widerst@ndMUND vom 2.6.2000
 

keil1.gif (893 Byte) 01 Ausrufung des Außerordentlicher Zivildienst
keil1.gif (893 Byte) 02 Bekämpft den unerhörten Angriff - Stoppt die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal
keil1.gif (893 Byte) 03 Your (european) history is drenched with blood

keil1.gif (893 Byte) 04 Torten Armee Fraktion schlägt wieder zu
keil1.gif (893 Byte) 05 Anonymes Bekennerschreiben in derStandard.at

keil1.gif (893 Byte) 06 Protest-Song "Und freundlich gruesst der Widerstand"
keil1.gif (893 Byte) 07 Antisemitismus und Rassismus
keil1.gif (893 Byte) 08 Migration policy for the 21st Century
keil1.gif (893 Byte) 09 Brauchen wir in Thüringen ein Landesprogramm gegen Rassismus für Demokratie? - Veranstaltung des Bündnisses gegen Rechts
keil1.gif (893 Byte) 10 Bericht von der Diskussion zu Polizeigewalt am 31.5.
keil1.gif (893 Byte) 11 Widerstand - wie weiter?
keil1.gif (893 Byte) 12 - 7*STERN- Programm der kommenden Woche
keil1.gif (893 Byte) 13 Que(e)r-Beisl-Termine im Juni

bild8.jpg (7538 Byte)

Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.
Für die Zusammenstellung dieser Ausgabe verantwortlich:
Claudia Halbartschlager - claudia.halb@magnet.at

email-adresse der Redaktion:
Bitte alle Nachrichten, Meldungen, Ideen ... an diese Adresse.

01 Ausrufung des Außerordentlicher Zivildienst
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from: Plattform für Zivildiener, zivinfo-ng@chello.at
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Die ZiviTROIKA ruft ab heute - 1. Juni - gemeinsam mit der Plattform der
Zivildiener den "Außerordentlichen Zivildienst" unter dem Titel:
"ZiviMANÖVER 2000" aus.

Dies ist leider notwendig, da es aufgrund der seit heute gültigen ZD-Novelle
2000 zu einer schwerwiegenden Krise gekommen ist und ein "ordentlicher"
Zivildienst nicht mehr gewährleistet ist: Über 6.500 Zivildiener sind vom
Privatkonkurs bedroht, weitere 17.000 junge Männer sind in ihrer
Lebensplanung schwer getroffen, wichtige Zivildiensteinrichtungen erhalten
unvorbereitet ab 1. Juni keine Zivildiener mehr und können somit die
Qualität ihres Service vor allem für die Schwächsten in unserer Gesellschaft
nicht mehr gewährleisten!

Innerhalb dieses Manöver wird es die verschiedensten Übungsannahmen und
Aktionen geben, wie zB am 5.Juni 2000

1.) Montag von 8.oo bis 20.oo Uhr
ZiviSTREIK

2.) Montag, 5. Juni, 8.30 Uhr
Übergabe der 15.000 Petitionen an die Nationalratspräsidenten durch die
ZiviTROIKA und das ZiviAKTIONKOMITE

3.) STREIKWEG IST GLEICH AMTSWEG

10.00 Uhr Treffpunkt Stephansplatz, 1010 Wien

10.45 Uhr Bundesministerium für Inneres, Herreng. 7, 1010 Wien
Zivildiener holen sich persönlich das Verpflegungsmodell des BMIs ab.
(Modell ist gleich Zeitbestätigung)

11.30 Uhr Rosauerkaserne
Zivildiener besuchen die einzige Kaserne, die sie gemäß § 2 ZDG (im
Verfassungsrang): "Der Zivildienst ist außerhalb des Bundesheeres
abzuleisten" zwecks Verpflegung aufsuchen dürfen, nämlich die Polizeikaserne
"Rosauerkaserne" (Mittagessen)

12.15 Sozialamt
Die ZiviTROIKA legt dem Sozialamt das Verpflegungsmodell und die ZD-Novelle
2000 (3.648,- öS Pauschalvergütung) des BMI vor und führt gemeinsam mit
betroffenen Zivildienern und den zuständigen BeamtInnen eine
Beratunsg/Informationsgespräch betreffs weiterer Vorgehensweise
durch.(+Zeitbestätigung)

13.30 ÖGJ
Die ZiviTROIKA legt der Österreichischen Gewerkschaftsjugend das
Verpflegungsmodell vor und führt ein Beratungs/Informationsgespräch zwecks
den Rechten der Zivildiener und weiteren Vorgehensweise durch.
(+Zeitbestätigung)

15.00 Verfassungsgerichtshof
Durch die ZD-Novelle 2000 kommt es zu einer "finanziellen Gewissensprüfung"
für Zivildienstpflichtige und es können sich nur mehr jene für den
Zivildienst entscheiden, die sich diesen auch finanziell leisten können und
eine freie Wahl zwischen Bundesheer und Zivildienst ist nur mehr bedingt
möglich. Die ZiviTROIKA ersucht um ein Beratungs/Informationsgespräch
betreffs Verfassungsgerichtshofklage der betroffenen Zivildiener.
(+Zeitbestätigung)

16.oo Ende

Ziel des ZiviMANÖVERS ist die Rücknahmen der ZD-Novelle 2000 und offene und
ehrliche Gespräche unter anderem mit allen Betroffenen darüber, wer (und
wie) in Zukunft die Qualität des sozialen Netzes gewährleisten und auch
zahlen soll und welche Rolle Zivil- und Präsenzdiener jetzt wirklich
übernehmen sollen. Eine Reduktion der Zuweisungen zwecks Einsparungen ist
Minister Strasser auch mit dem "alten" ZD-Gesetz jederzeit möglich!

Der Außerordentliche Zivildienst ist auch als AKTIVE zivile Übung - ähnlich
einer militärischen - in ziviler Landesverteidigung bzw. zivilen und
gewaltlosen Widerstand zu sehen, mit dem gravierenden Unterschied, daß das
Szenario nicht realistisch sondern real ist. Sowohl die ZD-Novelle 2000 ist
real als auch die Strafbestimmungen des ZD-Gesetzes betreffs unerlaubtem
Fernbleiben vom Dienst und ähnlichem sind real!

Die Zivildiener wollen mit diesem Manöver unter anderem auch aufzeigen, daß
sie bereit und fähig sind bei Krisen auch ihren Teil der zivilen
Verteidigung zu leisten.
Aber nur Übung macht den Meister!

