LIEBE LEUTE

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Sorry! MUND von Gestern konnte aus unvorhergesehenen Gründen nicht erscheinen! Dafür heute an die 30 Artikel.
Sollten Beiträge übersehen worden sein, bitte noch einmal schicken!

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Freitag, 13. Oktober 2000


keil1.gif(893 Byte) Donnerstagdemo Bericht 12.10.00

keil1.gif(893 Byte) Aktionstag der Bunten (Zeitung) mit Flüchtlingen

keil1.gif(893 Byte) Militärkommando Wien handelt Waffenstillstand zwischen Botschaft der

keil1.gif(893 Byte) SchuelerInnenbuendnis, Freitag 13. oktober, 19:00

keil1.gif(893 Byte) Berichte vom Mittwoch:Demos gegen Studiengebühren,

keil1.gif(893 Byte) Schwarzer Freitag - Bildungskrach

keil1.gif(893 Byte) Eine Woche nach dem Besuch in Klagenfurt ist Volkstanz.net in Graz.

keil1.gif(893 Byte) Internationaler Rückhalt für PublicNetbase

keil1.gif(893 Byte) Die verbrauchte Minderheit - Kärntens SlowenInnen auf Haiders Exerzierfeld

keil1.gif(893 Byte) Money Nations / Medienpraxis und Kampagnenpolitik und

keil1.gif(893 Byte) Transparent gegen Deutschnationalismus

keil1.gif(893 Byte) Kulturkarawane gegen Rechts: Bericht und Photos

keil1.gif(893 Byte) ANAR (Austrian Network Against Racism) protestiert gegen den Auftritt der

keil1.gif(893 Byte) RE Auftritt der österreichischen Außenministerin

keil1.gif(893 Byte) Rosa Flieder: "Diese Regierung ist unerträglich"

keil1.gif(893 Byte) Palästina

keil1.gif(893 Byte) Bassam Tibi: "Es besteht die Gefahr eines Bürgerkriegs"

keil1.gif(893 Byte) Moshe Zuckermann über die Friedensfähigkeit des israelischen Staates

keil1.gif(893 Byte) Zur Antisemitismus-Debatte

keil1.gif(893 Byte) (B) Antisemitismus-Debatte

keil1.gif(893 Byte) (C) Zur Antisemitismusdebatte

keil1.gif(893 Byte) (D) antisemitismus im mund - rechtsextreme rkl - zensurfreies organ

keil1.gif(893 Byte) (E) Änderung in "Beiträge mit rassistischen oder sexistischen oder

keil1.gif(893 Byte) Zivilgesellschaft - ein Konzept für Frauen?

keil1.gif(893 Byte) Drogenfachleute wenden sich mit Petition an Bundeskanzler Schüssel

keil1.gif(893 Byte) 10.Okt in Kärnten - Deutschnationalismus feiert fröhliche Urstände

keil1.gif(893 Byte) dezentrale projektion. jugendliche und künstlerInnen zeigen ihre videos.

keil1.gif(893 Byte) Transdanubien gegen schwarz / blau

keil1.gif(893 Byte) Sonntag im Vorstadtzentrum 15 Kommt der Polizeistaat?

keil1.gif(893 Byte) Der Standard hat eine Widerstandsseite

 

Diese Ausgabe hat erol.akdag@chello.at>erol.akdag@chello.at zusammengestellt.

 

 

 

 

 

 

 



 



Was auf der letzten Drahdiwaberl CD
von EMI zensuriert wurde

"Schulterschluss"
(Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar

Saugt euch die MP3



Fotoreportage: HumpDump over Favoriten

Teil II

 

 





Donnerstagdemo Bericht 12.10.00
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http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htmhttp://tatblat 
t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm


DONNERSTAGSDEMO 12.10.00

Bericht aus der TATblatt-"Chronologie des Widerstands gegen die
Rechts-Rechtsextrem-Koalition in Wien"
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htmhttp://tatblat 
t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm


!!! UNKORRIGIERTE ERSTFASSUNG !!!
Allfällige Ergänzungen, Korrekturen etc. finden sich in der
"Chronologie" auf unserer Website.
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htmhttp://tatblat 
t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm

Donnerstagsdemo

Die Wirtschaftskammer Österreich im 4. Bezirk und ein
Burschenschafterfest im Uni-Campus im alten AKH waren die Ziele der
diesmaligen Donnerstagsdemo. Letzteres zu erreichen scheiterte an der
polizeilichen Abriegelung aller Zugänge zum Uni-Campus und an zwei
Fensterrahmen, die vom 5. Stock eines Wohnhauses auf die Demo fielen,
wobei zwar durch Zufall keineR ernsthaft verletzt wurde, die Demo aber
längere Zeit aufgehalten, in der Folge von vielen verlassen und
letztlich in zwei Teile aufgespalten wurde.

Die Anzahl der DemonstrantInnen war verglichen mit den letzten
Donnerstagsdemos eher bescheiden, nach TATblatt-Zählung (Museumsplatz)
und gleich lautenden Polizeiangaben (laut Standard) waren es rund 1.300,
laut Aktionskomitee 3.000.

Bis kurz vor 22.30 Uhr kam es zu keinen besonderen Vorfällen. Dann
stürzten in der Lenaugasse im 8. Bezirk plötzlich zwei mehrere Kilo
schwere Fensterrahmen mit einem metallenen Gitter - einer Art Katzen-
oder Vogelgitter - vom fünften Stock eines Wohnhauses auf die Straße.
Eine Demonstrantin wurde davon am Arm gestreift, zog sich dabei aber zum
Glück nur eine leichte Prellung zu. Dass nicht mehr passiert ist, dürfte
dem Umstand zu verdanken sein, dass die Demo an dieser Stelle nicht
sonderlich dicht war.

Die getroffene Demonstrantin erstattete bei einem Staatsschutzbeamten
Anzeige, mehrere andere DemonstrantInnen meldeten sich als ZeugInnen.
Nach Aussage eines Beamten habe eine erste Befragung ergeben, dass die
Fensterrahmen versehentlich hinuntergefallen seien (dafür spreche, dass
derartige Konstruktionen eher aufwändige und unhandliche Wurfobjekte
wären - dagegen, dass sie schon sehr fahrlässig montiert gewesen sein
müssen, wenn sie sich so einfach selbstständig machen; die Möglichkeit,
dass sich die BewohnerInnen zum Beispiel zu sehr gegen das Gitter
gelehnt haben, um die Demo zu sehen, und es sich wirklich um einen
Unfall gehandelt hat, sollte aber jedenfalls nicht vollkommen
ausgeschlossen werden; Anm.).

Während der Aufnahme der Daten der ZeugInnen zog ein großer Teil der
Demo weiter. Der andere folgte etwa eine Viertelstunde später. Die
meisten Leute verließen an dieser Stelle die Demo.

Beim alten AKH blockierten PolizistInnen-Reihen alle Eingänge zum
Uni-Campus und verhinderten so den ungebetenen Besuch eines
Burschenschafter-Festes. Noch vor 23.00 Uhr löste sich die Demo
allmählich auf. Als der letzte Demo-Rest bereits sehr klein war, machte
die Polizei die Campus-Zugänge wieder frei. Von einem trommelnden
Demonstranten (einem anderen als am 21. September) wurden die
Personalien aufgenommen, weil er Lärm erregt haben soll. Einzelne kleine
DemonstrantInnengruppen zogen abschließend doch noch pfeifend,
schimpfend oder "Widerstand"-rufend bei den Burschenschaftern vorbei.

Route/Ablauf: Ballhausplatz/Heldenplatz (Losziehen ca. 20.10) -
Bellariastraße - Museumsplatz - Getreidemarkt (an der Secession links
vorbei) - Operngasse - Paulanergasse - Wiedner Hauptstraße -
Schönburgstraße (Wirtschaftskammer, ca. 21.00) - Rainergasse -
Johann-Strauß-Gasse - Lambrechtgasse - Mittersteig - Straußengasse -
Margaretenstraße - Pilgramgasse - Pilgrambrücke - Hofmühlgasse -
Gumpendorfer Straße - Barnabitengasse - Mariahilfer Straße -
Museumsplatz - Museumsstraße - Auerspergstraße - Lenaugasse
(Zwischenfall mit Fensterrahmen, ca. 22.30 Uhr) - Schloßer Platzl -
Wickenburggasse (Landesgericht) - Thavonatgasse (Uni-Campus, altes AKH,
Auflösung ca. 23.00 Uhr)

!!! UNKORRIGIERTE ERSTFASSUNG !!!
Allfällige Ergänzungen, Korrekturen etc. finden sich in der
"Chronologie" auf unserer Website.
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htmhttp://tatblat 
t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm
http://tatblatt.mediaweb.athttp://tatblatt.mediaweb.at oder
http://www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatthttp://www.nadir.org/na 
dir/periodika/tatblatt
E-Mail: mailto:TATblatt@blackbox.netmailto:TATblatt@blackbox.net 
und mailto:TATblatt@gmx.atmailto:TATblatt@gmx.at (bitte
sicherheitshalber an beide Adressen mailen)





Aktionstag der Bunten (Zeitung) mit Flüchtlingen
Zurück
mailto:bunte.zeitung@lion.ccbunte.zeitung@lion.cc



Freitag, den 13. Oktober werden in Wien Flüchtlinge, die im 
Caritasheim am Westbahnhof untergebracht sind, die neue Ausgabe der 
Bunten (Zeitung) mit dem Schwerpunkt "Was geschieht ist keine Utopie 
- Macht und Ohnmacht der Zivilgesellschaft" auf der Straße verkaufen. 
Der halbe Verkaufspreis geht an die VerkäuferInnen.

Die Caritas-Heime sind derzeit vollständig überfüllt. Die Anzahl der 
Flüchtlinge, die in die Bundesbetreuung aufgenommen werden, wurde 
zwar kurzfristig während dem Besuch der "drei Weisen" um Hundert 
Personen erhöht, anschließend aber sofort wieder gekürzt. In Wien muß 
die Caritas die Aufnahme von Hunderten von Flüchtlingen ablehnen, 
darunter Kinder und schwangere Frauen, denen nur die Straße bleibt. 
"Es herrscht Willkür bei der Aufnahme der Flüchtlinge, es gibt keine 
Kriterien, auf die man sich berufen kann," stellt Heimleiter Michael 
Zikeli fest.

Auch die Volkshilfe wird durch die Kürzung des Tagsatzes von ÖS 225 
auf ÖS 190 vor massive finanzielle Probleme gestellt. In einer 
Aussendung betonte der Präsident der Volkshilfe, daß sowieso nur 30 
Prozent der AsylwerberInnen in Bundesbetreuung stehen.


Für Rückfragen:
Kerstin Kellermann, Magdalena Ebeid, Di-Tutu Bukasa (Bunte Zeitung): 961 10 29
Bettina Riha-Fink (Caritas Kommunikation): 878 12/138 (Montag 225)
mailto:bunte.zeitung@lion.ccbunte.zeitung@lion.cc




Militärkommando Wien handelt Waffenstillstand zwischen Botschaft der
Zurück
Besorgten BürgerInnen und Burghauptmannschaft aus
Johanna Hofinger http://www.ballhausplatz.atwww.ballhausplatz.at


Wie am 28.09.2000 auf 
http://www.ballhausplatz.atwww.ballhausplatz.at berichtet, hatte die
Burghauptmannschaft die Gespräche mit der Botschaft der Besorgten
BürgerInnen (BBB) abgebrochen und eine zwangsweise Entfernung des seit
9.Februar am Ballhausplatz etablierten Containers angekündigt. Vor seiten
der freiwilligen AktivistInnen, die rund um die Uhr für die Betreuung der
Botschaft sorgen, wurde vermutet, daß dieser plötzliche Druck im
Zusammenhang mit den geplanten Aktivitäten des Militärs am Heldenplatz zum
Nationalfeiertag steht. Nun erklärte das Militärkommando Wien, daß das
Militär in politische Auseinandersetzungen nicht verwickelt werden wolle.
Keinesfalls sollte zudem der Anschein erweckt werden, daß eine militärische
Parade zu Lasten des demokratischen Demonstrationsrechts ginge. Nun hat die
Burghauptmannschaft bis zum 29.10. einen *Waffenstillstand* mit der
"Botschaft" verkündet. Diese Information ließ das Militärkomamndo Wien den
AktivistInnen heute nachmittag zukommen. Ob von Seiten der
Burghauptmannschaft die Gespräche danach wiederaufgenommen werden, ist
jedoch noch offen.


12.10.2000 15:13 | von: Johanna Hofinger 
http://www.ballhausplatz.atwww.ballhausplatz.at




SchuelerInnenbuendnis, Freitag 13. oktober, 19:00
Zurück
mailto:martin@schulsprecher.atmartin@schulsprecher.at


SchuelerInnenbuendnis, Freitag 13. oktober, 19:00 Landstraßer-Hauptstr.96/1
BITTE AN ALLE WEITERLEITEN!

BUENDNISTREFFEN GEGEN STUDIENGEBUEHREN !
Freitag, 13. Oktober  19:00 Landstraßer Hauptstr. 96/1

Thema: Wie gehts weiter nach dem 11.Oktober?




Berichte vom Mittwoch:Demos gegen Studiengebühren,
Zurück
HörerInnenversammlung gegen Uni-Verwaltung durchgesetzt
mailto:TATblatt@blackbox.netTATblatt@blackbox.net

Bericht aus der TATblatt-"Chronologie des Widerstands gegen die
Rechts-Rechtsextrem-Koalition in Wien"
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htmhttp://tatblat 
t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm


!!! UNKORRIGIERTE ERSTFASSUNG !!!
Allfällige Ergänzungen, Korrekturen etc. finden sich in der
"Chronologie" auf unserer Website.
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t.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm

ZIGTAUSENDE BEI DEMOS GEGEN STUDIENGEBÜHREN

Zigtausende Menschen demonstrierten in Wien gegen Studiengebühren und
für freie Bildung. In einem Sternmarsch bewegten sich am Vormittag
StudentInnen, SchülerInnen, GewerkschafterInnen - vor allem von der
Gewerkschaft der EisenbahnerInnen - und unzählige andere solidarische
Menschen von der Uni-Wien (wohin zuvor auch zahlreiche große und kleine
Demonstrationen von Fakultäten und Instituten führten), dem Westbahnhof
(Treffpunkt für SchülerInnen, LehrerInnen, EisenbahnerInnen und alle
Anderen), TU, WU, Schwarzenbergplatz (Musikuni), Universität für
angewandte Kunst und Praterstern (VetMed) zum Parlament, wo um 12.00 Uhr
eine gemeinsame Kundgebung abgehalten wurde. Von dort zog eine
gemeinsame Demo die Ringstraße entlang zur Oper, kehrte in einer
größeren Schleife durch Seitengassen um, und bewegte sich anschließend
wieder über den Ring zum Ballhausplatz, wo nach 14.30 die
Abschlusskundgebung stattfand. Dass bei der Demo-Planung die
ÖVP-StudentInnenfraktion "Aktionsgemeinschaft" ihre Finger maßgeblich im
Spiel hatte, zeigte sich an mehreren Details, unter anderem an: - der
schlechten Ankündigung der Demo-Treffpunkte - der Demo-Route, die an
neuralgischen Punkten weit vorbei führte - bezahlten Demo-Ordnern - der
Auswahl der RednerInnen - dem Umstand, dass die DemonstrantInnen am
Ballhausplatz sehr lange mit Musik berieselt wurden, bis endlich die
Abschlusskundgebung begann, auf der dann durch Stromabdrehen zu
verhindern versucht wurde, dass auf eine nachfolgende
HörerInnenversammlung im Audimax hingewiesen wird u.v.a.

Ein Demonstrant dürfte Medienberichten zufolge während der
Abschlusskundgebung aus nicht näher bekannten Gründen von der Polizei
abgeführt worden sein, was andere DemonstrantInnen mit Eierwürfen
beantwortet haben sollen. Der Abgeführte wurde - laut Medienberichten -
nach Aufnahme seiner Personalien wieder freigelassen. Eier waren aber
auch bereits vorher geflogen. Ihr Ziel war die Hofburg.

