Mittwoch, 18. Oktober 2000

keil1.gif(893 Byte) Die miesen Tricks einer Regierungspartei

keil1.gif(893 Byte) Haider kommt

keil1.gif(893 Byte) Praha, Legal Observer, Press Release 10.10.2000

keil1.gif(893 Byte) Gewerkschaft: Vermischtes aus OeGB und AK

keil1.gif(893 Byte) Depot/Terminänderung

keil1.gif(893 Byte) Kurdistan Rundmail

keil1.gif(893 Byte) BIfEB - Privatisierung droht

keil1.gif(893 Byte) Prag, AGORA, Fluechtlinge, Ueberwachung

keil1.gif(893 Byte) Prague Legal Support Team Update 17.10.2000

keil1.gif(893 Byte) Bitte um Unterstütung -

keil1.gif(893 Byte) Integration/Kommentar:

keil1.gif(893 Byte) Oekonomie/Oelpreis/Kommentar: Alles eine Terminfrage

keil1.gif(893 Byte) veranstaltung 18.10.00

keil1.gif(893 Byte) anti-nuclear - stoppt AKWs - nucleaire non merci

keil1.gif(893 Byte) MONEY NATIONS / englisch

keil1.gif(893 Byte) Es reicht!

keil1.gif(893 Byte) Linker und christlicher Antisemitismus im Widerstandsmund

keil1.gif(893 Byte) Beitrag im Mund vom 17.10.: "Jews against Christians, Moslems & J esus"

keil1.gif(893 Byte) MUND als Medium des Antisemitismus

keil1.gif(893 Byte) Jews against Christians, Moslems & Jesus

keil1.gif(893 Byte) Jews against Christians, Moslems & Jesus

keil1.gif(893 Byte) Österreich denken heißt Auschwitz denken : Antisemitismus im "Widerstands"MUND, die zehnte...

keil1.gif(893 Byte) Schon wieder Antisemitismus

keil1.gif(893 Byte) wieder Antisemitischer Dreck im MUND

 

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius zusammengestellt.

 

        
Liebe Leute!

In der gestrigen Ausgabe des widerst@nd-MUND ist unter dem Titel 
"Jews against Christians, Moslems & Jesus" ein Beitrag erschienen, 
über den sich aufgrund des offen antisemitischen Charakters jede 
Diskussion erübrigt. Die gesamte Redaktion einschließlich des 
verantwortlichen Tagesredakteurs distanzieren sich von diesem 
"Beitrag". Die Nichtzensurierung dieser Einsendung widerspricht ganz 
klar unseren Richtlinien. Hier handelt es sich um "menschliches 
Versagen", d.h. um ein strukturelles Problem, das zu solchen 
Fehlleistungen seitens eines Redaktionsmitgliedes führt. Durch 
Beteuerungen des guten Willens allein und durch symbolische Maßnahmen 
wird dieses Problem nicht zu lösen sein. Die Redaktion nimmt diesen 
Fall in Verbindung mit der in den letzten beiden Wochen abgelaufenen 
Debatte zum Anlass für eine Krisensitzung am heutigen abend. Wir 
werden Euch von deren Ergebnissen informieren und hoffen auf Eure 
Beteiligung bei einer anschließenden Diskussion zur strukturellen 
Reform des widerst@nd-MUND.

Eure zerknirschte Redaktion



Liebe MUNDlerserin!                                    Wien, 17. Oktober 2000
Lieber MUNDleser!

In der MUND-Dienstagsausgabe habe ich einen schweren Fehler gemacht und
ich werde deshalb alle nötigen und verlangten Konsequenzen daraus ziehen.

Dadurch, dass ich den eindeutig rassistischen Artikel "Jews against
Christians, Moslems & Jesus" versehen mit einem antisemitischem Link ohne
wenn und aber dazunahm, habe ich nicht nur den MUNDleserInnen sondern auch
allen MUNDredaktereakteurInnen unrecht getan und hart vor den Kopf
gestoßen.

Die Ursache für meine Fehlhandlung war nächtliche Schlamperei und
mangelnde Sensibilität. Das Ergebnis ein schreckliches. Das tut mir leid
und das war nicht in meiner Absicht. Entschuldbar ist dieser extreme
Missstand durch Schlafentzug und Konzentrationsmangel auf keinen Fall.

Für meinen Fehler stehe ich gerade. Jede von euch verlangte Konsequenz
werde ich daraus ziehen.