Patrick Award
awar@gmx.at; 01/89-40-280
Sprecher der ZiviTROIKA

Georg Moser
zivi-aktion@gmx.at
ZiviAKTIONSKOMITE

Christopher Temt
Plattform für Zivildiener

P.S.: ÜBERPARTEILICH - Wir bitten keine Fahnen oder Symbole von politischen
(Vorfeld-) Organisation mitzubringen. Danke

#################################################
SCHULDNERBERATUNG STEIERMARK WILL INFOMIEREN
#################################################

Wir, die Schuldnerberatung Steiermark, planen allen steirischen Zivildienern
vorbeugende Unterstützung in Ihrer finanziellen Situation anzubieten.
Geplant ist eine Informationsveranstaltung in der einerseits Tips zur
Selbsthilfe gegeben werden, andererseits auf Fragen und Wünsche der
Zivildiener eingegangen werden kann. Darüberhinaus steht die
Schuldnerberatung Steiermark allen Zivildienern zu einem Beratungsgespräch
offen.
Mit dem Ersuchen um Weiterleitung und Bekanntgabe von Ansprechpartnern!
Ciao
Christof Lösch
Schuldnerberatung Graz
[sbgraz@a-topmail.at]
############################################

Plattform für Zivildiener
Postfach 438, 1171 Wien
Handy: 0664 / 12 53 53 1
Fax: 01 / 968 70 38
zivinfo-ng@chello.at


02 Bekämpft den unerhörten Angriff - Stoppt die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal
[zurück]

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from: Karl p.a.w. Fischbacher <k.paw.fischbacher@magnet.at>
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Bitte schickt Protestschreiben via Adressen in angegebener Website an die
US-Behörden!
SG, Karl

Freitag, 26. Mai 2000

Von: refuse@calyx.com

Bekämpft den unerhörten Angriff - Stoppt die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal

Wir fassen im Folgenden den englischsprachigen Text zusammen und fügen das Original an. Der englische Originaltext ist abzuholen in:

http://ourworld.compuserve.com/Homepages/LabourNetAustria unter >Imperiales &</Infos Mumia Abu-Jamal (LabourNet-Austria)

Ende April wurden mehrere AktivistInnen der Bewegung "Rettet Mumia-Abu-Jamal" zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, in dem sie unter behördlicher Aufsicht stehen, ihre Reisepässe abgeben müssen, sich nur in ihrem Bundesgerichtsbezirk aufhalten dürfen und es ihnen verboten ist, Kontakte zu verurteilten Schwerverbrechern - wie Mumia - herzustellen.

Um zu verstehen, was da passierte, muss man zurückschauen. Die Verurteilung hat nicht die Geschehenisse vor einem Jahr zur Basis (siehe genauer weiter unten), sondern viel mehr die Massenbewegung, die die Hinrichtung von Mumia zu verhindern droht. Anfang 2000 hatte eine Explosion von Aktivitäten für Mumia gebracht. Amnesty International veröffentlichte seinen lange erwarteten Bericht, in dem Mumias Verurteilung verurteilt und ein neuer Prozess gefordert wurde. Dann brachte eine nationale Konferenz Mumia-AktivistInnen aus dem ganzen Land, aus Europa und Japan zusammen, um eine Strategie für die Monate bis zu Mumias Habeas Corpus-Verfahren zu entwickeln. Dem folgten unmittelbar zivile Ungehorsams-Aktionen an beiden Küsten, wo Hunderte verhaftet wurden. Die Bewegung erreichte Massenöffentlichkeit durch die Veröffentlichung von Mumia drittem Buch >Alles Zensuriert<. Religiöse Führer im >Christlichen Jahrhundert Magazin< veröffentlichten eine Stellungnahme und auf einer ganzen Seite in der New York Times unterschrieben LehrerInnen für einen neuen Prozess. Als Nächstes kam es in den Medien zu Kontroversen wegen der Einladung an Mumia, die Einleitungsrede beim Antioch College anlässlich des 30. Jahrestages der Erschießung von Antikriegs-ProtestiererInnen auf der Kent State Universität zu halten. Alles das erreichte mit den 6.000 Menschen im Madison Square Garden am 7. Mai und den internationalen Massendemonstrationen in San Francisco, Chicago, Philadelphia und auf der ganzen Welt am 13. Mai ihren Höhepunkt. Diese Ereignisse fanden zudem statt, als der Gouverneur von Illinois bei Exekutionen ein Moratorium einführte, sich die Polizeiskandale von der Ramparts Division in Los Angeles bis zu Polizeimördern in New York häuften und gegen die Explosion von Hinrichtungen in den USA der internationale Protest anwuchs. Mit Mumias Petition an ein Bundesgericht in Philadelphia wurde ein kritisches Moment in Mumias Kampf für Gerechtigkeit erreicht. Und beide Seiten wissen das. Also, wie reagierten die Behörden in Pennsylvania? Durch Einleiten eines neuen, fairen Prozesses für Mumia? Nein. Statt dessen verbot die Stadtregierung den BeamtInnen, der Black United Front Lohnsteuernachlässe(?) zu gewähren, da die BUF die Mumia-Bewegung finanziell unterstützt. Lokale Behörden begannen auch erneut mit einer gefährlichen Attacke gegen die MOVE-Organisation, indem sie gesetzliche Aufsicht über eines der MOVE-Kinder verfügte. Und jetzt versuchen sie mittels der Bundesgerichte die AktivistInnen der Mumia-Bewegung herauszusuchen und niederzumachen, indem diese auf Bewährung verurteilt und unter Aufsicht gestellt werden. Das traf auch zwei führende nationale AktivistInnen der Bewegung: Fances Goldin, die unermüdlich daran arbeitete, Mumias Schriften Millionen zugänglich zu machen und die finanziellen Angelegenheiten mit den Anwälten checkte. C.Clark Kissinger von Refuse& Resist arbeitete daran, die Mumia-Bewegung zu erweitern und zu vereinen, als einer der Hauptorganisatoren der zwei nationalen Führungskonferenzen(?). Von ähnlichen Verurteilungen waren auch Paul Magno und Kim Lamberty von der Katholischen Arbeiterschaft in Washington DC betroffen; ebenso Mitch Cohen von der Grünen Partei, der eine militante Aktion für Mumia in den ABC-Studios organisierte u.a. Clark Kissingers Frau wurde von FBI-Agenten aufgesucht, zu einer Gerichtsbefragung bestellt und aufgefordert, ihre Finanzen der letzten 10 Jahre aufzulisten. Beaufsichtigte Bewährung bringt das Leben der Betroffenen unter komplette Kontrolle: Finanziell und mit monatlichen Berichten an den Bewährungsbeamten, sie können jederzeit zu Hause oder in der Arbeit von Bewährungsbeamten besucht werden und es ist ihnen verboten, mit verurteilten Schwerverbrechern zusammen zu treffen - insbesondere mit Mumia. Das Gericht ging weiter und forderte die Auslieferung der Pässe und verfügte besondere Reisebeschränkungen. Z.B., Clark Kissinger wurde es verboten, nach Philadelphia zu reisen und auf dem 15. Jahrestags-Treffen der Bombardierung des MOVE-Hauses zu sprechen. Mitch Cohen wurde es verboten, nach Brüssel zu reisen, um dort auf der Umweltkonferenz zu sprechen. Offiziell wurde dies all unternommen wegen einer "Störung der gesetzlichen Ordnung" bei der Liberty Bell im letzten Juli. Die Liberty-Bell-Aktion war ein legaler Protest, an der Hunderte teilnahmen und in der Folge von Parkwächtern vorgeladen wurden. Glaubt die Regierung wirklich, damit die Mumia-Bewegung ruhig zu stellen? Es wird Opfer geben und Leute werden vielleicht ins Gefängnis müssen, ihren Job verlieren und das Ziel polizeilicher Unterdrückung werden. Jedes Mal müssen wir dem mit einer größeren Bewegung entgegen treten. Es gibt historische Bespiele ähnlicher Art: die Mc Carthy-Ära, die COINTELPRO-Operation gegen die Black Panter, die Einbrüche in die Büros der El Salvador-Gruppen und die Angriffe auf die FührerInnen der Ureinwohner und auf die Puerto Ricanischen FreiheitskämpferInnen. Jedes Mal ging die Regierung gegen die FührerInnen vor. Diese führenden AktivistInnen müssen von uns verteidigt werden!