Die Gesamtzahl der TeilnehmerInnen an den Demonstrationen in Wien dürfte
zumindest gegen 30.000 gehen. Allein von der Uni-Wien zum Parlament
bewegten sich nach TATblatt-Zählung rund 10.000 Menschen, an der
nachfolgenden Demo beteiligten sich nach TATblatt-Zählung 20.000 bis
25.000. Da jedoch bereits während der Kundgebung vor dem Parlament ein
stetiges Abwandern von DemonstrantInnen eingesetzt hatte, konnten bei
keiner der TATblatt-Zählungen wirklich alle Beteiligten erfasst werden.
Die Polizei sprach von 20.000 Leuten auf der Demo, und laut APA von
30.000 insgesamt. Die ÖH meldete 50.000 DemonstrantInnen.

Demoablauf (exkl. Sternmarsch): Parlament (ca.12.00 bis 12.30 Uhr) -
Ring - Kärntner Straße - Walfischgasse - Schwarzenbergstraße
-Seilerstätte - Weihburggasse - Ring -Heldenplatz/Ballhausplatz (Ankunft
ca. ab 14.10, Beginn der Kundgebung 14.40)


HÖRERINNENVERSAMMLUNG

Tausende DemonstrantInnen, die nach 15.00 Uhr in die Uni Wien zu einer
HörerInnenversammlung gekommen waren, fanden das Audimax verschlossen
vor, was vorerst einige Verwirrung auslöste. Zuerst wurde versucht, die
Versammlung in die Aula zu verlegen. Da sich diese als zu klein erwies,
kehrten die StudentInnen jedoch bald wieder zum Audimax zurück. Nach
ebenso lautstarkem wie erfolglosem Fordern nach Öffnung der Türen,
griffen einige StudentInnen zur Selbsthilfe. Vorbei an etwas
überraschten Uni-Securitys eines privaten Wachdienstes holten sie von
einer Baustelle im Hof eine Spitzhacke, mit der sie dann daran gingen,
eine der Türen zu bearbeiten. Kurz bevor diese nachgab, erschien der von
den Securitys alarmierte Uni-Senatsvorsitzende, Jörg Hoyer, und hielt
die studentischen HandwerkerInnen zurück. Ein Aufsperren verweigerte er
aber vorerst mit der Begründung, dass Universität und Studierende doch
gemeinsam kämpfen müssen, dass doch nicht sichergestellt werden könne,
dass das Audimax nach einer HörerInnenversammlung wieder verlassen
werde, und dass keine HörerInnenversammlung angemeldet worden sei. Nach
einem kürzeren Wortwechsel, und nachdem die Hacke zur nächsten Tür
weiter gereicht worden war, veranlasste er aber schließlich doch ein
Aufsperren der Türen. Kurz nach 16.00 konnte somit die
HörerInnenversammlung beginnen, bei der es vor allem um die weitere
Vorgangsweise im Kampf gegen Studiengebühren ging. Neben dem Erheben von
Streikforderungen wurden zahlreiche Aktionen, wie österreichweite
Verkehrsblockaden oder die Organisierung eines Boykotts der Zahlung von
Studiengebühren (mehr Infos:
http://strike.action.at/special/nullgeld.htmhttp://strike.action.at/ 
special/nullgeld.htm), angeregt. Gegen Ende der
Versammlung äußerte sich auch Hoyer zu den Studiengebühren und erklärte,
wenn die Universität mit deren Einhebung beauftragt werden solle, "dann
heben wir sie halt nicht ein, wir sind dazu auch gar nicht in der Lage,
[...] die Universität ist kein Finanzamt". Streikbeschluss wurde in der
HörerInnenversammlung keiner gefällt. In den nächsten Tagen soll jedoch
an den Instituten in dieser Richtung informiert und agitiert, und in
einer nächsten HörerInnenversammlung am Montag, dem 16. Oktober, um
14.00 Uhr im Audimax weiteres besprochen werden.

Eine Auflistung der bei der HörerInnenversammlung gemachten Vorschläge,
Termine, weiter führende Links u.v.a.m. zum Thema gibt es auf der wieder
belebten Uni-Aktions-Website Strike.

Weitere Berichte vom Mittwoch auf der TATblatt-Website.
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"Chronologie" auf unserer Website.
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und mailto:TATblatt@gmx.atmailto:TATblatt@gmx.at (bitte
sicherheitshalber an beide Adressen mailen)



Schwarzer Freitag - Bildungskrach
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mailto:igpub@egroups.comigpub@egroups.com

(heute auf der demo erfahren:morgen, 13.10., 13:00 aktion im alten AKH:
"der freie bildungszugang wird zu grabe getragen"mit zeremonie, sarg 
und grabrede
bye, Ron)


StudentInnen der Publizistik und Kommunikationswissenschaft trauern um
Wissenschaft und Forschung

SCHWARZER FREITAG - BILDUNGSKRACH

Am Freitag den 13.10.2000 werden die Studentinnen und Studenten des
Institutes der Publizistik und Kommunikationswissenschaft die Bildung und
Wissenschaft symbolisch zu Grabe tragen. Im Rahmen der Protestaktionen der
Plattform ÖH - Basis für Bildung wird das Institutsgebäude in Schwarz
gekleidet. In Lehrveranstaltungen werden Trauerminuten und Andachten in
Gedenken an den freien Hochschulzugang abgehalten.

Der jetzt schon dahinsiechenden Forschung und Lehre an den Universitäten
wird nun durch das Massnahmenpaket der Regierung der endgültige Todesstoss
versetzt. Durch die Einführung der Studiengebühren ist der freie
Hochschulzugang nur mehr ein Mythos, denn trotz geplanter sozialer
Abfederungsmassnahmen wird für einen grossen Teil der Studierenden der
Hochschulbesuch unleistbar. Um Budgetlöcher zu stopfen wird seitens der
Regierung eine unüberlegte sozialdarwinistische Bildungspolitik betrieben.

Die StudentInnen der Publizistik und Kommunikationswissenschaft begraben an
diesem Freitag den 13. Bildung und Wissenschaft. Hier wird eindeutig auf
eine reiche Hochschulelite hingearbeitet. Von sozialer und geschlechtlicher
Gleichberechtigung kann bei der Einführung von Studiengebühren nicht mehr
die Rede sein, so Charis Oskandi, Studienrichtungsvertreterin der
Publizistik.
Als Teil des bundesweiten Bündnisses ÖH - Basis für Bildung wird die
Studienrichtungsvertretung Publizistik gemeinsam mit anderen Gruppen ihre
Proteste fortführen bis es zur Rücknahme der Kürzungen im sozialen und
bildungspolitischen Bereich und zur Abschaffung der zusätzlichen Belastung
der Studierenden durch Einführung von Studiengebühren kommt.

Studienrichtungsvertretung Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Universität Wien
Kutschkerg. 23/1
A-1180 Wien
Tel. +43/(0)1/4077780
mailto:igpub@egroups.comigpub@egroups.com
http://www.univie.ac.at/STRV-Publizistik/http://www.univie.ac.at/STR 
V-Publizistik/




Eine Woche nach dem Besuch in Klagenfurt ist Volkstanz.net in Graz.
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mailto:yoyo@online.edvg.co.atyoyo@online.edvg.co.at

Soundpolitisierung vor den Steirischen Landtagswahlen

Eine Woche nach dem Besuch in Klagenfurt ist Volkstanz.net in Graz.

Wiederum im Rahmen der "Kulturkaravane gegen Rechts"
(http://www.8ung.at/offeneskaernten/)http://www.8ung.at/offeneskaern 
ten/) werden sich am Samstag die
Plattenteller des volkstanz-Soundsystems in Graz drehen. Landtagswahlen
können auch 8 Monate nach Antritt dieser Bundesregierung nicht im Klima
politischer Normalität abgehalten werden. Der Eindruck der Normalität wird
ohnehin nur mit viel Aufwand seitens dieser Bundesregierung erweckt und
kann nur schwerlich über den wahren Zustand hinweg täuschen. In der
Steiermark - dem Bundesland mit der europaweit höchsten
Leberzirrhosenstatistik* - kandidiert beispielsweise eine ehemalige
Fernsehmoderatorin mit dem Slogan "Steiermark drogenfrei" für eine
(Regierungs!)Partei deren Ehre Treue heißt. Da steckt viel dahinter. Nichts
hat mit Normalität zu tun.

dj line-up: hans platzgumer - xbert - musikfranz - mr. robbman
Samstag 14. Oktober 2000 ab 15:00 Südtirolerplatz/Graz - Abschluß beim
Eisernen Tor

*lt steirischen Gesundheitsbericht 2000
mailto:yoyo@online.edvg.co.atyoyo@online.edvg.co.at




Internationaler Rückhalt für PublicNetbase
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http://www.t0.or.at/http://www.t0.or.at/

PRESSEMITTEILUNG

Public Netbase t0 Media~Space!
Institut für Neue Kulturtechnologien

++++++++++

Public Netbase t0 ist ein Gradmesser für die Zukunftsentwicklung des
kulturellen Erbes in Europa  -

Namhafte internationale Persönlichkeiten aus Medien, Kunst, Kultur und
Wissenschaft sprechen sich in einem offenen Brief an die österreichische
Öffentlichkeit für eine Sicherung und Förderung der
Netzkunst-Institution im Wiener Museumsquartier aus

++++++++++


Die Tatsache, dass Public Netbase t0 in den vergangenen Monaten in arge
politische Bedrängnis geraten ist, die das renommierte und international
viel beachtete Netzkultur-Projekt in seiner gesamten Existenz gefährdet,
blieb vielen nicht unbemerkt - auch nicht außerhalb Österreichs.

International anerkannte KünstlerInnen, MedientheoretikerInnen,
WissenschafterInnen und KuratorInnen haben aus aktuellem Anlass einen
Brief an die österreichische Öffentlichkeit verfasst, der eine breite
Unterstützung für Public Netbase t0 zum Ausdruck bringt und - im
Gegensatz zur aktuellen Vorgangsweise - ein aktives Engagement zur
Förderung der künstlerischen und kulturellen Nutzung von neuen
Technologien fordert.

Damit wird einmal mehr darauf hingewiesen, dass Public Netbase t0 mit
seiner künstlerischen Tätigkeit in Österreich einen Beitrag zum
Kulturgeschehen leistet, der weltweite Anerkennung für seine wegweisende
Impulsgebung findet. Dies sollte nun auch der Regierungspolitik den
Anstoß geben, den Weg der Beeinträchtigungen von Public Netbase t0 zu
beenden und die strukturellen Voraussetzungen des unabhängigen und
experimentellen Medienprojekts zu gewährleisten und dauerhaft zu
sichern.

Die wichtigsten Informationen, Hintergründe, Pressemitteilungen sowie
den offen Brief und die Möglichkeit zu weiteren online-Unterschriften
finden sich unter:

http://free.netbase.org/http://free.netbase.org/


++++++++++


September 2000

Offener Brief an die österreichische Öffentlichkeit

Public Netbase im Visier der Rechtsregierung

Die unten angeführten Personen, Organisationen und Initiativen
verlangen, dass das Wiener Neue-Medien-Center Public Netbase weder zum
Schließen noch zum Auszug aus seinen Räumlichkeiten im Museumsquartier
gezwungen wird.  Wir fordern die österreichische Regierung auf, die
Pionierstellung von Public Netbase in der Medienkunst und -kultur
anzuerkennen, indem sie der Organisation eine Fortsetzung ihrer Arbeit
im Museumsquartier ermöglicht.

Seit seiner Gründung im Jahr 1994 hat Public Netbase eine herausragende
Rolle in der Gestaltung der sich rasch verändernden Landschaft der
elektronischen Kultur gespielt. Unter der engagierten Leitung von Konrad
Becker und Marie Ringler ist Public Netbase sowohl in der Wiener
Medienkultur als auch auf europäischer und globaler Ebene aktiv. Public
Netbase bietet aber auch der Öffentlichkeit eine breite Palette von
Dienstleistungen an - etwa Kurse und öffentlichen Internet-Zugang - und
unterhält ein anspruchsvolles künstlerisches Programm. Public Netbase
veranstaltet Ausstellungen und Konferenzen und fördert die Kultur der
neuen Medien durch bedeutende Beiträge zur Praxis und zur
Theoriebildung. Die Fortsetzung dieser Initiativen im Rahmen der
kulturellen Arbeit des Museumsquartiers wäre eine außerordentliche
Bereicherung jener kulturellen Ressourcen und Kompetenzen, die
Österreich benötigt, um auch im neuen Jahrhundert einen seinem
bedeutenden kulturellen Erbe entsprechenden Rang einzunehmen.

Leider ist Public Netbase seit dem Regierungswechsel Ziel haltloser
Anschuldigungen, versteckter Machenschaften und ungerechtfertigter
Angriffe geworden. Die Streichung der gesamten Bundesförderung, die
Versuche der Bundesregierung, auch auf Landesebene die Förderung zu
beenden, und die umfangreiche aber fruchtlose Wirtschaftsprüfung, die
wegen behaupteter Misswirtschaft veranlasst wurde, sind alle Ausdruck
eines Bemühens, die kritischen Stimmen der österreichischen
Zivilgesellschaft zum Schweigen zu bringen. Für uns sind diese
Ereignisse in Anbetracht der Leistungen, die Public Netbase für die
lokale Gemeinschaft und für die Medienkunst erbracht hat, nicht nur
schockierend, sondern auch zutiefst beunruhigend.

Wir fordern die österreichische Regierung dringend auf, ihre Politik
gegenüber Public Netbase zu überprüfen und zu klären sowie die
Leistungen dieser Organisation anzuerkennen. Public Netbase verdient für
die wertvolle kulturelle Umgebung, die es schafft, sowie für seine
Förderung  experimenteller und neuer Kunstformen Unterstützung. Aber
nicht nur für Public Netbase sollte eine dauernde Förderung gesichert
werden, sondern auch für jene Personen und Organisationen, die an der
Vielzahl von anderen unabhängigen und experimentellen Medienprojekten,
die in Österreich in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind,
mitgewirkt haben. Diese Projekte haben gezeigt, dass Medienkunst und
Netzkultur eine eindrucksvolle Geschichte haben und dass sie versuchen,
die kreative Vielfalt und den kritischen Diskurs, die für die
entstehende globale Kultur von wesentlicher Bedeutung sind, zu
reflektieren. Zu oft sind elektronische Medien fälschlich als
fragmentarische oder marginale Erscheinungen verstanden worden, zu oft
ist ihre Bedeutung für die kulturelle Diskussion um Kreativität in der
zeitgenössischen Kunst nicht erkannt worden. Doch nichts ist weiter von
der Wahrheit entfernt, und gerade deswegen ist Public Netbase ein
unermüdlicher Förderer der neuen Medienkultur. Es ist daher die
Verantwortung und Pflicht der österreichischen Regierung, die für den
öffentlichen Kulturbereich zuständig ist, die Förderung von Public
Netbase wieder aufzunehmen und sicherzustellen, dass Public Netbase im
Museumsquartier verbleiben kann. Alles andere wäre zum Nachteil der
Öffentlichkeit und des kulturellen Erbes Europas.


