keil1.gif(893 Byte) Kunst/Kultur/Kommerz: Marktlogik als Kunstgriff

keil1.gif(893 Byte) Veranstaltungshinweis "Sprechende Bäume"

keil1.gif(893 Byte) Pragbericht

keil1.gif(893 Byte) Interview Residenzpflicht

keil1.gif(893 Byte) Spendenaufruf – Kulturkarawane gegen rechts

keil1.gif(893 Byte) Hilferuf für die kurdische Journalistin Meral Akyol

keil1.gif(893 Byte) Bespitzelungen

keil1.gif(893 Byte) FPÖ-Druck auf ORF

keil1.gif(893 Byte) Folter in Gefängnissen in Prag

keil1.gif(893 Byte) Grazer Polizeimethoden

keil1.gif(893 Byte) Erinnerung – Koordinationssitzung

keil1.gif(893 Byte) "Für die Abschaffung der Residenzpflicht für Flüchtlinge in

keil1.gif(893 Byte) MONEY NATIONS positionspapiere DRINGENDST!!!

keil1.gif(893 Byte) Einsatz von Neonazis als Verfassungsschutzspitzel

keil1.gif(893 Byte) MONEY NATIONS positionspapiere DRINGENDST!!!

keil1.gif(893 Byte) Verhandlungstermin Charles Ofoedu!

keil1.gif(893 Byte) Standard-Khol-Chat vom 30. August 2000?

keil1.gif(893 Byte) Solidaritätskundgebung für Palästina

keil1.gif(893 Byte) SOS Mitmensch Termin: Grätzelfest 7.10.2000

keil1.gif(893 Byte) meinbericht

keil1.gif(893 Byte) Urgence Prague Manif jeudi 5 vs tortures.

keil1.gif(893 Byte) NEWS from the indymedia newswire

 




mund im Bild:
Hilmar artikuliert das Wort "donnastogsdemmo"

 




 




Kunst/Kultur/Kommerz: Marktlogik als Kunstgriff
Zurück
        From: 'akin - aktuelle informationen'  akin.buero@gmx.at 


Kunst/Kultur/Kommerz:
Marktlogik als Kunstgriff

oder: Morak heiszt der Staatssekretaer

Seit seiner Gruendung 1994 hat sich das Depot im Wiener
Museumsquartier zu einem hoechst lebendigen Diskussionsforum
entwickelt. Nun muss die (kultur)politisch unliebsame
Kulturinstitution am 31. Oktober ihren Betrieb in der bisherigen Form
einstellen. Anbeginn einer neuen Kulturpolitik unter dem Banner der
"Kreativwirtschaft"?

*

Mit Phrasen wie "Wir wollen serviceorientierter werden, geschwinder,
um schneller Taten setzen zu koennen" charmiert Staatssekretaer Franz
Morak in einem Interview fuer die Zeitschrift "Frame" im Macher-Stil
und rueckt die neue Foerderpolitik der schwarzblauen Bundesregierung
ins rechte Licht. Doch freilich kann es nicht jeder dem innovativen
Imagedesign staatlicher Dienstleistung light recht machen. Zum
Beispiel nicht das Depot. Welches wohl eher den Kholschen Boecken als
den Schafen zugerechnet wird.

So beschraenkte sich die vom Herrn Staatssekretaer erwaehnte
"Serviceleistung" im Falle des Depot auf eine drastische
Budgetkuerzung (insgesamt 30 Prozent weniger als im Vorjahr). Von
"schnelleren Taten" war nicht wirklich etwas zu bemerken. Denn bis
dato wurde dem Depot blosz ein Drittel der Jahressubvention
ueberwiesen. Die restlichen zwei Drittel sind erst vor kurzem, als das
Depot schon bei der Bank hoch verschuldet und zahlungsunfaehig war,
endgenehmigt worden - nach mehrmaligen verzweifelten Anrufen der
Geschaeftsfuehrerin. Ist das der Geist der neuen Serviceorientierung,
die erst dann "schnelle Taten setzt", wenn Opferstatus vorherrscht? So
hat es den Anschein, dass gemaess dem Motto "Die Hand, die dich
fuettert, sollst du nicht beiszen" Subventionsvergaben als Gnadenakte
verstanden werden sollen.

Damit nun aber in Zukunft alles "geschwinder" werden kann, gibt es
seitens des BKA einmal keine Foerderzusage fuer das Jahr 2001.
("Serviceorientiert" scheint sich also nur auf den Subventionsnehmer
zu beziehen.) So wurde das Depot aufgefordert, sein schon vor Monaten
gestelltes Subventionsansuchen fuer das naechste Jahr zum 31. Jaenner
2001 neuerlich einzureichen. Da sich der Herr Staatssekretaer nicht
vorzustellen vermag, dass Kulturinstitutionen ihr Programm planen
muessen, scheint sich der neue Modus der Kulturpolitik nun immer
klarer abzuzeichnen. Unliebsamen Institutionen wird durch
administrative Ablaeufe - die entweder einfach unprofessionell sind
oder gezielt demotivieren sollen - das Ueberleben so schwer gemacht,
dasz sich das laestige Problem ihrer Existenz frueher oder spaeter von
alleine loest. Doch die nicht erfolgte Finanzierungszusage macht nicht
nur eine langfristige Programmplanung und internationale Kooperation
unmoeglich, sondern gefaehrdet auch die Existenz des Depot.

Das Vorgehen des Subventionsgebers steht somit voellig in Widerspruch
zum Regierungsprogramm, das eine "bessere Planung fuer Kulturarbeit
durch Mehrjaehrigkeit der Foerdervertraege" vorsieht. Im Depot hatte
man sich indes auf diese serviceorientierte Kulturpolitik
einzustellen. Umsetzungsorientiert heiszt das: Alle MitarbeiterInnen
muszten aufgrund der drastischen Subventionskuerzung und mangels einer
Finanzierungszusage fuer 2001 im Sinne einer korrekten
Geschaeftsgebarung bereits gekuendigt werden. Der Betrieb wird in der
gewohnten Form mit Ende Oktober eingestellt werden. Ab diesemZeitpunkt ist 
im besten Falle die Einrichtung eines minimalen
Journaldienstes moeglich. Ausserdem muss das Depot wegen
Renovierungsarbeiten im April 2001 zusammen mit den Institutionen
basis wien, public netbase t0 und springerin das Museumsquartier
verlassen, da sein Prekarium von der Museumsquartier GesmbH widerrufen
wurde. Es wurde weder ein Ersatzquartier angeboten noch ein weiterer
Verbleib im Museumsquartier in Aussicht gestellt. Obwohl die
zahlreichen Besucher des Depot, aber auch die anderen Institutionen
des Museumsquartiers, von den kleinen Initiativen bis hin zu den
grossen Museen, sich fuer den Verbleib des Depot (wie auch der anderen
drei Prekaristen) im Areal ausgesprochen haben, zeigt man im
Staatssekretariat fuer Kunstangelegenheiten an der Erhaltung von
Initiativen zur Vermittlung zeitgenoessischer Kunst sowie an der
Herstellung einer kritischen Oeffentlichkeit kein Interesse.

Welcher Kunst- und Kulturbegriff ist es nun aber, der dem Handeln des
Herrn Staatssekretaer Morak zugrundeliegt und folglich die
Subventionskriterien der Kunst- und Kulturpolitik des Bundes kuenftig
formieren wird?


Standortfaktor "Kunst"

Freilich ist dieser Mann nicht zufaellig fuer die OeVP geschaeftig. In
seiner richtungsweisenden Eroeffnungsrede auf dem 1999 im Siemens-
Forum abgehaltenen Symposium "Die organisierte Kreativitaet. Kultur.
Software. Wachstum" konnte der Ex-Punk und Ex-Buergerschreck Morak
endlich seine Visionen ueber Kunst und Gesellschaft dartun und
raesonierte zum Auftrag des Kulturpolikers. In einem flapsigen Aper‡u
entwickelte Morak seine Weltanschauung kuenftiger Kunstmaerkte, d.h.
der "zwingenden Symbiose zwischen kreativer Intelligenz und
Wirtschaft" am Beispiel der Swatch-Uhr. Gegenueber der uebermaechtigen
asiatischen Konkurrenz habe sich die Schweizer Uhrenindustrie namens
Swatch nur mit einem kreativen Kraftakt behaupten koennen, die das
Produkt, naemlich die Swatch-Uhr, kulturell auflud: "...rund um die
Swatch gibt es eine Erzaehlung, die dem Konsum seinen Sinn verleiht"
(S. 8). Die Lehre, die Morak daraus fuer die Kulturpolitik zieht,
besteht darin, den Wettbewerb ("beste Qualitaet", "kleinster Preis")
staerker an die Kunstproduktion zu binden. Sein Credo fuer das
neoliberale Foerderprofil basiert auf einer diffusen Vorstellung von
trendsetting: "Kreativitaet organisiert sich heute um industrielle
Produkte" (S. 9). Das Ziel dieser Bewirtschaftung des kreativen
Humankapitals muendet schlieszlich in die kulturelle
Standortsicherung, denn, so Morak, "Der Stefan Steigner macht zusammen
mit dem MIT Musik. Wieso musz er das mit dem MIT machen, wieso kann
das nicht hier passieren?" (Frame, S. 125).

Die Vorstellungen von Morak ueber Kunst und Kultur kreisen immer wieder um 
Neue Technologien, Neue Medien, Zukunftstechnologien, Wachstumsmaerkte. 
Unter dem schwarzblauen Banner soll sich "endlich" Kunst und Geld 
vermaehlen, da "Kultur heute einen Wirtschaftsfaktor ersten Ranges"
(Intro, 
S. 9) darstellt.

Gemaesz Moraks Wirtschaftsfibel soll sich zeitgemaesze Kunst mit der
Aufgabe bescheiden, den in der Massenproduktion gefertigten Waren ein
individuelles Image zu verleihen: "Die wirtschaftliche
Auseinandersetzung mit konkurrierenden Anbietern in einer global
abrufbaren Produktion wird zunehmend auf einer kulturell aufgeladenen
Ebene gefuehrt." Der Kunstproduktion erwaechst nach Moraks Willen 
einemarktwirtschaftliche Verantwortung und soll mithelfen, dass
Oesterreich im "gigantischen kulturellen Wettbewerb, der mit der
europaeischen Integration verbunden ist" (Intro, S. 11) bestehen kann.
Kunstfoerderungspolitik orientiert sich nach Morak an den Paradigmen
der Elitenfoerderung: "Wir sollten dabei schon Groeszenordnungen wie
das ZKM in Karlsruhe oder das MIT in Cambridge, Massachussetts, im
Auge haben, wenn wir an Kooperationen fuer ein Projekt im
Museumsquartier denken."

Demzufolge wird Kunst erst dann legitim und sozial erwuenscht, wenn diese 
als Wirtschafts- und Standortfaktor nachweisbar wird. Daher betont Morak 
immer wieder den Stellenwert von Evaluationen, die die
Foerderungswuerdigkeit von Projekten beurteilen: "Ich glaube auch,
dass Politik innerhalb dieses Mechanismus, den wir
Kunstfoerderungspolitik nennen, hauptsaechlich eine Sacharbeit sein
soll. Ist ein Projekt gut oder ist es nicht gut, das ist hier die
Frage." (Frame, S. 123). Der sogenannten "Sacharbeit" geht freilich
eine selektive Fragestellung voraus, nach welcher die Projekte
beurteilt werden und die darueber entscheidet, ob ein Projekt "gut"
ist: stellt das Projekt einen relevanten Wirtschaftsfaktor dar - oder
nicht?


Die Autoritaet der Sachzwaenge

Das politische Ressentiment der schwarzblauen Regierung  bedient sich
des Vehikels der Sprache der oekonomischen Sachzwaenge. Nach
offizieller Sprachregelung werden die mit der rechtskonservativen
kulturellen Hegemonie verknuepften Machtinteressen neutralisiert und
in den Schlagworten "Sachzwang", "Strukturanpassung",
"Modernisierung", "Wirtschaftsfaktor", "Kultureller Wettbewerb",
"Evaluation", "Expertengutachten", "Rahmenbedingung" etc. nobilitiert.
Das Ziel dieser "Versachlichung" des kulturellen Antagonismus ist es,
moeglichst wenig politische Angriffsflaechen zu bieten, aus der
Kulturdebatte jeglichen politischen Inhalt zu saeubern, und letztlich
Kunst und Kultur auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen zu
reduzieren. Das Leitmotiv fuer die "Strukturanpassung" der
Kunstproduktion ist ein Stehsatz von Morak und findet sich in
saemtlichen seiner kulturpolitischen Aussagen: naemlich die
Unterordnung der Kunstfoerderung unter die Logik
kapitalwirtschaftlicher Investition.

So "differenziert" und "sachlich" auch die verschiedenen
betriebswirtschaftlichen Existenzurteile der neuen Autoritaeten, der
"Experten" und "Spezialisten" ausfallen werden, das politische
Ressentiment gegenueber sozialdemokratischer Kunstpolitik bildet den
Basiskonsens: "Ein zentraler Aspekt des Versagens der Kulturpolitik
der oesterreichischen Sozialdemokratie liegt in der Unfaehigkeit, den
wirtschaftlichen Aspekt kulturpolitischen Handelns zu erkennen. Der
"Arme Poet" des Malers Spitzweg ist immer noch der ideale
Repraesentant der Zielgruppe sozialdemokratischer kulturpolitischer
Initiativen: eine gesellschaftliche Randexistenz, unfaehig, den
eigenen Lebensunterhalt selbst zu organisieren" (Intro, S. 9).

Um das neoliberale Kunstmanagement als Reformprojekt zu legitimieren,
braucht Morak die Annahme eines skandaloesen Ursprungsmythos, in
dessen Herzen er "Miszstaende" und "Verschwendung" argwoehnt, "die wir
endlich abstellen wollen." (Intro, S. 7). Die "hehre"
sozialdemokratische Kulturpolitik sei durchdrungen von "Miszstaenden",die 
"tatsaechliche kreative Prozesse", die ueber den Markt reguliert
und nachgefragt werden, hemmen wuerden(Frame, S. 124). Waehrend der
sozialdemokratische Gegner Kultur politisiere, ginge es ihm, dem
Morak, ausschlieszlich um "Sachlichkeit" im Zeitalter eines
"gigantischen kulturellen Wettbewerbs" (Intro, S. 11). Diese
"Sachlichkeit" besteht aber aus nichts anderem als dem Versuch, die
herrschenden Gesetze des kapitalwirtschaftlichen Marktes moeglichst
effektiv auf die Kunstproduktion und -vermittlung zu adaptieren.
Freilich werde es auch hier wieder renitente Kuenstlersubjekte geben,
die fuer HT-Firmen wie Siemens, Alcatel oder Gericom schwer
vermittelbar sein werden. Diese muessten sich halt den neuen
Strukturzwaengen anpassen. Als so ein "marktsperriges" Subjekt
bezeichnet Morak, im Gestus eines paranoiden Anti-Etatismus, die
"Avantgarde", die von "riesigen Verwaltungsmaschinen" und
"gigantischen buerokratischen Apparaten" am Leben erhalten wird.

Die systematische Penetration der Marktlogik umbeschreibt Morak gerne
mit Begriffen wie "Netzwerkphilosophie". Projekte, die sich an der
Kapitalverwertungslogik nicht beteiligen, werden von Morak als
"autistisch" abgetan. So werden die jetzt bestehenden kulturellen
Einrichtungen im Museumsquartier schnell mal mit der Metapher des
Schrebergartens abqualifiziert und deren Selbstorganisation flapsig
mit "Autismus" (Frame, S. 124) pathologisiert. Demgegenueber wertet
Morak indes, gewohnt inkonsequent, den individuellen Besitzerstolz
auf, indem er den Erwerb von Kunstwerken zur conditio humana
verklaert: "Ebenso wird es in der Kunst immer die Sehnsucht geben,
etwas zu kaufen" (sic!). Von diesem Menschentypus, der ausschliesslich
zum Behufe individueller Befriedigung akkumuliert, spricht Morak
jedoch nicht im Autismus-Verdacht, weil er sich durch seine
wirtschaftliche Nuetzlichkeit bewaehre. Im Gegenteil. Morak ueber die
psychologische Triebstruktur des Kunstmaezens: "Das gehoert ganz mir
alleine, das ist ein Stueck von mir", denn der Staatssekretaer weisz
als Universalhistoriker: "Das Kunstobjekt als Fetisch ist natuerlich
ewig, so wie jeder Mensch einen Fetisch braucht, das ist seit der
Steinzeit so" (Frame, S. 125). Ramon Reichert


Quellen:

Franz Morak, Wir sind eine Kontextgesellschaft, Interview mit
Alexander Puehringer. In: Frame 3/2000, 122-125

Franz Morak, Intro. Die Kreativwirtschaft und der Auftrag des
Kulturpolitikers. In: Franz Morak (Hg.), Die organisierte
Kreativitaet. Kulturpolitik an der Wende zum 21. Jahrhundert. Wien:
Edition Atelier 2000.

Kasten

Das Depot im Museumsquartier. Ein Nekrolog.

Das Depot, 1994 von Stella Rollig gegruendet, ab 1997 vonBundeskurator 
Wolfgang Zinggl, ab 2000 vom Bundeskanzleramt finanziell
gefoerdert, wendet sich mit seinem Programm an ein kunstinteressiertes
Publikum, das die theoretische Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst
sucht. Das Depot bot KuenstlerInnen die Gelegenheit, ihre Arbeit mit
einer interessierten Oeffentlichkeit intensiv zu diskutieren. Darueber
hinaus wurden im Rahmen von Vortraegen und Praesentationen
international relevante Tendenzen der zeitgenoessischen Kunst und
Kunsttheorie vorgestellt und analysiert.

Ueberdies bot das Depot seit seinem Bestehen ein Forum kritischer
Oeffentlichkeit. Denn in besonderem Masz widmete sich das Programm
jenen kuenstlerischen Arbeiten, die gesellschaftlich relevante Fragen
wie Kapitalismus-, Rassismus- und Sexismuskritik, Biotechnologie, neue
Kommunikations- und Ueberwachungstechniken aufgreifen. Seinem
interdisziplinaeren Ansatz entsprechend lud das Depot internationale
TheoretikerInnen aus Kunsttheorie sowie Philosophie, Politologie,
Soziologie, Filmwissenschaften, Cultural und Gender Studies zu
Vortraegen und kontroversiellen Diskussionen ein.