János Fehérváry



Liebe MUNDLesa
als tagesredakteur möchte ich euch noch mitteilen, daß im laufe unserer heftigen 
diskussion auch der vorschlag gemacht wurde, uns im namen der gesamten redaktion 
bei allen durch den beitrag betroffenen menschen zu entschuldigen, 
was ich hiermit mit allem nachdruck tue.

noch was persönliches: den mund gibt es nun schon seit mehreren monaten und 
ich finde, dass sich die absichten, ziele und haltungen des projekts in weit
über 100 ausgaben sehr deutlich gezeigt haben.
ich ersuche euch trotz der berechtigten erregung um die besonnenheit und fairness, 
das projekt jetzt nicht nur an den fehlern der letzten tage zu messen. 

ich bitte euch außerdem, auch selbst zur qualität des projekts mund beizutragen. 
wenn der mund ein grösseres team hätten, müssten nicht einzelne leute spät in
der nacht bis zur erschöpfung alleine werken. wenn zumindest 2 leute an
einer ausgabe arbeiten könnten, könnten sie ihre arbeit gegenseitig korrigieren.

ein grund zur kritik, ist auch ein grund, sich aktiv einzubringen. 

grüsse
heinz nessizius
 

 

 

 

 

 


HINKOMMEN UND WEITERLEITEN!!!!

Nächsten Freitag, 20.10. kommt Jörg Haider nach Wien,
um in der Stadthalle seine Anhänger auf den
"Kampf um Wien"
einzuschwören.

Es darf zu keinem öffentlichen Auftritt der FPÖ und Haider kommen
ohne unseren Widerstand!

Treffpunkt: 17.00 Uhr, Stadthalle Eingang Halle E 15., Vogelweidplatz


Von wienergraffitiunionsigi@teleweb.at


 



Was auf der letzten Drahdiwaberl CD
von EMI zensuriert wurde

"Schulterschluss"
(Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar

Saugt euch die MP3



Fotoreportage: HumpDump over Favoriten

Teil II

 

 



 








Die miesen Tricks einer Regierungspartei
Zurück

From:    BsB  bsb@magnet.at 


In der aktuellen Ausgabe des "Bürgermagazins" "Wir Wiener", das politisch
eindeutig der Regierungspartei FPÖ zugerechnet werden kann, ist ein Bild
eines Transparents zu sehen, welches die Bewegung für soziale Befreiung
(BsB) bei
den Protesten der letzten Woche gegen die Einführung von Studiengebühren
getragen hat. Allerdings wurde das auf dem Foto erkenntliche Transparent
manipulativ verändert, um die Aussage umzudeuten. Statt "5000,-? A Watschn
kennts haben!" ist nur mehr der zweite Teil, ohne den "5000,-?" in der
Version von "Wir Wiener" erkenntlich.

Offensichtlich besteht für die Herausgeber des "Bürgermagazines" schon die
Notwendigkeit, mit
primitivsten Methoden des Lügenjournalismus ihre anti-soziale
Regierungspolitik, die darauf abzielt, Arbeiter- und Unterschichtenkindern
den Besuch einer Hochschule zu verwehren, zu verteidigen.

Wir fordern vom "Bürgermagazin" eine Richtigstellung der Verhältnisse und
von der Regierung eine Rücknahme der Angriffe auf die ärmsten Schichten der
Bevölkerung.

Weiters erwägen wir rechtliche Schritte.

P.S.: Fälschung und Originalbild sind ersichtlich unter
http://www.derstandard.at/dyn/aktuell/article.asp?channel=Politik&ressort=wi
derstand&ID=361381
sowie demnächst unter
http://www.vorstadtzentrum.net/bsb

***********************************
Bewegung für Soziale Befreiung (BsB)
Meiselstrasse 46/4, A-1150 Wien
Tel/Fax +43 1  924 31 61
Mobil +43 6991 924 31 61
bsb@magnet.at
www.vorstadtzentrum.net








Haider kommt
Zurück

From:    akin.buero@gmx.at  akin.buero@gmx.at 



  Haider kommt!
  Widerstand empfangt ihn!
 
  Gegenkundgebung:
  mit: Madeleine Petrovic (Die Grunen), Walter Baier (KPO), 
Sprecher der SJ (angefragt)
  Fr., 20.10.00
  Treffen: 17 Uhr, 15. Vogelweidplatz, Eingang Halle E
 







Praha, Legal Observer, Press Release 10.10.2000
Zurück

From:    fewor-netbase  fewor@no-racism.net 

 
Press Release No. 33:


October 16, 2000 5:30 PM

Further evidence of abuse of those arrested in Prague September 26-28.

The Legal Observers Project (OPH) files several criminal complaints.


The Legal Observers Project (OPH) continues to gather more and more evidence
confirming that, on the night of September 26 and during the following days,
several police officers at certain police stations of the Czech Republic Police
in Prague committed violence, humiliation and other illegal acts towards persons
in their custody.

According to the statements of witnesses from abroad who have come forward
independently of one another, some of whom had nothing to do with the anti-IMF
and World Bank protests, the police abused the detained by beating them with
truncheons, punching them, kicking them even when they were lying on the ground,
beating their heads on the cell bars until their teeth were knocked out, forcing
them to kneel for many hours and leaving marks on their arms from handcuffs that
were too tight. Those in custody were denied their right to legal assistance,
food and sleep. The police crudely insulted and, in one case, threatened them.

