Mittwoch 27. Dezember 2000


keil1.gif(893 Byte) Koordinationstreffen der Aktion "Parallelwahlen"

keil1.gif(893 Byte) Prag: Protest gegen politische Kontrolle

keil1.gif(893 Byte) streifzug durch rechte homepages

keil1.gif(893 Byte) Rechtsextreme nutzen Internet-Musikboerse Napster

keil1.gif(893 Byte) IMF & World Bank: policies Impacts & Resistance

keil1.gif(893 Byte) Tuerkei: Behinderung der Presseberichterstattung + Kommentar

 

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius zusammengestellt.

 


 

Wie der MUND entsteht ....

Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen.

E-Mail-Adresse der Redaktion:

widerstand@no-racism.net




La Repubblica: Proteste gegen Haiders Baumaufstellung




Quelle: www.popo.at



Und für's nächstemal:
Das Rechtshilfe-Manual


...und was mache ich eigentlich gegen rassisten?

online-diskussion


Drahdiwaberl



MP3 Download



Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.

Bitte weitersagen:
Für Personen ohne Internetzugang gibt es aktuelle Terminankündigungen
unter der Rufnummer 589 30 22 12 (Demoforum)

 


 



Koordinationstreffen der Aktion "Parallelwahlen"
Zurück

bdfa  bdfa@gmx.at 

Einladung zum Koordinationstreffen der Aktion "Parallelwahlen"

Liebe AktivistInnen!

Die AK-Liste BDFA (Bunte Demokratie für Alle) plant im Zuge der Wiener
Gemeinderatswahlen 2001 Parallelwahlen für all jene BewohnerInnen
Wiens (ab 16 Jahren) zu organisieren, die kein Kommunalwahlrecht
besitzen (z.B. weil sie keine Österreichische Staatsbürgerschaft
haben).

Die vorläufige Idee ist, am Samstag vor dem Wahlsonntag an mindestens
3 belebten Plätzen Wiens (z.B. Brunnenmarkt, Naschmarkt, Meiselmarkt)
von 9:00 - 16:00 Uhr Wahlkabinen zur Verfügung zu stellen und Menschen
dazu aufzufordern, ihre politische Stimme zu erheben, ihr
Mitbestimmungsrecht einzufordern, obwohl ihnen dies der Staat
Österreich bisher untersagt!

Solch eine Parallelwahl wurde schon bei den letzten Wiener
Kommunalwahlen mit grossem Erfolg durchgeführt, viele haben gewählt,
aber es sollten noch mehr werden!

Die BDFA möchte also alle politischen Menschen und Gruppierungen, die
sich zu kritischen Zivilgesellschaft zählen, dazu auffordern, uns bei
dieser Aktion zu unterstützen und Eure Vorschläge und Meinungen dazu
einzubringen! Wir laden Euch daher herzlich ein zu unserem ersten

Parallelwahlen-Koordinationstreffen, am 09. Januar 2001, 19:00 Uhr,
Casa del Pueblo, 1150 Wien, Meiselstrasse 46

und hoffen auf zahlreiches Erscheinen!


Kontaktperson: 
Miriam: 0699 111 698 41
Email: bdfa@gmx.at







Prag: Protest gegen politische Kontrolle
Zurück
      des TV-Senders CT1 (in Englisch)

katzenflitzer@yahoo.com


---------------------------------------------------------------

Story from the indymedia newswire

Checkout independent media coverage of politics, protest, and life
at: http://www.indymedia.org


Article by: Micah                                        
Tuesday 26 Dec 2000
                         
Email: katzenflitzer@yahoo.com

Summary:Thousands of Czechs turn out in sub-zero temps to protest
political control of public television channel CT1.