Eine Protestnote wurde von Anwalt Michael Warren in Umlauf gebracht und ist im Web zu unterzeichnen: http://mojo.calyx.net/~refuse/mumia/051700warren.html.

Leute sollten ihre Stellungnahmen auch an die Richter Hon. Arnold C.Rapoport und Hon. Bruce W.Kauffman, Bezirksgericht, 601 Market Street, Philadelphia, PA 19106, Richter Kauffmans Fax: 215-580-2281

Vor kurzem heulte der stellvertretende U.S.Staatsanwalt auf, dass es den Angeklagten an "Reue fehlen" würde. Er hat Recht. Die Angeklagten haben klar gemacht, dass sie sich niemals davon abhalten lassen werden, für die Gerechtigkeit für Mumia Abu-Jamal zu arbeiten. Können wir weniger tun?

Refuse & Resist!

305 Madison Ave., Suite 1166

NY, NY 10165

212-713-5657

http://mojo.calyx.net/~refuse

refuse@calyx.com

Lehnt die Politik der Grausamkeiten ab! Lasst den Geist des Widerstandes los! Werdet ein eingeschriebenes Mitglied von Refuse & Resist!


03 Your (european) history is drenched with blood
[zurück]
from: Bongola Patrick Léon <pbongola@a1plus.at>

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To whom it may concern:

The more of these stories happen the more i start to hate YOU (europeans) people, even if i know that you are not the ones responsible for these actions and that you are doing a good job trying to help those (my brothers) who cannot help themselves. Your (european) history is drenched with blood - around the world you have been and only death and destruction you have brought.

Now that i feel better after having written these few words, i would kindly like you to give me the next date for the trial. I am sorry that a lot of brothers dont come to give moral assistance, but we are afraid... these are no good times for us.

May the future tell the story!


04 Torten Armee Fraktion schlägt wieder zu

[zurück]
from: Günter Felbermayer <a9503978@unet.univie.ac.at>
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gesichtet auf www.popo.at
bzw.
www.kurier.at

Torten Armee Fraktion schlägt wieder zu

Nun fällt die ÖVP dem grausamen Tortenterror zum Opfer.
Diesmal hat es die grau(sam)e Eminenz höchstpersönlich
getroffen:
Andreas Khol wurde letzten Samstag von einer
Regierungsgegnerin mit einer Waldbeeren-Cremetorte für
seine Leistung belohnt.
Der Kurier berichtet...

 

Titel: 2. Tortenopfer Andreas Khol

Text: Für Andreas Khol endete am Samstag eine private Kabarett-Vorführung mit 14 Gästen in Wiens Innenstadt mit
einem versauten Sakko: Eine Regierungsgegnerin klatschte dem VP-Klubchef eine Waldbeeren-Cremetorte auf den
Anzug. Khol: "Eine unreife Aktion." Er ist bereits das zweite Opfer politischer Tortenwerfer. Wiens FP-Chef Kabas
bekam Schoko-Creme ins Gesicht.


05 Anonymes Bekennerschreiben in derStandard.at

[zurück]
from: Gregor Demblin <a9547921@unet.univie.ac.at>
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hallo, weiss nicht ob's euch interessiert - bekennerschreiben aus dem online-standard.

grüsse, gregor

Andreas Khol getortet!

ÖVP-Klubobmann mit "Waldbeeren-Cremetorte mitten im Gesicht gewürdigt", wie sich die anonymen Bekenner ausdrücken.

Folgendes anonyme Bekennerschreiben erreichte den derStandard.at. Hiermit wird Ihnen dieses als anonymes Mail eingelangte elektronische Schriftstück als Dokumentation nicht vorenthalten.

 


 

"Während eines privaten Besuches einer Kabarettveranstaltung in der Wipplingerstraße 23 wurde Andreas Khol Samstag abend von anwesenden Besucherinnen kurz vor Ende der Veranstaltung mit einer Waldbeeren-Cremetorte mitten ins Gesicht gewürdigt. Es hat ihm nicht geschmeckt.

Aber auch uns ist schon lange der Appetit vergangen. Als ideologischer Aufbereiter einer reaktionären Bürgergesellschaft und Mitglied einer Regierungspartei, die diese mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzen will, zählt Herr Khol zweifellos zu jenem Personenkreis, dessen Recht auf Privatleben wir weder schützen noch respektieren.

Die Bürgergesellschaft, die Herr Khol und seine Gesinnungsgenossen propagieren, stellt eine massive Verschlechterung der Lebensbedingungen für einen Großteil der in Österreich lebenden Menschen dar. Wer es aus welchem Grund auch immer nicht schafft, "flexibel" genug für diese Gesellschaft zu sein, kommt unter die Räder. Dies trifft in erster Linie Frauen, behinderte und/oder alte Menschen und Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft.

Karenzgeld für alle, Streichung der Subventionen für autonome Frauenprojekte, Verankerung der Familie in der Bundesverfassung, Abbau von Sozialleistungen und ArbeitnehmerInnenrechten, Lohndruck, Rassismus, Sexismus und Repression stellen einen Teil der ideologischen Untermauerung dieser Bürgergesellschaft dar, die nur eine Zielsetzung hat: Die Reichen reicher und die Armen ärmer zu machen, die ProduzentInnen gesellschaftlicher Produkte zu spalten.