Darueber hinaus wurden im Depot Kunstzeitschriften und -buecher, Film-
und Videoarbeiten praesentiert und in Workshops kunstrelevante
Fragestellungen erarbeitet. Die Depot-Raeumlichkeiten konnten von
verschiedensten Projektgruppen genutzt werden, u.a. um ihre Anliegen
und Projekte einer breiteren Oeffentlichkeit vorzustellen und
kulturpolitische Fragen zu diskutieren. Die aktive Beteiligung und
Mitgestaltung des Publikums war ebenso wichtiger Bestandteil des
Konzepts wie die kritische Auseinandersetzung mit kuenstlerischen
Inhalten und das staendige Infragestellen theoretischer Positionen.
Zusaetzlich wurde eine Freihand-Bibliothek (etwa 3.000 Titel, mit den
Schwerpunkten Kunsttheorie, Cultural- und Gender Studies, Feminismus,
Medientheorie, Ausstellungskataloge) sowie eine Videothek (etwa 500
Titel - sowohl KuenstlerInnen-Videos als auch Dokumentationen)
aufgebaut. RR


*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1010 wien, wipplingerstrasze 23/20
kontakt: bernhard redl
vox: ++43 (0222) 535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
fax: ++43 (0222) 535-38-56
http://akin.mediaweb.at
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin





Veranstaltungshinweis "Sprechende Bäume"
Zurück
        From: Bele Marx  bele@wanadoo.fr 


»Sprechende Bäume«

von Bele Marx

zur Eröffnung spricht: Sabine Schaschl
am Samstag, dem 7. Oktober 2000 um 14 Uhr

Stadtpark Graz, Passamtswiese
Dammallee bei Forum Stadtpark

Dauer der Installation: Sa, 7. Oktober und So, 8. Oktober
10 bis 23 Uhr

Bele Marx zeigt heuer im Rahmen des steirischen herbstes ihre
Toninstallation der "Sprechenden Bäume" zur aktuellen politischen Situation
in Österreich:
Die Idee der 3Sprechenden Bäume2 besteht darin, die Bevölkerung mit ihren
eigenen Gesprächen zu aktuellen Themen zu konfrontieren. Es handelt sich
hier um ein Wanderprojekt, wobei sich die Installation im Laufe der Zeit
verändert und immer aktualisiert wird. Das Pilotprojekt wurde 1996 in
Oberndorf bei Salzburg realisiert. Eine weitere Installation war im Sommer
1999 in Mondsee zu hören.
Zur Zeit bereitet Bele Marx eine Arbeit zum Thema der österreichischen
Identität vor. 3Österreich ist eine Nation, aber keine Heimat.2 Zu diesem
Schluß gelangt man, wenn man die Untersuchungen österreichischer
Meinunsforscher und Zeithistoriker studiert, die sich mit dem Thema der
österreichischen Identität auseinandersetzen. (...) 3Nation ohne Heimat.2
Es
ist gewiss kein Zufall, daß in Österreich mit der sogenannten
3Anti-Heimat-Literatur2, eine im internationalen Vergleich völlig
eigenständige, neue literarische Gattung entstanden ist: Österreich ist die
Anti-Heimat par exellence, schreibt Robert Menasse.
Ausschnitte aus Fernsehübertragungen, öffentlichen und privaten 
Diskussionen
und Interviews werden als Beschallungsmaterial verwendet. Teile dieser
Gespräche werden auf Endlosbänder kopiert und über Lautsprecher in den
Baumkronen der Dammallee, bei der Passamtswiese ausgestrahlt. Aus jedem
bespielten Baum wird ein anderes Gespräch zu hören sein. Es wird der
Eindruck entstehen, als ob die Bäume miteinander oder mit den Passanten
sprechen würden. Die Bäume sollen zu «akustischen Spiegeln» werden. Ein
Spaziergang durch die Dammallee soll zu einem Spaziergang durch ein
österreichisches Selbstbild werden. So, wie Bele Marx beim 3Kuhprojekt2 
1994
Kühe ihrem gemalten Abbild gegenüberstellte, konfrontiert die Künstlerin
hier die Besucher mit den verschiedensten Statements. Aus dem 
Zusammenhang
gelöst werden Gespräche anders gehört und neu interpretiert werden und
sollen Aufschluß über unsere Art zuzuhören und zu sprechen geben.


Pressekontakt: a/b/com
Helga Ostermayer, tel.: +43/ (0)676 / 56 63 613
A-1090 Wien, Porzellangasse 38/ 25A-1090 Wien




Pragbericht
Zurück
        From:   angelo.lucifero@hbv-th.de 


Hallo GenossInnen,
Wir (einige Menschen von der PAKT-Gruppe) sind im Moment in Prag und 
moechten Euch aus erster Hand ueber die Ereignisse am Global Day of Action 
am 26. September anlaesslich des IWF- und Weltbank-Treffens in Prag 
berichten. Mehr Infos gibt es unter http://praha.indymedia.org/
Solidarische Gruesse!


Samstag, 23.9.2000
Angemeldet war eine Nazi-Demo, gleichzeitig eine Antifa-Demo und die Demo 
der kommunisitischen Organisationen gegen den IWF. Auf der Nazidemo waren 
wohl nur 50 KameradInnen, wohingegen 1000 Menschen gegen die 
NeofaschistInnen demonstrierten. Die Schaetzungen fuer die Kommie-Demo 
bewegen sich zwischen 700 und 1500 Teilnehmenden.

Sonntag, 24.9.2000
16.00 Uhr, Letna-Park:Abschlussdemo des Gegengipfels ca. 2000-3000 
Menschen demonstrieren bei der von INPEG, einer lokalen Initiative, 
organisierten Demo gegen IWF und WB, ohne dass es zu Ausschreitungen 
kommt. Linksruch und andere linke Sekten verteilen Ihre Schilder, wie
ueblich 
ruft einE CheckerIn eine Parole durchs Mega vor und die anderen plapperns 
nach.. Die Polizei tritt betont friedlich auf, keine Helme, kein Spalier,
keine 
aggressiven Sprueche. Ein deutschsprachiger Block zieht die ueblichen 
deutschen Sprueche skandierend in der Demo mit, was spaeter von vielen 
GenossInnen massiv kritisiert wird. Die Spitze der Demo bildet ein 
internationaler Block und INPEG, hier ist es bunter und die Menschen
bringen 
sich gegenseitig Parolen bei. Es gibt unterschiedliche Meinungen darueber,
ob 
"Fuck the police" OK ist. (INPEG spricht sich deutlich gegen Gewalt gegen 
Personen, Tiere oder Eigentum aus.) Abends gibts Party mit Kunst und
Musik, 
"Art of Resistance". Im Konvergenz-Zentrum, dem zentralen Ort der 
Gegenbewegung finden Vorberitungsplena statt.

Waehrend dessen wird der Zug aus Italiem mit 1000 AktivistInnen an der 
Grenze festgehalten, woraufhin einige Menschen die Karlsbruecke
blockieren, 
um Druck fuer die Einreise zu machen, was auch gelingt.

Montag, 25.9.2000
Der gesammte Montag ist der Vorbereitung des Global Action Day am 
Dienstag gewidmet. Im Konvergenz-Zentrum finden vieeeele Plena statt. Wir 
versuchen, den Informationsfluss und die Entscheidungsfindung moeglichst
so 
zu gestalten, dass alle Menschen sich einbringen koennen, was auch recht
gut 
funktioniert. Nur der Linksruck und seine Partner-Organisationen haben das 
Konzept nicht so recht verstanden und fuehrt waehrend der Plena Teach-Ins 
durch, bei denen wir erfahren, warum wir alle in Prag sind und was wir
danach 
machen muessen.

Neben den Demo-Plena gibt es Trainigs in medizinischer Versorgung, 
Selbstverteidigung, gewaltfreier Direkter Aktion, rechtlichen Fragen und 
Kommunikationsstruktur. Am Nachmittag wird das Demo-Konzept zur 
Diskussion gestellt: Vom Ort der Auftakt-Kundgebung soll ein grosser Demo-
Zug losgehen, der sich mit der Zeit in drei Teile spaltet, die fuer sich 
versuchen, die Zufahrten zum Kulturpalast, wo der IWF tagt, zu blockieren. 
Zusaetzlich bilden sich weitere autonome Kleingruppen, die Hotels oder den 
Kulturpalast blockieren wollen und eine Samba-Band, die zwischen den 
Blockaden herziehen und gute Laune verbreiten will. Die drei Hauptzuege 
nennen sich gelber, pinker und blauer Block ,wobei die autonomen Gruppen
die 
blaue Route favorisieren. (Die meisten Deutschen und
viele SpanierInnen gehen hier wohl mit). Die Gewerkschaften und
Parteien laufen eher im Pinken. (Spaeter sehen wir eine Gruppe, die Fahnen 
vom DGB, der DPG und der NGG mit sich fuehrt!!!) Der Gelbe Block
organisiert 
sich so, dass am Anfang eine Gruppe der Tutti Bianci laeuft, die mit 
Autoreifen und Schaumgummi gepolstert die Polizei wegdruecken will und
sich 
mit INPEG geeinigt hat, keine Offensivwaffen zu
nutzen. Die GenossInnen von Ya Basta (von den centri sociali, besetzte 
Zentren in Italien) stellen die meisten Tutti Bianci, jedoch kann jedeR,
der/die 
will mitmachen. Viele Menschen besorgen sich Zubehoer, um sich vor den zu 
erwartenden Gas- und Knueppelangriffen zu schuetzen. Die einzelnen Bloecke 
bestehen aus sogenannte Clusters, welche ca. 10 bis 15
Kleingruppen beinhalten.

Dienstag, 26.9.2000
9.00 Uhr Genehmigte Auftaktkundgebung der Gegendemo auf dem Namesti 
Miru,dem Platz des Friedens. Dort haben sich schon ca. 5000 Menschen 
eingefunden haben und stetig mehr werden. Unter den Demonstrierenden sind 
wieder zahlreiche Sekten, auch seltsame LebensschuetzerInnen,
Silvio-Gesell-
AnhaengerInnen, baskische NationalistInnen, Leute mit bescheuerten 
Plakaten, die den IWF als finstere Gestalt, die nach der Welt greift,
darstellt, 
Kommies mit rotem Stern mit Hammer, Sichel und Kalashnikov, Anarchos 
verteilen Flugis, die zum Strassenkampf aufrufen und
so weiter. Wir haben uns fuer den gelben Block entschieden.  Um 11 Uhr 
ziehen wir los.

Es ist weit und breit keine Polizei zu sehen, obwohl die Demo nicht
genehmigt 
ist. Nachdem sich blau und pink abgespalten hat, sind wir noch ca.
3000-4000 
Leute. Recht schnell kommen wir zur Haupzufahrt des Kulturpalastes, einer 
Bruecke, die ueber ein Tal mit Eisenbahnlinien fuehrt. Dort sehen wir
auch, wo 
die ganze Polizei ist: Die Bruecke ist mit Polizei in voller Kampfmontur
mit 
Gasmasken und Barrikaden, Wasserwerfern und sogar mit Militaer-Panzern 
blockiert. Die Tutti Bianci draengen die Polizei bis direkt vor die Panzer 
zurueck, dabei wird, wie wir spaeter erfahren massiv geknueppelt und auch 
Pfefferspray eingesetzt, aber die GenossInnen sind gut gepolstert und auch 
gegen Gas geschuetzt, trotzdem gab es einige Verletzte. Wir stehen in der 
Mitte der Demo, zwischen uns und den Tutti Bianci ist eine Luecke, weil
diese 
sich Platz zum Rueckzug ausgebeten haben. Die Leute von Linksruck finden 
das bloed und fangen an, mit Megas die Leute zum Druecken aufzufordern, 
damit wir eine Massendemonstration sind und nicht StellvertreterInnen fuer 
uns kaempfen. Dieses Konzept war zwar abgesprochen, aber der Linksruck 
war ja wie gesagt waehrend der Plena damit beschaeftigt, Teach-Ins zu 
veranstalten. Die Spannungen zwischen den Linksrucklern und eher 
anarchistisch oder autonom orientierten GenossInnen wachsen, vereinzelt 
wird sich angeschriehen.

16.30 Uhr Nach zwei Stunden Blockade ziehen sich die Tutti Bianci
zurueck, weil sie infolge zahlreicher Polizeieinsaetze und der Hitze keine
Kraft 
mehr haben. Eigentlich sollte es noch ein Delegierten-Plenum geben, auf
dem 
das weitere Vorgehen abgesprochen wird, aber nachdem die Tutti Bianci 
erklaeren, dass sie auf jeden Fall gehen, wird ueber den Lauti verbreitet,
dass 
wir jetzt alle gehen sollen, um in der Stadt die blaue Gruppe suchen
sollen. 
Linksruck-CheckerInnen agitieren mit ihrern Megas dagegen. Wir koennen uns 
nur entscheiden, welcher von oben getroffenen Anordnung wir uns 
unterwerfen.

Schoene Scheisse!!! Deswegen machen wir erst mal gar nichts von beidem, 
sondern setzen uns an den Rand und machen Bezugsgruppenplenum. Weil um 
17.00 Uhr auf dem Namesti Miru Treffen fuer versprengte Gruppen ist und 
wir auch einige GenosInnen verloren haben, entscheiden wir uns, dort hin 
aufzubrechen. Von weitem sehen und hoeren wir, dass es im Tal Riots zu 
geben scheint. Spaeter erfahren wir, dass Teile der blauen Gruppe durch
das 
Tal zum Kultutpalast gekommen sind und dort fast zwei Stunden blockiert 
haben und den Palast besprueht haben, wobei die Polizei mit
unverhaeltnissmaessiger Haerte vorgegangen ist. Es gab viele Verletzte, 
einige davon wirklich schwerst und viele Verhaftungen. Auf dem Weg zurueck 
sehen wir, dass viele Haeuser und Verkehrsschilder am der Demo-Route neu 
dekoriert sind. Der Informationsfluss ist zu dieser Zeit sehr mangelhaft.
Die 
Infos wiedersprechen sich und  wir haben eigentlich keine Ahnung, was blau 
und  pink und die anderen gerade machen. Weil die IWF-Leute um 20.00 in
die 
Oper gehen wollen, ziehen wir nach einigem Hin und Her zur Oper, wo sich
eine 
positive Ueberraschung darbietet. Die Oper ist vollkommen blockiert, der 
Hintereingang mit Barrikaden und Demonstrierenden, der Vordereingang mit 
einem riesigen Mob von Demonstrierenden. Vereinzelte StreifenpolizistInnen 
ignorieren all dies.

Wir setzen uns an den Hintereingang, dann ruft uns jemensch zum
Plenum.

Dort gibt es neben dem obligatorischen Megafon-Duell zwischen Linksruck
und 
AnarchistInnen die Info, die Bruecke, an der wir gewesen sind, sei nun die 
einzige freie Strecke vom Kulturpalast zur Oper. Wieder rennen wir hierhin 
und dorthin. Irgendwann kommt die Info, dass der Opern-Besuch geplatzt ist 
und die IWF-Leute auf dem Weg zum Bankett irgendwo in der Naehe des 
Konvergenz-Zentrums sind, dass aufgrund polizeilichen Drucks geschlossen 
wurde. Wir wollen zur Karlsbruecke, wo angeblich eine Aktion fuer die 
inhaftierten GenossInnen stattfinden soll. Auf dem Weg sehen wir 
eingeschlagene Scheiben, KampfpolizistInnen, rennende GenossInnen. Immer 
wieder hoeren und sehen wir das Knallen von Blendschock-Granaten und 
merken, dass irgendwo in der Innenstadt auch CS-Gas im Einsatz ist. Auf
der 
Karlsbruecke machen wir dann mit 30 Leuten einen kurzen Protestmarsch. 
Um unsere verloren gegangenen GenossInnen wieder zu finden, machen wir 
uns zum Treffpunkt auf, um dort festzustellen, dass es gerade da besonders 
massiv kracht. Die ganze Polizei, die bis zum spaeten Nachmittag den 
Kulturpalast geschuetzt hat, marschiert jetzt in der Stadt auf, die Lage 
scheint sich zuzuspitzen. Da wir alle ziemlich erschoepft sind, machen wir
uns 
zu unserem Schlafplatz auf. Aus der Strassenbahn sehen wir immer wieder 
Polizei und Demonstrierende in staendiger Bewegung.

Mittwoch, 27.9.2000 (heute)
Am Morgen gibt es neue Geruechte ueber die Bilanz des S26: 600 
Verhaftungen die Armee steht in den Startloechern, fuer den Fall dass der 
Ausnahmezustand ausgerufen wird das tschechische Pendant zur Bildzeitung 
titelte "Krieg in Prag" die Deutsche Botschaft will, dass die inhaftierten 
Deutschen abgeschoben werden Um 14.00 Uhr gibt es neue Infos: Angeblich 
hat die Polizei ihre friedliche Taktik geaendert und greift in der ganzen
Stadt 
Leute auf, die irgendwie so aussehen, als ob sie GegnerInnen des Gipfels 
seien. An unserer Strassenbahnstation wurden 30 Leute, die auf dem Weg 
zum Bahnhof waren und nach Hause fahren wollten, eingekesselt und 
mitgenommen. Unsere gesammte Infrastruktur ist durch polizeiliche 
Repression zusammengebrochen, es gibt nur noch eine Info- und EA- Nummer. 
Neben dem Konvergenz-Zentrum ist auch das Infozentrum und das Medical-
Center geschlossen, geruechteweise wurde das Stadion, in dem die meisten 
GenossInnen uebernachten durchsucht. 18:00 Uhr: Ca. 300 Leute 
protestieren auf dem zentral gelegenen Altstadtplatz gegen die Repression 
seitens der Polizei. Sie tragen Schilder mit der Aufschrift: "Ich bin auch
einE 
AktivistIn gegen WB/IWF - Warum verhaftet Ihr nicht mich?". Wie wir 
erfahren wurden Leute in der Haft an den Armen aufgehangen, die ganze 
Nacht gefesselt, ausgezogen, es wurde Pfefferspray in die Zellen gesprüht 
und die Leute geschlagen. Am Abend an unserem Schlafplatz häufen sich die 
Berichte über Polizeiübergriffe. Drei Leute aus Polen berichten, daß sie
beim 
Einkaufen kontrolliert und festgenommen wurden. Sie wurden drei Stunden 
festgehalten und dabei immer wieder geschlagen. Wir versuchen, sie so gut 
es geht zu versorgen und telefonieren wie wild, um Öffentlichkeit zu 
schaffen. Mitten in der Nacht dann ein irres Gerücht: Angeblich wurde die 
IWF/WB-Tagung für Donnerstag abgesagt, und zwar wegen der Proteste. 
Später hören wir von einer Genossin aus der BRD per Handy, daß laut ZDF
die 
offizielle Begründung sowohl "Sicherheitsmängel" als auch der Abschluss
der 
Tagesordnung gewesen sei.