Article:
December 26, 8:41 PM
Prague, Czech Republic

A group of more than 2000 Czechs gathered for the third night in a row
outside the offices of Czech television to protest the ODS party coup
which resulted in the Christmas eve firing of more than 40 employees.
The quick changes began when Jiri Hodac was elected managing director
of CT1. The former director was fired for overtly political reasons
(he was charged with \"disrupting the people\'s ability to make a
decision in the upcoming elections by the ODS party- controlled
jury...) After firing top management who were not in line with the
ODS, Hodac was asked to resign by members of the station responsible
for content. Those who were most outspoken, including satirist Jan
Krauss, were quickly fired or \"warned\" not to make trouble. Key
technicians, in support of the dissidents, are currently holding the
station hostage, broadcasting only sporting events until the situation
is resolved. The crowds began gathering on Christmas eve to show
solidarity with those inside. They have been warned that police will
come to disperse the crowd and make arrests if they have not left by
9:00 this evening.

For any of you who were in Prague during the S26 protests, this is one
of the aftershocks. Corrupt politicians used their media outlets to
label Indymedia a \"group of well-financed terrorists\". Dissent can
still be dangerous in the Czech Republic, and the ODS party is trying
to maintain its grip on ill-gotten and misused power.

Write to Czech TV and show your support for those who have remained
inside to keep it free. televize@capitol.cz

Also write to President Havel and ask him if his country is tired of
looking foolish yet. Urge him to help clean up the dirty politics
threatening freedom in his country.
http://www.hrad.cz/president/Havel/index_uk.html


Read about the situation in Czech at:
http://msn.atlas.cz/renews.asp?id=248098

more, including photos, later.





streifzug durch rechte homepages
Zurück

Mana Kawian  manak@chello.at 


früher hab ich vermieden, rechte seiten zwecks info anzuklicken, weil
ich nicht wollte, dass die durch mich eine höhere besucherInnenzahl
kriegen. jetzt hab ich den schritt gesetzt, nach dem motto: du musst
deine feinde kennen, ... tut euch das einmal an, auch wenn euch dabei
das kotzen kommt: diese typen sind nämlich noch ärger drauf, als
mensch überhaupt ahnen kann!

die wiener nachrichten online http://www.wno.org/ , ein
rechtsradikaler newsdienst - vom namen her nichts verratend, ist ein
wahres döw-musterbeispiel: etwa mit einer rubrik "volksgesundheit",
fast ausschließlich mit artikeln, die sich damit beschäftigen, dass
die meisten krankheiten aus dem ehem. ostblock importiert wären. sogar
das prinzhorn-interview um die gratishormone ist als eigener punkt
drin (... was des führers helfer bereits persönlich abstritt, wird
hier anscheinend stolz weitervertreten!) ihre links-liste liest sich
wie ein who is who der ö und dt rechtsradikalen-szene. diverse
schlagende burschenschaften sind vertreten. zu erwähnen ist etwa ein
diplomarbeit (!!!) artikel aus der olympia
http://olympia.burschenschaft.at/ zur mensur. weiters etwa der link
zu: http://www.wehrwolf.de/wehrwolf/ , einer extrem faschistoiden
homepage mit bestellungskatalog von bomberjacken, springerstiefeln,
nazi-fahnen, ... und ratet mal zu wem die wiederum einen link
herstellen: der fpö.
 

das traurige an der ganzen sache ist aber, dass sowas anscheinend
tradition hat und die breite bevölkerung nicht wirklich hinterm kamin
hervorlockt. um rassistische bemerkungen zu finden, muss mensch
nämlich erst gar nicht soweit suchen: medien, schule, ... liefern
ständig alltagsrassismen, die anscheinend zur selbstverständlichkeit
gehören.
 