Kämpfen wir gemeinsam dagegen an, wir haben nichts zu verlieren!

Privat oder öffentlich, wir kriegen euch - keinE PolitikerIn kann sich vor der nächsten Torte sicher fühlen!

Weitertorten - Widerstand!
Kein ruhiges Hinterland!
Klassenkampf!"


06 Protest-Song "Und freundlich gruesst der Widerstand"
[zurück]
from: Eva Grubinger <evagrubinger@compuserve.com>
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Jetzt online unter
http://ova.zkm.de/perl/ova-display?id=959793852&base=ova.zkm.de :
der Protest-Song 'Und freundlich gruesst der Widerstand' von Eva Grubinger

Now online at:
http://ova.zkm.de/perl/ova-display?id=959793852&base=ova.zkm.de : the
protest song 'Resistance Say It Loud And Proud' by Eva Grubinger

grubi et orbi


07 Antisemitismus und Rassismus
[zurück]
from: Stephan Grigat <contextXXI@mediaweb.at>
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Ein kleiner Text für MUND
Beste Grüße
Stephan Grigat

 

Stephan Grigat

Antisemitismus und Rassismus

Lange Zeit ist Antisemitismus nicht als eigenständiges Phänomen wahrgenommen worden. Das hat sich auch in der gegenwärtigen Protestbewegung gegen die schwarz-blaue Regierung nicht geändert. Insbesondere in der linken Literatur ist Antisemitismus oft nur als eine besondere Form von Rassismus begriffen worden, dessen Erklärung sich in der Erklärung des allgemeinen Phänomens Rassismus erschöpfte. Rassismus und Antisemitismus stehen aber in einem jeweils unterschiedlichen Verhältnis zur Wertverwertung und dem ihr eigenen Fetischismus. Im fetischistischen Bewußtsein der bürgerlichen Warensubjekte nehmen Rassismus und Antisemitismus unterschiedliche Plätze ein.

I. Das bürgerliche Subjekt ist nicht in der Lage, Identität aus sich selbst zu erlangen. Es erlangt sie nur in einem "Prozeß einer ständigen Abgrenzung und eines permanenten Zweifrontenkrieges gegen das 'unwerte' und gegen das 'überwertige' Leben." (Bruhn, Joachim: Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation. Freiburg i. Br. 1994, S. 84) Die Abgrenzung gegen die Unterwertigen findet im Rassismus seinen Ausdruck. Gegen die Überwertigen richtet sich der Antisemitismus. Den Opfern des Rassismus wird nicht ihre Überlegenheit, sondern ihre Unterlegenheit vorgeworfen. Nicht gegen ihre Allmacht, sondern gegen ihre Ohnmacht wendet sich der Rassismus. Jüdinnen und Juden hingegen gelten als allmächtig. In ihrer Abstraktheit beherrschen sie für das antisemitische Bewußtsein die ganze Welt. Ihre Identifikation mit der abstrakten Seite der kapitalistischen Warenwirtschaft, mit dem Wert, macht sie zur Personifikation des globalen Prinzips subjektloser Herrschaft.

Dabei muß hervorgehoben werden, daß es hier nur um eine allgemeine begriffliche Bestimmung von Rassismus gehen kann. Natürlich finden sich im rassistischen Bewußtsein auch Phantasien von einer Allmächtigkeit der Rassifizierten. Zu nennen wären diesbezüglich etwa Vorstellungen von angeblicher sexueller Omnipotenz, die allerdings an der Einschätzung der Opfer des Rassismus als Unterwertige nichts ändert und die Reduzierung der Rassifizierten auf die erste Natur nur mehr um eine weitere Facette ergänzt. Außerdem lassen sich auch hier wichtige Unterschiede zwischen antisemitischen und rassistischen Zuschreibungen aufzeigen. "Schwarze" imaginiert sich das rassistische Bewußtsein in der Regel als muskelbepackte Immerkönner, als Orgasmus-MPs mit endlos langen Genitalien. Häufig kommt dazu noch das Bild vom "schwarzen" Vergewaltiger. Der Jude hingegen fungiert in der antisemitischen Projektion nicht als Vergewaltiger, sondern als Verführer, als hinterhältiger Verderber, der seine Opfer nicht durch physische Gewalt oder äußerliche Reize ins Elend stürzt, sondern durch eine Art emotionaler und psychischer Heimtücke. Das entsprechende Bild ist nicht das vom naturverbundenen, wohlgeformten jungen Kerl, sondern jenes vom alten, gekrümmten geilen Bock.

II. Die Funktionalität von Rassismus und Antisemitismus für die Aufrechterhaltung von Herrschaft ist offensichtlich. Es handelt sich dabei um eine objektive Funktionalität. Im Falle des Rassismus ist sie jedoch weitaus öfter als beim Antisemitismus auch als subjektiv intendierte Funktionalität zu beobachten. Gerade in diesem Fall, beim bewußten Einsatz des Rassismus als Herrschaftsmittel, relativiert sich dieser Rassismus aber an den grundsätzlichen Erfordernissen der Herrschaft, für die er funktionalisiert werden soll. Das praktische Beispiel dafür liefert der demokratische Rassismus und Nationalismus, der Menschen ziemlich genau nach den nationalstaatlichen und nationalökonomischen Erfordernissen rassifiziert und die Scheidung in In- und Ausländer und In- und Ausländerinnen kraft seiner Gewalt in die Welt setzt und aufrecht erhält. Der Antisemitismus hingegen ist prinzipiell zwar ebenso herrschaftsfunktional, kennt im Zweifelsfall aber keine Relativierung, wie die nationalsozialistische Vernichtungspolitik, die sich selbst Zweck genug war und keiner zum Vernichtungsantisemitismus hinzutretenden ökonomischen Rationalität oder Herrschaftsfunktionalität bedurfte, gezeigt hat.

Rassismus entspricht den alltäglichen Anforderungen staatlicher Herrschaft weit mehr als Antisemitismus. Der Rassismus ist daher - im Sinne von Herrschaftsrationalität - rationaler. Zentrale Wesensmerkmale des Antisemitismus sind hingegen - so man solche Begriffe in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden mag - irrational. Das antisemitische Bewußtsein, das sich die Opfer seines Hasses heute in aller Regel erst erfinden muß, ist bei weitem wahnhafter als ein Rassismus, der zwar auch von selbstgeglaubten Lügen lebt, sich aber teilweise beispielsweise auf reale Konkurrenzsituationen beziehen kann. (Was ihn nicht weniger gefährlich und letzlich auch nicht weniger wahnhaft macht.)