Donnerstag, 28.9.2000
In einer Prager Zeitung wird berichtet, daß ein Bus mit Delegierten 
angegriffen wurde, wobei der russische Finanzminister leicht verletzt
wurde 
und daraufhin mit der Abreise drohte. Später gehen wir ins Infocenter, wo
es 
neue Nachrichten über Mißhandlungen im Knast gibt. Es gibt Berichte über 
sexuelle Gewalt gegen Frauen und Männer, mehrere Gefangene wurden schwer 
verletzt, ihnen wurde medizinische Hilfe versagt. Eine C. aus Österreich
ist 
nach offiziellen Angeben beim Verhör aus dem Fenster gesprungen und liegt 
mit gebrochener Wirbelsäule im Krankenhaus. Spätere Berichte sprechen 
nicht mehr von der Wirbelsäule, sondern vom Bein und vom Hüftgelenk. Auch 
Ihr wurde lange Zeit medizinische Hilfe verweigert und über Ihren Fall
wurde 
eine Nachrichtensperre verhängt. Um 16 Uhr findet eine legale
Demonstration 
gegen Polizeigewalt durch die Innenstadt statt. Viele Demonstrierende
laufen 
mit nackten Oberkörpern, auf denen Sie Parolen gegen IWF, Kapitalismus, 
Polizei, Arbeit und Gewalt gemalt haben. Jede Menge Presse begleitet uns. 
Auf halbem Weg machen wir eine Zwischenkundgebung in der Nähe der Prager 
Polizeihauptwache. Dort werden auf drei Sprachen Berichte über 
Misshandlungen durch die Polizei verlesen. Ein junger, blumengeschmückter 
Mann weist darauf hin, daß sich auch unter den Demonstrierenden Leute 
befunden haben, die "dumme Sachen" gemacht haben, ihm wird mit dem 
Hinweis, daß das NICHTS entschuldigt begegnet. Ein anderer Mensch ruft
dazu 
auf, tschechische Waren zu boykottieren und vergleicht die tschechische 
Republik mit "Schurkenstaaten" ohne Menschenrechte wie Burma, usw. Er 
wird aus der Menge berichtigt oder ergänzt (hier wiedersprechen sich
unsere 
Interpretationen): like USA, like European Community, like Germany, like
IMF, 
... Nach langer Diskussion ziehen wir abweichend von der angemeldeten
Route 
wir noch einmal vor die Polizeihauptwache, wo schon zwei Hundertschaften 
Polizei in Kampfpanzerungen uns erwarten. Nach ein bisschen Geschubse geht 
die Demo wieder zurück auf die angemeldete Route und unbehelligt bis zur 
Abschlusskundgebung, wo eine Frau berichtet, daß in Spanien die
tschechische 
Botschaft besetzt wurde und Menschen in der Slovakei ähnliches planen. Als 
die Demo dem Ende entgegen geht, weist noch jemand darauf hin, daß sich in 
der Stadt viele Faschos aufhalten, sich mit den PolizistInnen die Hände 
schütteln und besser niemensch allein nach Hause gehen sollte. Wir gehen 
dann bald zurück zum Schlafplatz, wo es nachts noch einmal leichte Panik 
gibt, weil eine Blendgranate über den Zaun geworfen wird. Sie raucht 
allerdings nur ein wenig und es ist weit und breit niemensch zu sehen. Der 
erwartete Polizei - oder Faschoübergriff bleibt zum Glück aus. Als wir am 
nächsten morgen mit dem Zug nach Hause fahren, sind die tchechischen 
Zeitungen am Bahnhof voll mit Bildern von den Demonstrationen. Hoffentlich 
auch anderswo. Wie in vielen Regionen der Welt hat das System auch in Prag 
gezeigt, daß  es seine Interessen notfalls auch mit brutaler Gewalt durch
zu 
setzen bereit ist. Aber:
DER KAMPF GEHT WEITER !!!





Interview Residenzpflicht
Zurück
        From: The Voice Goettingen   angelo.lucifero@hbv-th.de 


ak - analyse & kritik, Zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 442 / 
28.09.2000

Riskante Reisen

Interview mit Cornelius Yufanyi über die Residenzpflicht und seinen
Prozess 
Cornelius Yufanyi ist Asylbewerber aus Kamerun und aktiv in der 
Flüchtlingsorganisation The Voice Africa Forum und der Karawane für die 
Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen. Obwohl er Hauptorganisator des 
Flüchtlingkongresses in Jena im April dieses Jahres war, verweigerte ihm
die 
Ausländerbehörde des Landkreises Eichsfeld die Erlaubnis, an dem Kongress 
teilzunehmen. Cornelius Yufanyi reiste trotzdem nach Jena. Nun steht er am 
12. Oktober in Worbis bei Göttingen vor Gericht. Er ist angeklagt, gegen
die 
Residenzpflicht verstoßen zu haben und soll eine Strafe von rund 600 Mark 
zahlen. Warum stehst Du am 12. Oktober vor Gericht? Ich habe mehrmals 
gegen die Residenzpflicht verstoßen. Nachdem ich einige Male keine 
Genehmigung für eine Reise erhalten habe, frage ich jetzt nicht mehr um 
Erlaubnis. Ich weigere mich auch, die Bußgelder zu bezahlen. Während des 
Kongresses in Jena habe ich der Tageszeitung Thüringer Allgemeine ein 
Interview über den Kongress und meine Kritik an der deutschen Asylpolitik 
gegeben. Diesen Artikel kopierte ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde 
Eichsfeld und schickte ihn zur Polizei, die mich daraufhin zu einer
Befragung 
einlud. Da ich nicht bereit bin, wegen Verlassens des Landkreises eine
Strafe 
zu zahlen, muss ich jetzt vor das Gericht. Was erwartest Du Dir von dem 
Prozess und Deiner Weigerung, das Bußgeld zu bezahlen? Ich habe mich 
entschieden, keinen Pfennig für meine Bewegungsfreiheit zu zahlen. 
Mittlerweile habe ich auch einen Anwalt gefunden, der den Fall politisch
führen 
will. Wir wollen dem Gericht sagen, dass ich tatsächlich in Jena war, dass
ich 
auch an anderen Orten war und dass ich auch weiterhin in anderen Orten
mich 
aufhalten möchte, ohne nach einer Erlaubnis fragen zu müssen. Wir werden 
sagen, dass es mein Recht ist, mich politisch zu engagieren und dass es
mein 
Recht ist, mich frei bewegen zu können. Ich suche in Deutschland Schutz,
weil 
ich in Kamerun politisch verfolgt werde. Wir werden argumentieren, dass
mich 
die Asylgesetze hier nicht davon abhalten dürfen, mich in Deutschland 
politisch zu engagieren. Zu erwarten habe ich laut meines Anwaltes
entweder 
einen Ausweisungsbescheid oder eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr oder 
eine Geldstrafe von etwa 5000 DM. Vielleicht brauchen wir eine Art Opfer, 
einen exponierten Flüchtling, um das Problem deutlich zu machen und um die 
Residenzpflicht zu bekämpfen. Siehst Du in der Residenzpflicht auch ein
Mittel 
der Behörden, Flüchtlinge, die sich politisch engagieren, einzuschüchtern?
Der 
Fall des Aktivisten Jose Maria Jones, dem wegen der Verletzung der 
Residenzpflicht die Ausweisung droht, machte uns deutlich, dass wir sogar 
von Abschiebung bedroht sein können, und dass die Residenzpflicht 
insbesondere die politisch Aktiven bedroht, die viel reisen, um mit
anderen 
Flüchtlingen Kontakt aufzunehmen. Die Behörden suchen - wie in meinem Fall
- 
nach Möglichkeiten, die Leute, die an der Spitze der Kampagne stehen, zu 
bestrafen, um die anderen Flüchtlinge einzuschüchtern und davon
abzuhalten, 
ebenfalls offensiv mit den Geldstrafen umzugehen. Wird die Residenzpflicht
in 
den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt? Ja, es gibt 
Unterschiede, aber das Gesetz ist überall das gleiche. Das Gesetz wird von 
verschiedenen Personen ausgeführt, die das Gesetz unterschiedlich 
handhaben. Es gibt Bundesländer oder auch einzelne Ausländerbehörden wie 
zum Beispiel die im Wartburgkreis, bei der Flüchtlinge 15 DM zahlen
müssen, 
damit sie überhaupt die Erlaubnis bekommen, den Kreis verlassen zu dürfen. 
In den westlichen Bundesländern, zum Beispiel im Kreis Hannover oder 
Hamburg, ist das Gebiet, in dem sich die Asylsuchenden bewegen können, 
etwas größer. In Thüringen aber gibt es sehr viele, sehr kleine
Landkreise. 
Deshalb ist es im Westen auch schwieriger, für die Residenzpflichtkampagne 
zu mobilisieren, da die Flüchtlinge dort in der Regel ein größeres Gebiet
haben, 
in dem sie sich bewegen können, und es länger dauert, bis sie dieses
Gebiet 
verlassen. Auch hier sind es vor allem die politisch Aktiven, die die 
Landkreisregelung brechen, da sie in andere Teile Deutschlands, zum
Beispiel 
zu bundesweiten Treffen, reisen müssen. Der Kongress in Jena im April 
dieses Jahres war auch der Startschuss für die Kampagne gegen die 
Residenzpflicht. Welche Aktionen wurden bislang durchgeführt? Am 8. Juli
hat 
die Karawane in verschiedenen Städten Bahnhofsaktionen und 
Fahrraddemonstrationen, bei denen Landkreisgrenzen übertreten wurden, 
durchgeführt. Jetzt verstärken wir die Mobilisierung, vor allem für die 
Demonstration in Hannover am 3. Oktober. Am Tag der deutschen 
Wiedervereinigung, werden wir darauf hinweisen, dass in Deutschland 
Menschen leben, die nicht einmal ihren Landkreis verlassen dürfen. Habt
Ihr 
auch Bündnispartner gewonnen und gab es bereits Reaktionen auf die 
Kampagne, irgendwelche positiven Entwicklungen? Die Kampagne läuft etwas 
schleppend. Es gibt immer noch deutsche Gruppen, die zwar sehr engagiert 
sind, die aber die Residenzpflicht für nicht so wichtig erachten. Es
dauert 
sehr lange, sie davon zu überzeugen. Pro Asyl und der Flüchtlingsrat in 
Thüringen unterstützen uns mittlerweile in verschiedener Hinsicht. Der 
Flüchtlingsrat hatte auch angeboten, meine Geldstrafe zu übernehmen, aber 
ich wollte das Geld nicht annehmen. Das das Zahlen der Geldstrafe 
normalisiert das Problem. Ich kann keine 5000 DM zahlen. Ich könnte zwar
zu 
verschiedenen deutschen Unterstützer-Gruppen gehen und das Geld sammeln, 
aber es löst nicht das eigentliche Problem. Ein anderer Flüchtling hat
vielleicht 
nicht die Möglichkeit, an Geld zu kommen, so wie ich als exponierte
Person. 
Sie haben nicht einmal die 20 DM, um das Bußgeld zu bezahlen. Diejenigen,
die 
keinen Kontakt zu einem Flüchtlingsrat haben und nicht politisch engagiert 
sind, werden dann weiterhin unter dieser Regelung leiden. Viele andere 
Asylsuchende warten noch ab oder fürchten sich davor, was ihnen wohl 
passieren wird, wenn sie irgendwo kontrolliert werden und sich dann
weigern, 
ein Strafgeld zu bezahlen. Ein Problem für die Kampagne ist auch, dass
sich 
Asylberechtigte, die bereits ihre Papiere haben, nicht so leicht
mobilisieren 
lassen, da sie von der Residenzpflicht nicht mehr betroffen sind. Wenn wir 
für den Prozess viel Unterstützung von außen erfahren, könnte unser 
Verhalten ein Beispiel sein, dem andere Flüchtlinge folgen würden. Wir
haben 
vor, notfalls durch alle Instanzen zu gehen - auch bis zum Europäischen 
Gerichtshof. Wir wissen, dass es selbst vor dem Bundesverfassungsgericht 
sehr wahrscheinlich eine negative Antwort in dieser Frage geben wird,
deshalb 
bereiten wir uns jetzt schon vor, den Fall bis zum Europäischen
Gerichtshof 
zu bringen. Eng verbunden mit der Residenzpflicht ist das Problem 
rassistischer Kontrollen vor allen an Bahnhöfen, in Zügen, in denen das 
"Schöne-Wochenende-Ticket" gilt, und an Autobahn-Raststätten. Will die 
Kampagne auch gegen diese Kontrollen vorgehen? Um die rassistischen 
Kontrollen zu verhindern müssen wir die entsprechenden Gesetze bekämpfen. 
Es gibt einige rassistische Gesetze in Deutschland und diese müssen wir 
benennen und öffentlich kritisiern - zum Beispiel die Residenzpflicht. Die 
Polizeikontrollen sind direkt damit verbunden, sei es im Bahnhof oder bei
einer 
Polizeirazzia in dem Asylheim, in dem ich zum Beispiel gerade einen Freund 
besuche. Es ist aber wichtig zu betonen, dass die Kontrollen an sich 
rassistisch sind. Die Polizei, die sozusagen das Gesetz repräsentiert,
macht 
ihre normale Arbeit und diese Arbeit ist rassistisch. Das Herauspicken von 
Ausländern an Bahnhöfen und Raststätten ist ein rassistischer Akt. Wir 
kritisieren diese Kontrollen, gleichzeitig wollen wir aber die 
Residenzpflichtkampagne verstärken und betonen, dass wir diese 
rassistischen Gesetze nicht befolgen. Und wenn jeder Flüchtling diese
Gesetze 
bricht, werden sie nutzlos. Leicht ist das nicht. Auch wenn uns Deutsche 
unterstützen wollen, können sie bestraft werden. Wenn du andere 
unterstützt, die das Gesetz brechen wollen, droht auch dir eine Strafe.
Zum 
Beispiel wurden diejenigen, die im Kosovokrieg zur Desertion aufgerufen 
haben, deshalb vor Gericht gestellt. Aber wenn auch die Deutschen
aufstehen 
und die Flüchtlinge darin unterstützen, die rassistischen Gesetze zu
brechen 
und sich auch selbst an der Kampagne beteiligen, kann dies sehr wirksam 
sein, um die rassistischen Gesetze abzuschaffen. Auch wenn ein Deutscher 
beobachtet, wie ein Ausländer am Bahnhof von der Polizei kontrolliert
wird, 
sollte er fragen, warum gerade der Ausländer kontrolliert wird und nicht 
andere Deutsche - das wäre schon einmal eine kleine Hilfe. In was für
einem 
Licht siehst Du die derzeitige Diskussion über rechte Gewalt in
Deutschland? 
Was in den Medien darüber gesprochen wird, könnte man als ein Spiel 
zwischen Katze und Hund beschreiben. Der Hund versucht die Katze zu fangen 
und die Katze den Hund. Aber wir wissen alle, dass der Hund niemals die
Katze 
fangen wird und umgekehrt. Die Ratte, die sowohl vor dem Hund als auch vor 
der Katze Angst hat, wird natürlich nie erwähnt. So fühlen sich die 
Flüchtlinge; sie sehen sich in der Rolle der Ratte. Die Politiker fällen 
Entscheidungen und rufen nach Verboten. Niemand aber hat uns, Flüchtlinge 
und Migranten, nach unserer Meinung gefragt. Das Ziel von The Voice und
der 
Karawane ist es, Rassismus und Rechtsradikalismus zu bekämpfen. Weil ich 
als ein Vertreter von The Voice gegen Rassismus kämpfe, werde ich nun 
angeklagt. Da ist doch etwas faul. Einmal wurde ich von Nazis in Jena 
angegriffen; in meiner Not konnte ich aber nicht die Polizei verständigen,
da 
ich mich ohne Erlaubnis in Jena aufhielt. Statt geschützt zu werden wäre
ich 
nur kontrolliert und bestraft worden. Die Gesetze machen uns Flüchtlinge 
schwach und so sehen uns auch die Deutschen. Diese Gesetze sind der 
Nährboden für die rechte Gewalt. Was erwartest Du von deutschen 
Unterstützergruppen? Leider ist es sehr schwierig, die deutschen 
Organisationen, die Flüchtlinge unterstützen, von unserem Anliegen zu 
überzeugen. Man denke an die Caritas, die Diakonie, an die Kirchen, sie 
könnten eine starke Kraft sein. Auch die Berichterstattung in den Medien
ist 
wichtig. Eine andere Sache ist die finanzielle Unterstützung für den
Solifonds, 
um die Rechtsanwälte zu bezahlen. Natürlich brauchen wir auch politische 
Unterstützung von fortschrittlichen Parteien und Organisationen. Wir 
erhoffen uns große Unterstützung - finanziell, ideell und materiell, v.a.
wenn 
Flüchtlinge in akuter Gefahr sind. Ich kann natürlich nicht diktieren wie
die 
Hilfe aussehen soll. Es gibt vielfältige Möglichkeiten. Zum Beispiel der
Prozess 
in Worbis. Wenn vielleicht 200 Deutsche zum Prozess kommen würden und 
dem Richter deutlich machen, daß sie gegen die Residenzpflicht sind und
mich 
bis zum Europäischen Gerichtshof begleiten, dann würde vielleicht auch die 
deutsche Öffentlichkeit davon erfahren. Die Regierung müsste sich dazu 
verhalten. Wir erwarten von der Regierung wirklich keine großartigen 
Veränderungen, aber das Engagement der Deutschen wird eine sehr wichtige 
Rolle spielen für die Abschaffung der Residenzpflicht.

Interview: Anke Schwarzer  




Spendenaufruf – Kulturkarawane gegen rechts
Zurück
        From: Matthias Köchl   klagenfurt@diegruenen.carinthia.at 


Info: www.offeneskaernten.cjb.net - Plattform Offenes Kärnten

Widerstand in Kärnten/Koroska 

Internationale Widerstandstage vom 26.-28. Oktober 2000 in Klagenfurt 
Kulturkarawane vom 6. bis 28. Oktober 2000 in Kärnten 
  

!!! Dringender Spendenaufruf !!! 

Kärnten ist das Bundesland, das Haider groß gemacht hat, das sich einen 
Kulturberater Mölzer (...) leistet, das Vorbildwirkung haben soll ? was
gestern 
im Versuchslabor Kärnten begonnen wurde, ist heute Programm in Österreich 
und kann morgen europäische Dimensionen annehmen. 

Deshalb ist es uns wichtig, daß gerade in Kärnten die Internationalen 
Widerstandstage stattfinden. Eine zusätzliche Motivation für uns, in
Kärnten 
Widerstand zu demonstrieren, sind die deutschnationalen
10.-Oktober-Feiern. 
Die Internationalen Widerstandstage werden von über 40 verschiedenen 
kulturellen und kuturpolitischen Aktionen begleitet, es nehmen ca. 140!!  
Künstlerinnen und Künstler, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, 
Musikerinnen und Musiker teil. 

das kostet 1,250.000,? öS! 

Mieten für Veranstaltungsräume, Ton- Lichtanlagen, Bühnen, Plakaten, 
Folder, Fahrtspesen, Requisiten, Projektoren, Videos, usw. müssen bezahlt 
werden. Wir arbeiten ausnahmslos alle ehrenamtlich, teilweise bürgen 
MitarbeiterInnen für einzelne Veranstaltungen!  Wir erhalten keinerlei 
Subventionen! 

!! Wir sind auf Spendengelder angewiesen !! 

Konto: Marjeta Einspieler, Plattform Offenes Kärnten/Koroska 
74472011 bei PSK; BLZ 60000; 
website: http://betazine.org/karawane  laufend aktueller Kontostand! 

Sollte die Spendensumme größer werden als die für die Widerstandstage und 
die Kulturkarawane benötigte, wird der Überschuss für weitere Aktivitäten 
der Plattform Offenes Kärnten gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, sowie 
die Verletzung von Menschenrechten  verwendet werden. Wir danken Ihnen 
herzlich! 

Für das Offene Kärnten/Koroska: 
Marjeta Einspieler / Birgit Hebein / Univ. Prof. Klaus Ottomeyer 

Kontakt: Marjeta Einspieler, Karawankenblickstraße 45A, 9020 
Klagenfurt/Celovec, 0463 32 154; marjeta.einspieler@ikuc.at; Birgit
Hebein: 
Hebein@rhiz.org. 