Rechtsextreme nutzen Internet-Musikboerse Napster
Zurück

Dieter Ratz  dieter.ratz@chello.at 

Recklingaeuser Zeitung vom 20.12.:


Rechtsextreme nutzen Internet-Musikboerse Napster

VERFASSUNGSSCHUTZ: In Titeln wird zu Mord aufgerufen/"Offenkundig sind
nicht nur Neonazis daran interessiert"

Die Internet-Musikboerse Napster wird nach Erkenntnissen des
niedersaechsischen Verfassungsschutzes zunehmend von rechtsextremisten
benutzt.
Napster habe sich zur zentralen Plattform fuer den Austausch
rechtsextremer Musik entwickelt, bestaetigt Behoerdensprecher Ruediger
Hese am Dienstag in Hannover. Dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) hatte er
zuvor gesagt, bei Napster kaemen alle indizierten und strafbewaehrten
Titel zum Tausch. "Wir muessen diesen Sachverhalt oeffentlich machen",
sagte Hesse. Der Bertelsmann-Konzern, der im Oktober eine strategische
Allianz mit Napster eingegangen ist, verurteilte am Dienstag den
Missbrauch der Musikboerse zur Verbreitung von Hass und Gewalt.
"Bislang wurden in Deutschland aufgenommene Stuecke und im Ausland
hergestellte CDs konspirativ unter der Hand verkauft", sagte Hesse. Die
Tauschboerse habe dafuer gesorgt, dass Rechtsextremisten ungestoert Titel
verbreiten koennten, in denen zu Mord aufgerufen werde. Fuer Raubkopien
werden nach Hesses Angaben zwischen 25 und 30 Mark verlangt. Interesse
daran haetten nicht nur die rund 9000 Neonazis in Deutschland,
"offenkundig sind auch andere dafuer ansprechbar". Fuer den
Verfassungsschutz sei das Thema erst in juengerer Zeit relevant geworden.
Der Austausch von rechtsradikalem gewaltverherrlichendem Gedankengut durch
Napster-Nutzer verstosse gegen die Nutzungsbedingungen der Musikboerse,
erklaerte am Dienstag Andreas Schmidt, Geschaeftsfuehrer der fuer Napster
zustaendigen Bertelsmann eCommerceGroup. Schmidt betonte, dass im File
Sharing (Datenaustausch) von Napster jeder Nutzer fuer sich selbst
entscheide, welche Titel er anderen Usern zum Transfer anbiete. Die Musik
im Napster-Netzwerk sei nicht auf einem zentralen Rechner des Unternehmens
gespeichert, sondern auf den Computern der ueber 40 Millionen Nutzer.
"Napster ist, wie jeder Internet-Provider oder auch die Post, lediglich
die Transport-Plattform."   (dpa)





IMF & World Bank: policies Impacts & Resistance
Zurück

fewor-netbase  fewor@no-racism.net 

IMF & World Bank: policies Impacts & Resistance

go to http://pages.hotbot.com/edu/stop.wto/IMF.html
where you'll find links to peoples struggles sites
against wb/imf/globalization, etc.





Tuerkei: Behinderung der Presseberichterstattung
Zurück
   (in Englisch) + Kommentar von Martin Mair

Martin Mair  mm@mediaweb.at



Authorities impose restrictions on the media after incidents in
Turkish prisons


SOURCE: Reporters sans frontières (RSF), Paris

**Updates IFEX alert of 20 December 2000**

(RSF/IFEX) - In a letter to Minister of Justice Hikmet Sami Türk, RSF
protested the restrictions imposed on media surrounding the serious
situation in Turkish prisons. RSF asked the minister to ensure that the
relevant authorities cancel these measures and enable Turkish journalists to
work freely. "The current situation in Turkish prisons is extremely
worrying. The Turkish public has the right to be informed of the serious
events taking place. It is therefore absolutely essential that the media be
free to quote all reports relating to these events," added Robert Ménard,
RSF's secretary-general. The organisation recalled that four journalists are
currently imprisoned in Turkey, including Yalçin Küçük, from the left-wing
weekly "Hepileri", Hasan Özgün, from the far-left daily "Özgür Gündem",
Asiye Zeybek Güzel, from the far-left weekly "Atilim" and Nureddin Sirin,
from the Islamist "Selam". Sixty-five others are also imprisoned, although
it is not possible to determine whether this was related to their
journalistic work or because of their personal opinions.