OPH is preparing several criminal complaints about this matter.

We will be glad to inform you further about these cases, the identity and actual
testimonies of individual persons, and the contents of the criminal complaints
we have filed at our press conference in Brno, October 18, 2000, 11:00 AM at the
Místodržitelská palác, Moravské námestí 1a, inside the "Pod obrazy"café.

OPH Press Division

Marek Veselý, tel.: 420-608/721 098

420-5/575229, fax:420-5/45214429

E-mail:tisk.oph@centrum .cz

Bratislavská 31, 602 00 Brno

www.oph.cz







Gewerkschaft: Vermischtes aus OeGB und AK
Zurück

From:    akin.buero@gmx.at  akin.buero@gmx.at 


Gewerkschaft/Aktion

  Wacht auf,...

... gutbezahlte Funktionaere, die stets man noch zum Stillsein
bringt. - Die Unabhaengigen GewerkschafterInnen schmueckten am
Montag den OeGB voruebergehend mit einem Transparent, auf welchem
die Frage zu lesen war:   OeGB - wann handelst du?  . Weiters heiszt
es in dem Flugblatt:   Als Teil des OeGB fordern wir ihn auf, auf
der Strasse und in gezielten Streikaktionen den Anliegen der
ArbeitnehmerInnen Gehoer zu verschaffen. Weiters verlangen die
Alternativen, Gruenen und Unabhaengigen GewerkschafterInnen vom
OeGB, mit kritischen BuergerInnen und Studierenden in einen
aktiven und solidarischen Dialog zu treten, um gemeinsam gegen die
Masznahmen der Bundesregierung aufzutreten. [...] Der OeGB redet
und redet, neuerdings in Verhandlungen mit den
Regierungsvertretern Bartenstein und Sickl. Wir befuerchten einen
Deal, wo geringfuegige  Nachjustierungen  des skandaloesen
Sanierungspaketes gegen mittelfristig mehr als problematische
Zugestaendnisse eingetauscht werden koennten, z.B.
Jahresarbeitszeitmodelle in der Tourismusbranche.   Schlieszlich
verpflichte sich der OeGB in seinem Statut   zum unentwegten Kampf
zur Hebung des Lebensstandards der Arbeitnehmer Oesterreichs ...
zum Einsatz fuer Chancengleichheit zwischen Frauen und Maennern  
sowie zur   Bekaempfung  jeder Reaktion und aller totalitaeren
Bestrebungen  . Es sei Zeit, diese Verpflichtung in einer Form
einzuloesen, die der veraenderten politischen Situation und der
faktischen Aufkuendigung der Sozialpartnerschaft durch die
Wirtschaftsseite entspraeche:   Je laenger wir zuwarten, desto mehr
werden wir mit dem Ruecken zur Wand stehen. Bewusstsein entsteht
im Handeln. Der OeGB musz dem gewerkschaftspolitischen Handeln
eine neue Plattform geben  , schlieszt die Aussendung. 

Die Begeisterung der anwesenden OeGB-Angestellten ueber diese Aktion
hielt sich allerdings im Rahmen des Angemessenen. (AUGE/akin)


***

Gewerkschaft/Initiativen:

  Wir schaffen den Reichtum - Her damit!

Unter dem Schlagwort der "sozialen Treffsicherheit" hat die
Regierung im September ein Paket geschnuert, das niemanden
verschont - auszer Millionaere und Milliardaere. Wartefrist bei
der Arbeitslosen, Senkung der Arbeitslosenunterstuetzung, Senkung
der Familienzuschlaege bei Pensionen und
Arbeitslosenunterstuetzung, Besteuerung der Unfallrenten,
Streichung der Gratismitversicherung bei kinderlosen PartnerInnen,
Studiengebuehren, 11.000 Posten im oeffentlichen Dienst werden
gestrichen. Dieser Angriff kommt nur drei Monate nach dem letzten
groszen Sparpaket mit der Pensionsreform, Einschnitten im
oeffentlichen Dienst, etc.

Insgesamt hat die blauschwarze Regierung bei den ArbeitnehmerInnen
und sozial Schwachen bereits an die dreiszig Milliarden
eingespart. Wozu? Um es den UnternehmerInnen, HausbesitzerInnen
und BaeuerInnen zu schenken. Sie werden durch diverse Masznahmen
mit rund 23 Milliarden entlastet.

Im Sommer hat die Regierung eine Diskussion ueber eine
"Reichensteuer" losgetreten, die allerdings nach kurzer Zeit und
heftigen Protesten der Reichen wieder vom Tisch war. Statt dessen
wurde dann das neue Paket geschnuert, das treffsicher die
Schwaechsten trifft.