Zu den ersten 100 UnterzeichnerInnen zählen DirektorInnen der
wichtigsten internationalen Institutionen im Bereich Kunst und Neue
Medien (z.B. Banff/Canada, FACT/UK, Ars Electronica/Ö, Tate Modern/UK),
UniversitätsprofessorInnen (z.B. Jaques le Rider/F, Cees Hamelink/NL,
Constance Penley/US), KuratorInnen und KulturmanagerInnen (z.B. Robert
Palmer/UK, Elisabeth Schweeger/D, Sally Jane Norman/F, Peter Oswald/Ö),
TheoretikerInnen (z.B. Timothy Druckrey/US, Geert Lovink/NL):


Alex Adriansen,
Director V2, Rotterdam/Netherlands

Eric Alliez,
Professeur titulaire de la Chaire d' Esthetique à l'Académie des Arts
plastiques, Vienne/Austria

Juliane Alton,
IG Freie Theater

Eddie Berg,
FACT, UK

Kristin Bergaust,
Artist and Director of Media-Lab Atelier Nord, Norway

Margit Böck,
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität
Wien

Alexander Bossew,
Salzburger Festspiele

Andreas Broeckmann,
Artistic Director transmediale Berlin/Germany

Antonella Corsani,
enseignant-chercheur Université de Paris/France

Critical Art Ensemble,
Artist Group, USA

Amanda Crowley,
Adelaide Festival of Arts, Australia

Calin Dan,
Amsterdam, NL

Erik Davis,
Author and Contributing Editor, Wired Magazine, San Francisco/USA

Manuel DeLanda,
Fellow at Institute for Advanced Study, Princeton, New Jersey/USA

Mark Dery,
Author, Editor of Artbyte, NY, US

Sara Diamond,
The Banff Center, Canada

Sher Doruff,
Society for Old and New Media, Amsterdam/Netherlands

Timothy Duckrey,
Author and Lecturer, USA

Sylvia Eckermann,
Künstlerin, Wien

Adele Eisenstein,
C3 Center for Culture & Communication, Budapest/Hungary

Andrea Ellmeier,
Kulturdokumentation, Vienna/Austria

Gregor Erbach,
Forschungszentrum Telekommunikation Wien

Bronac Ferran,
Arts Council, UK

Vera Frenkel,
Ontario/Canada

Tomas Friedmann,
Lteraturhaus Salzburg

Martin Fritz,
Curator EXPO 2000 (In Between), Hannover/Germany

Mathias Fuchs,
Künstler, Wien

Matthew Fuller,
Lecturer in Media, Communications and Culture at Middlesex University,
working with the artists' collective Mongrel, UK

Alex Galloway
rhizome.org, NY/ US

Wolfgang Gantner,
Künstler, gelatin Wien

Gabriele Gerbasits,
IG Kultur Österreich, Vienna/Austria

Lizbeth Goodman,
Director of The Institute for New Media, Performance Research School of
Performing Arts - University of Surrey/UK

Franz Graf,
Professor Academy of Fine Arts, Vienna/Austria

Honor Harger,
Tate Modern, London/UK

Cees J. Hamelink,
Professor of International Communication, University of
Amsterdam/Netherlands

Lisa Haskel,
Media Art Projects, UK

Christine Hohenbüchler,
Irene Hohenbüchler,
Künstlerinnen, Wien

Perry Hoberman,
Artist, teaches at the School of Visual Arts, New York/USA

Danny Holman,
No D Media Lab, Prague/Czech Republic

John Hopkins,
Media Lab - University of Art and Design, Helsinki/Finland

Thomas Hübel,
Depot

Erkki Huhtamo,
Professor UCLA, Dept. of Design, Finland

Christian Jungwirth,
association of free radios -austria

Eric Kluitenberg,
Media Theorist and Curator New Media, de Balie - Center for Culture and
Politics, Amsterdam/Netherlands

Knowbotic Research,
Artist Group, Germany

Piotr Krajewska,
WRO Center for Media Art, Wroclaw/Poland

Arthur and Marilouise Kroker,
Editors CTHEORY, Boston, Massachusetts/USA

Spela Kucan,
Ljudmila - Ljubljana Digital Media Lab, Slovenia

Violetta Kutlubasis-Krajewska,
WRO Center for Media Art, Wroclaw/Poland

Jacques Le Rider,
Ecole pratique des Hautes Etudes, Section des sciences historiques et
philologiques, Sorbonne, Paris/France

Geert Lovink,
Media Theorist, Canberra/Australia

Rafael Lozano-Hemmer,
Art and Technology Foundation, Madrid/Spain

Tapio Makela,
M-cult, Finland

Gerald Matt,
KunsthalleWien

Elisabeth Mayerhofer,
FOKUS, Wien

Wolfgang Modera,
Ars Electronica Center, Linz/Austria

Monika Mokre,
FOKUS, Wien

Sally Jane Norman,
Directrice Générale de l'Ecole supérieure de l'image, Angoulême,
Poitiers/France

Ferry Öllinger,
Festival der Regionen

Peter Oswald,
Steirischer Herbst, Graz/Austria

Robert Palmer,
Director Brussels2000, Belgium

Sylvie Parent,
Curator, Centre international d'art contemporain, Montréal/Canada

Ana Parga,
Art and Technology Foundation, Madrid/Spain

Marko Peljhan,
Project Atol, Ljubljana/Slovenia

Constance Penley,
Professor and Chair Department of Film Studies University of California

Miklos Peternak,
Director C3 Center for Culture & Communication, Budapest/Hungary

Sadie Plant,
writer, Birmingham, UK

Susie Ramsay,
Art and Technology Foundation, Madrid/Spain

Veronika Ratzenböck,
Director Kulturdokumentation, Vienna/Austria

Gerald Raunig,
european institute for Progressive Cultural Policies

Lioba Reddeker,
basis wien

Christian Reder,
Professor University for Applied Arts, Vienna/Austria

Dieter Roelstraete,
AS magazine, Antwerp

Marlene Ropac,
Depot

RTMark,
Artist Group, USA

Gerhard Ruiss,
IG Autorinnen Autoren, Austria

Constanze Ruhm,
Künstlerin, Wien

Sabine Schebrak,
WUK Wien

Annette Schindler,
Director Plug In, Basel/Switzerland

Helene Schnitzer,
IG Kultur Tirol

Georg Schöllhammer,
springerin Hefte für Gegenwartskunst

Christine Schöpf,
Ars Electronica Center, Linz/Austria

Dieter Schrage,
Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Vienna/Austria

Elisabeth Schweeger,
Schauspielhaus Frankfurt

Herman Seidl,
FOTOHOF, Salzburg

Yukiko Shikata,
Curator, Japan

Rasa Smite,
E-LAB Electronic Arts and Media Center, Riga/Latvia

Raitis Smits,
RIXC The Center for New Media Culture, Riga/Latvia

Jo van der Spek,
RIKS, Amsterdam

Dietmar Steiner,
Architekturzentrum Wien

Stahl Stenslie,
Artist and Curator, Oslo/Norway

Hito Steyerl,
Publizistin und Filmemacherin, Berlin/D

Marleen Stikker,
Society for Old and New Media, Amsterdam/Netherlands

Gerfried Stocker,
Ars Electronica Center, Linz/Austria

Janos Sugar,
Media Research Foundation, Budapest/Hungary

Daniela Swarowsky,
Manager of DEAF_2000 Festival/V2_Organisation, Rotterdam/Netherlands

Peter Tomaz,
President Association for Culture and Education, Multimedia Center
KiberSRCeLab - KIBLA, Maribor/Slovenia

Ralph Ubl,
Hochschule der Künste, Berlin

Toshiya Ueno,
Associate Professor, Sociologist, Tokyo/Japan

Andreas Vitásek,
Wien

Simon Wachsmuth,
Artist, Netherlands

Markus Wailand,
Artist/Curator, Wien

Gerald Weber,
Sixpack Film Wien

Ulrich Wegenast,
Wand 5/Stuttgarter Filmwinter, Germany

Katharina Weingartner,
Kulturtheoretikerin, US

Rupert Weinzierl,
WIWIPOL, Wien

Dirk de Wit,
Brussels2000, Belgium

Tasos Zembylas,
Institute for Cultural Management (IKM)

Wolfgang Zinggl,
Wochenklausur, Vienna/Austria

Heimo Zobernig,
Artist, Vienna/Austria

Robert Zöchling,
Context XXI, Wien


++++++++++


Martin Wassermair

Public Netbase t0 Media~Space!
Institut für Neue Kulturtechnologien
Museumsplatz 1, Museumsquartier
A-1070 Wien

Tel. +43 (1) 522 18 34 - 20
Fax. +43 (1) 522 50 58
Mobil. +43 (676) 309 49 86
http://www.t0.or.at/http://www.t0.or.at/




Die verbrauchte Minderheit - Kärntens SlowenInnen auf Haiders Exerzierfeld
Zurück
mailto:facts@slovenian.atfacts@slovenian.at

 Wir brauchen Unterstützung
für die Drucklegung der Broschüre
Die verbrauchte Minderheit -
Kärntens SlowenInnen auf Haiders Exerzierfeld
(die Rohfassung wurde am 29. August von der Vertreterin der Plattform 
Offenes Kärnten/Odprta Koroška in Heidelberg den drei EU-Weisen 
übergeben)

Wir bitten dringend um Spenden auf das zu diesem Zweck eingerichtete 
Konto "Broschüre"
Konto-Nr. 1.220.169
bei Posojilnica-BANK Ludmannsdorf/Bilcovs, BLZ 39101.

Sie können die Broschüre schon jetzt 
http://www.slovenian.at/formular.htmlreservieren.

Bitte den Spendenaufruf an potentielle UnterstützerInnen, FreundInnen 
und Bekannte weiterschicken!

Vielen Dank/hvala lepa
Vida Obid, Mirko Messner, Andreas Leben (Autorin & Autoren)
e-mail: mailto:facts@slovenian.atfacts@slovenian.at
website: http://www.slovenian.atwww.slovenian.at





Money Nations / Medienpraxis und Kampagnenpolitik und
Zurück
Tatblatt-Positionspapier
mailto:vor.red@sil.atvor.red@sil.at

Vor der Information
Zeitschrift für Kunst, Film, Theorie und Politik
Mobil: 0676/ 726 64 96
Email: mailto:vor.red@sil.atvor.red@sil.at

Hallo,

Anbei das Tatblatt-Positionspapier.

Viele Grüße,
für die Red.
Jo Schmeiser

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MONEY NATIONS / MEDIENPRAXIS UND KAMPAGNENPOLITIK -- Sonntag 22.10.00,
16.30-19.00h
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MONEY NATIONS KONGRESS
WUK/Kunsthalle Exnergasse
Sonntag 22.10.00
16.30-19.00h

MEDIENPRAXIS UND KAMPAGNENPOLITIK

Diskussion zu Kampagnen/Medien, die die rassistische und sexistische
(Staats)Politik in Österreich bekämpfen, Fragen:

Im Kampf gegen die rassistische und sexistische Staatspolitik spielt die
Herstellung von antirassistischen/feministischen/migrantischen
Öffentlichkeiten eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht nur um die
Sichtbarmachung und Etablierung von nicht-hierarchischen egalitären
Gesellschaftsentwürfen und -konzepten, sondern zuallererst um Informationen
und Analysen, die die Existenz und Funktionsweise rassistischer und
sexistischer Strukturen deutlich machen. Denn in der herrschenden
österreichischen (Boulevard)Presse dominieren bekanntermaßen Diskurse, die
Rassismus und Sexismus nicht nur ignorieren, sondern überhaupt gleich deren
Existenz dementieren.
Was sind die Grundprinzipien, redaktionellen Ansätze und politischen
Strategien der einzelnen antirassistischen, feministischen, migrantischen
Zeitungs- und Zeitschriftenprojekte?
Wie sehen Zusammenarbeit, Vernetzung und Austausch zwischen den einzelnen
Projekten vor dem Hintergrund der Widerstandsbewegung gegen die
FPöVP-Regierung aus?
Welche Möglichkeiten, die dominanten medialen und politischen Diskurse
empfindlich zu stören, können Bündnisse unterschiedlicher alternativer
Medien und Öffentlichkeiten eröffnen?

DiskussionsteilnehmerInnen:

* TATblatt  - antirassistische Zeitschrift (A, -- ZUGESAGT: bringt sich
über einen textuellen Beitrag ein)
* MUND - Medien Unabhängiger Nachrichten Dienst (A, eine VertreterIn aus
dem Redaktionsteam -- ZUGESAGT)
* dérive - Zeitschrift für Stadtforschung (A, Christoph Laimer -- ZUGESAGT)
* malmoe -  ein neues Zeitungsprojekt (Erscheinungsweise: 14-tägig), "das
gegen die neoliberale Hegemonie Alternativen in allen gesellschaftlichen
Bereichen forcieren will". (aus dem Konzept). (A, eine VertreterIn aus dem
Redaktionsteam -- ZUGESAGT)
* female sequences - Frauen Lesben Kultur Heft ig (A, Rosemarie Reitsamer
-- ZUGESAGT)
* nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur (A, Vina Yun und Jutta
Sommerbauer -- ZUGESAGT)
* Die Bunte Zeitung - Zeitschrift von MigrantInnen aus allen Kontinenten zu
migrationspolitischen Inhalten (A, eine VertreterIn aus dem Redaktionsteam
-- ZUGESAGT)
* stimme. von und für minderheiten - (A, Cornelia Kogoi -- ZUGESAGT)


Moderation:

* Johanna Schaffer A, (ZUGESAGT)



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POSITIONSPAPIER    TATblatt
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Information, motivation, diskussion. Mit diesen drei schlagworten lässt
sich zusammenfassen, warum wir TATblatt machen. Wir wollen zeigen, dass
widerstand gegen menschenverachtende strukturen - gegen patriarchat,
rassismen, kapitalismus, umweltzerstörung oder einfach: gegen jede form
von unterdrückung, diskriminierung und ausbeutung - möglich, sinnvoll
und notwendig ist. Dazu wollen wir raum bieten, um relevante
informationen verbreiten, taktiken diskutieren, zweifel äußern und ideen
vorschlagen zu können.

Begonnen haben wir damit im jahre 1988. Unsere erste ausgabe trug
allerdings nicht die nummer 1, sondern minus-101. Dies hatte den
vorteil, dass wir gleich bei der zweiten ausgabe ein rundes jubiläum
feiern konnten. Zudem wollten wir damit ausdrücken, dass das TATblatt
eine noch nicht fertige, sich entwickelnde zeitschrift sein sollte.
Spätestens bei der nullnummer wollten wir auf zweitageszeitung
umsatteln. Mittlerweile sind wir längst in den positiven zahlen, um ein
paar utopien und illussionen ärmer, und machen immer noch eine immer
noch weiterzuentwickelnde zweiwochenzeitschrift.

Unerwartete bekanntheit bekam das TATblatt im frühjahr 1995, als nach
einem missglückten anschlag auf einen 380kV-freileitungsmasten - zwei
genossen kamen dabei ums leben - aufgedeckt wurde, dass der damalige
österreichische innenminister Caspar Einem vor seiner amtsübernahme
zweimal kleine geldbeträge an das TATblatt gespendet hatte. Um den
innenminister politisch abschießen zu können, konstruierte fpö-führer
Jörg Haider den mythos eines "netzwerks des linksextremen terrors" mit
dem TATblatt in der mitte. Eine regierungskrise war die folge, das
TATblatt tagelang in allen fernsehnachrichten, auf allen
tageszeitungstitelblättern und gegenstand einer reihe von
parlamentarischen anfragen. Alle versuche das TATblatt zu
kriminalisieren, sind bislang aber gescheitert.

Wir erscheinen weiterhin ganz legal, seit 1997 - auszugsweise - auch im
www:
http://tatblatt.mediaweb.athttp://tatblatt.mediaweb.at

--ENDE Selbstdarstellung--
--
http://tatblatt.mediaweb.athttp://tatblatt.mediaweb.at oder
http://www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatthttp://www.nadir.org/na 
dir/periodika/tatblatt
E-Mail: mailto:TATblatt@blackbox.netmailto:TATblatt@blackbox.net 
und mailto:TATblatt@gmx.atmailto:TATblatt@gmx.at (bitte
sicherheitshalber an beide Adressen mailen)






Transparent gegen Deutschnationalismus
Zurück
mailto:oekoli_wien@gmx.netoekoli_wien@gmx.net


anläßlich der 10. oktober feierlichkeiten in kärnten, im speziellen in
klagenfurt, wurde als zeichen des widerstandes ein transparent mit dem
schriftzug "ethnisch sauber - völkisch rein?" in die luft gebracht. an
luftballonen befestigt schwebte es (zumindest einigermaßen weit sichtbar) über
den dächern klagenfurts, ziemlich im zentrum des festzuges.
die polizei nahm die daten von sechs personen auf, ließ das transparent
aber unbehelligt (es wurde während ca. einer halben stunde an schnüren
geführt - und später losgelassen).

kurz zur geschichte: am 10. oktober 1920 fand in einem teil des jetzigen
kärntens eine volksabstimmung über die hinkünftige staatszugehörigkeit
statt
- und endete mit einem ergebnis von ca. 60 zu 40% für ösiland. seither
wird
dieser tag im `deutschland dürfen wir nicht, österreich wollen wir nicht,
also sagen wir` kärnten heilig gehalten. wie schon ex-landeshauptmann
wagner
(spö) sagte: "ich bin ein echter kärntner, ich spreche kein wort
slowenisch."