III. In beiden Fällen, beim Rassismus wie beim Antisemitismus, handelt es sich um Basisideologien der bürgerlichen Gesellschaft, um fetischistische Reflexionen der kapitalistischen Warenwirtschaft und um Bedrohungsszenarien, die sich die staatsbürgerlichen Warensubjekte halluzinieren. Im Rassismus wenden sie sich gegen ihre Rückführung auf die erste Natur. Im Antisemitismus hingegen imaginieren sie sich ihre Vernichtung durch den überlegenen Geist, durch die Allmacht des Abstrakten, der sie durch die Vernichtung der in den Jüdinnen und Juden wahnhaft personifizierten Abstraktheit zuvorzukommen gedenken.

Stephan Grigat ist Redakteur der Wiener Zeitschriften "Context XXI" und "Streifzüge".

 

Context XXI
Zeitschrift - Radio - Internet
Schottengasse 3a/1/4/59
A-1010 Wien

Fon: +43-1/535 11 06
Fax: +43-1/532 74 16

http://contextXXI.mediaweb.at

Das Probeabo: die nächsten drei Ausgaben kostenlos und unverbindlich. Es erfolgt keine automatische Verlängerung - Sie werden lediglich zur Fortsetzung im Normalabo eingeladen!

Es gibt keine Öffentlichkeiten, es sei denn wir bilden sie!
Für Freie Medien! Jetzt!


08 Migration policy for the 21st Century
[zurück]
from: Christof Parnreiter <Christof.Parnreiter@oeaw.ac.at>
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Liebe KollegInnen,

Immigrationsfragen sind in der österreichischen Innenpolitik in der
Vergangenheit immer wieder für rechte Politik instrumentalisiert worden.
Auch ist die Einwanderungspolitik immer restriktiver geworden - mit all den
bekannten tragischen Folgen.

Um eine ernsthafte debatte um Zuwanderungsfragen und Migrationspolitik
voranzutreiben, wird Douglas S. Massey, Professor für Soziologie an der
University of Pennsylvania, Philadelphia, Mitte Juni nach Wien kommen auf
Einladung des Projekts Institut für Internationale Entwicklung /ZüF der
Universität Wien sowie des Instituts für Geographie und Regionalforschungum
zwei Voträge zu halten. Douglas Massey zählt zu den international
renommiertesten Migrationsforschern. Er ist Autor bzw. Co-Autor zahlreicher
Bücher und Aufsätze zu Fragen der Ursachen von Migrationen, der
Einwanderungspolitik sowie der Integration von ImmigrantInnen in den
Zuwanderungsländern.

Einer der Vorträge findet im Rahmen der Ringvorlesung Migration statt, ein
anderer wird vom Renner-Institut in Kooperation mit dem ICMPD /
Österreichisches Forum für Migrationsstudien und dem Wiener
Integrationsfonds durchgeführt (siehe attachments). beide Veranstaltungen
finden mit freundlicher Unterstützung der MA 18, Stadtentwicklung und
Stadtplanung, Gruppe Wissenschaft statt.

Ich möchte Sie ersuchen, die Veranstaltungen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten
(Webpages!) bekannt zu machen.

Für Anfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung (ab Montag, 5.6. wenden Sie
sich bitte an Gerald Hödl: a8311057@unet.univie.ac.at).

Mit herzlichen Grüßen,

Mag. Dr. Christof Parnreiter
Institut für Stadt- und Regionalforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postgasse 7/4/2
A-1010 Wien
Österreich
Tel.: +43/1/51581-534
Fax: +43/1/51581-533
Internet: http://www.oeaw.ac.at/isr/ISRpCP.html
MIGRATION POLICY FOR THE 21st CENTURY

Univ. Prof. Douglas S. Massey, Ph. D

Population Studies Center, University of Pennsylvania, Philadelphia

Discussants:

Univ. Doz. Dr. Rainer Bauböck (Forschungsstelle für institutionellen Wandel, Akademie der Wissenschaften, Wien)

Univ. Lektor Mag. August Gächter (Institut für Höhere Studien, Wien)

Moderation: Mag. Gerda Theuermann (International Centre for Migration Policy Development, Wien)

Ort: Renner-Institut, Kreisky Saal, Khleslplatz 12, 1120 Wien, Eingang: Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingerg. 26-28)

Zeit: Mittwoch, 14. Juni, 18.30 Uhr

Eine Veranstaltung des Renner-Instituts in Kooperation mit:

ICMPD / Österreichisches Forum für Migrationsstudien, Wien

Wiener Integrationsfonds

Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien

Projekt Institut für Internationale Entwicklung /ZüF der Universität Wien

Mit freundlicher Unterstützung der MA 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung, Gruppe Wissenschaft

Vortrag in englischer Sprache

"Repressive Praktiken wie etwa ein striktes Grenzregime, die Schikanierung von Fremden durch die Bürokratie sowie der beschränkte Zugang von ImmigrantInnen zu staatlichen Sozialleistungen sind zwar vielleicht nicht wirkungsvoll, aber sie dienen einem wichtigen politischen Zweck: sie sind sichtbar, konkret und bei den Wählern im allgemeinen populär"

(Douglas S. Massey)

Zur Person: Douglas S. Massey, Professor für Soziologie an der University of Pennsylvania, Philadelphia, zählt zu den international renommiertesten Migrationsforschern. Er ist Autor bzw. Co-Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu Fragen der Ursachen von Migrationen, der Einwanderungspolitik sowie der Integration von ImmigrantInnen in den Zuwanderungsländern. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen "Worlds in Motion: International Migration at the End of the Millennium" (1998, Oxford University Press; with J. Arango, G. Hugo, A. Kouaouci, A. Pellegrino, and J. E. Taylor), "Miracles on the Border: Retablos of Mexican Migrants to the United States" (1995, University of Arizona Press, with J. Durand), "American Apartheid: Segregation and the Making of the Underclass" (1993, Harvard University Press, with N. A. Denton) and "Return to Aztlan: The Social Process of International Migration from Western Mexico" (1987, University of California Press, with R. Alarcón, J. Durand, and H. González). Seine erste deutschsprachige Publikation ("Einwanderungspolitik für ein neues Jahrhundert") ist im Frühjahr 2000 erschienen in: Karl Husa, Christof Parnreiter, Irene Stacher (eds): Internationale Migration: die globale Herausforderung des 21. Jahrhunderts? Brandes&Apsel/Südwind, Frankfurt.