In Oesterreich besitzen 10% der Bevoelkerung rund 50% allen
Vermoegens, die schwaechsten zehn Prozent gerade einmal 3%. In nur
1200 Stiftungen liegen 600 Milliarden steuerfrei. Die groszen
Unternehmen zahlen nur minimale Steuern, weit unter den - im
europaeischen Schnitt - ohnehin extrem niedrigen
Gewinnsteuersaetzen. Um das Vermoegen des Karl Wlaschek zu
erwirtschaften, muesste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 75.000
Jahre arbeiten ohne einen einzigen Schilling seines Lohnes
auszugeben; eine Frau benoetigt sogar 118.000 Jahre. Anders
formuliert 118.000 Frauen arbeiten ein Jahr lang, damit Herr
Wlaschek im Geld schwimmt. Die ArbeitnehmerInnen sind es die den
gewaltigen Reichtum im achtreichsten Land der Welt erwirtschaften,
einkassiert wird der Reichtum von einigen hundert
Wirtschaftskapitaenen. Wir sagen: Wir schaffen den Reichtum  - Her
damit!

Die oeffentlich Bediensteten haben sich in Urabstimmungen mit
ueber 80% fuer Streiks ausgesprochen, das zeigt die Bereitschaft
fuer die eigenen Interessen zu kaempfen. Das zeigt die Wut der
Beschaeftigten ueber das permanente Aussackeln. Das Votum der
oeffentlich Bediensteten waere ein Anfang gewesen, um das herum
der OeGB eine Streikwelle haette aufbauen koennen mit der nicht
nur die Sparlawine gestoppt haette werden koennen, sondern auch
ein Teil des Kuchens zurueckerobert haette werden koennen. Der
OeGB hat diese Chance fuer einen faulen Kompromiss leichtfertig
vertan.

Die Initiative Solidaritaet ist eine ueberfraktionelle Initiative
von BetriebsraetInnen und GewerkschafterInnen, deren Ziel es ist,
Menschen, die Widerstand und Solidaritaet gegen die Angriffe von
Regierung und Kapital aufbauen wollen, sich aber vom OeGB allein
gelassen fuehlen, zusammenzubringen. Wir diskutieren
gewerkschaftliche Strategien gegen den Neoliberalismus, wir
untersuchen fuer den gewerkschaftlichen Kampf relevante Fragen und
versuchen wo immer moeglich konkrete Solidaritaet aufzubauen und
konkreten Widerstand zu organisieren.

*Initiative Solidaritaet  -- Ueberfraktionelle* 
*BetriebsraetInneninitiative im OeGB*


Unsere naechsten Treffen:
Montag, 13. November um 18 Uhr:
Gewerkschaftliche Strategien gegen neoliberale Angriffe
Montag, 11. Dezember um 18 Uhr:
Arbeitszeitfragen - Eine Diskussion anlaesslich des 8. Dezember
und der geplanten Liberalisierung der Ladenoeffnungszeiten
jeweils im Cafe Paganini, Althanstr.11-13; 1090 Wien (naehe Franz-
Josefs-Bahnhof)

***

Kapitalismus/Kommentar:

  Die AK als Bank

Wesensfremd fuer die eigentliche Funktion der Arbeiterkammern als
gesetzliche Interessensvertretung der Lohnabhaengigen ist wohl die
Propagierung der "AK-PlusCard" mit Kreditkartenfunktion und einem
monatlichen Verfuegungsrahmen von 30.000 Schilling als
"Oesterreichs guenstigste Kreditkarte" zu bezeichnen

Mit dieser in Zusammenarbeit der zur BAWAG (46 Prozent Bayrische
Landesbank, 54 Prozent OeGB) gehoerenden easybank macht sich die
Arbeiterkammer nicht nur zum Anhaengsel einer Bank, sondern gibt
auch sozialpolitisch ein hoechst negative Beispielswirkung.
Bezeichnenderweise sind die Schattenseiten dieser "Errungenschaft"
in der Beilage zum "AK-Report" wie 9% Sollzinsen und Gebuehren
zwischen 100 und 1.000 Schilling fuer Mahnungen bis zum Einzug der
Karte im von der Konsumenteninformation scharf kritisierten
"Kleingedruckten" zu finden.

So weist der auf Schuldnerberatung spezialisierte Verein fuer
prophylaktische Sozialarbeit in seinen Tips fuer
SchulderberaterInnen ausdruecklich darauf hin: "Der bargeldlose
Zahlungsverkehr birgt Gefahren in sich. Durch die Verwendung von
Bankomat- bzw. Kreditkarten kann man schnell den Ueberblick ueber
die behobenen Betraege verlieren, insbesonders da die Abrechnung
oft erst Wochen spaeter ins Haus flattert!" und nennt damit
Kreditkarten neben anderen Faktoren als eine Form des "Einstiegs"
in die Verschuldung.