Programm: 

26. / 27. Oktober: WIDERSTANDSKONGRESS / Klagenfurt / Gemeindezentrum 
St. Ruprecht 

Donnerstag, 26. OKT: Eröffnung um 11.00 durch Gösta Maier (IG Autoren, 
Grazer Autorenversammlung): "Der Zustand Kärntens". Danach Workshops 
zum "Zustand Österreichs" (Zwischenbilanz der Entwicklung in Österreich
und 
des österreichischen Widerstandes): Demokratie - Herwig Burian u. a.; 
Frauenpolitik L. Gogulka; Traude Kogoj; Jutta Brandhuber; Melitta Trunk u.
a.; 
Kultur - Karl Jenöac; Angelika Hödl u. a.; Minderheiten - Mirko Messner; 
Cornelia Kogoj; Franjo Schruiff; Michael Petrovitsch; ANAR-Wien; Andreas 
Oechsener; Barbara Hartl u. a.; MigrantInnen - Sophie Nelhiebel; Theresia 
Stoisits; Fode Sylla u. a.; Soziales - Walter Schütz; Mischa Widmaier;
Matthias 
Reichl; Andreas Buzek u. a.; Bildung - Franz Ofner; Reinhart Sellner u.
a.; 
Umwelt - Michael Johann; Eva Glawischnig  u. a. / 20.00:  Der Zustand 
Österreichs. Podiumsdiskussion mit Günther Jacob (Hamburg); Felix
Kreissler 
(Paris); Lisbeth N. Trallori (Wien); Michel Cullin (Paris); Johannes
Voggenhuber 
(Grüne-EU-Parlament) 

 Freitag, 27. OKT: Ab 10.00: Der Charakter der FPÖ / Rechtsruck im EU-
Europa? Referate, Diskussion. Mit: Klaus Ottomeyer (Sozialpsychologisches 
Profil der FPÖ); Manfred Gross (FPÖ und die Arbeiterschaft); Maria 
Rösslhumer (FPÖ und die Frauen); Heribert Schiedel (Rechtsextremismus in 
Europa); Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr (Vergleich von fünf 
rechtsextremen europäischen Parteien); Elisabeth Gautier (Positionen der 
französischen Rechten). H. H. Scharsach (Buchvorstellung "Haiders Schatten 
über Europa" - Grüne Bildungswerkstatt) / Nachts: Filmnacht des 
Widerstandes: "Resistances" / Beide Tage: Internationale antifaschistische 
Buchmesse und Selbstpräsentation von Initiativen, Standln, Installationen. 

28.  Oktober, 14 Uhr, Neuer Platz, Klagenfurt/Celovec: 
Kundgebung/Demonstration Kultur 
Ave-Maria-Discount (Hip-Hop aus Florenz); Thomas DeClaude, Hasret-
Ensemble, Holub und Raab, Sandra Kreisler, Mih-Group, Projekt Theater
Studio 
wien.newyork; Trñaöki partizanski pevski zbor/Coro Partigiano Triestino u.
v. 
a. Statements internationaler Gäste und von VertreterInnen
österreichischer 
Widerstandsgruppen. 

6. bis 28. Oktober. "Kulturkarawane gegen rechts" durch Dörfer und Städte 
Kärntens  KünstlerInnen wollen mit dieser Aktion den "Rassismen, 
Faschismen, Nationalismen, Sexismen" und so auch den
Oktoberfeierlichkeiten 
in Kärnten eine Alternative entgegen setzen.  Die "Kulturkarawane / 
Karavana kulture" will : Das Übel an seinen Wurzeln bekämpfen. Den 
chauvinistischen  Oktoberfeierlichkeiten (Ulrichsbergtreffen am 1.Oktober, 
80-JahrFeier der Volksabstimmung in Südkärnten am  10. Oktober) ein 
deutliches Nein! entgegensetzen.  Zu den Landtagswahlen in der Steiermark 
am 15.Oktober vor den Auswirkungen des FPÖ-Wählens eindringlich warnen. 
Gegen den Einsatz staatlicher Förderungen als Disziplinierungmittel gegen 
missliebige KünstlerInnen protestieren. Der Dissidenz gegen SchwarzBlau
die 
Knie  stärken und die Hände igeln. Rassismen, Faschismen,Nationalismen 
ächten. Der schwarzblauen Regierung den Marsch zum Rücktritt blasen... . 
Vom 7. bis 15. Oktober wird eine mobile Kulturkarawane gegen rechts, 
bestehend aus Traktoren, Lastwagen und Bussen  in Dörfern, die zwischen 
den jeweiligen Spielorten der Abendveranstaltungen liegen Straßentheater, 
Performances, Blasmusik, Ansprachen und Lesungen präsentieren. 
Abends finden Filmabende, Performances, Kabarett und Konzerte statt. Mit 
dabei sind unter anderen Hubsi Kramar, Gösta Maier, Martin Puntigam, El 
Awadalla, Klaus Karlbauer, Dieter Kaufmann, Martina Gasser, Jakob Lediger, 
Gerhaurd Ruiss, Michael Müller, Martin G. Wanko, Winfried Gindl, Janko 
Messner, Bernhard Loibner, Helmut Schaffner, Ostermayer und Edlinger, 
Christof Kurzmann, Michaela Grill, Eva Rossmann, Schorsch Kamerun, Hans 
Platzgummer, Leiner & Linhart, Gerd Dembowski & Marvin Chlada, Vienna 
Orient Project, Franzobel, Eva Dité, Ursula Kubes-Hoffmann, Karl Jenöac, 
Sandra Bra und Sylvia Bra, Projektttheater Vorarlberg, Barbara Albert, 
Leopold Lummerstorfer, Josef Hader, Benedikta Manzano, Elisabeth Harnik, 
Anneliese Schneider, Chris Janach, Maurer & Scheuba, Cynthia Schwertsik, 
Red White, Klaus Filip, Oliver Stotz, Leo Lukas, Grace M., Metamorphosis, 
Lichtenberg und die Mascheks; Video mit Elfriede Jelinek  u. a.
Darüberhinaus 
sind Ausstellungen an der Universität Klagenfurt und in der Brauerei 
Sorgendorf geplant. 


Die Kunst ist eine Bärin und beißt, wen sie will. 

Programm der 
Kulturkarawane gegen rechts durch Kärnten/Koroska und die 
Steiermark/Stajerska 
Culturna caravana proti desnemu ekstremizmu 
6. bis 28. Oktober 2000 
Vom 7. bis 15. mobile Karawane durch die Dörfer zwischen den Kleinstädten 

Freitag, 6.10 

Klagenfurt/Celovec 
Uni Klagenfurt 16 Uhr 
Vernissage: 25Bilder/sec/etc.Videokunst. Videos von Judith Reikerstorfer, 
Zongül Boyraz, Franz Kapfer, Hubert Lobnig, Miki Muhr, Ines Doujak,
maschek., 
Martin Reinhard, u.v.a.m. 

Freitag, 6.10 

Feldkirchen, /Trg 
Freie Akademie 
Hubsi Kramar und PeterPaul Skrepek "Überlebenskünstler. Dr. Helmuth Zilk
im 
Gespräch mit Adolf Hitler" 

Samstag, 7.10. 
Klagenfurt/Celovec 
ab 15 Uhr: 
Openair Soundpolitisierung: Streetparty und Umzug mit den DJ's und DJanes 
von "Volkstanz" 
Café Geist ab 22 Uhr: Diashow&Lesung mit & über Graffitis von Thomas 
Northoff 

Sonntag, 8.10. 
Villach/Beljak 
Jugendzentrum Hallo 19 Uhr 
"Still ist das Land!" Remix eines Stückes über den Untergang der arischen 
Rasse in Kärnten. 
Videomix: Klaus Karlbauer. Soundmix: Dieter Kaufmann. 
anschließend Metamorphosis (verseuchte Kammermusik in 
Großstadtgeschwindigkeit) 

Sonntag, 8.10. 
Klagenfurt/Celovec 
Bierjockl/Pri Jocklnu 19 Uhr 
Gösta Maier liest 
Martin Puntigam (Kabarett) 
El Awadalla " a suschi mid an lewakaas oder wie werde ich heimatdichterin" 
anschließend DJ Christof Kurzmann 
  

Montag 9.10. 
Rosenbach/Podrozica 
Lessach/Lese 22 
Gasthaus Gabriel  19 Uhr 
Grace M. Latigo und El Awadalla: "Schimpf und Schande, guten
Tag."(Kabarett) 
Karl Doblhammer: innviertler und albanische Songs und Sounds 

Dienstag, 10.10 
EVAKUIERUNG. Eine Aktion des UNIKUM (Tel.0463-262621) 

Dienstag, 10.10 
Maria Saal/Gospa Sveta 
Blasehof 
Arndorf 6 
Abartig. Chansons von Grace Marta Latigo 
Karl Doblhammer: öberösterreichische und albanische Songs und Sounds 

Mittwoch 11.10 
Völkermarkt/Velikovec 
Jazzcafé Sanuk 
"Lautsägen" Martina Gasser &Jakob Lediger. Gedichte&singende Säge 
nicki swing und die schwachstellen des weltalls (ein viertelabend voller 
rohstoffe. musik und worte aus der dimension neben dir) 
Gerhard Ruiss: Lieder 
Michael Müller liest Francois Villon 

Donnerstag 12.10. 
Sittersdorf/ Zitara vas 19 Uhr 
KUMST 
bernhard loibner (experimentelle Musik) 
Lichtenberg: (elektronische Musik) 
maschek. unser schönes kärnten. (www.maschek.org) 
Helmut Schäfer (elektronische Musik) 
Lesung des Ersten Wiener Lesetheaters 
In Zusammenarbeit mit SPD Trta 

Donnerstag 12.10. 
Klagenfurt/Celovec 
Musilhaus 
  Lesung von Winfried Gindl 

Donnerstag 12.10./Fr.13.10./Sa 14.10./Mo 16.10./Di 17.10. 
Graz/Gradec 
Palais Atems 
Who killed Arnie? Von Martin G.Wanko. Tat-theater/Hubsi Kramar 

Freitag 13.10. 
Bleiburg/Pliberk 
Kulturni Dom 19 Uhr 
Diskussion mit Ljubomir Bratic (Die Bunten, Wien) "Alte und neue 
Minderheiten, alte und neue Grenzen" 
Martin Siewert Project (Oktett spielt Revolutionslieder) 
Ostermayer und Edlinger (Entertainment) 
maschek. unser schönes kärnten. (www.maschek.org) 
mihgroup (jazz-funk-soul) 
Veranstaltet in Zusammenarbeit mit den örtlichen slowenischen 
Kulturvereinen 

Freitag 13.10. 
Graz/Gradec 
(Steirischer Herbst) 
Boiled frogs. Musikprotokoll.(Christof Kurzmann&Michaela Grill) 

Samstag 14.10. 
Graz/Gradec 
Openair Soundpolitisierung: Streetparty und Umzug mit den DJ's und DJanes 
von "Volkstanz" 

Samstag 14.10. 
Graz/Gradec 
Medienturm 20 Uhr 
Eva Rossmann liest aus "Ausgejodelt!" 
Schorsch Kamerun aka sylvester boy (Performance) 
Hans Platzgummer 

Sonntag 15.10. 
Graz /Gradec 
ESC  18 Uhr 
Leo Lukas 
Kabarett von Lainer &Linhart 
monochrom präsentieren: Gerd Dembowski & Marvin Chlada (Lesung & 
Perfomance) 
Vienna Orient Project 
Franzobel liest. 

Sonntag 15.10. 
Graz /Gradec 
Palais Atems 
Hubsi Kramar und Peter Paul Skrepek "Überlebenskünstler. Dr. Helmuth Zilk 
im Gespräch mit Adolf Hitler" 

Montag 16.10. 
Bad Eisenkappel/Zelezna Kapla 
Pri  Persmanu/ Persmanhof 19 Uhr 
Obiora C-ik Ofoedu liest Gedichte und aus dem Roman "Morgengrauen" 

Dienstag17.10. 
Nötsch im Gailtal 
Café Ozonloch 
Hosea Ratschiller & Lukas Tagwerker (Kabarett) 
Clean (Independent Pop-Rock) 

Mittwoch 18.10. 
Klagenfurt Universität 19 Uhr 
Diskussion mit Boris Buden, Helga Mracnikar, Hito Steyerl, u.a. 

Freitag, 20.10. 
St.Johann im Rosental / Sentjanz v Rozu 
KUK-Zentrum 
Der Herr Karl. Von Qualtinger. Gespielt von Alois Frank. 

Samstag 21.10. 
Villach/Beljak 
Gasthaus Annenhof 20 Uhr 
Punch von Nobel. Von Kurt Schwitters. Eine Produktion des amfiMIXIS 
aktörverein. Mit Sandra Bra und Sylvia Bra. 

Samstag 21.10. 
Sorgendorf bei Bleiburg / Stih pri Pliberku 
Brauerei ab 14 Uhr 
Solifest für Radio agora 
Ausstellung : Werke von Franz Brandl und XXX Kristof 
EvaDité&Ursula Kubes-Hoffmann: Satiren&Polemiken 
Funkstille (electronic grunge) 
Digitalisierung des Volksbewußtseins. Perfomance von Karl Jensac 

Sonntag 22.10. 
Villach/Beljak
Jugendzentrum Hallo 20 Uhr 
Fräulein Braun. Ein Stück für eine Kömödiantin und einen deutschen 
Schäferhund. Von Ulrich Hub. Eine Produktion des Projekttheater
Vorarlberg: 

Montag 23.10. 
Villach/Beljak 
Jugendzentrum Hallo 19 Uhr 
Nordrand. Spielfilm. Österreich 1999.In Anwesenheit der Regisseurin
Barbara 
Albert 

Dienstag 24.10. 
Berg im Drautal. 
Kultursaal im Mehrzweckgebäude 
PREVIEW: Gelbe Kirschen. Der neue Film von Leopold Lummerstorfer. Mit 
Sandra Bra, Martin Puntigam und Josef Hader. 
in Zusammenarbeit mit Kulturverein KuLand. 

Mittwoch 25.10. 
Klagenfurt/Celovec 
ORT NOCH UNKLAR ab 19 Uhr 
SchauderBar 
Frauen- und Lesbenfest 
mit  Benedikta Manzano (Chansons) 
Wibschen-Treff (Elisabeth Harnik, Klavier&Stimme, Anneliese Schneider, 
Klavier,Cello&Stimme) 
Frauen der MigrantInnenorganisation MAIZ aus Linz 
Lesung von Chris Janach 
DJanes von Voz Latina/radio agora 

Mittwoch 25.10. 
Bleiburg/Pliberk 
Kulturni Dom 
Maurer und Scheuba. 
"Zwei echte Österreicher" 
In Zusammenarbeit mit MePZ Podjuna, MoPZ Kralj Matjaz, Edinost, KPD drava, 
VOX 

Donnerstag26.10. 
Klagenfurt/Celovec 
Widerstandskongress 

Freitag 27.10. 
Klagenfurt/Celovec 
Widerstandskongress 
mit Kultureinlage vom Ersten Wiener Gemüseorchester 

Freitag 27.10. 
Klagenfurt/Celovec 
Volkshaus/Ljudski Dom ab 21 Uhr 
Filmnacht Resistances 

Samstag 28.10. 
Klagenfurt/Celovec 
ab 11 Uhr Neuer Platz 
Ave Maria Discount (Hip-Hop aus Florenz) 
Sandra Kreisler (Chansons) 
digital bled (Trip Hop aus der Sahara) 
Thomas Declaude (Chansons) 
Hasret-ensemble (Lieder von Franz Schubert und Hadji Aarif Bej) 
Projekttheater wiennewyork 
Holub&Raab(Kabarett) 
Triester Partisanenchor 
mihgroup(jazz-funk-soul) 
uvam.

Info: www.offeneskaernten.cjb.net - Plattform Offenes Kärnten




Hilferuf für die kurdische Journalistin Meral Akyol
Zurück
        From: Hans Branscheidt  branscheidt@medico.de 


DRINGENDER HILFSAUSFRUF FÜR DIE VON FOLTER & TOD BEDROHTE KURDISCHE
JOURNALISTIN MERAL AKYOL


Nur wenn auf der Stelle alles in unseren Kräften stehende unternommen wird,
kann die Journalistin Meral Akyol vor Gefahr an Leib und Leben noch
geschützt werden.

Frau Akyol befindet sich seit Anfang Juni in Abschiebehaft in Aichach, 
nachdem die Passauer Ausländerbehörde zurvor Sicherheitshaft angeordnet 
hatte. Die Festnahme wurde damit begründet, Akyol habe keine 
Erkennungsdokumente und auch versäumt, auf einen Abschiebebeschluß mit 
Widerspruch zu reagieren. Akyol hatte in Deutschland politisches Asyl 
beantragt. Den behaupteten Abschiebebeschluß jedoch nie erhalten. 
Schließlich wurde sie festgenommen, als sie korrekt ihre
Aufenthaltserlaubnis 
in Passau verlängern wollte.

Im Falle der bevorstehenden Abschiebung in die Türkei droht ihr akute
Lebensgefahr.

Meral Akyol war lange Zeit als freie Mitarbeiterin für die Tageszeitung
Oezgür 
politica tätig. Sie hatte Interviews produziert und dabei auch Gespräche
mit 
deutschen Politikern geführt. Ihr Bruder Hüseyn Akyol wurde am 23. August 
abgeschoben und eine Zeit lang vermißt. Nach einem intensiven Verhör,
Folter 
und Drohungen seitens der türkischen Behörden, wurde er freigelassen.

Meral Akyol hat in der Abschiebehaft Aichach mit einem Hungerstreik 
begonnen. Frau Akyol, die den Streik nach 22. Tagen aufgab, befindet sich 
gesundheitlich in einem äußerst schlechten Zustand. Erst nach längerem 
Kampf konnte sie von ihrer Mutter besucht werden. Die Abschiebebehörde 
Passau hat die Haft nun bis zum 1. Dezember verlängern lassen und 
beabsichtigt, sie während des kurzen verbleibenden Zeitraumes an die 
Folterer in der Türkei zu übergeben.