Information
Dr. Erich Fröschl, Monika Matzner
Tel.: 01-804 65 01-30
E-Mail: matzner@renner-institut.at

Anmeldung
Tel.: 01-804 65 01-0 (Kornelia Heissl, Dagmar Merk)
Fax: 01-804 08 74
E-Mail: matzner@renner-institut.at


09 Brauchen wir in Thüringen ein Landesprogramm gegen Rassismus für
Demokratie? - Veranstaltung des Bündnisses gegen Rechts

[zurück]
from: Angelo Lucifero <angelo.lucifero@hbv-th.de>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in den vergangenen Monaten erlebten wir in Thüringen eine massive
Zunahme
neofaschistischer Mobilisierungen. Grausame Höhepunkte waren der
Anschlag
auf die Erfurter Synagoge und mehrere Gewalttaten gegen MigrantInnen.
In
Gera, Erfurt und Neuhaus fanden neonazistische Aufmärsche statt, in
Weimar
wurde es versucht. Gegen den Geraer DGB-Jugendbildungsreferent und
Stadtjugendpfarrer und einen Antifaschisten aus Eisenach wurden
Steckbriefe
in Umlauf gebracht

Wir denken, dass diese Bewegungen mit Repression allein nicht zu
stoppen
sind. Wir sehen aber auch, dass es angesichts der Vielzahl rechter
Aktivitäten nicht ausreicht, sich den Neofaschisten jeweils vor Ort
entgegenzustellen. Wir denken, dass es nötig ist, langfristige
Strategien zu
entwickeln, die einerseits zivilgesellschaftliches Engagement
befördern,
andererseits aber über die Hintergründe rechten Denkens aufklären.

Im Anschluss an die große Demonstration gegen Rechts vom 11.03. in
Erfurt
hat sich das Bündnis gegen Rechts gegründet, dass an solchen
Strategien
arbeitet. Zur Zeit entwickeln wir Kriterien für ein "Landesprogramm
gegen
Rassismus für Demokratie".

In einigen anderen Bundesländern ist die Notwendigkeit langfristiger
und
breitgefächerter Aktivitäten gegen Rechts bereits erkannt worden. In
Brandenburg, Sachsen-Anhalt und bald auch in Mecklenburg-Vorpommern
existieren von den Landesregierungen getragene Landesprogramme gegen
Rechtsextremismus und regelmäßige Gesprächsrunden zwischen
Nichtregierungsorganisationen und Politik.

Für den 17.06.2000 möchten wir Sie/Euch herzlich einladen, sich im
Rahmen
einer Tagung des Bündnisses gegen Rechts in der Fachhochschule Erfurt
über
die in anderen Bundesländern bestehenden Handlungskonzepte zu
informieren
und sich tatkräftig in die Diskussion über die Situation in Thüringen
einzumischen. Wir erhoffen uns, dass die Veranstaltung zur Entwicklung
von
Handlungsperspektiven für Thüringen beiträgt und sind in diesem
Zusammenhang
dringend an einer vielfältigen und kontroversen Diskussion mit allen
Interessierten interessiert. Einen genauen Ablaufplan der
Veranstaltung
finden sie umseitig.

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Brauchen wir in Thüringen ein Landesprogramm gegen Rassismus für
Demokratie?
eine Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts
am 17. Juni 2000
in der Fachhochschule Erfurt, Altonaer Straße 25, Hörsaal 1 (Raum
4E04)


10-13h00

Wie ist das Problem Rassismus/Rechtsextremismus zu analysieren? Welche
Handlungsfelder sind notwendig? Wie ordnet sich ein Landesprogramm
ein?
Welche Erfahrungen gibt es in anderen Bundesländern?

Situation in Thüringen - Anforderungen an ein Landesprogramm (Prof.
Helmut
Lukas, FH Erfurt)
Erfahrungen mit dem Landesprogramm Brandenburg (Bernd Wagner, Mobiles
Beratungsteam/Zentrum Demokratische Kultur Berlin /Brandenburg; Kay
Wendel,
Verein Opferperspektive)
Erfahrungen mit dem Landesprogramm Sachsen-Anhalt (David Begrich,
Verein
Miteinander Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in
Sachsen-Anhalt)

· Diskussion

13-14h00 Mittagspause

14-17h00

Brauchen wir ein Landesprogramm? Wenn ja, wie muss es aussehen? Welche
Perspektiven ergeben sich darüber hinaus für Thüringen?

Offene Gesprächsrunde mit:
Christine Lieberknecht, Präsidentin des Thüringer Landtages
(angefragt)
Bernd Wagner, Mobiles Beratungsteam/Zentrum Demokr. Kultur Bbg.
Wolfgang Nossen, Vorsitzender Jüdische Landesgemeinde
Michael Kleim, Ev. Stadtjugendpfarrer Gera
Prof. Wolfgang Frindte, Universität Jena, Institut für Psychologie
Vertreter/in Bündnis gegen Rechts
Vertreter/in des Offenen Antifa-Plenums
Reinhold Mau, Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen Thüringen
Dieter Haushold, PDS-Landesvorsitzender
Birgit Pelke, MdL, stv. Vorsitzende SPD-Fraktion im Thüringer Landtag
VertreterIn der CDU Thüringen (angefragt)

Diskussion

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Wegbeschreibung

Mit dem Bus: Vom Hauptbahnhof mit der Bus-Linie 20/50 an der
Haltestelle
Steinplatz aussteigen, 10 Meter entgegen der Fahrtrichtung links
einbiegen,
dann die zweite Straße rechts. Auf der linken Seite liegt dann die
Fachhochschule (ehemaliges Arbeitsamt).

Der Eingang zum Hörsaal 1 ist im Campus hinten links gelegen.

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Bündnis gegen Rechts
c/o DGB-Haus
Rudolfstraße 47/E2
99092 Erfurt

im Bündnis arbeiten mit:
Aktionskreis für Frieden
Bündnis 90/Die Grünen Landesverband
Die Grauen
DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
DGB-Landesbezirk Thüringen
DKP Thüringen
Elterninitiative
Gewerkschaft hbv Thüringen
Jenaer Forum für Bildung und Wissenschaft
Jusos Erfurt
Menschen
Offenes Antifaschistisches Plenum Erfurt
PDS Landtagsfraktion
PDS Stadtvorstand
SchülerInnen und SchülervertreterInnen
SPD Thüringen
Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes/BdA


10 Bericht von der Diskussion zu Polizeigewalt am 31.5.

[zurück]
from: Alexandra Bader <alexandra@ceiberweiber.at>

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Die CeiberWeiber berichten von der Diskussion am 31.5. bei der Botschaft
besorger BürgerInnen zu Polizeigewalt (mit den DemonstrantInnen Eva und
Sebastian, mit Florian Klenk, Marco Smoliner, Arno Pilgram, Thomas Prader
und Meike Lauggas), plus Schnappschuss eines mutmasslichen Spitzels, der
genau wegen der Fotos dann die Nerven verlor :-)
siehe http://www.ceiberweiber.at/wahl/polizei.htm (in zwei Teilen)


11 Widerstand - wie weiter?

[zurück]
from: buntebuehne <buntebuehne@vip.at>

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BITTE ANKÜNDIGEN und WEITERLEITEN!!!!!
Achtung: Veranstaltung ist ausschließlich für Frauen!

an.schläge. das feministische magazin
veranstaltet am Dienstag, den 13. Juni um 19.30 Uhr in den Räumen der
Frauenhetz (Hetzgasse 42/1, 1030) einen Round Table zum Thema

Widerstand - wie weiter?