Die Privatverschuldung hat in den letzten Jahren rapid zugenommen.
Mehr als 100.000 Haushalte in Oesterreich sind faktisch
zahlungsunfaehig. Die Verbreitung der Illusion vom schnellen und
einfachen Geld via Kreditkarte durch die Banken hat nicht
unmaszgeblich dazu beigetragen, dasz viele die Kontrolle ueber
ihre Finanzen verloren haben. Mit diesem "Angebot" begibt sich die
Arbeiterkammer nicht nur in die Rolle einer Bankfiliale, sondern
auch auf sozialpolitisches Glatteis und koennte konsequenterweise
auch gleich in den Arbeiterkammern direkt Auszenstellen der
Schuldnerberatung einrichten.

*Gewerkschaftlicher Linksblock Oberoesterreich / gek.*







Depot/Terminänderung
Zurück

From:    Christian Apl  a9503809@unet.univie.ac.at 


----- Original Message -----
From: Susanne Jaeger  susanne@t0.or.at 
To:  susanne@t0.or.at 
Sent: Tuesday, October 17, 2000 3:49 PM
Subject: Depot/Terminänderung


Depot
Kunst und Diskussion
Museumsquartier
Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Tel.: +43 1 522 76 13
Fax: +43 1 522 66 42
e-mail: depot@depot.or.at
URL: http://www.depot.or.at


TERMINÄNDERUNG

Folgende Veranstaltungen, die im Depot-Folder für Anfang Oktober
angekündigt wurden, mussten leider verschoben werden.
Die Veranstaltungen finden nun an folgenden Terminen statt:


Montag, 23. Oktober
Mittwoch, 25. Oktober
Montag, 30. Oktober
Klar, gemischt
Zur philosophischen Ästhetik heute
Zwei Vorträge und ein Workshop von Peter Mahr

Look, Design, Material und Raffinesse - ist es das, was von der Ästhetik
übriggeblieben ist? Warum hat die theoretische Disziplin, die nur noch in
den verschiedenen Spielformen der Alltagsästhetik nachzuklingen scheint, so
sehr an Bedeutung verloren? Auch wenn das ästhetische Interesse in
praktische, feuilletonistische und wissenschaftliche Fragestellungen
aufgesplittert erscheint - war da nicht doch noch etwas mehr?

Montag, 23. Oktober, 19.00
I) Survey - Stand der Forschung

Der erste Teil versucht einen Überblick über die wichtigsten
philosophisch-ästhetischen Strömungen der letzten Jahre - vor allem
hermeneutische, poststrukturalistische und postanalytische Denkformen - zu
geben. Außerdem soll untersucht werden, wie außerphilosophische Diskurse in
die Ästhetik einbrechen.

Mittwoch, 25. Oktober, 19.00
II) Topics - Themen der Diskussion

Der zweite Teil greift eine Reihe von Themen auf, die in den letzten Jahren
diskutiert wurden: Ekel, Empfindung, Spaßkultur, Ende der Kunst,
Philosophie des Bildes, Mythologie, Ethik und Ästhetik, Kunst und Medien,
Kunst und Wissenschaft, Kunst als sozialer Prozess. Anhand dieser
Fragestellungen wird geprüft, inwiefern die Ästhetik ein Fundament für
aktuelle künstlerische Tendenzen sein könnte.

Montag, 30. Oktober, 11.00
III) Workshop - Webressourcen

In einem zusätzlichen Workshop wird der aktuelle internationale
Ästhetikdiskurs anhand von Web-Ressourcen aufgezeigt.

Peter Mahr, Philosoph, Wien. Herausgeber des Onlinemagazins
mahr'svierteljahrsschriftfürästhetik
http://h2hobel.phl.univie.ac.at/mahr'svierteljahrs/







Kurdistan Rundmail
Zurück

From:    Initiative Kurdistan  initiative_kurdistan@hotmail.com 


INITIATIVE FÜR FRIEDEN IN KURDISTAN
PF. 15
1106 Wien
Tel.: 0676/540 77 88
Fax: 01/602 39 41
eMail: initiative_kurdistan@hotmail.com



FINISSAGE DER FOTOAUSSTELLUNG

WELTKULTURERBE HASANKEYF

Ort: Kulturzentrum Siebenstern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Datum: Samsatg, 21.10.2000
Zeit: ab 19.00 Uhr

Die über 2000 Jahre alte Stadt Hasankeyf soll Opfer eines gigantischen 
Staudammprojektes der türkischen Regierung werden und in den Wassermassen 
versinken. Die Fotoausstellung der Initiative für Frieden in Kurdistan und 
dem Verein der StudentInnen aus Kurdistan zeigt Bilder der Stadt Hasankeyf 
und seiner Umgebung mit seinen antiken und landschaftlichen Schönheiten!