NUR MIT NATIOBNALEN UND INTERNATIONALEN PROTESTEN, APPELLEN UND 
AKTIONEN KANN DIE HOCHGEFÄHRDETE KURDISCHE JOURNALISTIN NOCH 
GERETTET WERDEN:

Für Auskünfte, Aktionen, Appelle und notwendige Adressen wenden Sie sich 
bitte an: Oezgür politica, Herrn Cemal Ucar, Tel. 0049 - 6102 - 2073 oder
email: CEMALUCAR@ROJONLINE: COM:


Mit herzlichem Dank von meiner Seite

Hans Branscheidt





Bespitzelungen
Zurück
        From: Alexandra Bader  alexandra@ceiberweiber.at 


um über den "spitzelskandal" zu diskutieren, sind ein paar infos darüber, 
welche arten von bespitzelungen es gibt und welche rückschlüsse sie auf
die 
auftraggeber und ihre möglichkeiten zulassen, ganz hilfreich. wenn die 
vorwürfe, die der ex-polizist und ex-fpöler kleindienst gegen die
freiheitlichen 
erhebt, den tatsachen entsprechen, dann wurden also leute im
polizeiapparat 
für infos über fpöe-gegner bezahlt (deshalb als wenn....dann formuliert,
weil 
das ja erst ein gericht und / oder ein untersuchungsausschuss klären kann).

eigentlich ist das keine so sonderlich neue vermutung, denn infos landeten 
schon des öfteren bei der fpöe - wobei damals angenommen wurde, dass es 
undichte stellen im polizeiapparat gäbe. ein beispiel dazu: caspar einems 
angeblicher drogenakt, wo bewusst auch ein verwirrspiel damit betrieben 
wurde, dass stapo-akten in wien nicht nur im innenministerium aufbewahrt 
werden, sondern auch an anderen polizeidienststellen. bis einem
rausgefunden 
hat, wie das wirklich anno 95 gegen ihn gespielt wurde, sind eineinhalb
jahre 
vergangen - und sein ruf wurde nach dem motto: "wo viel viel rauch 
suggeriert wird, da muss doch auch feuer sein" beschädigt (nach
ebergassing 
bezeichnete ihn die fpoe als "kumpan des linken terrors" wegen einer
spende 
ans tatblatt, und zog dazu alles an den haaren herbei, was sie zu fassen 
bekam).

die jetzt bekanntgewordene steigerung mit "bezahlt" und kleindiensts 
schilderung der (mutmasslichen) abläufe kann nur die spitze des eisberges 
sein - oder es zeigt, dass die freiheitlichen keinen zugang zu
informationen 
aus dem näheren umfeld ihnen unliebsamer personen haben (wohlgemerkt, es 
kann sein, dass das durchaus der fall ist, wir davon aber noch nichts
wissen). 
ein beispiel dazu: wenn sie die autonummern & wohnsitze von andré heller 
kennen, so ist diese info relativ bedeutungslos im vergleich zur
möglichkeit, in 
hellers freundes- und bekanntenkreis präsent zu sein und daher nicht nur 
feststellen zu können, wo er hinfährt, sondern auch, was er dort mit wem 
redet. wie gesagt, derzeit deutet die "spitzelaffäre" darauf hin, dass
zwar 
material zum zwecke der desavouierung gesammelt wurde, diese infos aber 
nicht sonderlich sensationell sind. wenn nun peter westenthaler (format
vom 
2.10.) alle vorwürfe von sich weist und ein "gerichtliches nachspiel" 
ankündigt, so hat eine aussage schon was für sich: "nennen sie mir
irgendein 
beispiel, wo die fpö in den vergangenen jahren mit irgendwelchen
persönlichen 
daten von prominenten an die öffentlichkeit getreten gegangen ist." es 
stimmt, dass dies nicht geschehen ist - wobei allerdings mit der
geschilderten 
methode wirklich brisante infos wohl kaum zu bekommen sind. sprich: es
kann 
sein, dass u-ausschuss und gerichte feststellen, es hat diese
bespitzelungen 
gegeben, aber sie hatten eben wenig wirklich interessante ergebnisse. wenn 
dies im auftrag der fpö geschehen sein soll, dann würde der misserfolg
wenig 
an der absicht ändern.

kleindienst bringt in seinem buch (s. 104/5) übrigens ein beispiel, wo 
erfolgreich was ausgekundschaftet wurde: nach zeugnis eines stapo-mannes 
bekamen die grünen von der fpö ein originalprotokoll zur verwendung gegen 
den liberalen politiker b., der nach dessen veröffentlichung von seiner 
kandidatur zurückgetreten ist (b. = bachmayr, wiener gemeinderatswahl 96, 
mir schon länger als gerücht bekannt). dabei ging es darum, dass b. bei
den 
"weissensee-gesprächen" der fpö als meinungsforscher mal eingeladen war 
und was er dort gesagt hat - etwas, das sich wunderbar medial spielen und 
aufbauschen liess, zumal laut stapozisten im kleindienst-buch auch 
journalisten bei der besprechung mit den grünen dabeiwaren.

effektive spitzelei sieht aber bspw. so aus: a. ist in einer partei
jemand, dem 
immer wieder sachen zugespielt werden, der aber den eindruck macht, unter 
druck zu stehen. auf leisestes infragestellen der seriosität seiner
quellen 
oder seiner rolle reagiert er mit einschüchterungsversuchen gegenüber
jenen, 
die ihm sein agieren nicht so ohne weiteres abnehmen wollen. dabei lassen 
sich, da die meisten menschen sehr autoritätsgläubig und konfliktscheu
sind, 
leicht wasserträgerInnen gewinnen, die dann auf die kritikerInnen
losgehen. 
unter den wenigen kritischen menschen, die auch in keine verhaberte clique 
aus medien, politik, wirtschaft & co. eingebunden sind, gibt es eine frau
b und 
einen mann c. da b sehr jung und weiblich ist, steht ihr eine kritische
haltung 
noch weniger zu als jedem mann, weil frauen ja netter aufputz sein sollen
und 
nicht mehr als das. sie will aber gerade wegen der
einschüchterungsversuche 
- a fordert sie auch mehrfach vor anderen auf, doch endlich die partei zu 
verlassen - erst recht wissen, was da gespielt wird und was offensichtlich 
"nicht stimmt" mit der rolle von a. nun wird eine frau, die in der partei 
angestellt ist, vorgeschickt, um mit b in kontakt zu kommen, um 
herauszufinden, was sie denkt, und wo ihre schwachstellen liegen.

ihre schwachstelle ist sympathie für c, der wiederum auch des öfteren als
- 
zwar eher moderater - kritiker unangenehm auffällt. c. zeigt seine 
sympathien für b relativ deutlich. nun wird c eingeredet, b wolle ihn ja
nur um 
den finger wickeln, sie nutze ihn aus, sie verbreite kompromittierende 
bemerkungen über ihn. um sicherzugehen, dass diese aktionen b. treffen 
werden, wird b wiederum von einer frau ausgehorcht, wie sie denn zu c
stehe. 
schliesslich wird c erzählt, dass b. gar prahle, sie habe ein verhältnis
mit ihm, 
sodass ihr jede politische karriere offenstehe. c. will mit b. gar nicht
mehr 
reden, trifft sie aber zufällig. sie weist alles von sich und benennt
unter 
anderem eine frau d. als drahtzieherin - weil diese frau genau das
vorhabe, 
was b. unterstellt werde. c. fordert zuerst beweise, weicht b. aber dann
aus. 
b. schreibt c. verzweifelt briefe, weil sie ihn in den zeiten vor handys
nicht so 
ohne weiteres erreichen kann, in denen sie beteuert, dass alles erlogen
sei 
und dass es zum schutze der enthüller-rolle von a. geschehen sei. der in 
wahrheit nicht aufdecke, sondern von jemandem instrumentalisiert sei.

d. kümmert sich fortan um c., wirkt aber auf das umfeld nicht wirklich an
ihm 
interessiert. b. ist sauer, weil c. auf so eine offensichtliche intrige 
reingefallen ist, findet aber nach einigen monaten wieder zugang zu ihm.
nun 
wird immer wieder abgecheckt durch vorgeschickte leute: einerseits, wie 
steht b zu c, wie gut "kennt" sie ihn; andererseits, was weiss b über die
rolle 
von a .... und so weiter... dieses beispiel zeigt, wie bespitzelungen
verwoben 
sein können in desinformationen und wie menschen durch gezielte strategien 
dazu gebracht werden können, einander auszuweichen, über andere etwas 
schlechtes anzunehmen etc. dabei ist es nicht notwendig, in
polizeicomputer 
zu schauen, sondern, wer weiss, wie sowas geht, kann eine kette von 
instrumentalisierten personen aufbauen, die keine ahnung haben, für was
sie 
sich da einspannen lassen. sie merken es auch dann nicht, wenn sie 
vorgeschickt werden, um bestimmte andeutungen anzubringen, deren sinn sie 
nicht verstehen können. eine solche inszenierung erfordert psychologische 
kenntnisse, die man wohl kaum bei der polizei oder auch in der 
psychotherapeutischen ausbildung erwerben kann ... .

alexandra bader




FPÖ-Druck auf ORF
Zurück
        From:  regierungswatch@gruene.at 


fpö-wien: orf-sendung "report" betreibt "mieses spiel" 

Landesparteisekretär will Eingriffe des ORF-Generalintendanten noch 
vor Ausstrahlung der Sendung

Ein Bericht des ORF-Magazins "report" hat bereits vor der Ausstrahlung den 
Ärger der Wiener FPÖ erweckt. Im Zuge der Recherchen, so 
Landesparteisekretär Kreißl in einer Presseaussendung vom 1. Oktober 
2000, habe das sich "report"-Team "bei den Interviews und Befragungen doch 
sehr wenig für aktuelle politische Ereignisse interessiert, sondern 
hauptschächlich die derzeit laufende Schmuddeljournalismus-Kampagne gegen 
Wiens FPÖ-Chef Hilmar Kabas thematisiert". 

Vorwurf: report-Team bestellte Tortenattentäter 
Der Ärger des Landesparteisekretärs über den ORF, der patout nicht das 
berichten will, was die FPÖ-Wien wünscht, gipfelt in zynisch umschriebenen 
Vorwürfen an die SendungsmacherInnen: es wäre etwa "jedwede Verbindung 
zwischen dem Report-Team  und dem Torten-Attentäter schärfstens 
zurückzuweisen (...), wartete dieser doch offensichtlich schon über
mehrere 
Monate täglich mit einer neuen Torte bewaffnet darauf, daß der "Report" 
Hilmar Kabas am Viktor-Adler-Markt zum Interview bittet." Zur  Erinnerung: 
Im Frühsommer 2000 war Kabas im Verlauf eines Interviews vor laufender  
Kamera von unbekannten TäterInnen eine Torte ins Gesicht gedrückt worden.




Folter in Gefängnissen in Prag
Zurück
        From:   smash.sbg@gmx.net 


Über 850 leute sind im zuge der proteste gegen die Tagung von IWF und  
Weltbank in Prag am 26f. September festgenommen worden, etwas weniger 
als  die Hälfte davon besitzen nicht die tschechische Staatsbürgerschaft.
Die  
legal observers/ die Rechtshilfe in Prag spricht mittlerweile von
"evidence  of 
torture" in den Gefängnissen. Informationen über die Lage der Verhaftungen 
findet ihr auf folgenden  Adressen: deutsch http://www.no-racism.net/s26 
english http://prague.indymedia.org  Im folgenden ein Bericht über eine 
Aktivistin aus Wien, die in Polizeigewalt  schwer mißhandelt wurde
(spenden 
dringend erbeten, siehe unten) sowie eine  Presseaussendung von INPEG zu 
der Gewalt in den Gefängnissen. Es wurden  hiebei nur gesicherte 
Informationen und keine Gerüchte verwendet!  aus www.no-racism.net/26  
aktivistin aus wien wurde in prag schwer mißhandelt!  Eine aktivistin aus
wien 
wurde in prag schwer verletzt. Sie wurde am 26.9.  in der nähe des
kongress 
zentrums verhaftet. Sie war dabei die sambagruppe/sektor rosa zu filmen 
und wurde dabei von "anti"-riotpolicemen  (sondereinsatzgruppe der
polizei) 
geprügelt und verhaftet. Sie versuchte den  bullen zu erklären, dass sie 
alleine sei und es kein problem gäbe. Mit einem  polizeiauto wurde sie zum 
gefängnis gebracht und mit anderen frauen in eine  zelle gesperrt. C.
wurde 
von der polizei verprügelt bis sie nur noch  violette punkte sah und die 
nächsten 12 stunden bewustlos war. Sie erlitt  eine schwere 
gehirnerschütterung. Bis zum 28.9. wurde den verhafteten frauen  weder 
wasser noch essen gegeben. Die ärztliche versorgung, ein telefonat  
(gesetzlicher anspruch auf tel. gibt es in tschechien) sowie die
bekanntgabe  
der dienstnummern wurden verweigert. Nach ca. 30 stunden wurde den 
frauen gesagt, dass sie für 500 kronen  freigelassen werden. obwohl dieses 
vorgehen der polizei nicht legal   ist,  beschlossen die frauen den betrag
zu 
bezahlen. Freigelassen wurden sie  jedoch nicht. Frauen die sich gegen
diese 
behandlung zur wehr setzten wurden  mit handschellen an die bänke oder die 
wände der zelle gefesselt. Die  polizisten bedrohten die frauen mit 
pfefferspray und sexualisierter gewalt.  C. versuchte einem der bullen die 
dienstnummer runterzureissen und  zerschnitt sich dabei zwei finger bis
zum 
knochen. Mit dem blut schrieben die frauen die dienstummern der
polizisten, 
die sie  erkennen konnten, an die wände. Erst daraufhin wurde C. ins 
polizeispital gebracht.  C. wurde später von der polizei verhört und
sprang 
dabei aus angst durchs  das fenster im zweiten stock. Dabei brach sie sich 
ein bein und die hüfte.  im spital erhielt sie keine schmerzmittel. Wenn
sie zu 
lange schrie, wurde  an ihrem gebrochenen bein gerüttelt. Vom 
innenministerium wurde eine nachrichtensperre über c. verhängt. Bei  einer 
behandlung gelang es c. einem arzt das handy zu klauen und damit die 
notfallnummer zu verständigen. Dadurch und durch den anruf einer  
beherzten unbekannten frau wurde es möglich zu erfahren wo sich c. 
befindet. Trotzdem wurden weitere 12 stunden und die mithilfe der 
örtlichen 
rechtshilfe, deren anwalt und dem generalkonsul von österreich benötigt um 
sie besuchen zu können. C. wird noch immer festgehalten und darf nur 
ausreisen wenn sie ein gelöbnis  unterschreibt, zur verhandlung in prag zu 
erscheinen. Im augenblick wird ihr widerstand gegen die staatsgewalt 
vorgeworfen. Jetzt  soll c. so schnell wie möglich aus tschechien 
rausgebracht werden. dafür sind ca. 20.000 öS nötig. Macht solifeste und 
lasst euch sonst was  einfallen 

- spenden können auf das konto der rechtshilfe eingezahlt werden. 
(verwendungszweck angeben), BLZ:14000, KtNr.: 018 100 874 35, Kontakt: 
gotos26@gmx.net

press release von INPEG (tschechische dachorganisation der proteste gegen  
iwf/weltbank:  Shocking Human Rights Abuses Faced by Protestors in Jail 
Police Brutality  Widespread, most severe for Czechs & Israelis. PRAGUE -
In 
addition to mass denial of the legal rigths,  individuals have faced
extreme 
brutality in Czech jails. Paul Rosenthal from Seattle/Washington who was 
released this morning from the Olanska  jail in Prague after forty hours 
states, "What is happening inside the Czech jails is more than
frightening. 
People have no rights, they  are being beaten severely, they are
disappearing. 
Women are being forced to strip in front of male guards and performe 
exercises. People  with serious medical problems have been denied help."
The 
following are accounts confirmed by people that have been released from
jail:

- Women have been strip searched by male officers and have been  forced to 
perform physical exercises for their enjoyment. - Many individuals are
being 
denied water, food and sleep; some are able to get food only if they pay 
guards, women and fascists are more likely to get water.
- Many people released have reported that before reaching police  stations 
officers took individuals to isolated areas and beat them severly.
- Two Norwegians that went to a police station on Prisparni  Street near 
Vlatavska to report s stolen mobile phone witnessed behind  briefly opened 
doors that a number of people where handcuffed to the wall  and being 
beaten severly. This is also being confirmed by many reports from released 
persons that in the processing rooms, groups 40 to  60 people were asked
to 
spread eagle while they are beaten, heads were knocked back, legs were 
kicked in, and numbers of men had their  groins twisted or punched. 
Additionally people handcuffed were tossed down stairs.
- There is one report that 22 people were crammed into a four  square
meter 
cell.
- Thirty people were detained at the Olsanska jail in and outdoor 
courtyard 
overnight with no blankets or food. They were later moved to           
Balkova 
near Pilsen.
- Two Germans that were detained in Lupacova, Praha 3 on  Wednesday for 
approximately eight hours were held with an Israeli, an  American, a
German, 
and an Italian. The Israeli had been beaten severely,  had difficulty with 
walking, a black eye, and likely a broken rib. He has  been denied medical 
attention.
- People with diabetes were not fed, people that needed  medication were
not 
given it, the British embassy had to intervene to get           
medication into 
the jail.
- A Norwegian woman held in jail with 30 other women witnessed a  German 
woman with a badly injured leg where medics were denied.
- Right to legal representation and advice, right to interpreters, right
to food 
and water, right to basic medical attention, and  the right to a phone
call 
have all been ignored on a widespread scale.
- Czechs and Israelis are being beaten more drastically and are  being 
detained longer.
- Many internationals are being moved from local stations to  Balkova near 
Pilsen which has one of the worst human rights records in the  Czech 
Republic.

Infos unter: http://www.prague.indymedia.org email:  INPEG@onebox.com 
Demoberichte unter http://www.no-racism.net/s26; email:gotos26@gmx.net  
Personenkomitee MAYDAY 2000 GRAZ - KEINE KOALITION MIT DEM RASSISMUS 
e-mail: mayday2000graz@hotmail.com homepage: www.blubb.at/mayday 
Post: PF 103, 8046 GRAZ Support: Sparbuch: 32226185, BLZ: 38000, 
Bezeichnung: MayDay2000 Graz




Grazer Polizeimethoden
Zurück
        From: Hans Haubenwallner  grazsos@hotmail.com 


Grazer Polizeimethoden:

Offenes Lügen? "Sonst stünde ich nicht da, wo ich heute stehe."

Staatspolizist gibt Falschaussagen vor dem UVS zu

Am 28.9. fanden vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) Steiermark 
mehrere Verhandlungen aufgrund von Berufungen statt, die eine Aktivistin 
von Mayday 2000 Graz gegen Verwaltungsstrafen eingebracht hatte. Dabei 
ging  es um Anzeigen in Zusammenhang mit politischen Aktionen und 
Kundgebungen,  z.B. um Sprechchöre bei einer Wahlveranstaltung der FPÖ 
oder um eine Sponatandemo gegen Schwarzblau. (Anm. für WienerInnen: 
Jedes Abweichen von einer angemeldeten Demoroute hat in Graz rechtliche 
Konsequenzen.)

Zwei von drei Anzeigen hatte der Staatspolizist R.K. (Abteilung I, Stapo) 
geschrieben, der sich selbst als "Linksextremismus-Sachbearbeiter in Graz" 
bezeichnet. Seine Aussagen vor dem UVS strotzten von Erinnerungslücken, 
Vorurteilen ("Rädelsführerin bei Demonstrationen") und Widersprüchen.

Während einer Verhandlungspause legte er dann BesucherInnen gegenüber  
seine Karten auf den Tisch: Als ihn ein Besucher ansprach: "Wie ist denn
das, 
wenn man so offen lügt?",antwortete R.K. in Gegenwart anderer Personen: 
"Wenn man es so macht, da? es wie Unwissenheit aussieht, kann man es sich 
leisten. Sonst stünde ich nicht da, wo ich heute stehe. "Wenige Minuten 
später ging er wieder in den Verhandlungssaal und sagte weiter aus.

Dieser Beamte ist nicht nur für die erwähnten beiden Anzeigen 
verantwortlich, sondern entweder als "Zeuge" oder als "Meldungsleger" für 
mehrere Verwaltungsstrafverfahren gegen Linke bzw. Leute, die gegen die  
FPÖ in Graz aktiv sind. Auch am Bericht bezüglich der regierungskritischen 
TouristInneninformation von Mayday 2000, die gerade beim 
Straflandesgericht liegt, war er mitbeteiligt.

Es reicht! Wie weit kann die Grazer Staatspolizei eigentlich noch gehen,
bis 
sich in Graz endlich hörbarer Protest regt?! Eine Staatspolizei, die mit 
solchen Methoden arbeitet und einem das auch noch offen ins Gesicht sagt - 
überzeugt, da? die Betroffenen sich ohnehin nicht wehren können -, ist zu 
vielem fähig oder zu noch mehr. Heute trifft es die linke
parteiungebundene 
regierungskritische Szene, und morgen? Wer immer das, besonders in Graz 
liest - rührt Euch endlich!