Diskutantinnen:
Madeleine Petrovic (NR-Abgeordnete und Frauensprecherin der Grünen)
Barbara Prammer (NR-Abgeordnete und Frauensprecherin der SPÖ)
Heidi Ambrosch (Frauensprecherin der KPÖ)
Gundi Dick (Schlaflose Nächte; Frauensolidarität)
El Awadalla (Mitorganisatorin der Widerstandslesungen)
Beatrice Achaleke (Soziologin aus Kamerun, Obfrau der
Süd-Nord-Aktionsgruppe Entwicklungsconsulting)
zwei Vertreterinnen des Feministischen Widerstandsrates

Moderatorin: Helga Pankratz (an.schläge-Redakteurin)

Geht der (feministische) Widerstand in die Sommerpause oder überhaupt
baden? Was haben 100 Tage Widerstand gebracht? Wie soll und kann es
weitergehen? Welche Rolle spielt Feminismus im Widerstand? Wir wollen
unterschiedliche Widerstandsformen diskutieren, Ziele sichtbar machen
bzw. auch so manches Widerstandsmotiv kritisch hinterfragen.
Die an.schläge-Frauen freuen sich auf viele interessierte
Mitdiskutantinnen!

an.schläge. das feministische magazin
Tina Ludescher
T. 01/715 98 89/15
e-mail: an.schlaege@chello.at

Wer von der Liste will, kurzes mail genügt.
kosmos frauen.raum
A-1070 Wien, Siebensterngasse 42
Büro: A-1060 Wien, Linke Wienzeile 64
Tel 01-5813044, Fax 01-5872057
email: office@kosmos.frauenraum.at
www.kosmos.frauenraum.at

 


12 - 7*STERN- Programm der kommenden Woche

[zurück]
from: Ulli Fuchs <Ulli.Fuchs@blackbox.net>

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Liebe FreundInnen,
hiermit wieder das 7*STERN- Programm der kommenden Woche inkl. Filmschwerpunkt mit unseren Gästen aus Hamburg, den Filmwissenschaftern Thomas Tode und Rasmus Gerlach, die auch im HTU-cinestudio vortragen.

7*STERN
1070, Siebensterng.31, Tel. 523 61 57
http://www.action.at

Montag, 5. Juni, 20 Uhr
NICHT KÄMPFEN HEISST NICHT LEBEN

Die Schauspielerin Gabriela Schmoll liest autobiografische Texte aus dem antifaschistischen Widerstand von Frauen. Anschließend aus den letzten Interviews mit Margarethe Schütte-Lihotzky :
Erinnerungen aus dem Widerstand
Regie: Uwe Bolius, Robert Angst. Dokumentation,Video, 35 min., Ö 1999
Gesprächsmöglichkeiten mit Genossinnen der Lagergemeinschaft Ravensbrück.

"Mit meinem Leben hab ich abgeschlossen gehabt. Nie hab ich daran geglaubt, daß ich einmal freigeh. Die anderen waren viel optimistischer. Eine Kameradin hat mir etwas zum Anziehen organisiert, sonst wär ich ja fast nackt herumgerannt. Ich geb die einen Mantel, hat sie mir gesagt, daß du ihn noch in Freiheit tragen kannst. Hab ich sie angeschaut: Ja, lebt die am Mond? In der Freiheit den Mantel noch tragen! Das war ja der höchste Optimismus, den du dir vorstellen kannst." (Anna Wundsam)

UKB 50.-

Dienstag, 6. Juni, 19 Uhr, HTU- CINESTUDIO
1060, Getreidemarkt 9, Audimax der TU
19 Uhr: "Der Mann mit der Kamera"
21.15 Uhr: "Im Land der Kinoveteranen: Filmexpedition zu Dziga Vertov"

Mittwoch, 7. Juni,19 Uhr, HTU- CINESTUDIO
"A propos de Nice"
"Operator Kaufmann" - Zwei Abende über die drei Kaufmann-Brüder: Dziga Vertov, Michael und Boris K., alle drei Filmpioniere und Avantgardefilmer in unterschiedlichen Ecken dieses Globus´.

22 Uhr, 7*STERN
KINOKIS MIKROKINO: GESPRÄCH MIT THOMAS TODE & RASMUS GERLACH
FILMEMACHEN IM WIDERSTANDSKONTEXT

Die Hafentreppe
Regie: Thomas Tode & Rasmus Gerlach. D 1991, 75 Min., Video
"Die Treppe zwischen den Häusern der Hafenstraße im Hamburger Stadtteil St. Pauli bildet das Zentrum des Films. Sie ist aus dem Alltag der HafenstraßenbewohnerInnen nicht wegzudenken und erblickt ihr Leben im Rhythmus des Auf- und Ab. Sie ist Fluchtweg bei Polizeimanövern, Ort für Filmprojektionen und Konzerte, oder einfach Schrebergarten. Wir sehen dort Wandbilder und Videofilme entstehen, T-Shirt-Malerei und Graffiti - eine kreative Welt und ein poröser Lebensstil. Auf immer neuen Ebenen umrundet der Film die Opposition zur bürgerlichen Welt, die ihren Geist in dem hanseatischen Hafengemälde auf dem gegenüberliegenden Dock zeigt. Das Leben auf der Hafentreppe gleicht kaum der Modell-Welt der "Lindenstraße", einem der Lieblingsprogramme der BewohnerInnen, sondern ist der Versuch neue Formen des Zusammenlebens auszuprobieren mit einer radikalen Inbesitznahme sozialer Räume." (Th. T.)

Fliegende Händler
Regie: Ella Bergmann-Michel, D 1932, 15 Min., Video
Die Bauhauskünstlerin Bergmann-Michel zeigt eine subversive Selbsthilfeaktion von Erwerbslosen: Sie kaufen im Großmarkt Gemüse oder Obst günstig ein und verkaufen es auf der Straße direkt vom Drückkarren. Da dies ohne Genehmigung geschieht, müssen sie vor der Polizei auf der Hut sein. Für den Film demonstrieren zwei ambulante Händler ihr Warnsystem. Mit der Handkamera konnte Bergmann-Michel unbeobachtet auf Plätzen und Straßen Aufnahmen machen. Doch ihre Filmarbeit bleibt der Obrigkeit nicht verborgen. Verfolgt von der Polizei dreht sie schließlich auf einem scheinbar unverfänglichen Jahrmarkt. Die Kamera fährt mit einem Karussel mit: Der Horizont verschwimmt, die gewohnte Ordnung löst sich auf, eine Ahnung von der Labilität der Zustände entsteht." (Th. T.)