According to information obtained by RSF, the RTÜK (Supreme Board of Radio
and Television,
the official body that controls broadcasting media) imposed restrictions on
broadcasting media, and the Fourth Istanbul State Security Court imposed
restrictions on print media on 13 and 14 December 2000, respectively,
concerning the latest incidents in Turkish prisons. The Fourth Istanbul
State Security Court announced that all media "publishing or broadcasting
statements from illegal organisations or information liable to incite
hatred, hostility or crimes" and which present the state "in a state of
weakness" would be banned. This statement forces the Turkish media to only
disseminate information from official sources when they are covering the
situation in the jails. By virtue of this decision, the prosecutor of the
Istanbul State Security Court filed a complaint on 20 December against the
liberal daily "Star" and opened an investigation into the 20 December issues
of the liberal dailies "Radikal" and "Sabah". Moreover, in the past few
days, several photojournalists have been forced to stay at a distance of
between one and three kilometres from the prisons where clashes have
occured.

At least fifteen prisoners and two policemen were killed on 19 December,
when police forces launched attacks on twenty prisons. The authorities were
attempting to end a hunger strike launched by political prisoners who were
condemning a recent reform of the prison system.

For further information, contact Virginie Locussol at RSF, rue Geoffroy
Marie, Paris 75009, France, tel: +33 1 44 83 84 64, fax: +33 1 45 23 11 51,
e-mail: moyen-orient@rsf.fr, Internet: http://www.rsf.fr

The information contained in this alert update is the sole responsibility of
RSF. In citing this material for broadcast or publication, please credit
RSF.

--------------


Da ich meinen Computer mal wieder neu installieren musste, erst
jetzt  ein Beitrag zur Tuerkei, der die etwas beschraenkte
Berichterstattung ueber die Konflikte erklaeren mag.

Aufgrund der zahlreichen Enschraenkungen der Pressefreiheit
in der Tuerkei gibt es in Istanbul sogar ein kleines Buero von
"Reporters sans Frontieres" das von Nadire Mater geleitet
wird.

Als kleiner Menschenrechtsaktivist nehme ich mir noch die
Freiheit meine Skepsis angesichts der grosspurigen Kampfrhetorik
mancher Moechtegernrevolutionaere zu aeussern.  Mit gewalt-
verherrlichendem Extremismus ist noch nie eine dauerhaft
gerechte Gesellschaft, in der die Grundrechte ALLER Menschen
respektiert werden, aufgebaut worden. So wie die RKL-Revolutionaere
reden wage ich zu bezweifeln, dass diese, wenn sie jemals
"an die Macht" kaemen, die Menschenrechte, insbesondere die
Informations- und Meinungsfreiheit, respektieren wuerden.
Allgemeine (Massen)Medien sollten nie als Kampfmittel der
Regierung, der Revolution oder sonstwas dienen. Wenn Sie umfassend und
korrekt ueber die Revolte und deren Hintergruende berichten,
ist das schon fuers Erste genug. "Das Volk" leidet schon
mehr als genug unter der "grossen Politik" der "starken
Maenner" - seien es Herrscher oder sogenannte Revolutionaere
(=leider noch nicht Herrscher).

Der Einsatz fuer Menschenrechte in der Tuerkei waere etwas
leichter, wenn es in der Oppostition nicht so viele ideologisch
hochgeruestete Splittergruppen mit penetrantem Macht-
und absolutem Wahrheitsanspruch gaebe ....

Wenn durch politischen Extremismus und oder Verzweiflung
  motivierte Selbstmorde ausgeschlachtet werden,
  finde ich das mehr als widerlich. Das erinnert mich
etwas sehr an Hisbolla & Co.

---------------------
Martin Mair


Redaktionsschluss: Mittwoch, 27. Dezember 2000, 4:00, hwn.


Fehler möge frau/man mir nachsehen!