Widerstand!

PS: Dieses Mail wird von den ErstellerInnen verantwortet, die InhaberInnen
von 
Mailadresse, die das bitte freundlichst weiterleiten mögen, tragen für den 
Inhalt keine Verantwortung.




Erinnerung – Koordinationssitzung
Zurück
        From: Walter  rosaflieder@hotmail.com 


Liebe Widerständische!

Wir möchten Euch noch einmal an die Koordinationssitzung erinnern, zu der 
Rosa Flieder einlädt. Der Aktionstag 11. Oktober steht an, ebenso die 
weiteren Herbstaktivitäten und die Räumungsdrohung gegen die "Botschaft 
besorgter BürgerInnen".

Dienstag, 3.10., 18 Uhr
Treffpunkt Amerlinghaus, 1. Stock (1070, Stiftgasse 8)

Solidarische Grü?e,
Walter




"Für die Abschaffung der Residenzpflicht für Flüchtlinge in
Zurück
Deutschland"
        From: Osaren Igbinoba  The_Voice_Jena@gmx.de 


Pressemitteilung zur Protestkundgebung in Hannover "für die Abschaffung 
der Residenzpflicht für Flüchtlinge in Deutschland"

Protestkundgebung gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und das 
Residenzpflichtgesetz für Flüchtlinge am 03.10.2000 in Hannover, 13.00 Uhr

Es ist die Verpflichtung aller Flüchtlinge, die Hauptforderung des 
Flüchtlingskongreß "gemeinsam gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung" 
im April 2000 in Jena nach Bewegungsfreiheit und die Abschaffung der 
Residenzpflicht zu unterstützen. Wir, die Flüchtlinge der Karawane und 
antirassistische Gruppen, rufen auf zur Teilnahme an der bundesweiten 
Protestkundgebung am 03.10.2000 in Hannover. Sie findet absichtlich 
während der Feierlichkeiten zum 10. Jahrestag der deutschen 
Wiedervereinigung, die den Bürgern der DDR Bewegungsfreiheit im gesamten 
Bundesgebiet gebracht hat, statt. Wir nutzen diese Möglichkeit, um gegen
das 
Residenzpflichtgesetz sowie das Zusammenrücken der deutschen Nation 
gegen Flüchtlinge, den rassistischen Konsens, auf der EXPO 2000 zu 
protestieren.

Das Residenzpflichtgesetz (§56 Asylverf.G, erlassen im Feb. 1982), welches 
es nur in Deutschland gibt, widerspricht den europäischen und UN-
Menschenrechtskonventionen, die Bewegungsfreiheit für alle Menschen ohne 
Diskriminierung aufgrund der Herkunft fordern. Weiterhin bricht es die 
deutsche Verfassung, welche gleiche Rechte und Schutz für alle sich in 
Deutschland Aufhaltenden gewähren sollte.

Das diesjährige Motto der christlichen "interkulturellen Woche" lautet
"Die 
Würde des Menschen ist unantastbar." Ist das Residenzpflichtgesetz nur
eine 
Angelegenheit christlicher Gruppen oder aller?

Wir protestieren gegen diese Beschränkungen gegenüber Flüchtlingen und die 
Verfolgung von Cornelius Yufanyi und Jose Marie durch die Thüringer 
Ausländerbehörden aufgrund ihrer Entscheidung, ihr Recht auf 
Bewegungsfreiheit in Anspruch zu nehmen.

Wir demonstrieren gegen den staatlichen Rassismus der Bundesrepublik 
Deutschland, Für die Abschaffung der Residenzpflicht, gegen die Verfolgung 
von Flüchtlingen, für das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle Menschen, 
gegen diskriminierende Gesetze in Deutschland! Wir kämpfen gegen die 
systematische staatliche Kriminalisierung von Flüchtlingen, rassistische 
Polizeikontrollen und Menschenrechtsverletzungen in Deutschland. Wir 
protestieren gegen Abschiebungen und die menschenunwürdigen und brutalen
Bedingungen in der Abschiebehaft!

Wir erwarten mehr als als 800 Teilnehmer aus Thüringen, Niedersachsen, 
Hamburg, Bremen, Brandenburg, Sachsen, Nordrheinwestfalen, Mecklenburg, 
Bavern und Südbaden verschiedenster Nationalitäten, die sich treffen, um 
ihre Solidarität und die Forderung nach Bewegungsfreiheit kraftvoll nach 
außen zu tragen und sich über die Lage in ihren Heimatländern
auszutauschen. 
Weiterhin wird nächstes Jahr ein Protestmarsch in Berlin gegen die 
Residenzpflicht und rassistische Polizeikontrollen stattfinden.

Wir fordern internationale Unterstützung für Bewegungsfreiheit und gleiche
Rechte für alle Flüchtlinge. "Ein Volk das andere unterdrückt, kann selbst 
nicht frei sein" (Rosa Luxemburg, beliebtes Zitat Oppositioneller zu DDR-
Zeiten)

Osaren Igbinoba, The VOICE Ko-ordination Büro, Jena

Für weitergehende Informationen:
Sunny Omwenyeke
The VOICE Africa Forum, Wolfburg-Niedersachsen. Tel.: O171/1554875


Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen Ko-odination büro
in Bremen: Internationaler Menschenrechtsverein e V., The VOICE Africa
Forum, Jena und Karawane Committe in Hanau.




MONEY NATIONS positionspapiere DRINGENDST!!!
Zurück
        From: Vor der Information  vor.red@sil.at 


Vor der Information
Zeitschrift für Kunst, Film, Theorie und Politik
Mobil: 0676/ 726 64 96
Email: vor.red@sil.at

Hallo,

Anbei die Positionspapiere, die ich bisher von den TeilnehmerInnen bekommen
habe.

Es EILT, also alle, von denen ich noch nichts bekommen habe, bitte bis
MORGEN DRINGENDST Text (am besten in der Länge des female-sequences-
papers,
siehe unten) schicken. Bitte NICHT als word.doc SONDERN als word.rtf, oder
gleich direkt in der message an  vor.red@sil.at .

Ich habe gekürzt, also bitte kontrolliert die Kürzungen, ob euch das so
recht ist. Höre ich bis morgen nichts von euch, gehe ich davon aus, dass
ihr einverstanden seid und schicke die Papers an die Money Nations
Koordination zum Verteilen.

Viele Grüße,
für die Red.
Jo Schmeiser


PS: Anbei der aktuelle Stand und die Positionspapiere:


----------------------------------------------------------------------------------------------
1. AKTUELLER STAND
----------------------------------------------------------------------------------------------

MONEY NATIONS KONGRESS
WUK/Kunsthalle Exnergasse
Sonntag 22.10.00
16.30-1900

MEDIENPRAXIS UND KAMPAGNENPOLITIK

Diskussion zu Kampagnen/Medien, die die rassistische und sexistische
(Staats)Politik in Österreich bekämpfen, Fragen:

Im Kampf gegen die rassistische und sexistische Staatspolitik spielt die
Herstellung von antirassistischen/feministischen/migrantischen
Öffentlichkeiten eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht nur um die
Sichtbarmachung und Etablierung von nicht-hierarchischen egalitären
Gesellschaftsentwürfen und -konzepten, sondern zuallererst um 
Informationen und Analysen, die die Existenz und Funktionsweise 
rassistischer und sexistischer Strukturen deutlich machen. Denn in der 
herrschenden österreichischen (Boulevard)Presse dominieren 
bekanntermaßen Diskurse, dieRassismus und Sexismus nicht nur ignorieren, 
sondern überhaupt gleich deren Existenz dementieren.Was sind die 
Grundprinzipien, redaktionellen Ansätze und politischen Strategien der 
einzelnen antirassistischen, feministischen, migrantischenZeitungs- und 
Zeitschriftenprojekte? Wie sehen Zusammenarbeit, Vernetzung und 
Austausch zwischen den einzelnen Projekten vor dem Hintergrund der 
Widerstandsbewegung gegen die FPöVP-Regierung aus?
Welche Möglichkeiten, die dominanten medialen und politischen Diskurse
empfindlich zu stören, können Bündnisse unterschiedlicher alternativer
Medien und Öffentlichkeiten eröffnen?

DiskussionsteilnehmerInnen:

* TATblatt  - antirassistische Zeitschrift (A, -- ZUGESAGT: bringt sich
über einen textuellen Beitrag ein)
* MUND - Medien Unabhängiger Nachrichten Dienst (A, eine VertreterIn aus
dem Redaktionsteam -- ZUGESAGT)
* dérive - Zeitschrift für Stadtforschung (A, eine VertreterIn aus dem
Redaktionsteam -- ZUGESAGT)
* malmoe -  ein neues Zeitungsprojekt (Erscheinungsweise: 14-tägig), "das
gegen die neoliberale Hegemonie Alternativen in allen gesellschaftlichen
Bereichen forcieren will". (aus dem Konzept). (A, eine VertreterIn aus dem
Redaktionsteam -- ZUGESAGT)
* female sequences - Frauen Lesben Kultur Heft ig (A, Rosemarie Reitsamer
-- ZUGESAGT)
* nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur (A, Vina Yun und Jutta
Sommerbauer -- ZUGESAGT)
* Die Bunte Zeitung - Zeitschrift von MigrantInnen aus allen Kontinenten zu
migrationspolitischen Inhalten (A, eine VertreterIn aus dem Redaktionsteam
-- ZUGESAGT)
* stimme. von und für minderheiten - (A, Cornelia Kogoi -- ZUGESAGT)
* awareness! - the african voice in europe; ein neues Zeitschriftenprojekt:
"Institutionalised racism has become common place in this democratic
country. (...) This magazine will report on every little issue and event as
it is seen in the eyes and the minds of the African community. (...)
AWARENESS! has come to stay and it has come to represent the interest of
the African community in the print media". (aus dem Editorial der 1.
Nummer). (A, eine VertreterIn aus dem Redaktionsteam -- angefragt)

Moderation:

* Birgit Hussfeld (angefragt)

----------------------------------------------------------------------------------------------
POSITIONSPAPIER FEMALE SEQUENCES
----------------------------------------------------------------------------------------------
Verein
female sequences
Postfach 14, 1041 Wien
fem.seq@gmx.at

Wir über uns

female sequences ist eine feministische Zeitschrift; die Null-Nummer
erschien Anfang 1999. Der gleichnamige Verein, bestehend aus FrauenLesben
mit unterschiedlichem (Ausbildungs-)Hintergrund, unterschiedlichen
Lebenszusammenhängen und Interessensschwerpunkten, hat sich zur 
Förderung
einer feministischen Diskussion von zeitgenössischer Kunst, Musik und
Literatur gefunden.

Wir sehen in der Zeitschrift ein Medium, das einen Kulturdiskurs öffnen und
diesen einem breiteren Publikum - vor allem FrauenLesben - vermitteln soll.
Durch female sequences wird ein feministisches, antirassistisches Forum
geschaffen, das dem öffentlichen Male-Stream-Diskurs, der patriarchalen
Sichtweise auf und der daraus resultierenden unzulänglichen
Berichterstattung über FrauenLesbenMigrantinnenKultur entgegenwirkt. Die
von den Medien transportierten Informationen und das Wissen nehmen für 
sich
in Anspruch, eine Berichterstattung von einem wertneutralen und objektiven
Standpunkt aus zu vertreten. Dieser Blick ist die unmarktierte Position des
Mannes und des Weißen, der vorgibt, alles von "nirgendwo" aus sehen zu
können. Wir wollen diesem von Rassismen, Euro- und Androzentrismus
durchdrungenen Diskurs einen feministischen Standpunkt, einen "Blick von
unten" entgegensetzen. Der "Blick von unten" ist ein marginalisierter
Standpunkt, der eine günstigere Position einnimmt, um ein angemesseneres
Bild der gesellschaftlichen Realität zu vermitteln. Frauen soll in der
Zeitschrift female sequences daher die Möglichkeit geboten werden, ihre
künstlerischen, literarischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten zu
veröffentlichen und ihre Kulturprojekte vorzustellen. Durch die
Einladungspolitik versuchen wir gemeinsam mit anderen Feministinnen für
eine feministische, antirassistische Theorie und Praxis einzutreten, die
Anfechtung und Einmischung, Dekonstruktion und Konstruktion miteinander in
Verbindung setzt.

Die Redaktion.

----------------------------------------------------------------------------------------------
POSITIONSPAPIER  dérive
----------------------------------------------------------------------------------------------


dérive - Zeitschrift für Stadtforschung ist das Projekt einer Gruppe von
ArchitektInnen, KünstlerInnen und GeisteswissenschaftlerInnen. In dérive
werden in erster Linie gesellschaftliche Entwicklungen, die sich im urbanen
Raum fokussieren, analysiert. Die immer intensivere Überwachung des
öffentlichen Raums, Zero-Tolerance-Politik, Rassismus und Integration,
Erlebniswelten und Multiplexe, Gentrifizierung, Fortifikation,
(frauengerechte) Stadtplanung, Wohnbaupolitik und Obdachlosigkeit, die
Privatisierung des öffentlichen Raums, Gated Communities, die Abschaffung
des Sozialstaates und Standortpolitik sind einige der Themen, die anhand
von konkreten Beispielen aufgegriffen werden. Das Redaktionsteam und
GastautorInnen behandeln ein bis zwei Schwerpunktthemen pro Ausgabe aus
mehreren Perspektiven.
Neben dem wissenschaftlichen Teil von dérive gibt es einen Kulturteil in
dem vor allem künstlerische Projekte zu den Themen Stadt und öffentlicher
Raum präsentiert werden. Dieser Teil beinhaltet auch Buch-, Film und
Ausstellungsbesprechungen. Kolumnen, die als eine Art öffentlicher Raum in
der Zeitschrift fungieren, schließen die Zeitschrift ab.
Als Ergänzung zur Printausgabe von dérive gibt es eine Internetausgabe, die
zusätzliches Material zu den Themen anbietet und die Möglichkeit bietet
z.B. Audio- und Videofiles zu veröffentlichen.
dérive soll in der Printversion einen möglichst genauen Einblick in die
aktuellen Tendenzen und Diskurse rund um die ausgewählten 
Schwerpunktthemen
bieten und mit der Internetversion den LeserInnen die Möglichkeit bieten,
zu den Texten in der Printversion Stellung zu nehmen oder eigene Texte zu
veröffentlichen. Die Website ermöglicht es auch nach Erscheinen der
Printversion aktuelle Materialien zu den Schwerpunkten nachzuliefern. Beim
Schwerpunkt "institutionalisierter Rassismus" (dérive Nr. 1) haben wir z.B.
oft mehrmals wöchentlich Prozessprotokolle und -termine, Briefe von
Gefangenen, Aktenmaterial etc. auf die Homepage gestellt. Klarerweise ist
es Ziel, dass die von uns aufgegriffenen Themen möglichst breit diskutiert
werden. Wenn, wie es z.B. beim Thema Sicherheitsdiskurs/Gürtelsanierung
passiert ist, der Augustin (und später auch der Standard) ein Interview aus
dérive aufgreift und die Diskussion im eigenen Medium weiterführt, so ist
uns das nur recht. Wenn es unsere Kapazitäten zulassen wollen wir künftig
auch Diskussionsveranstaltungen organisieren. Eine Zusammenarbeit mit
anderen Medien oder Projekten können wir uns dabei gut vorstellen.


----------------------------------------------------------------------------------------------
POSITIONSPAPIER NYLON
----------------------------------------------------------------------------------------------

nylon | Projektbeschreibung

Pop aus feministischer Perspektive, Feminismus unter popkulturellen
Gesichtspunkten: nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur ist ein
neues, unabhängiges Magazin aus Wien, das erstmals im Frühjahr 2000
erschienen ist und sich eben jener vieldiskutierten Verbindung von "Pop &
Politics" verschrieben hat. Das Magazin erscheint 3mal jährlich und wird
vom gleichnamigen Verein zur Förderung und Publikation feministischer
Diskurse herausgegeben.

Feministische Theorie und Cultural Studies schlagen einen erweiterten
Kulturbegriff vor, der den hierarchischen Grenzziehungen zwischen Hoch- und
Alltagskultur kritisch gegenübersteht und auch massenkulturelle Phänomene
analytisch zugänglich macht. Wir betrachten den heutigen popkulturellen
Bereich als einen Ort bzw. als ein Schlacht- und Testfeld für aktuelle
gesellschaftliche, ebenso hegemoniale wie minoritäre Entwicklungen in der
Massengesellschaft. Popkultur ist demnach einer von vielen öffentlichen
Bereichen, wo sich politische, ökonomische, nationale, "rassen"- und
geschlechterspezifische Ungleichheits-Verhältnisse, aber auch
(kurzfristige) Widerstandsformen gegen herrschende Hierarchien realisieren.
Dementsprechend werden in nylon - neben der Auseinandersetzung mit dem 
im
herkömmlichen Kunstbetrieb oft marginalisierten kulturellen Schaffen von
Frauen - Phänomene der Pop- und Konsumkultur - wie Musik, Style/Mode,
TV-Shows, Comics, neue Medien usw. - aus einer feministischen Perspektive
neu gelesen. Wie werden in der heutigen (massen)kulturellen Produktion
beispielsweise Geschlechterverhältnisse konstruiert oder dekonstruiert,
bestätigt oder widerlegt, entworfen oder verworfen?

nylon | Themen & Inhalte

nylon bietet Analysen und Kommentare zu: feministischer Theorie & Praxis,
Cultural Studies, Musik, Kino/TV, Konsumkultur, Literatur, Kunst & Design,
Comics und Netzkultur aus feministischer Perspektive sowie ausführliche
Rezensionen zu aktuellen Büchern, Tonträgern, Magazinen und Websites in
jeder Ausgabe.

Inhalt von nylon #0/April 2000:
Widerstand gegen schwarzblau: kritische Kommentare von
Frauenorganisationen/Aktivistinnen/Künstlerinnen zur aktuellen politischen
Lage, Hype des Kulturellen, Female Club Culture, TV-Serie "Ellen", Theater
& Politik, Gender Trouble & Sailor Moon, Interview mit der Comic-Künstlerin
Evelin aus Berlin/Fucky Laibel, Queer Cinema zwischen Mainstream und
Independent, Fiona Rukschcio:  common.places , Riot Grrrl Chapter Austria,
Independent Media in den USA und vieles mehr.