--
Ökologische Linke (ÖKOLI)
Postfach 28
A-1153 Wien
e-milio: mailto:oekoli_wien@gmx.netoekoli_wien@gmx.net
http://www.oekoli.cjb.netwww.oekoli.cjb.net (im Entstehen...)

Wenn ihr an unseren spanischen/französischen/englischen Aussendungen
interessiert seid, um Infos weiterzuverbreiten, meldet euch!
*******************************************************************
don't forget to say hello to echelon:
abhoermethoden, bombe, cia ,datenklau, echelon, freak, grundrecht,
hacking, iridium, joint, kommunismus, lauschangriff, mailbombing,
oecalan, pgp, querulant, rasterfahndung, besetzung, behörde
shell, tristero, urheberrechtsverletzung, wanze, geld, asyl,
ausländer, zukunft, nigeria, ahim, widerstand
                   LEAVE BUSINESS AND JOIN DEMONSTRATION





Photos:

hoi hallo
wenn ihr sie nutzen wollt und so. im winzipfile sind jpg´s. wenns so nicht
geht, versuch ichs hoffentlich bald anders.
wenn foto-mensch-name notwendig:
ein spontaner populist

schöne tage und baba
mailto:moeres@gmx.netmoeres@gmx.net



Kulturkarawane gegen Rechts: Bericht und Photos
Zurück
mailto:fewor@no-racism.netfewor@no-racism.net


Kulturkarawane gegen Rechts / Widerstandstage in Kärnten.

http://www.no-racism.net/aufruhr_widerstand/kultkara/kkbericht_1.htm 
http://www.no-racism.net/aufruhr_widerstand/kultkara/kkbericht_1.htm

1. Bericht mit Fotos von der ziehenden Karawane.

Von 7. - 15. Oktober tourt die Kulturkarawane gegen Rechts durch Kärntnen.

Von 26. - 28. Oktober findet der Widerstandskongress in Klagenfurt statt.

mailto:fewor@no-racism.netfewor@no-racism.net

   



ANAR (Austrian Network Against Racism) protestiert gegen den Auftritt der
Zurück
österreichischen Außenministerin
mailto:Ljubomir@Integrationshaus.orgLjubomir@Integrationshaus.org


ANAR (Austrian Network Against Racism) protestiert gegen den Auftritt der
österreichischen Außenministerin als Eröffnungsrednerin bei der Konferenz
"Alle anders, alle gleich: Von Theorie zur Praxis" (Straßburg,
11.-13.10.2000). Wenn Frau Ferrero-Waldner als Mitglied einer Regierung, an
der die FPÖ - offiziell eine "rechtspopulistische Partei mit radikalen
Elementen" (für uns allerdings auch mit rechtsextremen und rassistischen
Elementen) - beteiligt ist, die Eröffnungsrede bei einer
Antirassismuskonferenz halten soll, ist es für uns ein Zeichen der Heuchelei
und ein Schlag ins Gesicht für alle in Österreich vom Rassismus betroffenen
Menschen. Frau Ferrero-Waldner hat in den letzten acht Monaten die Politik
der FPÖ konsequent verharmlost und "verteidigt" und hat mit ihrer
europaweiten Kampagne versucht, die Situation in Österreich anders
darzustellen, als diese eigentlich ist. Den in Österreich bestehenden
Rassismus kann niemand einfach so "weglächeln" und durch Verteilen von
süßen, braunen Sachertorten wegzaubern. Wir von ANAR protestieren in aller
Deutlichkeit dagegen, daß Frau Ferrero-Waldner, österreichische
Außenministerin, als Eröffnungsrednerin bei dieser Konferenz auftritt.

mailto:Ljubomir@Integrationshaus.orgLjubomir@Integrationshaus.org



RE Auftritt der österreichischen Außenministerin
Zurück
mailto:erol.akdag@chello.at========================================== 
==========erol.akdag@chello.at



Bezüglich des ANAR Protest gegen den Auftritt der
österreichischen Außenministerin als Eröffnungsrednerin bei der Konferenz
"Alle anders, alle gleich: Von Theorie zur Praxis" (Straßburg,11.-13.10.2000).
Nach Berichten von Teilnehmern, hatte schon am ersten Tag und vor der 
Eröffnung, eine Unterschriftenaktion der Anwesenden gegen Frau 
Ferrero-Waldner stattgefunden. Überdies einigten sich die anwesenden 
NGOs auf folgende zwei ersten Resolutionen (sinngemäß):
1.Die anwesenden NGOs verurteilen kategorisch fremdenfeindliche Parteien!
2.Die anwesenden NGOs rufen zum Boykott aller Parteien auf welche mit 
fremdenfeindlichen Parteien kooperieren?
Der österreichische Delegierte von Dienst verlies den Plenum Saal und 
es wurde verlautbart, dass Frau Ferrero-Waldner ihren Auftritt 
absagen würde!
VICTORIA!

ABER!
Bis jetzt haben keine einzigen österreichischen Medien darüber berichtet...!

e-lol




Rosa Flieder: "Diese Regierung ist unerträglich"
Zurück
mailto:rosaflieder@hotmail.comrosaflieder@hotmail.com



Zur Erinnerung: Am Plenum der Widerstandsbewegung am 9.9. in der 
Szene Wien nahmen über 70 Personen, aus verschiedenen Initiativen und 
Organisationen und EinzelaktivistInnen, aus vier Bundesländern, teil. 
Wir einigten uns nach einem produktiven Arbeitstag auf die folgende 
Resolution, der sich seither noch weitere Gruppierungen angeschlossen 
haben. Auch wenn immer wieder wichtige Arbeitstagungen und 
Widerstandskongresse stattfinden, sollten wir die gemeinsamen 
Überlegungen nicht immer von vorne neu diskutieren, sondern unsere 
eigenen vereinbarungen ernst nehmen:

"Diese Regierung ist unerträglich"

Sie hat sich ohne Auftrag gebildet und stieß von Anfang an auf 
massiven Protest. Inzwischen versucht sie, mit dem zweifelhaften Ziel 
"Nationalstolz" ein Meinungsklima zu schaffen, in dem nationale 
Einheit über jedem sozialen, politischen und demokratischen Interesse 
stehen soll. Bestehende Institutionen und Strukturen der Demokratie 
werden unterlaufen, aufgeweicht, geschwächt, ignoriert (siehe Causa 
Busek; das "einfache Parteimitglied" im Koalitionsausschuß; Haiders 
Rechtsanwalt als Justizminister; Verleumdung von Kammer- und 
GewerkschaftsfunktionärInnen und OppositionspolitikerInnen als 
"Bonzen, Parasiten, Österreichvernaderer" Š). Elemente einer 
totalitären Entwicklung in Österreich nehmen zu.

Im achtreichsten Land der Erde leben 1 Million Menschen an oder unter 
der Armutsgrenze. Wenn nun die schwarz-blaue Regierung behauptet, 
dass das 100-Milliarden-Schilling-Sparpaket sozial ausgewogen und 
gerecht ist, so können wir dies nur als Lüge bezeichnen. Im 
Gegenteil: Die Regierung setzt nur das neoliberale Programm des 
Sozialabbaus, welches schon die SPÖ/ÖVP-Regierung verfolgte, das 
Programm der Umverteilung von arm nach reich in neuer Radikalität 
fort. Daher solidarisieren wir uns mit allen gewerkschaftlichen 
Protesten gegen diese Maßnahmen.


Diese Regierung

·         demontiert den Sozialstaat
·         bedroht die Privatsphäre mit neuen Befugnisgesetzen für die 
Staatsgewalt;
·         zeichnet ein rückständiges Frauen- und Familienbild, z. B. 
durch die Liquidierung des Frauenministeriums;
·         hat verhetzendes, rechtsextremes und rassistisches 
Gedankengut salonfähig gemacht. Wir lehnen jeden Rassismus und 
insbesondere rassistische Übergriffe ab, wie sie heute unter dem 
Vorwand der Bekämpfung der Drogenkriminalität stattfinden.
·         hat mit der FPÖ eine Partei an die Macht gebracht, in der 
maßgebliche PolitikerInnen den Nationalsozialismus verharmlosen.

Die FPÖVP-Regierung betreibt massiven Sozial- und Demokratieabbau, indem sie

·         Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreich gefährdet 
und in der Praxis bereits eingeschränkt hat;
·         über soziale Interessen und die Gewerkschaften einfach drüberfährt;
·         die Opposition (ob parlamentarisch oder 
außerparlamentarisch) nicht respektiert, sondern als bösartig 
dargestellt, wenn nicht gar kriminalisiert.

Das sind eindeutig totalitäre Tendenzen.

Es ist Taktik dieser Regierung, die Bevölkerungsgruppen gegeneinander 
auszuspielen. Wir rufen demgegenüber dazu auf, den Dialog und die 
Auseinandersetzung mit Fakten und Argumenten zu führen und sich über 
ideologische und parteipolitische Grenzen hinweg gegen diese 
Regierung und jede, die ein solches Programm verfolgt, zusammen zu 
schließen und damit auch der von ihr betriebenen 
Normalisierungskampagne in aller Entschiedenheit entgegenzutreten.
Wir werden daher die laufende Informationskampagne weiter verstärken 
und rufen zur Bildung von Basiskomitees gegen Schwarz-Blau auf. Wir 
haben beschlossen, die internationalen Widerstandstage in Klagenfurt 
vom 26.- 28.10.2000 als gesamtösterreichische Aktion durchzuführen 
und weitere gemeinsame Aktionen vorzubereiten, darunter eine 
Großdemonstration in Wien.

FPÖ RAUS AUS DER REGIERUNG
SOFORTIGER RÜCKTRITT
DIESE REGIERUNG MUSS WEG"

mailto:rosaflieder@hotmail.comrosaflieder@hotmail.com







Palästina
Zurück
 David Babelfish mailto:linguist@technologist.comlinguist@technologist.com
==


Hallo!

Hier ist ein Beitrag aus der Ha-aretz, einer der verbreitetsten 
Tageszeitungen Israels, der man schwerlich Antisemitismus vorwerfen 
kann.

Ha'aretz
October 11, 2000

By Amira Hass

GAZA CITY - For the past ten days, the Israeli public has been preoccupied
with its feelings that it is being attacked, besieged, victimized and
humiliated.The spokespersons of the Israel Defense Forces and the Israel
Police, as well as high-ranking military and police commanders, have been
busy gathering information from every district and every local battlefront
and have been quickly passing on this information, reflecting their
respective angles, to the media. Because things are happening so fast,
there is not time to compare every official version with the version on the
street on the day that it is presented. The official version is always more
readily available, is always given considerable prominence and always
promotes the victim mentality. Here are a few examples:

l On October 6, the IDF spokesman reported that soldiers stationed at the
Netzarim outpost fired twice at Palestinians, in response to Palestinian
gunfire and the hurling of a natural gas cylinder at the outpost. According
to the spokesman, IDF personnel acted with self-control and self-restraint.
Yet that same day, four Palestinians were killed and 24 wounded. Can this
kind of behavior on the part of the IDF be termed "self-control and
self-restraint"?

I was there. The IDF spokesman failed to report the dozens of isolated
shots and volleys of fire from the Jewish settlement of Netzarim (located
two kilometers due west of the outpost). Like all Jewish settlements in the
Gaza Strip, Netzarim is fortified by means of extremely sophisticated
watchtowers. From those watchtowers, or from some other location, IDF
troops fired high-speed, high-powered live bullets at thousands of unarmed
persons. The troops wanted to deter these people from approaching the
well-fortified outpost and protesting the Israeli occupation. In this
particular case, the IDF was not defending lives. The very incomplete
reporting by the IDF spokesman was intended to create the impression that
the incident involved a confrontation between two almost equally matched
armies.

l Israel Radio correspondent Nissim Keinan has reported several times,
based on information supplied by the commander of the engineering corps
unit in the Gaza Strip, that Palestinian ambulances have been transporting
tires and ammunition to the various confrontation sites. In the northern
part of the strip, there are only 20 ambulances, two of which have been hit
by IDF bullets. Furthermore, IDF troops have killed one Palestinian
ambulance driver, Bassam Al-Balbissi.

To convey "tires and ammunition," the Palestinians have no need for
ambulances. They can quite easily use private vehicles. Representatives of
the International Committee of the Red Cross can be found at all the
confrontation sites, and it is their job to supervise the operation of the
ambulances arriving at and departing from these sites. The false
information given by the IDF was an attempt to cover up the scandalous
attack by Israeli security forces on Palestinian ambulance crews and to
buttress the image of a Palestinian military campaign initiated by the
higher echelons of the Palestinian Authority.

On October 7, I received a call from the Al-Arub refugee camp in the Gaza
Strip. The caller described how a 14-year-old boy, Ala Mahpouz, had reached
the state of clinical death. On October 6, immediately after the weekly
Friday mosque services, the residents of the camp set off to take part in
the local Palestinian "Day of Rage" demonstration. The refugee camp, part
of which is fenced off, is situated in Area B, which is under full Israeli
military control.

Refugee camp residents approached the fence and began hurling rocks at the
soldiers who were at the camp's entrance. Soldiers started beating one
young resident in close proximity to his home: He required 19 head
stitches. Mahpouz, who heard shouting and the sound of someone being
beaten, ran out to see what was going on. A soldier standing nearby shot
the boy with a "rubber bullet" from close - and deadly - range. Afterward,
refugee camp residents saw the soldiers dancing and jumping up and down on
the highway.

The IDF spokesman responded as follows: "Hundreds of residents of Al-Arub
rioted and attempted to obstruct vehicular traffic on the highway linking
Bethlehem and Hebron. IDF troops from the Etzion Brigade pushed back the
crowd, exercising maximum self-restraint and using only standard
demonstration- dispersal methods. The IDF is not familiar with the incident
referred to. Nonetheless, the brigade will carry out an in-depth
examination of the alleged incident once the riots have subsided."

This is the kind of news item that does not make it into the stream of
breaking news reports, but which could make some people begin to ask some
questions about the orders being given to IDF troops. Even if we can assume
that Ala was hurling rocks, was the soldier who shot him in the forehead in
"mortal danger"?

l The Israeli media has repeatedly reported the release of "dozens of Hamas
detainees." This news item has no basis in fact. A total of 17 detainees
have been released. They had been held in custody without trial for
prolonged periods. The Palestinian High Court of Justice had already
ordered the release of some of them, after the Palestinian security
services were unable to supply evidence that they posed any danger to
anyone.

This false, inaccurate report was compiled to reinforce the image of the
Israelis as humiliated victims - an image that dissipates the terrifying
significance of 85 persons killed by IDF gunfire and another 3,000 wounded,
many of whom suffered head and chest injuries. An Israeli military
commander on the West Bank has told me that IDF personnel fire only at
those who fire at them. Does that mean that all 3,000 of these injured
persons fired shots at the IDF? Does that mean that Mohammed al Duri, the
12-year-old boy killed at the Netzarim Junction, fired shots at the IDF?

The Oslo process has imprisoned the Palestinians in dozens of cages, both
large and small, in the West Bank and the Gaza Strip. It has reinforced the
Jewish settlements in both military and numerical terms, and has made the
economic development of the Palestinians dependent on the PA's agreement to
the creation of a new breed of Israeli control. The victims of Israel's
seven-year policies of closure and incarceration are now committing suicide
opposite IDF outposts and Israeli soldiers charged with the task of
safeguarding prosperous Jewish settlements.

The IDF is continuing to seek those who have planned the disturbances.
Sometimes the planner is PA Chairman Yasser Arafat, sometimes the title is
assigned to Marwan Barghouti, a Ramallah-based Fatah leader. Meanwhile,
Oslo supporters are falling for the bait, because they have, for years,
collaborated with the intolerable reality of a peace that exists only for
Palestinian VIPs.





