als ich in der frauenbewegung 
aktiv war, auch immer wieder mit bedauern feststellen, 
dass sich die lesben von den hetera-frauen abgegrenzt 
haben und sich oftmal in frauen-lesben-gruppen eine 
hierarchie entwickelt hat bzw. die lesben versucht haben, 
diese gruppen zu dominieren. 

ich finde, dass unsere sexuellen vorlieben nicht auf 
das politische feld gezogen werden sollten. 
welcher mensch wen wie liebt sollte auf der sexualtheoretischen 
und psychoanalytischen ebene debattiert werden. 
warum spielt dies aber schon wieder in eine streik-idee 
hinein? das verstehe ich nicht so richtig und loest bei 
mir unbehagen aus.
was ist z.b. mit bisexuellen frauen? wie habt ihr das 
in euren gruppen reflektiert?

bitte schickt mir doch eure auswertung incl. presseberichterstattung
zu, damit ich sie mit ins netz setzen kann.

und: wie geht's am naechsten dienstag weiter? 

herzliche gruesse,
angelika
initiative menschliche emanzipation 
http://www.members.partisan.net/gratis

 



Eingelangt, aber nicht aufgenommen
Zurück
nitschewo!
 

 



Redaktionsschluss: Samstag, 9. Dezember 2000, 4.15 Uhr hwn



Fehler möge frau/man mir nachsehen!