Inhalt von nylon #1/Juli 2000:
Antirassismus & Widerstand gegen schwarzblau, Generation Gap: The Future 
of
Feminism, Science Fiction & Körperkonstruktionen, Girl Groups von den 50ern
bis heute, Chicks on Speed, Porträt der Beat-Schriftstellerin Ann Waldman,
lesbische Sexualität & Identitätspolitik im Kino, Jule-Comic, Testcard,
neue Bücher und Tonträger u.v.m.

nylon #2 erscheint Mitte November 2000.


nylon.KunstStoff zu Feminismus und Popkultur ( Postfach 2 ( A-1172 Wien (
nylon.kunststoff@gmx.net


----------------------------------------------------------------------------------------------
POSITIONSPAPIER Stimme
----------------------------------------------------------------------------------------------

STIMME von und für Minderheiten

STIMME von und für Minderheiten erscheint seit 1991 als Zeitschrift der
Initiative Minderheiten (siehe Folder) in Österreich. Die ersten fünf Hefte
wurden noch von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam in unregelmäßigen
Intervallen herausgegeben; seit Anfang 1993 (ab Nr. 6) erscheint die STIMME
vierteljährlich in einer Auflage von 7.000 und wird von einem Chefredakteur
in bezahlter Position in Zusammenarbeit mit einem Team von freien
MitarbeiterInnen und AutorInnen produziert.
Die Blattlinie ergibt sich aus der Programmatik der Initiative
Minderheiten, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einerseits die
Öffentlichkeit über die Anliegen der Volksgruppen, MigrantInnen,
Behinderten, Homosexuellen, kurz: der diskriminierten Gesellschaftsgruppen
zu informieren, andererseits die Bildung von Allianzen zwischen diesen
minoritären Gruppen für zivilgesellschaftliche Aktivitäten anzuregen. Mit
anderen Worten: Die Initiative Minderheiten ist eine Anlauf- und
Servicestelle für Minderheitenanliegen, mit Aufgabenbereichen von der
Grundlagenforschung über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum politischen
Lobbying.
Vor diesem Hintergrund versteht sich die STIMME in erster Linie als eine
mediale Plattform für Minderheiten. Jedes Heft beinhaltet einen
minderheitenübergreifenden thematischen Schwerpunkt, in dessen Rahmen 
die
Minderheitenangehörigen selbst ihre Anliegen und Forderungen formulieren,
ihre politisch-theoretischen Überlegungen austauschen und nach 
gemeinsamen
Strategien suchen können. Ein Diskussionsforum (Rubrik "Stimmen")
ermöglicht die fortgesetzte Behandlung der Schwerpunktthemen in Repliken
etc. Des weiteren enthält die STIMME einen "Bericht"-Teil, worin die
Menschenrechts- und Minderheitenorganisationen neben den eigenen
Veranstaltungen der Initiative Minderheiten vorgestellt werden, sowie eine
Kultur- und eine Buchtip-Rubrik.
Menschenrechts- und Minderheitenorganisationen, sogenannte
MultiplikatorInnen sowie Einzelpersonen aus Mehrheitsbevölkerung und
Minderheiten bilden die Zielgruppe der STIMME von und für Minderheiten.

Geplante Themen für 2000:

· Politische Mitbestimmung der Minderheitenangehörigen
· Die Minderheiten innerhalb der schwarz-blauen Regierung
· Jugend und Bildung: Benachteiligte Jugendliche (Sonderheft)
Antidiskriminierung: Konzepte, Gesetze und Praxis




Einsatz von Neonazis als Verfassungsschutzspitzel
Zurück
        From: Angelo Lucifero  angelo.lucifero@hbv-th.de 


Einsatz von Neonazis als 
Verfassungsschutzspitzel
 
Nach dem durch Spiegel-TV am 11. September bekannt wurde, dass der Neonazi 
Thomas Dienel durch den Thüringer Verfassungsschutz 1997 gegen Angelo 
Lucifero, 
Landesvorsitzender der Gewerkschaft hbv-Thüringen, eingesetzt  worden war
und 
das Thüringer Innenministerium sogar Flugblätter  gegen die Gewerkschaft
hbv 
finanziert haben soll, gab es die Erwartung, dass die Landesregierung sich
bei 
den Betroffenen entschuldigt und sich von den Machenschaften des 
Verfassungsschutz distanziert.
 
In einem offenen Brief wendete sich die Gewerkschaft hbv am 29.9. an den 
Innenminister Köckert und den Ministerpräsidenten Vogel.

Am 2.10. erstattete Lucifero gegen den Neonazi Thomas Dienel, dem
ehemaligen 
Innenminister Dewes und dem ehemaligen VS-Chef Roewer Anzeige. Lucifero
hatte 
bereits am 9.10.1997 gegen Thomas Dienel wegen der Verteilung von 
Flugblättern, die ehrverletzend waren und zum Totschlag aufriefen Anzeige 
erstattet. Die Staatsanwaltschaft hatte das Ermittlungsverfahren am
25.6.1998 
eingestellt, weil Dienel nicht nachzuweisen gewesen sei, dass er der Autor
des 
Flugblattes sei.

Im offen Brief vom vom 29.9. heißt es unter anderem:

" .... Mehr als zwei Wochen müssten auch für Sie Zeit genug sein, um sich 
gegenüber demjenigen zu erklären, der offensichtlich zur Zielscheibe eines 
Ministeriums und einer Behörde geworden ist, die bereit waren, mit
Kriminellen 
zusammenzuarbeiten und diese sogar bezahlt haben, um GewerkschafterInnen
in 
der Öffentlichkeit zu diskreditieren.

Hierbei ginge es weniger um eine persönliche Entschuldigung, als vielmehr
um 
eine Distanzierung der politisch Verantwortlichen von den Vorgängen.

Andernfalls muss man davon ausgehen, dass diese Landesregierung nach wie
vor 
bereit ist, mit Hilfe krimineller Menschenfeinde, Menschen und
Organisationen 
– auch die Gewerkschaften – zu beschädigen, die sich gegen Neofaschismus
und 
Rassismus engagieren.

Ihr Schweigen kann ich nur so interpretieren, dass es sich 
wiederholen kann,

_    dass GewerkschafterInnen durch den Verfassungsschutz und beauftragte 
Neonazi-V-Leute bespitzelt werden und auf Anweisung des Thüringer VS 
Neonazi–Kader versuchen, Mitglied einer Gewerkschaft zu werden, um Zugang
zu 
internen Informationen zu bekommen;

_    dass auf Anweisung des Verfassungsschutzes Neonazi-V-Leute 
medientaugliche Informationen beschaffen, um GewerkschafterInnen als 
Kollaborateure der Neonazis 
darzustellen, wie am 30.9.1997 geschehen – siehe Anlage 1 – und dies als 
Anlass zu benutzen, um es im Verfassungsschutzbericht aufnehmen zu können;

_    dass die Polizei Privatanschriften – wie am 11. Oktober 1997 mit
meiner 
geschehen –  auf  Flugblättern verteilt, damit Neonazis besser ihr Ziel 
erreichen können;

_    dass Neonazis durch den Verfassungsschutz finanzierte Flugblätter 
verteilen können, wie 1997 mehrmals geschehen, die dazu geeignet sind, 
nicht 
nur das Ansehen der Gewerkschaft hbv und meines zu beschädigen, sondern 
GewalttäterInnen von rechts gegen mich zu mobilisieren, was mehrmals, 
glücklicherweise mit geringem Erfolg, geschehen ist – siehe Anlage 2

_    dass durch Kriminelle vermittelte Informationen dafür genutzt werden,
um 
GewerkschafterInnen öffentliche Ämter zu verwehren, wie 1997 bezüglich
meiner 
Benennung als DGB–Vertreter in den Beirat der Landeszentralbank geschehen.

Ihr Schweigen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der verantwortliche 
Minister Dewes nicht ihrer Partei angehörte, kann nur so interpretiert
werden, 
dass die wenigen oben skizzierten Beispiele symptomatisch für das
Verhalten 
des Innenministeriums sind.

Vor Monaten habe ich Vermutungen über die Verstrickung von
Verfassungsschutz 
und rechter Szene gegen GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen eher als 
überzogene Verschwörungstheorien abgetan. Heute, angesichts der
offengelegten 
Tatsachen, stellt sich heraus, dass die Realität obskurer als manche 
Verschwörungstheorie ist.

So wie ich mich persönlich dagegen verwahre, dass "Rechtsextremismus und 
Linksextremismus" gleichgesetzt werden, habe ich mich in der Vergangenheit 
dagegen verwahrt, dass Ein-zelerscheinungen genutzt werden, um 
propagandistisch die BRD mit der autoritären DDR gleichzusetzen.

Doch die geschilderten Vorgänge sind dann keine "Einzelerscheinungen", 
Ausrutscher eines Innenministers, der keinen Überblick über das Handeln
seiner 
Behörden hatte oder gar die Einzeltat eines VS–Chef, der eigenmächtig 
gehandelt hat, wenn Sie sich gegenüber den Opfern einer solchen Politik
nicht 
äußern. Dann ist es Teil dieses Sicherheitssystems. Dann ist jeder
Vergleich 
mit der "StaSi" zulässig. Muss ich meine Privatanschrift auch gegenüber 
Behörden unter Verschluss halten, damit ich nicht befürchten muss, dass
sie 
der gewaltbereiten Neonazi–Szene zugänglich gemacht wird?
 
Muss ich davon ausgehen, dass meine MitarbeiterInnen in der 
Landesgeschäftsstelle der Gewerkschaft hbv ebenfalls gefährdet sind?
 
Muss ich davon ausgehen, dass Gespräche und Besprechungen, die in meiner 
Wohnung bzw. in meinem Büro stattfinden, Bespitzelungen ausgesetzt sind?
 
Muss ich davon ausgehen, dass die in der Vergangenheit öfters erstatteten 
Anzeigen wegen Gewaltübergriffen gegen meine Person und der Verteilung von 
diffamierenden und zu Gewalt aufrufenden gefälschten Flugblättern nicht 
zufällig ohne Ergebnis eingestellt bzw. nie beantwortet wurden?
 
Muss ich davon ausgehen, dass die Aktivitäten Krimineller im
Verfassungsschutz 
Ihre Billigung finden?
 

Ich bitte Sie um baldige Antwort, da davon auch abhängt, welche
persönlichen 
Maßnahmen ich ergreifen muss, um die Landesgeschäftsstelle der hbv zu
schützen 
und um mich in diesem Land noch sicher fühlen zu können. ..."

Zitat Ende
 

Anzeige und offener Brief siehe:
http://hbv-th.de/index.php4?menu=main&dir=news&load=index&id=88&bg=ja
http://www.hbv-th.de/index.php4?menu=main&dir=news&load=index&id=89&bg=ja

MfG
Angelo Lucifero
Gewerkschaft hbv Thüringen
Rudolfstr. 47/E2
99092 Erfurt
0361 659980; 0172 3605751
Solidarität kennt keine Grenzen!
One race - human race




MONEY NATIONS positionspapiere DRINGENDST!!!
Zurück
        From: Irene Windisch, Ingrid Erlacher, Margret Dertnig
         kassandra@computerhaus.org 


Pressemitteilung
 

SCHLAFLOSE NÄCHTE GIBT ES MEHR DENN JE - Das stellten Vertreterinnen 
von 180 Österreichischen Frauen- und Mädcheneinrichtungen anläßlich ihrer 
Konferenz am 27. u. 28.9.2000 in Graz fest.
 
Ein Grund dafür ist die ab 2001 ungesicherte Finanzierung auf Bundes-, 
Länder- und Gemeindeebene für bestehende Einrichtungen wie etwa Notrufe, 
Frauengesundheitszentren, Migrantinneneinrichtungen, Frauen- und 
Mädchenberatungsstellen, Kunst- und Kulturzentren, Frauenhäuser, etc.. 
Trotz der Zusicherung auf Bundesebene, mädchen- und frauenspezifische 
Organisationen zu finanzieren, gehen in Tirol und Vorarlberg die
"politischen 
Uhren" auf Landes- und Stadtgemeindeebene anders. In Innsbruck und 
Bregenz stehen die Frauengesundheitszentren, der Frauennotruf sowie ein 
arbeitsmarktpolitisches Frauenprojekt vor dem finanziellen Aus.

Aufgrund der von der FPÖVP-Regierung gesetzten Sparmaßnahmen 
befürchten die Konferenzteilnehmerinnen zu Recht, dass es gerade im 
Bereich der Arbeit von Frauen- u. Mädcheneinrichtungen weitere massive 
Einsparungen geben wird.

Alle bisher gesetzten Einsparungen und Neuerungen treffen zielsicher und 
verstärkt Frauen, verschärfen Armut und soziale Ausgrenzung. So zum 
Beispiel durch die Pensionsregelung, Kürzung von Familienzuschüssen in der 
Arbeitslosenversicherung, Streichung von Arbeitslosenunterstützung für 
einen Monat bei einvernehmlicher Kündigung und befristeten 
Arbeitsverhältnissen, ersatzlose Streichung des
Schulungsarbeitslosengeldes 
nach der Karenz, Streichung der Mitversicherung, Selbstbehalte im 
Gesundheitsbereich, Einführung von Studiengebühren und durch Verteuerung 
der Lebenshaltungskosten...
 
Die Vertreterinnen der Konferenz der 180 Frauen- und Mädcheneinrichtungen 
fordern daher die Bundesregierung zur sofortigen Rücknahme aller gesetzten 
Maßnahmen auf.
 
Weiters verlangen sie von der FPÖVP-Regierung, ihrer Verpflichtung 
nachzukommen, alle Gesetze, Verordnungen und Erlässe im Sinne des Gender-
Mainstreaming hinsichtlich der Auswirkungen auf Frauen und Männer zu 
überprüfen und Öffentlich zugänglich zu machen.

Im Auftrag der Konferenz: "Schlaflose Nächte" – Österreichweites Netzwerk 
der Frauen - und Mädcheneinrichtungen
 

Irene Windisch, Verein DANAIDA, Graz
Ingrid Erlacher, Verein MAFALDA, Graz
Margret Dertnig, Projekt ELEKTRA, St. Pölten
 
Rückfragen unter: 0676/3924707





Verhandlungstermin Charles Ofoedu!
Zurück
        From: Mana,  manak@chello.at 


charles ofoedu – der nigerianische schriftsteller, der bei der operation
spring 
im mai 99 als mutma?licher drogenboss für monate in u-haft kam, wurde 
anfang juli freigesprochen, doch kurz darauf hat die polizei ihn der 
geldwäscherei bezichtigt, wofür sie anonyme zeugen heranziehen wollte.
beim 
prozess anfang september erschienen diese aber nicht, darauf wurde er 
vertagt – damals gab es eine demo mit kundgebung vor dem landesgericht, 
einige von uns haben der verhandlung beigewohnt. eine schmerzvolle aber 
lehrreiche erfahrung in sachen in-justizia!

auch diesmal ist es wichtig, dass wir wieder zahlreich erscheinen und
unsere 
unterstützung für charles sowie unserenunmut gegen den staatlichen 
rassismus kund tun.

also : spread the message, um mit charles zu sprechen:
"leave business and join demonstration"
(diese worte richtete er in einem wiener lokal an kollegInnen, um an der
demo 
für marcus omofuma teilzunehmen, welche er maßgeblich mitorganisierte. die 
polizei hörte mit und nahm es als "beweis":
charles sei der drogenboss, der seinen dealern freigebe, damit sie an
illegalen 
demos teilnehmen.)

Termin:
13.10., 9:30 Uhr
Landesgericht, Wickenburgg. 22, 8. Bezirk
Zi. 106, 1. Stock 

Treffen für Planung: 
Dienstag 3.10., 17:00 Uhr
schottengasse 3a/1/59
plattform für welt ohne rassismus




Standard-Khol-Chat vom 30. August 2000?
Zurück
        From: Harald,  harald.frassine@blackbox.net 


Hallo!

Hat jemand zufällig den Standard-Chat mit Andreas Khol vom 30.8.2000 
geloggt und könnt ihn mir schicken?

der Online-Standard hat kein Archiv, und im Zeitungsarchiv ist diese 
Passage des Chats leider nicht.

Es geht um die Stelle, die ungefähr so lautete: 

"in welchem anderen Land findet permanenter Protest 
gleich gegenuber dem Regierungsgebäude statt."

liebe grüße,
harald

harald.frassine@blackbox.net




Solidaritätskundgebung für Palästina
Zurück
        From:  rkl@magnet.at 


Palästina - Aufruf zur Solidarität

Solidaritätskundgebung
Freitag 6. Oktober
Stephansplatz 17 Uhr 30

Während die Welt trunken das Ende der olympischen Spiele mit einem
riesigen 
Feuerwerk feiert, werden in Palästina die Früchte des Oslo-Abkommens mit 
scharfer Munition und Raketen gefeiert und ein neues Massaker an den 
Palästinenser angerichtet. Die Ignoranz und die Heuchelei der
"zivilisierten 
Welt" in der Palästinafrage sind unvergleichlich.

Die letzten Ereignisse in Palästina, wo bisher 33 Palästinenser, Großteils 
Minderjährige, getötet wurden, zeigen wiederum das wahre Gesicht der
"israel 
"ischen Politik und sind eine der fatalen Folgen des Oslo-Abkommens, das
in 
Wahrheit eine totale Korrumpierung der PLO zeigt und den Palästinensern 
keine einzige Garantie für die Zukunft bietet.

Der Besuch des berüchtigten Ariel Sharon (ehemals israelischer 
Verteidigungsminister und verantwortlich für eine Reihe von Massaker an 
Zivilisten und Kriegsgefangenen seit den 50iger Jahren) in der Al-Aqsa-
Moschee in Jerusalem war eine beabsichtige Provokation an den 
Palästinensern und die direkte Ursache des Aufstands. Die tieferen Gründe 
liegen in der Ungerechtigkeit des Oslo-Abkommens und der über die Jahre 
andauernden täglichen und systematischen Unterdrückung und Verdrängung 
der Palästinenser durch die zionistische Expansionspolitik. Während sich
die 
Großmächten über die bedingungslose Unterstützung Israels einig sind, sind 
alle freien Menschen, denen die einseitigen Berichte der globalisierten 
Medienmaschinerie nicht ihr unabhängiges, kritisches Denken geraubt haben, 
zur Solidarität mit den Palästinensern aufgefordert, um sich gegen die 
imperialistische zionistische Politik zur stellen und ein Ende dieses 
Massenmords zu setzen.

Wir rufen alle auf, bei der Solidaritätskundgebung in Wien am Freitag
teilzunehmen.

**************************************
Revolutionär Kommunistische Liga (RKL)
(österr. Sektion der Internationalen Leninistischen Strömung - ILS)
PF 23, A-1040 Wien, Österreich
Tel & Fax +43 1 504 00 10
rkl@magnet.at
members.magnet.at/rkl
www.antiimperialista.com
Konto PSK 92 125 137 BLZ 60000





SOS Mitmensch Termin: Grätzelfest 7.10.2000
Zurück
        From: Eva Brückner,  ebrueckner@hotmail.com 


sehr geehrte damen und herren!


sos mitmensch veranstaltet am kommenden samstag, den 7. 10., ein 
"Grätzelfest" in der zollergasse, wien 7., von 10:00 h bis 22:00 h. um das 
fest auch im internet zu bewerben, möchte ich Sie bitten, diese  
veranstaltung auf ihrer homepage anzukündigen bzw. unseren flyer auf die 
site zu setzen.

vielen dank im vorhinein
und liebe grüsse,

eva brückner

(für eventuelle fragen: 01 524 99 00 - sos mitmensch)





meinbericht
Zurück
        From: Araba E.Johnston-Arthur,  araba_ja@hotmail.com 


Datum: Freitag 29. September 2000
Ort: U3 Richtung Ottakring/ Ubahnstation Ottakring
Zeit: gegen 22.00 Uhr

Sitze im U-Bahn Abteil, 4 wei?e alkoholisierte Jugendliche steigen ein.
Eine 
junge Frau und drei Burschen. Ich schätze sie waren nicht älter als 20
Jahre 
alt. Schenke ihnen keine besondere Aufmerksamkeit bis ich von ihnen 
wiederholt folgendes höre:
"Whatz up nigger!"
Ich sage nichts.
Bei Ottakring steige ich aus, die Gruppe Jugendlicher geht hinter mir.
Höre 
gelalle. Dann verstehe ich es, einer der Burschen wiederholt folgenden
Satz 
immer wieder:
"Nigger, raus aus meinen Land!"
ich höre es ungefähr vier mal.
Ich drehe mich um frage:
Hast du irgendein Problem?
Ich schaue ihn an und sehe der Bursche trägt eine Bomberjacke doch keine 
Glatze wirkt eigentlich äu?erlich unaufällig. Drehe mich wieder um und
höre 
wie er ruft: "Ja deine Hautfarbe, deine Hautfarbe, ist mein Problem! 
Schwarze?! Schwarze?! Wo ist dein masa? Wo ist dein masa? Nigger hast an 
Stoff? Nigger hast an Stoff? Nigger ich hab nichts gegen dich solang du
einen 
master hast" (mehrmals) Ich drehe mich mehrmals wütend um und sage 
nichts. Die Stadion ist relativ gut frequentiert und der Bursche ruft das
alles 
laut und wird immer lauter. Einige Leute vor mir drehen sich um und
schauen. 
Ich verlasse die Station und werde nicht von der Gruppe gefolgt.