Gespräch mit Thomas Tode (Hamburg, Filmemacher, Filmwissenschafter, Herausgeber von Büchern über Johan van der Keuken, Dziga Vertov und Chris Marker) & Rasmus Gerlach (Hamburg, Filmemacher, Filmwissenschafter)

Freitag, 9. Juni, 21 Uhr
PERFORMANCE: MISERY LOVES COMPANY
Ist ein Musical in deutscher und englischer Sprache mit folgendem Inhalt: Elinor Mora steht im Vordergrund und phantasiert und denkt nach. Joshua Korn und Casper Stupski sind im Hintergrund und repräsentieren Elinor Moras Gedanken und Phantasien.

Elinor Mora: geb. Nefork, Mutter Pinguin, Vater Seehund, Bildung außergewöhnlich, Studium an der Universität von Brametsoflicki, Doktorat über das Verhalten der Tsitsifliege.

Joshua Korn: born 1977, son of a Pekinese fisherman and an Austrian builder, attended the Mathematic Academy in Glasgow, Scotland. He left the academy before graduating upon realising that his vocation was in music and singing. He then studied blues and jazz under the guidance of Dame Joan Sutherland. Favourite music: Pink Floyd, Fluxx of Pink Indians, Mozart. Marital Status: Single but loves his pet snake. Hobbies: fox hunting, butterfly collecting,stamp collecting, cigarette collecting. Ambitions: none.

Casper Stupski: "Obwohl ich Heuschnupfen habe, liebe ich Spaziergänge in der Natur und blühende Wiesen und Gärten im Frühling. Heuschnupfen ist mein Wermutstropfen. Obwohl sehr viele Menschen AllergikerInnen sind, bin ich immer der einzige mit Heuschnupfen. Soviel ich weiß, haben es weder Elinor noch Joshua ..."
Bei Interesse: diefamilie@excite.com

UKB 100.-/ 120.-


13 Que(e)r-Beisl-Termine im Juni

[zurück]
from: Rosa Antifa Wien <raw@swi.priv.at>

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Hier gleich alle Termine fuer Juni zum vormerken. Ab Juli ist
uebrigens Sommerpause, also jetzt noch bald mal bei uns reinschauen!
eure Que(e)rulantInnen


Mittwoch 7.Juni:
"Maedchenbildung bildet Maedchen":
Buchpraesentation. Die Volxbibliothek im EKH laedt zur Lesung und
Diskussion mit der Autorin Meike Lauggas sowie zu einem Fest mit
musikalischer Umrahmung durch das Louise Harmony Trio (Undergroundpop
dreier junger Frauen)


Mittwoch 14.Juni:
Volk, Staat und Nation
sind buergerlich-kapitalistische Realkategorien und keine
inhaltsleeren, mit beliebigem Gehalt erst noch zu fuellende Formen.
Trotzdem versuchen weite Teile der Linken mit diesen Kategorien
unmittelbar Politik zu machen, statt sie einer radikalen Kritik zu
unterziehen, und landen hierbei geradezu zwangslaeufig bei
nationalistischen, voelkischen und (strukturell) antisemitischen
Positionen. Diese Veranstaltung stellt einen Versuch dar, sich mit
diesem, den Kapitalismus verdinglichenden bzw. personifizierenden
Weltbild auseinanderzusetzen, und so dem offensichtlich auch in der
Linken gaengigen Beduerfnis nach kollektiver Identitaet
entgegenzutreten.


Mittwoch 21.Juni:
Fiesta de Solidaridad
Nach 9-monatigem Streik auf der Universidad Autonoma de Mexico, der
groessten Uni Lateinamerikas, gegen die Verkommerzialisierung von
oeffentlichen Bildungseinrichtungen, wurde die Universitaet Anfang
Februar 2000 unter brutalstem Polizeieinsatz geraeumt. Hunderte
verhaftet, geschlagen und vergewaltigt. Trotz steigender Repression
kaempft die studentische Bewegung weiter.
Mit Videos, Diskussion, Dias und Musica Mexicana!


Mittwoch 28.Juni:
Que(e)r-geht-in-die-Sommerpause-Abschiedsfest
Wir machen Sommerpause. Und damit euch der Abschied besonders schwer
faellt gibts ein Festl. Mit Grillen von totem Tier bis totem Gemuese,
Cocktails, und vielem mehr.
Damit der Intellekt aber auch nicht ganz leidet, gibt's noch Filme:

"Breaking the Bank": Zu A16 Washington (IWF und Weltbankgipfel).
Besser als das (auch bei uns schon gezeigte) Seattle-Video,
erschuetternde Aufnahmen, auf keinen Fall verpassen.
Es wird noch weitere tolle Filme geben. Lasst euch ueberraschen (or
watch out for Flyers!!!)

Ort: EKH. Wielandgasse 2-4, 1100 Wien (U1 Keplerplatz)
Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, Beislbetrieb von 18:30-24 Uhr
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Was ist das Que(e)r Beisl?

Das Que(e)r Beisl ist ein politisches Cafe in einem selbstverwalteten
Projekt, dem Ernst Kirchweger Haus - EKH. Das Que(e)r Beisl hat jeden
Mittwoch von 18:30-24 Uhr geöffnet, und bietet denen, die Lust darauf
haben verschiedenste Filme, Informationsveranstaltungen,
Buchpräsentationen oder Diskussionen - natürlich ist der Eintritt
frei. Wer darauf keinen Bock hat, kann sich mit Tischfußball über
Zeitungen lesen bis Schachspielen vergnügen, oder einfach nur mit
Leuten quatschen. Für den Gaumen ist gesorgt, neben allen gängigen
Getränken gibt es noch eine riesige Tee Auswahl (2 Sorten und Mineral
sind gratis), Kuchen und Essen. Das Que(e)r Beisl soll Menschen
Informationen zugänglich machen und einen gemütlichen
Komunikationsort abseits des kommerziellen Wahns bieten. Wir machen
das Beisl deshalb und es ist selbstverständlich, das niemand von uns
einen Groschen daran verdient. Mit der Kohle werden diverse
unabhängige politische Projekte finanziert.


Redaktionsschluß: 1.Juni 2000, ca. 00:30
Fehler möge frau/man mir nachsehen!