Bassam Tibi: "Es besteht die Gefahr eines Bürgerkriegs"
Zurück
 Samuel Laster mailto:balticnewswatch@chello.atbalticnewswatch@chello.at


In diesen Stunden, in denen der Friedensprozess im Nahen
Osten am Ende zu sein scheint, ist eine
gemässigte Stimme wie die von Bassam Tibi wohltuend.
Speziell für WIDERSTAND von Meome und Jüdische Rundschau, Basel.

Mehr Infos und Diskussion: http://www.meome.de/judentumwww.meome.de/judentum
Samuel Laster

Der Nahostexperte Bassam Tibi über die angespannte Situation in Israel

«Es besteht die Gefahr eines Bürgerkriegs»

In Damaskus geboren, verfolgt der Nahostexperte Bassam Tibi den 
israelisch-palästinensischen Friedensprozess seit Jahrzehnten und 
kennt viele Protagonisten persönlich. Tibi lebt seit 1962 in der 
Bundesrepublik Deutschland, wo er an der Universität Göttingen als 
Professor für Internationale Beziehungen lehrt. Seit 1988 ist er 
"Bosch Fellow" der Universität Harvard. Im jetzt beginnenden 
Wintersemester hat er eine Gastprofessur am "Mosche Dayan Center" der 
Universität Tel Aviv. JR-Chefredaktor Yves Kugelmann sprach mit 
Bassam Tibi über ein drohendes Ende des Friedensprozesses, die Figur 
Arafats und die Möglichkeit einer Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Yves Kugelmann

jüdische rundschau: Alle kennen wir die Bilder der Gewalt in Israel 
der letzten Tage. Was spielt sich aus ihrer Sicht hinter den Kulissen 
zwischen der israelischen und der palästinensischen Führung ab?

bassam tibi: Die Ereignisse spielen sich auf zwei Ebenen ab. Zwischen 
dem israelischen und palästinensischen Volk und auch zwischen der 
israelischen Regierung und palästinensischen Autonomiebehörde. Die 
gegenseitige Anerkennung von Israel und Palästinensern in den Osloer 
Verträgen im Jahre 1993 war bereits ein grosser Schritt. Wir dürfen 
nicht hinter diese Anerkennung zurückfallen. Einen Friedensprozess in 
Angriff zu nehmen war das einzig Richtige. Doch als 
Begleiterscheinungen kommen eine Palette von Problemen, die zu 
bewältigen sind, darunter vor allem der Streitpunkt Jerusalem. Die 
Parteien empfanden das Problem von Jerusalem als heisses Eisen und 
haben es vor sich hergeschoben, um den Friedensprozess nicht zu 
gefährden. In Camp David haben Arafat und Barak erstmals über dieses 
Tabuthema gesprochen. Für die Palästinenser ist Barak das Beste was 
geschehen konnte, denn er hat sehr viele Zugeständnisse gemacht. 
Diese genügten Arafat nicht und er stellte mehr Forderungen. Ariel 
Sharons Besuch auf dem Tempelberg war ja auch als Provokation 
gedacht, aber nicht als Provokation gegen die Palästinenser. Er 
wollte mit seiner Aktion Barak in Verlegenheit bringen und eine 
Situation herstellen, die im Falle von Neuwahlen Barak schaden könnte 
und ihn selbst oder Netanyahu wieder an die Macht brächte.

Wie stufen sie die Diskrepanz zwischen Arafats Verhandlungen der 
letzten Monate und den Aktivitäten der Menschen auf der Strasse, 
deren Gewaltbereitschaft zeitweise zu eskalieren drohte, ein?

Die Diskrepanz herrscht zwischen der Rhetorik und der Realhandlung. 
Realität ist, das Arafat durch seine aufheizenden Worte Barak unter 
Druck setzen wollte, um somit seine eigene Verhandlungsposition 
stärken zu können. Der Druck wurde zu hoch, und so musste Barak seine 
Panzer holen, was zu einer Eskalation der Situation führte. Diese 
Situation ist nicht im Interesse Baraks. Die Ereignisse auf der 
Strasse haben sich verselbständigt und dadurch eine neue gefährliche, 
kontraproduktive Symbolik erhalten.

Wie beurteilen Sie nach den Ereignissen die Stellung Arafats und der 
Palästinenser in der arabischen Welt?

Arafat ist nach wie vor die Heldenfigur der Palästinenser, obwohl 
viele unter ihnen kritischer geworden sind. Die Autonomiebehörde hat 
sich nicht immer demokratisch verhalten und hat auch Menschenrechte 
verletzt, auuserdem herrscht ein grosses wirtschaftliches Elend unter 
den Palästinensern. Die einzige Alternative zu Arafat ist für die 
Menschen "Hamas" und diese Alternative ist nicht gut. Hamas lehnt 
Israel sowie Verhandlungen ab. Die Position von Arafat in der 
palästinensischen Welt ist zwar etabliert, aber gefährdet.

Wie sicher sind die Friedensverträge zwischen Ägypten und Israel 
sowie Jordanien und Israel noch?

Ägypten steht absolut hinter dem Friedensvertrag von Camp David, wie 
auch Jordanien hinter seinen Verträgen mit Israel steht. König 
Abdullah von Jordanien lässt die Islamisten im demokratischen Leben 
zwar zu, ist aber absolut dagegen, wenn diese den Friedensprozess zu 
stören versuchen. Jordanien und Ägypten teilen wichtige Grenzen mit 
Israel. Syrien hat kein Interesse, ein kriegerisches Duell mit Israel 
einzugehen. Libanon hat die Hisbollah, und die ist gefährlich.

Und wie bewerten Sie die Entführung der israelischen Soldaten durch 
die Hisbollah?

Absolut verwerflich. Die Entführung der israelischen Soldaten durch 
die Hisbollah unterwandert ausserdem die Position Arafats, sie stärkt 
sie nicht, wie viele meinen.
Die israelischen Araber solidarisieren sich zusehends mit den 
Palästinensern. Dies ist nicht nur Zeichen fehlender Loyalität, 
sondern gefährdet auch die Stabilität im Landesinnern Israels, rückt 
einen Bürgerkrieg in den Bereich des möglichen. 18% der israelischen 
Bevölkerung sind israelische Araber. Sie wollen bewusst nicht in 
einem arabischen Staat leben, da sie dort ihre derzeitigen Rechte 
verlieren würden, obwohl sie im heutigen Israel nicht das volle 
Bürgerrecht geniessen. Im Sinne einer Bewahrung der Demokratie ist es 
sehr wichtig, dass die Rechte der israelischen Araber gepflegt werden 
und deren Loyalität bewahrt wird. Das Problem der israelischen 
Araber, die in Israel nicht als vollwertige Bürger anerkannt werden, 
ist ein Tabu, welches so schnell als möglich gebrochen werden soll. 
Nur so kann verhindert werden, dass sie ein neues Sicherheitsrisiko 
für Israel darstellen. Wenn man die Ausschreitungen der letzen Tage 
vor dem Hintergrund betrachtet, dass etwa 10 der insgesamt über 
achtzig Toten israelische Araber waren, muss man ihre Wut schon 
begreifen.

Meinen Sie, dass diese Situation zu einem Bürgerkrieg führen könnte?

Genau, die Gefahr eines Bürgerkrieges besteht angesichts zwei innerer 
Gefahren in Israel. Die säkularen Juden in Israel fühlen sich von den 
orthodoxen Juden gefährdet, andererseits empfinden die orthodoxen 
Juden die Säkularen als nicht richtige Juden. Die Kluft muss 
demzufolge unbedingt verringert und eine neue gegenseitige Akzeptanz 
hergestellt werden. Ausserdem fühlen sich die israelischen Araber 
nicht als vollwertige Mitglieder des demokratischen Israels, was 
ebenfalls Zündstoff in sich birgt.

In Ägypten, Libanon und Jordanien gingen tausende von Arabern auf die 
Strassen und manifestierten in Sprechchören und mit 
Fahnenverbrennungen den Hass gegen Israel. Immerhin leben dort einige 
100 Millionen Menschen. In Israel sprechen sich hingegen 2/3 der 
Bevölkerung für die Fortführung des Friedensprozesses aus. Sind die 
Menschen in den arabischen Ländern noch nicht reif für einen Frieden?

Je säkularer ein Israeli ist, desto positiver steht er dem Frieden 
gegenüber. Je demokratischer ein Araber ist, desto grösser ist auch 
seine Offenheit gegenüber Israel, dem jüdischen Volk und dem Frieden. 
Kann Hamas ein grösseres Fussvolk für sich gewinnen, so wird die 
Akzeptanz Israels geringer. Es ist sehr wichtig, den Hass zu 
bekämpfen und die Trennung zwischen Religion und Politik zu 
vollziehen. Für mich ist die Zerstörung des Joseph-Grabes und die 
darauffolgende Verbrennung einer Moschee ein Akt des tiefgründigen 
Hasses und des Ekels. Man muss damit aufhören, religiöse Stätten in 
diesen Konflikt einzubeziehen, und es ist unbedingt erforderlich, 
gegen diesen Hass vorzugehen.

Barak setzt nach wie vor auf Verhandlungen, nachdem die Situation zu 
eskalieren drohte. Ist es fünf vor oder fünf nach zwölf?

Es ist fünf vor zwölf, also noch nicht zu spät. Die Chance besteht 
noch, dass man zur Diplomatie zurückkehrt. Die Verhandlungen können 
nur in einer entspannten Atmosphäre erfolgen, vor allem wenn 
Ergebnisse erzielt werden sollen. Daher war es wichtig, dass Barak 
seine Panzer aus dem Gazastreifen entfernt hat. Arafat hat die 
Offiziere seiner Sicherheitsbehörde beauftragt, die Leute auf der 
Strasse nicht mehr frei walten zu lassen. Sie haben zwar nur 
beschränkte Möglichkeiten, aber sie werden bestimmt eingreifen. Das 
Ultimatum wurde zwar um zwei Tage verlängert, es muss aber eine 
relativ entspannte Woche folgen, ohne nennenswerte Zwischenfälle, um 
wieder an den Verhandlungstisch



© Jüdische Rundschau, Basel.







Moshe Zuckermann über die Friedensfähigkeit des israelischen Staates
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mailto:hans.puehretmayer@univie.ac.athans.puehretmayer@univie.ac.at




ein zu langer beitrag für die doch großteils niveau-arme
antisemitismusdiskussion im MUND.

Gepostet von : 
mailto:hans.puehretmayer@univie.ac.athans.puehretmayer@univie.ac.at

Aus: "Blätter des iz3w"

Eine zutiefst zerrissene Gesellschaft Die zionistische Ideologie hat 
ihre Kittfunktion verloren / Moshe Zuckermann über die 
Friedensfähigkeit des israelischen Staates

 Der Zionismus als staatstragende Ideologie verliert für die 
israelische Gesellschaft zunehmend seine verbindende Wirkung. Wie 
sich das auf die israelische Kultur und auf die Friedensfähigkeit des 
Landes auswirkt, hat Moshe Zuckermann in einem Beitrag für die in 
Freiburg erscheinende Dritte Welt-Zeitschrift iz3w (auch im Internet 
unter: www.iz3w.org). untersucht. Wir dokumentieren seinen Text 
leicht gekürzt. Moshe Zuckermann ist Soziologe und Historiker an der 
Universität Tel Aviv.

 Als Israels Premierminister Barak zu dem von Clinton einberufenen 
Gipfel mit Arafat reiste, hatte er seine Mehrheit im Parlament 
verloren. Diese Konstellation ist schlüssig. Denn während sich Israel 
dem (wie auch immer motivierten) Drängen der USA nach einer 
Friedensregelung im Nahen Osten nicht entziehen kann, ist es in 
seiner (wie immer ernst gemeinten) Friedenswilligkeit gelähmt.

 Das heißt, wohl will Israel den Frieden, nicht ganz klar ist jedoch, 
ob es auch bereit wäre, den dafür zu entrichtenden "Preis" zu 
bezahlen. Die Lähmung ist dabei keine Frage eines monolithischen 
Wollens bzw. einer homogenen Staatsentscheidung, sondern rührt von 
einer strukturellen Zerrissenheit her, die das Land seit längerer 
Zeit nicht nur in der Friedensfrage durchsetzt.

 Diese Zerrissenheit ist als Folge der sich nach und nach 
abschwächenden Kittfunktion der zionistischen Ideologie in ihrer 
Bedeutung als staatstragender Ideologie Israels zu verstehen. Hatte 
der Zionismus ideologisch die Negation der jüdischen Diaspora und die 
Erschaffung des "Neuen Juden" in einer eigens dafür zu errichtenden 
Heimstätte postuliert, so bedeutete dies für die Errichtung des 
Staates und die Entfaltung der neuen Gesellschaft, dass ein für die 
aus aller Herren Länder zusammengeführten Diaspora- und 
Exilgemeinschaften geschaffener gemeinsamer Nenner unabdingbar wurde. 
Den Gegensatz zwischen der modernen jüdischen Säkularität bei 
gleichzeitiger Berufung auf das religiös jüdische (Ur)erbe meinte der 
alles Partikulare überdeckende Zionismus überwinden zu können.

 Es gibt vielerlei Gründe für die Schwächung dieser Ideologie, unter 
denen jedoch die in den vergangenen Jahren an die Oberfläche 
gelangten Gegensätze, Widersprüche und die in ihnen wurzelnden 
Konfliktfelder der israelischen Gesellschaft wohl herausragen. Über 
Jahrzehnte konnten diese konfliktträchtigen Spannungen mehr oder 
weniger unter den Teppich dessen gekehrt werden, was als legitime 
Agenda der israelischen Außen- und (damit einhergehend) Innenpolitik 
ausgegeben wurde.

 Als etwa zu Beginn der 70er Jahre die so genannten "Schwarzen 
Panther" die Misere der von vorwiegend orientalischen Juden 
bevölkerten Jerusalemer Slums anprangerten und ihr Protest 
außerparlamentarisch sichtbar wurde, kanzelte die damalige 
Ministerpräsidentin Golda Meir sie als "nicht nett" ab.

 Bezeichnend war, dass der allergrößte Teil der israelisch-jüdischen 
Bevölkerung sich mit dieser "Einschätzung" durchaus identifizieren 
konnten: Gesellschaftliche Probleme wurden in der Rangordnung 
nationaler Prioritäten der "Sicherheitsfrage" untergeordnet, und wer 
darauf pochen zu können meinte, seine eigene soziale Misere als 
Strukturproblem der israelischen Gesellschaft darzustellen, war eben 
"nicht nett" - vor allem dann nicht, wenn er ein Araber oder ein Jude 
orientalischer Provenienz war.

 Dass Golda Meir kurze Zeit, nachdem sie ihre arrogante Äußerung 
gemacht hatte, Israel in einen seiner schlimmsten Kriege führte, 
beendete zwar ihre politische Karriere. Es sollte aber noch 
Jahrzehnte dauern, ehe die mit dem neu entstandenen 
"Sicherheitsproblem" - den militärischen und gesellschaftlichen 
Folgen des Yom-Kippur-Kriegs von 1973 - untergegangene soziale Frage 
wieder an die tagespolitische Oberfläche gelangen sollte.

 1.

 Religiöse, ethnische und soziale Krisen

 In diesem Zusammenhang ist die Verzahnung des so genannten 
ethnischen mit dem sozialen Problem von Bedeutung. Ein Blick auf die 
Klassenschichtung der israelischen Gesellschaft lässt deutlich 
erkennen, dass Israels obere Schichten vorwiegend von 
aschkenasischen, d. h. aus (Ost)europa stammenden Juden, die unteren 
hingegen zum allergrößten Teil von orientalischen Juden, von Arabern 
und in den letzten Jahren auch zunehmend von Fremdarbeitern bevölkert 
sind.