Araba E.Johnston-Arthur
Wien am 2.Oktober 2000




Urgence Prague Manif jeudi 5 vs tortures.
Zurück
        From: Indymedia-France,  Indymedia-France-owner@egroups.fr 

VU L'IMPORTANCE DE CETTE INFORMATION, EXCEPTIONNELEMENT NOUS 
ENVOYONS CE
TEXTE SUR PLUSIEURS LISTES (TOUTEFOIS CIBLÉES) - CERTAINS D'ENTRE-
VOUS VONT
LE RECEVOIR PLUSIEURS FOIS (peut-être même davantage encore) - NOUS 
VOUS
DEMANDONS DE BIEN VOULOIR NOUS EN EXCUSER... SOLIDAIREMENT
----------------------------------------------------------------------------
FAITES LA CHAINE TRANSFERER CE MAIL OU CES INFOS AUTOUR DE VOUS
A transmettre aux "chiennes de garde" (nous n'avons de coordonnées).
----------------------------------------------------------------------------
  "[...] L'élève dépasse le maître" monsieur l'ambassadeur, vous avez connu
ces maltraitances policières, à votre tour, vous obéissez aux ordres de la
grande Amérique qui demande cette répression, du F.M.I. et de la B.M. avec
leur politique meurtrière, et vous vous êtes surpassé." La délégation de
Droits Devant à L'ambassadeur de la "République" Tchèque.



Lettre d'information du site www.france.indymedia.org




*****
    Sommaire
*****

1/ Appel à manifestation

2/ Témoignages de Prague

3/ Appel à témoignage

4/ Lettre ouverte à Vaclav Havel

5/ Indymedia


*****
    Appel à manifestation
*****



MANIFESTATION POUR DÉNONCER LES TORTURES À PRAGUE
    jeudi 5 Octobre à partir de 18 h
    Devant l'ambassade de Prague
    15 AVENUE CHARLES FLOQUET 75007.
     Métro La Motte Picquet,




*****
    Témoignages de retour de Prague
*****

Vendredi 29 septembre, une délégation de Droits Devant a rencontré
l'ambassadeur de le République Tchèque en France :

" Nous lui avons fait état de l'humiliation faites aux femmes ( se
déshabiller et faire de la gymnastique nue pour distraire ces
messieurs).
   Du nom respect des droits humains les plus élémentaires ;
avoir la possibilité de voir un médecin téléphoner à son avocat ou
ambassade, avoir un interprète, et des conditions humaines de
détention.
   Nous avons insisté sur le fait que les copains Israéliens
auraient eu un traitement de faveur : témoignage de Joshua Serfaty,
double nationalité française/israélienne ( 40 minutes à terre sans que
les coups ne s'arrêtent).
   Deux femmes se sont défenestrées ; une autrichienne, colonne vertébrale
atteinte, et une américaine,les interrogatoires musclés n'y résistent pas.
   Je viens de voir Xavier N. : 3 jours de détentions ( grève de la faim
déclenchée dans tous les centre rétention) :

----------------------------------------------------------------------
Il confirme, il a vu des femmes dont les mains avaient des phalanges
brisées
sur les dix doigts et des flics les obliger à signer [leurs culpabilité]
sans qu'elles puisent le faire."
----------------------------------------------------------------------


La délégation de Droit Devant réunissait : J. Gaillot, A.Jacquart,
J.C.Amara, S.Odiot.




*****
    Appel à témoignages
*****

CONTACTEZ Droits-devant@globenet.org ou imc-france@indymedia.org
Pour apporter votre témoignage afin de préparer un dossier pour porter
plaintes auprès du tribunal européen des droits de l'homme, de la FIDH,
d'Amnistie international.




*****
    Lettre ouverte à Vaclav Havel
*****

A copier et à envoyer à Vaclav Havel, à la Chambre des députés Tchèques, au
FMI et à Droit Devant + Indymedia pour mesurer le nombre d'emails envoyés
(copier-coller ces adresses : president@hrad.cz, posta@psp.cz,
publicaffairs@imf.org, droits-devant@globenet.org, imc-
france@indymedia.org)

FAX AMBASSADE TCHEQUE PARIS :  01 47 83 50 78




---

Monsieur le Président,

   Vous avez été pour de millions de personnes l'exemple du courage, de la
résistance, de l'insoumission. Vos témoignages, vos écrits, votre parole,
vos actes donnèrent de l'espoir à des millions de personnes en lutte pour
un
monde plus juste. 

   Mais hier, le 26 septembre, 20 000 personnes se sont retrouvés pour
s'opposer aux plus grandes puissances financières du monde. 20 000 
personnes
ont traversé des continents ou simplement la rue avec comme espoir de se
faire entendre.

   Est-ce un délit ? Est-ce un crime ?

   Elles s'attendaient à des moments difficiles avec la police. Mais pas à
ce qui est arrivé.

   Il y a des témoignages concordant faisant état de tortures et de
tabassage. Un manifestant arrêté, de nationalité israélienne, a été passé à
tabac pendant 40 mn. Certains prisonniers eu des numéros d'écrou tatoué 
sur
leur bras. 
   
   2 femmes se sont défénestrées pendant leur interrogatoire. D'autres, à
qui leurs gardiens demandaient de signer leur "culpabilité" ne pouvaient
tenir un crayon : leurs doigts ayant été écrasées.  D'autres furent
obligées
de se déshabiller. Tous les témoignages parlent de tabassage en règle...

   Votre police s'est déchaînée comme au pire moment de l'Histoire. La
République tchèque est maintenant sur la liste noire des pays
tortionnaires.

   Comment était votre police avant le 26 septembre ? A-t-elle changé
brusquement en un jour ? Que va-t-il se passer contre les prisonniers de
nationalité tchèque quand tous les étrangers seront expulsés ? Vont ils
disparaître ?

   La République tchèque, avec le FMI et la Banque Mondiale, porte la
responsabilité de ces souffrances.

   J'ai honte, Mr Havel. J'ai honte de vous. J'ai honte pour vous.

   Ce qui vient de se passer, ce qui se passe encore dans votre pays est un
crime contre la dignité, contre la liberté.

   Ne soyez pas complice de ses tortures, libérez tous les manifestants
arrêtés, recherchez ces tortionnaires et permettez qu'ils soient jugés.


Avec nos espoirs de justice.



[signature]


--- ICI s'arrête la lettre type

*****
    Indymedia
*****

Nous faisons le tour des rédactions d'Indymedia pour faire le point sur les
manifestations à Prague et sur la répression. A suivre sur le site à partir
de mardi.


Solidairement


****


http://www/france.indymedia.org


*****


Rappel :

MANIFESTATION POUR DÉNONCER LES TORTURES À PRAGUE
    jeudi 5 Octobre à partir de 18 h
    Devant l'ambassade de Prague
    15 AVENUE CHARLES FLOQUET 75007.
     Métro La Motte Picquet,



Pour vous désabonner de ce groupe, envoyez un email à :
Indymedia-France-unsubscribe@egroups.fr





NEWS from the indymedia newswire
Zurück
        From: Rory Hearne,  supresident@tcd.ie 

by: Rory Hearne                                  
Sunday 01 Oct 2000
                          
Email: supresident@tcd.ie

Summary:This the story of my arrest and the injustices myself and other 
prisoners suffered at the hands of the Cezh police. We were all innocent 
peaceful protestors. The extent to which the Czech police went to quash
the 
demonstrations shows that the ruling class are runnning scared. We must 
continue the mobilisations and organsiation of ordinary people throughout
the 
world to fight back -and win.

Article:
The policies of the World Bank and IMF (International Monetary Fund) have 
produced enormous wealth for a tiny elite while inequality has grown. The 
wealth of the 200 richest people is larger than the total income of 41% of 
the worldís population. More than 250 million children have to work in the 
most inhuman conditions for bare survival while about 17 million children
die 
every year from easily curable diseases. The debt that the IMF/World Bank 
forces the poorest countries to pay back kills 19,000 children every day.
In 
this context the Studentsí Union sent myself and Joe to join the 20,000 
peaceful demonstrators in Prague on September 26th. We did not come to 
throw Molotov cocktails or trash MacDonaldís, but to assert our peaceful 
right to protest. This we did successfully despite what Sky and the media 
reports over here would have everyone believe. As we danced, threw
balloons 
into the air and chanted ëdrop the debtí what stood in front of us were 
barricades manned by rio!
 t police that looked like something out of Judge Dred. As the riot police 
began to fire tear gas, water cannon and percussion grenades we chanted 
ëthis is what democracy looks likeí. After numerous baton charges by the 
riot police the peaceful demonstration moved to the Oprah house to listen
to 
speakers condemning the policies of the IMF and World Bank that have 
destroyed so many peoples lives and so many acres of rainforest throughout 
the planet. 
We are part of a movement of ordinary people making personal sacrifices so 
that we can enhance the lives of million of people, not sit by and watch
those 
lives destroyed by debt. Unlike the IMF and World Bank who see all the 
suffering and death yet when confronted by ordinary people demanding an 
end to the suffering they do not listen but order the alternative to be 
quashed. They wanted to show the world that our aims and views were 
inconsequential and that the IMF and WBí views were right and god fear 
anyone who tried to disturb that idea for they had the force and violence. 

We were squashed, beaten, battered, stamped upon and hammered all under 
the orders of the World Bank and IMF. What happened to me I can only 
describe as an injustice. But an injustice I now realise that millions of
ordinary 
people suffer throughout the world as they make a stand for justice-
something which goes against the bankers, governments and multinationalsí 
greedy pursuit of profit.
As we ate in Vaclavske Square and talked with fellow protestors from
earlier 
in the day someone in the IMF and World Bank had already ordered that 
democracy had had its time- it was now time for the repression of our 
voices. Riot police at the front of the square began to baton charge the 
crowd while also firing tear gas and percussion grenades at us. We ran 
panicked but saw that the bottom of the street was lined with riot police
so 
we then went up a side street trying to avoid the batons while those 
grenades pierced our eardrums. But at the top of that street the riot
police 
were waiting. We were trapped. They began closing in on us. Their black
suits, 
riot helmets and batons glared through the misty darkness as they 
surrounded about 150 of us. At first, the press stayed but the cops didnít 
move and the police buses they got especially in for the week arrived.
Then, 
of course at the first sign of trouble the press made their exodus. As the 
riot police moved in then we thou!
 ght ñthis is it we are all going to be beaten to a pulp on a side street
in 
Prague with no one to see. I did not know what to think. We had done
nothing 
and now faced arrest or beatings. In the end I actually got both. People
were 
taken out of the crowd- the dread locked and the blacks first. I talked to
RTE 
radio minutes before I was arrested. I tried to speak calmly about the 
injustices of the IMF and the effects of third world debt but Rodney Rice 
seemed more interested in burning cars and petrol bombs of which I had
seen 
none. He suggested that I should expect to be arrested given that I went
to 
Prague!! We were not our in the wrong place at the wrong time nor should
we 
deserve to be arrested simply because we went to Prague. We were denied 
our basic right to assemble and voice our views. We were arrested because 
the riot police at the behest of the IMF and WB decided that this could
not 
occur.  After the interview the producer simply said good-bye. There was
no 
ëcan I !
 help youí or ëcan we call anyone given that you are about to be arrest
ed?í
 Just before I was taken away a trumpet player among the protestors threw 
out a sad lonely tune that carried in the misty Prague air drenched with
fear 
and tinged with sadness- that tune was the most empowering feeling I have 
ever heard as we unarmed and innocent faced the brutal force of the state. 
They smacked my head against the wall, kicked my feet apart, took 
everything from me and then proceeded to tie a plastic strip around my 
hands which were forced behind my back. It was so painful as it cut into
my 
hands over the next two hours as we were thrown into the police van. Then 
someone sang Sunday bloody Sunday and my spirits lifted again. 
In the police station we were made stand for four or five hours with our 
hands behind our backs and our heads up straight. The Czechs were 
separated from the foreign nationals. What happened to them I found out 
later and it was the most painful- they were all beaten and one man of
about 
35 described their screams, tears and blood while saying that he will
never 
give up in the struggle for justice. Those six hours from 12 to 6 in the 
morning were hell. They tortured us in such a psychotic way. They had a 
camera on the cell and anytime anyone started falling asleep standing up
they 
would bang on the door and scream at us. Then they took us outside into a 
dark former KGB torture yard. Here in the freezing cold my legs were about 
to collapse and the police walked around us with their batons hitting them
off 
the walls and tables. It was here that I mentally prepared my self for
them to 
beat me senseless. My mind was quickly wandering from, ëkeep standing 
Roryí to ëwill I tense or!
  relax when they smash my bones?í It was torture of a kind I had only
read 
about in Latin American prisons. After a while they let us sit down and we
got 
a little sleep but then they started banging at the cell door again. They
took 
us out for statements and still refused us all our rights ñno phone call ñ
we 
had to pay for food when we eventually got it, and everything was ordered
in 
Czech. At about 12pm that day we were handcuffed and taken away to 
another prison. They drove as fast as they could while the handcuffs cut
into 
my hands as were bounced around in the back. Then my head was smashed 
against the wall as my handcuffs were taken off and we were left in a
holding 
area for another few hours. The boredom just numbed my mind ñI talked to a 
lot of the others who had been arrested and got their stories of which I
will 
relate a few later. Eventually we were moved to the final prison- the
foreign 
immigration prisons- the police here were ferocious ñwith skinheads and
acti!
 ng like Nazi boot boys. We waited here again for hours ñthe waiting ñt
he waiting for something to happen for our name to be called as they
dragged 
us away in groups. It was horrible ñmany commented ñit felt like Auswitch- 
being led away to a fate unknown ñbut we all felt it would be the worst.
We 
talked and tried to keep the spirits up but it was so very difficult as
the 
police randomly came amongst us to take cameras and lash out kicks to 
people as they stormed through us. Eventually I was called- taken upstairs 
fingerprinted and photographed. But then the worst ñthe waiting for a
strip 
search. The girls cried and I just burned up inside- but nothing was
shocking 
anymore. After this we were led downstairs and left in a cold hallway- it
was 
six in the morning of Thursday. Here lying with my friends and comrades
that 
I had just spent the last 30 hours with I tried to get their stories- what
I 
found out left me empty. In the Irish Embassy later in the day after being 
released I wrote a few words of my experience: I am exhausted and still
have 
no!
 t slept in over 55 hours. The thing that most disturbs and kills me is
the 
anger and pain of three people. Felicia, the Swedish girl and her tears
after 
the strip search. Georgia, the German girl-beaten and the Croatian man
with 
the Czech comradesí screams ringing in his ears. Felicia- crying and
shaking- 
she asks why the strip search- whatís the need? Why has every human right 
been denied to us- food, phone call, lawyer- wondering if her name is up
next 
to be called to go- to that place we didnít know- only had heard the
stories 
about- seven days in Prison- beating again- they tell us nothing. They
only 
bark out their orders in a language none of us could understand. The fear, 
the fear- that taste of unspilled blood ñ a bone about to be broken ñshe
was 
violated ñfor what crime? -at whoís decision? A police force not neutral
but 
backing the IMF ñto show us and the world that we are only pieces of shit 
ñour ideas and aims, nothing- only to be beaten out of us-beaten into sub!
 mission. But Georgia, as she defiantly calls the policeman ëfascistoí 
breaks into tears- I try to comfort her. She then points out the brutal 
photographs of the police beating the protestors and arresting us that the 
police had put up on their office notice board to laugh at and look on as
their 
ëprizesí.  She then starts to tell me her story but then we were screamed
at 
to be silent. ñthese bastards ñcan we do nothing?í I got her to write down
her 
story: ëI was arrested while smoking a cigarette in Vaclavska Sq around 
10pm. They tortured us by making us stand for hours- one girl started
crying 
and I went to comfort her but they came in and smashed my head against the 
table- we could not sleep or move. At 8am they came to our cell and pulled
us 
downstairs and they hit us with their fist in our face. When we were
outside 
we had to stand in a line and a lot of us were threatened with kicks and
hits. 
Then they got our passports and we had to go each by each through two
lines 
of around thirty policemen. When we passed them they hit us and used the!
 ir batons to injure us. We all could see what was happening, so we knew
that 
the same would happen to us. When we passed the two police chains we had 
to sit in a transporter bus and listen to the screams of the following
people 
from 16 to thirty years old and from all over Europe. There were around 35 
of us. The worst thing was that the police laughed and enjoyed it the most 
when they drew blood from usí. 
One of the Americans with us told me his story about being punched in the 
head a couple of times and his head slammed in to the bars in the police 
station. Another American was hog tied and beaten severely and then they 
tried to break all his fingers by bending them backwards but only
succeeded 
in breaking one.
It was 6.30 am in the Immigration prison- I was still awake. We then
pleaded 
with an interpreter to tell the outside world what was documented above. 
He 
told us that we were arrested and being detained for up to seven days 
because we were suspected of being a danger to the IMF and WB. We were 
supposed to sign a statement saying this but we refused to do so. We told 
him that we were denied everything and he must tell the world because we 
had no one else- he was our last hope- our last contact to the outside
world- 
he was from Honduras and said he agreed with the protestors because his 
country had such debt but he felt his time was not now to make a stand but
I 
said if not now it will continue ñwe must make a stand some time. He left
and 
we were left on the cold floor and tried to come to terms with the fact
that 
we were going to spending days in a prison camp- we all feared most being 
separated and being alone. People were so emotional. But then around 10 am 
we were taken downstairs and told we were being released but had to 
leave Czech in 24 hours 
and could never return. The reason we were released is because the 
demonstrations were a success. The IMF and WB called their meetings off a 
day early because many delegates refused to turn up on Wednesday. The 
meetings were abandoned by Thursday. The power of ordinary people was 
shown as we let the elite know that we will not allow them destroy our
people 
and our planet.   In his closing remarks to delegates, the IMF\'s managing 
director, Mr Horst Kˆhler, expressed sympathy for the police officers. 
Further to this he stated ëThe authorities have shown admirable composure 
and restraint under the circumstancesí. 

 

Redaktionsschluß: Sonntag, 1. Oktober 2000, 22.34, ca
Fehler möge frau/man mir nachsehen!