Abschlußfest der Ausstellung mit kurdischer Live Musik, Videovorführung und 
Tanz
Wir freuen uns über Euer Kommen!






BIfEB - Privatisierung droht
Zurück

From:    Elfie Fleck  elfie.fleck@yline.com 


DRINGEND!!!!!

Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl soll privatisiert
werden.
Wer das auch skandalös findet, soll den Brief an Dr. Sucharipa
unterzeichnen und spätestens bis Donnerstag an folgende e-mail-Adresse
mailen:
michaela.judy@vhs-ottakring.ac.at
Und natürlich zwecks Erfassung weiterer Kreise den Inhalt weitermailen.

Elfie Fleck






Prag, AGORA, Fluechtlinge, Ueberwachung
Zurück

From:    akin.buero@gmx.at  akin.buero@gmx.at 


Aufruf/S26:

  RECHTSHILFE PRAG bittet um MEDIZINISCHE ATTESTE

Die Rechtshilfe Prag (OPH) bittet um baldige Zusendung aller
medizinischen Atteste, all derer, die von der Polizei miszhandelt wurden. Die
Berichte muessen eure Unterschrift tragen ( sehr wichtig!). Bitte
um schnellstmoegliches Fax an: Jiri Kopal, Ekologicky pravni
servis, 420-5-45214429

Die OPH wuerde es auszerdem sehr begruessen, wenn sie
Pressekontakte zu interessierten Medien in den verschiedenen
Laendern haette, damit die fortlaufenden Prozesse (in Zusammenhang
mit den S26-Gefangenen und -Angeklagten) weiterverbreitet werden
koennen.

Bitte sendet Kontaktinformationen an: legalobserver@mail.com. 

*OPH*


***************

Schnorrbrief der Woche:

  Kaernten braucht AGORA 105,5 MHz

Die neue Regierung duldet offenbar keinen Widerspruch. Freie
Medien scheinen ein Dorn im Auge derjenigen zu sein, deren neue
Macht unwidersprochen bleiben soll. Klagen gegen JournalistInnen
und Drohungen die Pressefoerderung einzustellen, haben vor allem
ein Ziel: Kritik - parlamentarisch wie auszerparlamentarisch - zu
unterdruecken. Offensichtliche Zensur ist nicht notwendig. Was
unter dem Vorwand der Budgetsanierung weg-gespart wird, laesst
demokratisch denkende Menschen in diesem Land auch so erschauern.

Der vorlaeufige Hoehepunkt dieser Kampagne:  Freie Radios und die
drei Volksgruppenradios AGORA, Korotan und Mora erhalten ab dem
naechsten Jahr vom Bund keine Finanzierung mehr!

Wir von AGORA werden trotz zugedrehtem Geldhahn nicht aufgeben:
Was wir aber brauchen, ist schnelle Hilfe. Wir haben keine Zeit,
weil uns die rigorose Vorgangsweise der Regierung keine laesst. Um
den Sendebetrieb im Herbst und in den ersten Monaten des naechsten
Jahres am laufen zu halten, brauchen wir zwei Millionen Schilling.
Das Konto fuer Medienvielfalt lautet: 8.057.069 BLZ 39130
Posojilnica-Bank, lt. auf Radio AGORA.

*Radio AGORA*


***************

Fluechtlinge:

  5. Kunstauktion fuer "Asyl in Not"

Donnerstag, 9. November 2000, 19 Uhr 
Museum fuer angewandte Kunst 

Diese nun schon traditionelle Veranstaltung dient der Finanzierung 
unserer Arbeit fuer die Menschenrechte in Zeiten, wo staatliche 
Foerderungen mehr und mehr durch privates Sponsoring ersetzt werden 
muessen. Die Schirmherrschaft ueber die Auktion uebernimmt auch in 
diesem Jahr das Wiener Buero des Hochkommissaers der Vereinten 
Nationen fuer die Fluechtlinge. 

"Asyl in Not" ist eine nichtstaatliche Organisation, zu deren 
Hauptaufgaben die rechtliche Beratung und Vertretung im Asylverfahren 
zaehlt; auf diesem Gebiet gehoeren wir zu den kompetentesten und 
erfolgreichsten NGOs in Oesterreich: 1999 erhielten 42 von uns 
vertretene erwachsene Fluechtlinge und 13 Kinder Asyl. Im Jahre 2000 
sind es (bei generell sinkender Anerkennungsquote) bis Anfang September
bereits 30 Erwachsene und 16 Kinder. Zu unseren weiteren Aufgaben 
gehoert die soziale Betreuung der Fluechtlinge, also die Vermittlung von
Deutschkursen sowie die Hilfe bei der Arbeits- und Wohnungssuche und 
ueberhaupt die Hilfe bei der Eingliederung in die Gesellschaft dieses 
Landes. 