 Dies lässt sich zwar aus der Chronologie der historischen 
Einwanderungswellen nach Palästina und späterhin nach Israel 
erklären, kann aber über die objektiv entstandene aschkenasische 
Hegemonie in vielen Bereichen des israelischen Lebens, und vor allem 
über das mit dieser hierarchischen Struktur einhergehende subjektive, 
ethnisch ausgereizte Ressentiment vieler orientalischer Juden 
gegenüber den aschkenasischen Eliten nicht hinwegtäuschen. Die 
überwiegend aschkenasische Dominanz im akademischen Bereich z. B. 
wird von der jüdisch-orientalischen Intelligenz in den sozial- und 
geisteswissenschaftlichen Disziplinen zum Teil als "westlicher 
Diskurs" attackiert, von den breiten Massen orientalischer Juden 
hingegen als eine ihnen "fremde Kultur" abgetan, der u. a. das 
religiöse Kulturgut entgegengehalten werden müsse.

 Auch die Spannung zwischen religiösen und säkularen Juden steigt. 
Zwar arrangierten sich alle zentralen Gruppen in Israels religiösem 
Block - ob nichtzionistische Orthodoxe oder antizionistische 
Ultraorthodoxe, ob Nationalreligiöse oder in den letzten Jahren auch 
Gruppen des Reformjudentums - mit dem Zionismus, und doch war es über 
Jahrzehnte allen Beteiligten klar, dass dieses Arrangement seine 
Gültigkeit nur unter eben diesem zionistischen Primat bewahren kann. 
Dieser trug indes nur, solange kein ernster, teils ideologisch 
unterfütterter Interessenkonflikt zwischen den verschiedenen Seiten 
eintrat.

 Seit dem 67er Krieg avancierten vor allem die besetzten Gebiete der 
palästinensischen Westbank zum politischen Erbteil der 
Nationalreligiösen, die in der Okkupation der Territorien die 
(verheißene) Rückkehr ins "Land der Urväter" sahen, mithin deren 
Besiedlung mit religiösen, teils messianischen Begründungen aufluden.

 In Folge der in den 80er Jahren merklich erstarkenden Orthodoxie in 
Israels politischer Sphäre "orthodoxierte" sich auch die religiöse 
Ausrichtung vieler Zionisten im traditionellen nationalreligiösen 
Lager. Die Orthodoxie ihrerseits "nationalisierte" sich zusehends 
(auch, aber nicht nur als Reaktion auf die unter den 
politisch-religiösen Zionisten stattfindenden Transformationen), was 
sich vor allem in der Intensivierung ihrer Beteiligung an Israels 
politischem Leben auswirkte.

 In den letzten Jahren erhob zudem das vorwiegend in den USA 
verbreitete Reformjudentum einen Anspruch auf gesteigerte Akzeptanz 
durch die israelischen politischen Institutionen, ein Anliegen, das 
für säkulare Juden kein Problem darstellt, umso mehr hingegen für das 
orthodoxe Establishment, welches sich dem Vordringen reformjüdischer 
Bestrebungen in Israel vehement widersetzt.

 Vor diesem Hintergrund markierte der Aufstieg der Schas-Partei Mitte 
der 80er Jahre eine bemerkenswerte Wende in Israels politischer 
Kultur. Allein schon ihr Anwachsen von anfänglich vier auf 17 Mandate 
bei den letzten Wahlen indiziert eine Anziehungskraft, die über 
gängige politische Konjunkturen hinausgeht.

 Schas bildet in der Tat das politische Sammelbecken für alle oben 
skizzierten Neuralgien: Es handelt sich um eine orthodoxe Partei, 
deren Klientel sich nahezu gänzlich aus orientalischen Juden, die den 
sozioökonomisch unterprivilegierten Gesellschaftsschichten 
entstammen, zusammensetzt. Ihr charismatischer geistiger Führer, 
Rabbiner Ovadia Yossef, dessen halachische Schiedssprüche von den 
Parteipolitikern strikt befolgt werden, zeichnet sich durch eine 
gemäßigte Einstellung in der Außen- mithin Friedenspolitik aus, 
befindet sich aber (vermittels der von ihm delegierten 
Knessetpolitiker) in krassem politischen Konflikt mit den säkularen 
Parteien, vor allem mit der linksliberalen Merez.

 Demgegenüber ist das Schas-Wahlvolk in außenpolitischen Fragen 
traditionell rechts gerichtet, entwickelte aber darüber hinaus den 
friedenswilligen Merez-Anhängern gegenüber regelrechte Hassgefühle, 
die sich durch Feindbilder des als reich, säkular und aschkenasisch 
rezipierten Gegners speisen.

 Ein weiteres Konfliktfeld entstand in den 90er Jahren, als mit dem 
Zusammenbruch der UdSSR eine Einwanderungswelle von zirka einer 
Million russischen Juden einsetzte (von denen freilich mehr als 30 
Prozent Nichtjuden sein dürften). Diese massive Immigration zeichnet 
sich weder durch eine (wie immer verstandene) zionistische Motivation 
noch durch einen besonders starken Willen zu der allen vergangenen 
Einwanderungswellen abgeforderten "kulturellen" Integration aus, und 
sie veränderte Israels demographische Struktur und politische 
Landschaft von Grund auf. Mehr als fünfzig russischsprachige 
Presseeorgane wurden ins Leben gerufen, eigene Subkulturen etabliert, 
eine auf Werbung und Konsum sich stark auswirkende neue Zielgruppe 
hochgepäppelt, vor allem aber zwei Parteien für die Belange der sich 
in einem Zustand von Werteverlust und Werteverunsicherung 
befindlichen Einwanderer gegründet.

 Die Wähler dieser beiden "russischen" Parteien sind nicht gerade 
ideologisch, sondern eher pragmatisch und betont interessengeleitet 
ausgerichtet. Dennoch tendieren ihre Positionen in außenpolitischen 
und Friedensfragen zumeist nach rechts. Da sich unter ihnen (teils in 
Folge der in der ehemaligen Sowjetunion gebräuchlichen Ehen zwischen 
Juden und Nichtjuden, teils wegen der "als Juden" mitgekommenen 
nichtjüdischen Flüchtlinge eine große Menge von Nichtjuden befand, 
die orthodoxen Parteien jedoch auf ihre strikt halachische Konversion 
bestanden bzw. ihnen andernfalls das Judentum absprachen, entfachte 
sich zwischen den "russischen" und den orthodoxen Parteien (vor allem 
Schas) eine vehemente politische Gegnerschaft, die im letzten 
Wahlkampf in der Schlacht um das für den zivilen Personenstand 
zuständige Innenministerium kulminierte.

 Mittlerweile bestehen übergreifende Ressentiments gegenüber der 
russischen Bevölkerung, die die israelische Demographie von Grund auf 
verändert hat, dabei aber relativ gleichgültig gegenüber den 
allgemeinen innerisraelischen Belangen sind.

 2.

 Baraks Koalitionsmelange

 Es sind diese unterschiedlich gelagerten Konfliktachsen, die in die 
Regierungskoalition Baraks eingegangen sind. Eine Koalition mit der 
ins Rechtsextreme ausschlagenden Partei der Nationalreligiösen 
("Mafdal") sowie mit der "russischen" Einwanderungspartei des dem 
ehemaligen Ministerpräsidenten Netanjahu verpflichteten Scharanski 
("Israel Ba'aliya") ist politisch keineswegs selbstverständlich - 
schon gar nicht, wenn sich in derselben Koalition auch die mit den 
"Russen" zerstrittene Schas-Partei und die mit dieser kollidierende 
Merez eingefunden haben.

 Baraks Entscheidung für eine solche Melange hatte aber gute Gründe: 
Zum einen war er durch die Erfahrung Rabins mit einer knappen 
Mehrheitsregierung traumatisiert, einer Regierung, die sich 
notwendigerweise auf die Stimmen der arabischen Parteien stützen 
musste, was bei den anstehenden "historischen" Entscheidungen 
hinsichtlich der Friedensregelung für viele Israelis "unerträglich" 
zu sein scheint. Dass in dem daher beinahe "selbstverständlichen" 
Ausschluss der arabischen Parteien aus der Regierungsbeteiligung und 
damit vom Friedensabkommen der "Juden" mit den "Arabern" 
antidemokratische, ja rassistische Töne mitschwingen, ist zwar vielen 
in der Arbeitspartei klar. Man beruft sich jedoch stets auf 
"Sachzwänge", die den "Mentalitäten" der israelischen politischen 
Kultur innewohnten und bei jeder wählerabhängigen Machtkonstellation 
mitbedacht werden müssten.

 Zum anderen war sich Barak der unter den Koalitionspartnern 
herrschenden Spannungen sehr wohl bewusst und beschloss daher nach 
seinem Wahlerfolg eine möglichst breite Koalitionsbasis zu schaffen, 
die ihm verschiedene Optionen zum Umbau der Koalition im Falle des 
Ausstiegs eines der Partner offenhalten würde. Dass er sich der nun 
eingetretenen Situation eines massiven Ausstiegs aus der Koalition 
würde stellen müssen, hat er freilich kaum vorausahnen können.

 Was immer die Beweggründe einer jeder der Baraks Regierung 
verlassenden Parteien sein mögen (die spezifischen Motivationen und 
Interessen unterscheiden sich in der Tat) - es ist jetzt eine 
Entscheidungsphase erreicht worden, in der sich wieder einmal 
erweist, dass die Rhetorik der (gesamt)israelischen 
Friedenswilligkeit nicht unbedingt mit der durch die Parteien 
repräsentierten Bereitschaft der Bevölkerung, den unumgänglichen 
"Preis" für den Frieden tatsächlich auch zu entrichten, einher geht.

 Dass dabei empfindliche Punkte, wie die massive Rückgabe von 
Gebieten, der Endstatus Jerusalems und die Abkommen bezüglich des 
Rückkehrrechts palästinensischer Flüchtlinge, berührt werden, ist nur 
die eine Seite dieses merkwürdigen Widerspruchs. Die andere betrifft 
den nie wirklich konsequent reflektierten Gesichtspunkt, dass ein aus 
erfolgreichem Vollzug der Friedensbeschlüsse hervorgehendes Israel 
nicht mehr das alte sein kann: Es wird unweigerlich einer immens 
komplexen Auseinandersetzung mit der neu entstandenen Lage ausgesetzt 
sein, mithin endgültig Abschied von altvertrauten Selbstbildern und 
tradierten Ideologien nehmen müssen.

 So manifestiert sich in der für Barak entstandenen misslichen 
Situation ein Stück israelischer Realität. Israel ist heute eine 
zutiefst zerrissene Gesellschaft, in der gegensätzliche Interessen, 
widersprüchliche Ideologeme und konfliktträchtige Feindbilder die 
tagespolitische Ordnung permanent aufwühlen und in fortwährende 
politische Turbulenzen stürzen.

 Das, was man vor einigen Jahrzehnten noch mit zionistischer 
Ideologie zu bewirken trachtete - die Errichtung einer durch 
"jüdische" Solidarität geprägten, "einheitlichen" Gesellschaft -, 
entpuppt sich zunehmend als Chimäre. Dies hat mehrerlei Gründe, hängt 
aber in erster Linie mit den schon in der klassischen Ideologie des 
Zionismus angelegten Widersprüchen und den aus ihnen hervorgegangenen 
Strukturproblemen zusammen:

 Israel kann schlechterdings nicht beanspruchen, ein demokratischer 
Staat all seiner Bürger zu sein, zugleich aber das Kriterium der 
Staatsangehörigkeit auf den ethnisch beschränkten Begriff des "Juden" 
basieren. Es kann darüber hinaus kein Staat der Juden sein wollen, 
ohne das Kriterium der religiösen Definition des Juden anzunehmen, 
was aber seinen von ihm selbst stets postulierten Säkularcharakter 
zwangsläufig in Frage stellen muss.

 3.

 Abschied vom Selbstverständnis

 Auch die viel beschworene "Solidarität", welche sich über Jahrzehnte 
aus negativem Selbstverständnis, wie jüdischer Leidensgeschichte, 
Holocaust oder - immer wieder aktuell - Feindschaft der Nachbarländer 
("Sicherheitsfrage") speiste, kann längerfristig nicht ihre 
Kittfunktion wahren, wenn sich zugleich die soziale Schere (bei 
längst obsolet gewordenem sozialistischen Gedankengut der 
prästaatlichen Ära) immer weiter öffnet und zudem lange beschwiegene 
ethnische Faktoren eine merkliche Polarisierung der Gesellschaft 
bewirken. Israel kann aber vor allem keinen Frieden erhoffen, wenn 
besetzte Gebiete weiterhin als "Land der Urväter" geheiligt werden, 
bzw. wenn diejenigen, die das politisch-militärische Problem 
messianisch-religiös aufladen, die Entscheidungsfähigkeit der 
Regierung in der Friedensfrage wesentlich zu determinieren vermögen.

 So lässt sich behaupten, dass keine der in der nächsten Zeit 
anvisierten Lösungen zur Beilegung des Konflikts im Nahen Osten an 
den hier dargelegten politischen Strukturproblemen, mithin an der 
wahrhaftigen Erprobung der israelischen Friedensbereitschaft 
vorbeigehen können wird.

Copyright © Frankfurter Rundschau Erscheinungsdatum 27.09.2000




Zur Antisemitismus-Debatte
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Jacqueline Csuss  mailto:j.csuss@xpoint.atj.csuss@xpoint.at


Zur Antisemitismus-Debatte,
sofern davon die Rede sein kann, denn in einem Großteil der gestrigen 
Wortmeldungen geht es wie schon so oft lieber haarscharf an der Sache 
vorbei - es wird hier nicht, wie Samuel u.a. angeregt hat (übrigens, 
Dein Vorschlag für eine Diskussionsrunde im Club gehört zum 
konstruktivsten der gestrigen Beilage), die überfällige Diskussion 
zum Thema Österreich und Antisemitismus geführt, sondern eine 
mund-Debatte. In stellvertretender Funktion vielleicht? Quasi als 
Bestätigung dessen, was in diesem Land in einem fort passiert? Kaum 
rührt einer in der Wunde, schreien wir den Nächstbesten an? Oder man 
macht es überhaupt im Stil des akin-Redakteurs: man erklärt die 
Debatte als Ausdruck eines fadisierten Widerstands und befördert sie 
flugs in die Unerheblichkeit.

Jörg Haider wurde in einem nationalsozialistischen Umfeld groß - die 
Verbrecher vom Ulrichsberg kennt er vermutlich seit seiner Kindheit. 
Lieber als das Bild von der Muttermilch ist mir das von Thomas 
Bernhards deutschem Mittagstisch, bei dem die Familie um den Tisch 
sitzt und die Suppe mit den handtellergroßen Hakenkreuznudeln 
löffelt. Leute wie er haben stets nur vom angeblich an ihren Eltern 
begangenen Unrecht gehört, ihnen wurde quasi von Anfang an ein 
Geschichtsbild und eine Politik (!) vermittelt, die unverändert 
unbarmherzig mit den wahren und somit mit allen weiteren Opfern 
verfährt. Nicht der Funke einer Demut, keine Betroffenheit, kein 
Erbarmen, denn in Wirklichkeit war alles ganz anders.

Ich bin in diesem Land geboren und schleppe Zeit meines Lebens eine 
Lüge mit mir herum; sie wurde einfach über mich drüber gestülpt - von 
der Öffentlichkeit, der Schule, den Tätern, einer Gesellschaft, die 
es vorgezogen hat zu leugnen und zu schweigen. In dieser Atmosphäre 
des ?wir haben von nichts gewußt, wir haben nichts zu sagen" bin ich 
aufgewachsen. Dabei hatte ich noch Glück: in den Wiener Wirtshäusern 
war es wenigstens nicht mehr üblich, den Hitlergruß zu zitieren. 
Dafür wurde mir in der Schule auch nicht gesagt, daß die 
Lieblingsautoren meiner Jugend, Schnitzler, Kraus, Zweig, Canetti, 
Werfel, die Begründer der österreichischen Sozialdemokratie, Baier 
und Adler, der Musiker Mahler usw usw Wiener Juden waren.