*ASYL in Not - Unterstuetzungskomitee*
*fuer politisch verfolgte Auslaenderinnen und Auslaender*
Waehringerstraße 59/2/1, 1090 Wien 
Tel.: 01/408 42 10 Fax: 01/405 28 88 
asyl_in_not@magnet.at; www.asyl-in-not.org 


****************

Buecher/Moderne Zeiten:

  Der Lauscher an der Wand

Christiane Schulzki-Haddouti (Hrsg.): "Vom Ende der Anonymitaet".
Die Globalisierung der Ueberwachung." Heise Verlag; ISBN 3-88229-
185-0 180 Seiten, 212 oeS - ab 27.10. im Handel

Nicht nur Telefone und Handys, sondern auch Videokameras, E-Mails,
Internet-Logfiles, Satellitentelefone und Prepaid-Cards wollen
Strafverfolger und Geheimdienste fuer Ueberwachung und
Abhoermasznahmen nutzen. Die Plaene werden von Expertengruppen
hinter verschlossenen Tueren diskutiert und in letzter Minute
bekannt. Oft bleibt Journalisten deshalb nur ein atemloses
Beschreiben der juengsten Erkenntnisse.

Dieses Buch will nicht nur Hintergruende und Fakten liefern,
sondern auch Antworten auf grundsaetzliche Fragen: Wie entwickelt
sich die globale Ueberwachung seitens der Geheimdienste und
Strafverfolger? Wie veraendert sich die zivile Gesellschaft unter
dem Eindruck neuer Technologien und Gesetze? Welche
Zukunftstechniken werden in den Labors von Universitaeten und
Unternehmen entworfen? Und wie bringen Buerger mehr Transparenz in
diese geheime Welt? *Pressetext/gek.*






Prague Legal Support Team Update 17.10.2000
Zurück

From:    fewor-netbase  fewor@no-racism.net 


Prague Legal Support Team Update 17.10.2000

We are still asking that anyone arrested during the IMF/WB protests who has
not called us to tell us that they were released please do so. Also, if you
called to report someone missing or arrested and you know that they are okay
please let us know. Our database still shows over 200 people missing or in
jail - which is completely inaccurate.

We, along with OPH, are asking people, if they are willing, who were
arrested and mistreated to file a criminal accusation (or at least a
complaint) against the police. Also, we are asking people who have been
released to write an account of their experience, which could possibly be
used in human rights and criminal cases. Both of these things are very
important to both hold the Police accountable for what they have done, and
to help stop the increasing criminalization of protests and activism. If you
have not yet received an email with more information on both of these
things, please email or call us to request it.

Email: praguelegalsupport@purpleturtle.com
Phone (Czech Rep.): Legal Support: (0042)0608/721 677
Jiri Kopal, OPH: (0042)0608/719 535
As always, anything you send to us will be kept completely confidential
unless you request otherwise.

**We are looking for video, photos, or audio of police violence/illegal
acts, people being arrested, plain clothes police, announcements from the
police, etc. If you have any of these things (or more) documented PLEASE
PLEASE contact us- they are of incalculable value for use as evidence.**

Important Note: It is our current policy not to release the names of
prisoners without, if at all possible, getting their (the prisoners')
permission. Also, despite rumours to the contrary, the Prague Legal Support
Team is not part of INPEG. We are an independent group.

There are still a confirmed 20 people in jail.

1-2 Czech. At least one still held in prison and charged, identity unknown,
charges unknown, prison where held-unknown.

7 Hungarians. We have their names, although they were not released to anyone
by the Ministry of Interior. They have lawyers, only two of them private.
They are charged with "Assault of a Public Official"(police assault). They
are reportedly receiving especially bad treatment. Held in Pankrac Prison,
Prague 4.

1 German. Has a private lawyer. Family is in Prague- not allowed to see him
until the 18th because police claim they have a document signed by him
stating he does not want to see them. Was given an opportunity to plea
guilty and be released-he refused and claims innocence. Charged with police
assault and held in Pankrac Prison, Prague 4.

2 Danish persons. We know the identities of both, whose families are in
Prague, they are charged with police assault.

2 Polish persons. We know of one of them because the family contacted us. It
is confirmed that one of them is being
held in Pankrac, is wounded in the head and being especially mistreated. Of
the other one we have no information but his name.

1 person from the United Kingdom. We know his identity. He was arrested days
after the protests while on his way to the border, and accused of property
damage, of which he claims himself innocent. He has bail: originally it
stood at 120.000 crowns and has changed, or there is an offer of him paying
a fine of 30000 crowns for the damage he is accused of and being released.

2 Spaniards. We know their identities and their families are in Prague. They
have a private lawyer and are charged with property damage. The lawyer has
suggested they claim themselves guilty and pay the damage they are accused
of, and they could then be set free. It is unclear what they will do. They
are being held at Pankrac.

2 Romanians. We do not know their identities or their charges. Reports say
these people are experiencing particularly harsh abuse.