Ich begreife allmählich, daß mein Problem nicht mein Widerwille gegen 
eine Identität ist, die mich den Tätern zureiht, sondern das Wissen 
um eine nur teilweise Identität (meine ethische, kulturelle, 
sprachliche, soziale - damit mich keiner mißversteht). Da fehlt die 
Auseinandersetzung, bzw. wurde ihre Kontinuität durch die Shoah 
zunichte gemacht.

Das, was uns beschäftigen sollte, ist die Frage, wie wir mit 
brennenden Synagogen in Deutschland und Frankreich umgehen, was wir 
dem - über den mund hinaus - konkret entgegen setzen, welche 
Diskussionen wir zu führen haben und wo wir aktiv werden müssen.
Jacqueline





(B) Antisemitismus-Debatte
Zurück
mailto:Beate.Wernegger@sbg.ac.atBeate.Wernegger@sbg.ac.at


 Ich finde die verschiedenen Positionen und Debatten sehr wichtig und bin
daher dagegen, das irgendeine Zensur bei MUND eingeführt wird. Denn wie
können wir die Probleme lösen außer durch die Diskussion? Wie können wir uns
weiterentwickeln, wenn nicht in der Auseinandersetzung?  Es ist NOTWENDIG
diese Diskussionen zu führen - tagtäglich müssen wir uns damit
auseinandersetzen - das bleibt uns nicht erspart.

grüße,   b e a t e




(C) Zur Antisemitismusdebatte
Zurück
von Thomas Schmidinger 
(mailto:thomas_schmidinger@hotmail.comthomas_schmidinger@hotmail.com 
)


Da meine emailadresse zur Zeit nicht funktioniert maile ich von der ÖKOLI
aus, der Text ist allerding meine Privatmeinung:


Ich möchte nur kurz einige praktische Vorschläge zur Verhinderung
antisemitischer Beiträge im Widerstandsmund machen und einige Bemerkungen zur
Antwort P. Seveniers auf meinen Beitrag anmerken.

1. Ich verstehe die praktischen Schwierigkeiten der
Widerstandsmund-Redaktion. Trotzdem denke ich, daß es notwendig ist, 
zumindest offen
antisemitische Texte, wie jenen der RKL, nicht zu publizieren. Um 
dies für den einzelnen
Redakteur einfacher zu machen wäre es durchaus möglich Texte von solch offen
antisemtischen Gruppen generell nicht mehr weiterzumailen. Im Mund werden
ja auch keine "unproblematischen" Texte aus Zur Zeit oder von
Burschenschaften veröffentlicht.
Anderfalls müssen eben Texte von RKL und ähnlichen Gruppen besonders
sorgfältig gelesen werden ehe sie weiterverbreitet werden. Im 
Zweifelsfall ist es
da sicher besser einen Text einen Tag zu spät weiterzuverbreiten als
antisemitische Propaganda unkomentiert weiterzugeben.

2. Peter Sevenier liefert in seinem mail eine Definition von "Volk" aus
dem Brockhaus nach und schließt sich dieser
"definition im brockhaus an und bleibe vehement
dabei. daß es
a) real völker gibt - wie das kurdische volk, das palästinensische volk
und
b) daß juden/jüdinnen ebenso ein volk sind

ich verwahre mich auch schärfstens dagegen, daß ich definitionen vom
völkischen antisemitismus übernehme, wie von thomas behauptet " nur wenn
ich feststelle, daß jüdinnen/juden ein volk sind bewege ich mich noch
lange
nicht auf dem boden des völkischen antisemitismus " dann müßte jeder
mensch der auch nur von volk schreibt (palästinensisches volk, kurdisches
volk,
... definitionen vom völkischen antisemitismus übernehmen)

Dazu möchte ich klarstellen, daß ich nie behauptet habe und auch
keinesfalls nicht so verstanden werden möchte, daß P.S. eine 
Volksdefinition des
völkischen Antisemtitismus übernommen hätte. Ich denke nur, daß seine Definiton
von Volk von der gemeinsamen Verfolgungsgeschichte von Jüdinnen und Juden
geprägt ist, der eben auch Menschen unterworfen waren, die sich selbst nicht
als Jüdinnen oder Juden definierten, von den Nationalsozialisten bzw. den
Nürnberger Gesetzen aber zu solchen gemacht wurden.
Ich denke, daß es in diesem Zusammenhang kein Zufall ist, daß der
Zionismus, der Jüdinnen und Juden eben als Volk und Nation begreift, 
ausgerechnet in
Österreich mit seinem besonders ausgeprägten Antisemitismus entstanden ist
und ich denke auch nicht, daß es ein Zufall ist, daß die verschiedenen
Zionismen in der "innerjüdischen Debatte" im Zuge der industriellen
Massenvernichtung der Jüdinnen und Juden zu den vorherrschenden 
Strömungen gegenüber
assimilatorischen Gruppierngen oder Bundisten wurden.
Historisch gesehen stellte sich nämlich spätestens mit der Schoa heraus,
daß, zumal in Deutschland und Österreich, auch assimilierte Jüdinnen und
Juden vom vorherrschenden Nationalismus niemals als gleichwertig betrachtet
würden und daß die einzige Sicherheitsgarantie für Jüdinnen und Juden ein
Jüdischer Staat ist.
Trotzdem bleibt diese Definition natürlich eine die von den Verfolgern den
Verfolgten aufgezwungen wurde. Natürlich ist es verständlich, daß die
Verfolgten, wenn sie schon zu einem "Volk" das aus dem "Deutschen Volk"
auszuschließen uns zu vernichten ist, gemacht worden waren, dieses 
"Volk" zu einer
"selbstbewußten Nation" formen wollten und auch formten. Dies ändert aber
nichts daran, daß hier von den Opfern versucht wurde aus einer antisemitischen
Ausschließungsdefinition noch das beste zu machen.

P.S. schreibt weiter:
die feststellung von thomas schmidinger, daß juden/jüdinnen
ausscchließlich eine gemeinsame identität haben, weil sie von den
nazis verfolgt und
ermordet worden sind lehne ich ab. daraus habe ich " wie thomas annimmt
"
niemals abgeleitet daß das jüdische volk aus dem holocoust entstanden
ist.
das jüdische volk gibt es seit mehr als 2000 jahren und nicht durch die
verfolgung/ermordung der nazis ist das jüdische volk entstanden " es hat
diese industrielle massenvernichtung überlebt.
thomas schmidinger ist zwar der meinung daß es keine völker und nationen
gibt sagt aber nicht was palästinenserInnen, kurdInnen, roma und sinti
sind,
bzw. wie er diese bezeichnet ........

Für mich bleiben Völker vorgestellte Gemeinschaften, d.h. sie existieren
nicht einfach, sondern wurden und werden in bestimmten historischen
Situationen und bestimmten Interessen folgend konstruiert.
Dies trifft natürlich auch auf PalästinenserInnen, KurdInnen, Roma und
Sinti zu.
Historisch betrachtet ist die Selbstdefinition als "Volk" oft sehr jungen
Datums und durchaus unter verändernden Umständen variabel. D.h. es gibt
keine in sich geschlossenen Abstammungsgemeinschaften die eine gemeinsame
Geschichte haben, sondern es gibt gedachte Gesellschaften, die sich ihre
gemeinsame Geschichte denken und im nachhinein konstruieren.
Dies trifft für alle "Völker" zu. Alle basteln sich ihre
"Nationalgeschichte" im nachhinein so zusammen wie sie für die 
aktuelle Interessenslage
notwendig ist. Wie das mit der Verdrängung unliebsamer Geschichte und der
Betonung "heroischer Gemensamkeiten" in Österreich funktioniert (Schoa vs.
Opfermythos) wissen wir wohl.
Daß sich KurdInnen erst als KurdInnen fühlten als sie durch den Kemalismus
aus der neuen türkischen Nation ausgeschlossen wurden, während sie vorher
(und teilweise heute noch) weit regionalere bzw. "stamesbeszogene"
Identitäten formulierten ist all jenen die nicht unkritisch die völkische
Geschichtsschreibung der PKK nachplappern ebenso bekannt.
Und diese Geschichtskonstruktion trifft wie auf alle Nationen eben auch
auf die Israelische Nation zu, die sich natürlich ebenso wie andere Nationen
auch ein "Volk", in diesem Fall ein "Jüdisches Volk" zugrundelegt.
Äthiopische, iraqische oder polnische Jüdinnen und Juden haben aber eben
keine gemeinsame Geschichte und schon gar keine "gemeinsame Abstammung". Eine
israelsiche Nationalgeschichte konstruiert eine solche wie jeder andere
Staat, was im übrigen auch eine Reihe innerisraelischer Debatten zwischen
Europäischen und Orientalischen Jüdinnen und Juden ausgelöst hat, da viele
orientalische Jüdinnen und Juden die Schoa nicht als ihre Geschichte 
betrachten,
während sich wiederum viele europäische Jüdinnen und Juden gegenüber anderen
historischen Erfahrungen jemenitischer oder äthiopischer Jüdinnen und Juden
ignorant verhalten.
Aber wie gesagt, all dies unterscheidet Israel nicht von anderen
Nationalstaaten. Nationale Homogenisierung, die in Europa oft auch mit Gewalt
verlief, Kreation einer gemeinsamen Geschichte,... gehört zum Wesen 
der Entstehung
von Nationalstaaten und ihren völkischen Grundlagen. Deshalb gilt es für
mich weiterhin genau diese anzugreifen ohne dabei zu vergessen, daß die
Schaffung der Deutschen und Österreichischen Nation mit den weltweit 
einmaligen und
schrecklichsten Folgen verknüpft war und damit vor allen anderen Staaten,
Nationen und Völkern zu bekämpfen ist.

Mehr zur Konstruktion von Völkern und Nationen gibt es übrigens in einem
Artikel von mir, der in der radiX Nr. 3 erschienen ist und der nun auch im
Internet unter http://www.oekoli.cjb.netwww.oekoli.cjb.net nachzulesen ist.

Thomas Schmidinger




(D) antisemitismus im mund - rechtsextreme rkl - zensurfreies organ
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mailto:rosa.parks@gmx.netrosa.parks@gmx.net



1) im mund sind nicht allein antisemitische, sondern auch nationalistische
und chauvinistische beiträge zu jugoslawien erschienen, über die sich
bisher noch kein mensch aufgeregt hat. es ist schon erstaunlich, wie wenig
interessiert menschen, die ihre arbeit über das no-racism.net 
verbreiten, i sind,
rassistische stereotypen zu erkennen, wenn sie gegen "die usa", "das
finanzkapital", "die reaktion", "das zionistische gebilde" und ähnliche
konstruktionen gerichtet sind.

2) die rkl ist keine rechtsextreme organisation (das hätte die öko "li"
wohl gerne)! nein, nein: die rkl ist eine ganz klassisch linke organisation:
hierarchisch, sexistisch, chauvinistisch, populistisch, antisemitisch,
simplifizierend, antiintellektuell, antiindividualistisch, wenns passt auch
rassistisch, mit totalitätsanspruch...
wer 97% aller "linken" gruppen zu rechtsextremen erklärt, mag zwar keine
abgrenzungsprobleme mehr haben, betreibt aber realitätsverweigerung.
(so by the way: was soll denn schon dabei herauskommen, wenn mensch sich
auf marx und engels, der erste vergewaltiger und rassist, der zweite sexist
und ultrachauvi, bezieht?).

3) das konzept des "offenen" mund ist ein murx:

erstens, weil ich keine lust habe, mich "in meinen medien" unter dem
banner "freie meinungsäußerung" mit klar rassistischen und 
sexistischen inhalten
auseinandersetzen zu müssen, also auf die wiedergabe der gesellschaftlichen
breite der meinungen gerne verzichte (ansonsten wären es nicht "meine"
medien).

zweitens: weil der/die redakteurIn ja mehr oder minder zugegeben hat,
selbst keine lust zu haben, sich den rkl-mist fünfmal durchzulesen, 
und das dann
einfach in die zeitung "reinrutscht".
keine rkl-texte mehr in den mund zu nehmen ist keine "zensur" (kein mensch
hindert die rkl an der publikation ihrer texte), sondern schlichtweg eine
entscheidung für oder gegen rassistische inhalte im mund.

zeitung machen heißt auch, entscheidungen zu treffen!

liebe grüße

rosa parks




(E) Änderung in "Beiträge mit rassistischen oder sexistischen oder
Zurück
antisemitischen Inhalten werden nicht veröffentlicht"
Johanna Hofinger http://www.ballhausplatz.atwww.ballhausplatz.at


Im übrigen fordere ich die MUND-Redaktion auf, ihre Erklärung
"Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden
nicht  veröffentlicht"
in
"Beiträge mit rassistischen oder sexistischen oder antisemitischen Inhalten
werden nicht veröffentlicht"
abzuändern.
Dies sollte bei aller Tagesredakteurseinzelverantwortung möglich sein, da
sich die Redakteurinnen weiland schließlich auch auf  den Ausschlußgrund
"rassistisch oder sexistisch" einigen konnten.

12.10.2000 15:13 | von: Johanna Hofinger 
http://www.ballhausplatz.atwww.ballhausplatz.at




Zivilgesellschaft - ein Konzept für Frauen?
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mailto:ksoe@EUnet.atksoe@EUnet.at
=
Mit der Bitte um Ankündigung!

Einladung zu

Zivilgesellschaft - ein Konzept für Frauen?
20. Frauenringvorlesung an der Wirtschaftsuniversität Wien

Freitag, 20. Oktober 2000, 16.00 -20.00 Uhr
Freitag, 17. November 2000, 16.00 -20.00 Uhr
Freitag, 15. Dezember 2000, 10.00 -18.00 Uhr

Seit den 90iger Jahren des 20. Jhd. gibt es eine intensiver 
Auseinandersetzung um die Konzepte und die Handlungsräume von 
Zivilgesellschaft und Bürgergesellschaft. Diese beiden Begriffe 
bezeichnen zwei wesentliche Strömungen in der Debatte um die Rolle 
des Staates. Die Ausgestaltung des Geschlechterverhältnisses, die 
gesellschaftliche Gestaltungsmacht und die konkreten 
Lebensbedingungen von Frauen sind von diesen Konzepten beeinflußt. 
Feministische Kritik richtet sich gegen beide Konzepte und setzt 
ihnen eigene Entwürfe und Handlungsorientierungen entgegen.

Referentinnen: Elisabeth Nemeth, Karin Wetschanow, Herlinde 
Pauer-Studer, Christa Schnabl, Birgit Sauer, Luise Gubitzer, Margit 
Appel, Astrid Winkler, Eva Hollerweger

Alle Informationen/Detailprogramm unter 
http://www.ksoe.athttp://www.ksoe.at oder telefonisch 01/310 51 59 
(Margit Appel)

Veranstaltet von:
Arbeitsgemeinschaft Frauen in Forschung und Lehre an der 
Wirtschaftsuniversität Wien, Katholische Sozialakademie Österreichs 
(ksoe), Katholische Frauenbewegung Österreichs, Institut für 
Politikwissenschaft der Universität Wien, Österreichisches 
Frauenforum Feministische Theologie, WIDE (Women in Development 
Europe)



ksoe
Katholische Sozialakademie Oesterreichs
A-1010 Wien, Schottenring 35/Dg
Tel. +43 1 310 51 59
Fax +43 1 310 68 28
e-mail: mailto:ksoe@EUnet.atksoe@EUnet.at
internet: http://www.ksoe.athttp://www.ksoe.at







Drogenfachleute wenden sich mit Petition an Bundeskanzler Schüssel
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mailto:schober.helmut@aon.atschober.helmut@aon.at


Da ich nicht weiss, ob Sie alle Zugriff auf die APA haben, schicke 
ich Ihnen unseren Pressetext & Petition zur derzeitigen Drogenpolitik 
auf diesem Wege!
MfG
B. Drnek

T.: Drogenfachleute wenden sich mit Petition an Bundeskanzler Schüssel
UT.: Geplante Reform des Suchtmittelgesetzes würde Österreichs 
Drogenpolitik um Jahre zurückwerfen.

Anlässlich der von der FPÖ geplanten Novellierung des 
Suchtmittelgesetzes wenden sich die Fachkräfte der 
Drogenhilfseinrichtungen im Namen des Österreichischen Arbeitskreises 
für kommunikative Drogenarbeit mit einer Petition an Bundeskanzler 
Dr. Wolfgang Schüssel. In dem anläßlich der 38.Fachtagung in 
Schladming verabschiedeten Papier ersucht der Zusammenschluss 
österreichischer DrogenexpertInnen den Bundeskanzler "mit Nachdruck, 
von der Vorlage der geplanten Gesetzesänderung im Hauptausschuss des 
Nationalrates Abstand zu nehmen."

"Der von Gesundheitsstaatssekretär Wanek vorgelegte Entwurf ignoriert 
die jahrelange Erfahrung der in der österreichischen Drogenhilfe 
Tätigen völlig, eine Beschlussfassung würde die heimische 
Drogenpolitik um Jahre zurückwerfen", kritisiert der Obmann des 
Österreichischen Vereins für Drogenfachleute (ÖVDF) Helmut Schober.

Drogenabhängige Menschen, die auch nach den Kriterien der 
Weltgesundheitsorganisation WHO als Kranke gelten, würden vom 
geplanten Koalitionsvorhaben verstärkt zu Kriminellen gemacht. Dies 
zeige sich vor allem an der geplanten Absenkung der 
Suchtgiftgrenzmenge und an der Anhebung der Mindeststrafe im § 28 
Abs.4 des Suchtmittelgesetzes von einem auf drei Jahre. "Damit werden 
die Chancen der Betroffenen auf Therapie weiter reduziert, da der 
Grundsatz ’Therapie statt Strafe' nur bei einem Strafausmaß von bis 
zu drei Jahren zur Anwendung kommt", so Schober. Entgegen 
wiederholter Aussagen von Vertretern der Koalitionsparteien sei der 
Besitz auch geringster Mengen Suchtgift schon bisher in Österreich 
verboten gewesen.

Schober kritisiert darüber hinaus den immer wieder zur Untermauerung 
der geplanten Revision der österr. Drogenpolitik herangezogenen 
Experten Michael G. Koch. "Koch verfügt über einen mehr als 
zweifelhaften Ruf. Der in Schweden tätige Epidemiologe ist im 
deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt, nicht einmal die 
schwedische Niederlassung bei der EU-Beobachtungsstelle für 
Drogensucht weiß vom angeblichen "Experten", so Schober. Nicht 
zuletzt sei Koch im Umfeld eines von einem deutschen Gericht als 
"rechte Psychosekte" bezeichneten Vereins tätig.

"Wir als Drogenfachleute erhoffen uns, dass in der österreichischen 
Drogenpolitik doch noch die Vernunft über fachlich nicht begründbare 
Ideologien siegt", so Schober abschließend.

Die Petition im Wortlaut

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Dr. Schüssel!

Wir, die österreichischen Drogenfachleute, drücken mit dieser 
Petition unsere Besorgnis über die geplanten Änderungen im 
österreichischen Suchtmittelgesetz aus.
Laut Definition der WHO und auch der österreichischen 
Sozialversicherungsträger fallen drogenabhängige Menschen in die 
Kategorie "Kranke".
Wie bei anderen kranken Menschen muss auch hier die Behandlung und 
nicht die Bestrafung selbstverständlich sein.
Die Kriminalisierung von drogenabhängigen Menschen trägt 
erfahrungsgemäß nicht dazu bei, das Drogenproblem einer Gesellschaft 
zu reduzieren.
Die nunmehr geplanten Änderungen des Suchtmittelgesetzes zeichnen 
sich bedauerlicherweise in vielen Punkten durch einen 
offensichtlichen Mangel an Fachkenntnis  und die Reduzierung der 
Drogenpolitik  auf repressive Maßnahmen aus.
Die Behauptung, dass der derzeitige Weg in der Behandlung und 
Betreuung von Drogenkranken eine Verharmlosung der Drogenproblematik 
durch die österreichischen Drogenfachleute darstellt, ist eine 
Fehlinformation an die österreichische Bevölkerung und steht in 
keinerlei Zusammenhang mit dem Arbeitsalltag in den österreichischen 
Suchthilfeeinrichtungen.
Wir möchten unsere Besorgnis und Kritik hiermit zum Ausdruck bringen, 
und Sie auffordern, nicht auf die langjährige Erfahrung und Kompetenz 
der österreichischen Drogenhilfe zu verzichten.
Wir, die österreichischen Drogenfachleute, ersuchen Sie mit Nachdruck 
von der Vorlage der geplanten Gesetzesänderung im Hauptausschuss des 
Nationalrates Abstand zu nehmen.

Rückfragen: ÖVDF, Helmut Schober, Tel. 07242/45274, e-mail: 
mailto:schober.helmut@aon.atschober.helmut@aon.at





10.Okt in Kärnten - Deutschnationalismus feiert fröhliche Urstände
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mailto:bsb@magnet.atbsb@magnet.at

Anlässlich des achtzigsten Jahrestages der Kärntner Volksabstimmung von
1920, ließ Landeshauptmann Haider unter Anwesenheit fast der ganzen
Bundesregierung und des Bundespräsidenten die sogenannten Traditionsverbände
marschieren. 1920 stimmte eine Mehrheit in Südkärnten für den Verbleib bei
Österreich, wobei 12.000 Stimmen aus der slowenischen Bevölkerung kamen. Vor
der Abstimmung wurde der slowenischen Minderheit vor allem von der
Sozialdemokratie weitgehende nationale Rechte zugesichert, nach der
Abstimmung bekamen die Slowenen eine sich immer weiter verschärfende
Unterdrückung zu spüren, die ihren Höhepunkt zu Zeiten des Faschismus hatte.
Der Nazi-Faschismus fand sehr günstige Voraussetzungen für seine Politik der
Eindeutschung, Aussiedlungen und Massaker vor. Die Repression, die die
Slowenen durch die Nazis erfahren haben stand in direkter politischer und
personeller Kontinuität zur Unterdrückung durch die Deutschnationalen in der
Zwischenkriegszeit. Auch nach dem zweiten Weltkrieg blieb der Artikel 7 des
Staatsvertrages, in dem Rechte der Minderheiten verankert sind, Makulatur.
Als offensichtlichstes Beispiel sei hier nur der berüchtigte Ortstafelsturm
von 1972 erwähnt, als der deutschnationale Mob gegen verfassungsmäßige
Rechte der slowenischen Minderheiten losgelassen wurde. Bis heute werden die
slowenischen Partisanen, die wohl den entschiedensten Beitrag zum
antifaschistischen Widerstand in Österreich geleistet haben, in Kärnten als
Verbrecher bezeichnet. Erst vor wenigen Wochen hat sich Finanzminister
Grasser wieder einmal in diese Richtung geäußert.

Der 10. Oktober ist ein deutschnationales Symbol, das seit 1920 verwendet
wird, um gegen die Kärntner Slowenen zu mobilisieren. Die Deutschtümelei hat
in Kärnten große Erfolge erzielt. Immer weniger Slowenen wagen es sich offen
zu ihrer Sprache und Volksgruppe zu bekennen. Nichtsdestotrotz wird von
Organisationen wie dem KHD (Kärntner Heimatdienst) und dem KAB (Kärntner
Abwehrkämpferbund) weiter auf sie losgeschlagen. So treten diese gegen die
Aufstellung von weiteren zweisprachigen Ortstafeln, gegen die Ausweitung von
Slowenisch als Amtssprache und gegen slowenischsprachige Rundfunkprogramme
auf. Dabei wurden sie natürlich von Landeshauptmann Haider in seiner
Ansprache am Ulrichsberg unterstützt. Bezeichnenderweise wurde von diesen
Organisationen am Festzug der SS Leitspruch "Unsere Ehre heißt Treue
 mitgetragen. Ein wirklicher Skandal ist, dass bei dieser deutschnationalen
Hetzveranstaltung fast die gesamte Bundesregierung und auch der
Bundespräsident anwesend waren. Herr Klestil hat damit übrigens einen offen
Wortbruch begangen, da er vorher betont hat nur dann teilzunehmen, wenn auch
slowenische Vertreter am Festzug teilnehmen, was nicht der Fall war.

Die Bewegung für soziale Befreiung protestiert schärfstens gegen diese Form
von deutschnationalen Jubelveranstaltungen, die vom Staat mitgetragen
werden. Ebenfalls ist die Berichterstattung des ORF abzulehnen, in der mit
keinem Wort erwähnt wurde, welches Leid durch die "Deutsch-Kärntner" über
die slowenischsprachige Bevölkerung gebracht wurde.

Die BsB wird die slowenische Volksgruppe gegen jedweden deutschnationalen
Angriff verteidigen und das Andenken an den antifaschistischen Kampf der
slowenischen Partisanen in Kärnten hochhalten.

Smrt fascismu, svobada narodnu!

***********************************
Bewegung für Soziale Befreiung (BsB)
Meiselstrasse 46/4, A-1150 Wien
Tel/Fax +43 1  924 31 61
Mobil +43 6991 924 31 61
mailto:bsb@magnet.atbsb@magnet.at
http://www.vorstadtzentrum.netwww.vorstadtzentrum.net





dezentrale projektion. jugendliche und künstlerInnen zeigen ihre videos.
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Thomas Tesar mailto:echo.redaktion@non.atecho.redaktion@non.at




dezentrale projektion.

14. Oktober 2000, 19h
wienstation, 1080 Wien, Lerchenfelder Gürtel, Stadtbahnbogen 28

dezentrale projektion. jugendliche und künstlerInnen zeigen ihre videos.
"abschiebung - baris keles" (13') von serdar celik, aykut cetin und serkan
cetin, "erdbeben" (17') von enhar erdem, "hayal" (14') von muzaffer
hasaltay: in zusammenarbeit mit gangart. "strukturelle gewalt" (20') von
dani busic und djonia oliveira mendes: in zusammenarbeit mit anna kowalska
und simone bader.


Dieses Projekt ist als eine Zusammenarbeit von dezentrale kunst mit dem
Verein echo entstanden.
Mit Unterstützung von trans wien und Kunst- und Wissenstransfer/Universität
für angewandte Kunst

Kontakt: 0699 1968 75 70
http://www.nextroom.at/dezentralekunsthttp://www.nextroom.at/dezentralekunst


Die KünstlerInnengruppe Gangart sowie Anna Kowalska und Simone Bader
arbeiteten in Fotografie- und Videoworkshops mit Jugendlichen der 2. und 3.
Generation in Wien lebender MigrantInnen.
Ausgangspunkt war der Konflikt zwischen Jugendlichen, die sich häufig im
Park aufhalten, und AnrainerInnen am Kardinal Nagl Platz im 3. Bezirk. Die
Jugendlichen haben gemeinsam mit den JugendarbeiterInnen Irmi Novotny und
Thomas Tesar im Frühjahr 1999  die verschiedenen Standpunkte in einem
echo-Video dokumentiert.

Das Projekt von Gangart schließt daran an:
Basierend auf einer Beschäftigung mit Gruppenzugehörigkeiten und sich
überschneidenden Konflikten werden vorgefundene Situationen mit den
Jugendlichen neu interpretiert, indem die Rollen neu verteilt und Codes
verfügbar gemacht werden. Entstanden sind 3 Videos: "Abschiebung - Baris
Keles" von Serdar Celik, Aykut Cetin und Serkan Cetin, "Erdbeben" von Enhar
Erdem, "Hayal" von Muzaffer Hasaltay.

Anna Kowalska und Simone Bader arbeiten mit Dani Busic  und Djonia
Oliveira-Mendes zum Thema "strukturelle Gewalt". Den Ausgangspunkt bildete
eine Analyse von Bildern im öffentlichen Raum: Wer wird abgebildet und wie?
Wer soll angesprochen werden? Welche gesellschaftlichen Gruppen kommen vor,
welche nicht? Es entstanden eine Fotoserie und das Video "Strukturelle
Gewalt".

Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Verein echo entstanden und
wurde von den JugendarbeiterInnen Irmi Novotny und Thomas Tesar pädagogisch
betreut. Am 28. 1. 00 wurden in der AAI-Galerie der damalige Stand der
Videoprojekte, im Rahmen von Dezentrale Kunst (Eva Dertschei, Ulrike
Müller, Carlos Toledo) präsentiert.


Die fertigen Videos werden bei der Veranstaltung Dezentrale Projektion am
14. Oktober 2000 um 19h in der wienstation 1080 Wien, Lerchenfelder Gürtel,
Stadtbahnbogen 28 gezeigt

Simone Bader mailto:klubzwei@t0.or.atklubzwei@t0.or.at, 
dezentrale Kunst mailto:toledo@nextroom.attoledo@nextroom.at
mailto:um@t0.or.atum@t0.or.at, gangart 
mailto:gangart@t0.or.atgangart@t0.or.at, Anna Kowalska 
mailto:an.ka@gmx.netan.ka@gmx.net,
Thomas Tesar mailto:echo.redaktion@non.atecho.redaktion@non.at





Transdanubien gegen schwarz / blau
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mailto:transdanubiengegensb@yahoo.detransdanubiengegensb@yahoo.de

Liebe Leute !
bitte nicht vergessen!!!!
NÄCHSTES TREFFEN  

Transdanubien gegen schwarz / blau findet am 17.10. 00
um 19 h im Hopfhaus statt.
1220 Wien    Donaufelderstr. 241 1.Stock

gruss hanni




Sonntag im Vorstadtzentrum 15 Kommt der Polizeistaat?
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mailto:bsb@magnet.atbsb@magnet.at

So, 15.10., 18 h 30

          #################################
          # Sonntag im Vorstadtzentrum 15 #
          # 15., Meiselstrasse 46/4       #
          # Jeden So von 16-22 Uhr        #
          #################################

Vorstellung einer Broschüre der Bewegung für soziale Befreiung

In diesem Rahmen findet auch ein Vortrag von Vertretern von "Gemeinsam gegen
Rassismus", zur Operation Spring und den aktuellen Prozessen gegen die
damals Verhafteten, statt.

Aus dem Vorwort. "Wie wohl keinem aufmerksamen Menschen entgangen ist,
haben in den letzten Jahren die Gewalttaten von seiten der Polizei
gegenüber Linken, Ausländern und kritischen Menschen im allgemeinen
zugenommen. Hier sei nur an die skandalösen Festnahmen von Eva, Werner und
Hermann bei der diesjährigen Demonstration gegen den Opernball, oder an die
Operation Spring im Vorjahr erinnert. Zudem gibt der Staat auch seinen
Vollstreckern immer bessere Werkzeuge in die Hand um gegen unliebsame
Personen und Gruppen vorgehen zu können. Diese Werkzeuge wie
Kronzeugenregelung, Lauschangriff und Rasterfahndung entbehren jeglicher
rechtsstaatlichen Legitimität und sind daher strikt abzulehnen. Aufgrund
dieser besorgniserregenden Entwicklung haben wir uns zur Herausgabe dieser
Broschüre entschlossen, um die Öffentlichkeit zu informieren und vor der
Beschneidung der Grundrechte durch die Polizei unter dem Deckmantel des
Kampfes gegen Drogenhändler und Kinderschänder zu warnen."

***********************************
Bewegung für Soziale Befreiung (BsB)
Meiselstrasse 46/4, A-1150 Wien
Tel/Fax +43 1  924 31 61
Mobil +43 6991 924 31 61
mailto:bsb@magnet.atbsb@magnet.at
http://www.vorstadtzentrum.netwww.vorstadtzentrum.net




Der Standard hat eine Widerstandsseite
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mailto:Sophia-Maria.Antonulas@derstandard.atSophia-Maria.Antonulas@d 
erstandard.at


Liebe Widerständische!

http://DerStandard.athttp://DerStandard.at hat eine Widerstandseite 
(vorher schwar-blau), wo über
aktuelle Aktionen, Themen, Proteste gegen die österreichische Regierung
berichtet wird.

Wir freuen uns auf eure Informationen: 
mailto:onlinedoku@derstandard.atmailto:onlinedoku@derstandard.at


 


Redaktionsschluß: Diensttag, 10. Oktober 2000, 24.00 hwn
Fehler möge frau/man mir nachsehen!