1 Austrian. We know his identity and he has a lawyer, charge police assault.
He is only 16 years old. The only evidence the government has is the
testimony of police officers.

There is also 1 Ukrainian woman who, despite the rumours stating otherwise,
was in Balkova (Border Police Jail) for reasons unrelated the protests. The
last time she was seen, on the 29th, she had been badly beaten. She is still
being held in custody.

There is also an estimated 3 people missing possibly imprisoned:

2 Kurdish people (country unknown) arrested during the demonstrations were
not released from Balkova along with other prisoners on the 29th. We haven't
heard from them since and we do not have their names.

1 person from the USA. All known Americans were released before October 1,
the American Embassy says that all Americans have been released. But, the
press release from the Czech Embassy in London stated there is still one
American citizen held in prison and charged. We do not know who this person
is.

The Ministry of Interior has said they have signed documents stating that
some prisoners do not want to be contacted. There is evidence that these
documents have been signed after extreme physical and psychological abuse,
and to papers in a language they do not understand. Of the people still in
jail, almost all have, for the past three weeks, been subject to treatment
which is inhumane, including severe physical abuse.

The human rights abuses suffered by the prisoners of the IMF/WB protests are
being investigated by numerous Human Rights organizations. At least two
criminal accustions against the police have already been filed, and many
more are being processed. There are 20 people confirmed still in prison,
more missing and possibly in jail. Of the charges filed the only evidence
for almost all of them is testimony of police officers. The last report from
the jails stated the many prisoners are still experiencing physical abuse,
especially mistreated are those from Eastern and Central European countries.





Bitte um Unterstütung -
Zurück
    Prozess gegen rechtsradikale Jugendliche

From:    Angelo Lucifero  angelo.lucifero@hbv-th.de 


Unterstützen +  weiterleiten

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Sandra Jesse
Betreff: Fw: Bitte um Unterstütung - Prozess gegen rechtsradikale
Jugendliche

Wahrscheinlich am 20. April 1999 (Hitlers Geburtstag) wurden in Weimar
4 Afrikaner von einer Gruppe Nazis attackiert und zum Teil verletzt.
Die Afrikaner waren im Café in der Gerberstraße. Am Hauptbahnhof
wurden sie zunächst beschimpft, im weiteren Fortgang verfolgt,
beworfen und z.T. verletzt. Einer der Betroffenen befindet sich nicht
mehr in Deutschland.
Ein zweiter Afrikaner ist seit ca. 6 Monaten in Strafhaft in Gera.
Dieser Betroffene hat offensichtlich schwerere Verletzungen
davongetragen. Laut Aussagen der Flüchtlinge aus Sierra Leone half die
Polizei am Weimarer Bahnhof und weitere Taxifahrer nicht. Die Nazis
blockierten mit 3 Fahrzeugen während der Auseinandersetzung den Weg
der Flüchtlinge. Aufgrund von Sprachproblemen verstand die über ein
Handy verständigte Polizei nicht, wo sich die Betroffenen befanden.
Sie suchten später die Flüchtlinge im Heim in Weimar auf. Während
mehrfacher Anhörungstermine wurden die Afrikaner gebeten, die
beteiligten Nazis zu identifizieren, was ihnen jedoch nicht möglich
gewesen ist. Sie sagten jedoch, daß sie Schmerzen durch die Stöcke,
Bierbüchsen etc. hatten. .

Die Hauptverhandlung gegen sieben Beschuldigte wird am
Mittwoch,
den 25. 10. 2000 um 13 Uhr
Weimarer
Amtsgericht, Ernst-Kohl-Straße stattfinden.

Gannih Mamadouh und Oumar Diallo sind als Zeugen geladen. Es ist davon
auszugehen, daß für die beiden bisher bekannt geladenen
Afrikaner eine Gefährdung von der Verhandlung ausgeht. Möglicherweise
werden
die Flüchtlinge mit einer großen Zahl von Prozeßbeobachtern
konfrontiert,
die ebenfalls dem rechten Spektrum zuzurechnen sind. Deshalb rufen wir
Euch auf, so zahlreich wie möglich am Prozess teilzunehmen und für den
Schutz der Flüchtlinge zu sorgen.

Kontakte:

Gannih Mamadouh: 0174-4291843
Oumar Diallo. 0173-4360790







Integration/Kommentar:
Zurück
    Wie ein Viehdoktor die Welt erklaert

From:    akin.buero@gmx.at  akin.buero@gmx.at 



Integration/Kommentar:

  Wie ein Viehdoktor die Welt erklaert

Am 9. Oktober liesz uns Hans Nohl, Professor an der Universitaet
fuer Veterinaermedizin, via Gastkommentar in der Presse wissen,
wie das "Fremdenproblem" zu loesen sei. Unter dem Mantel der
Wissenschaftlichkeit, die durch die Nennung der Funktion des
Autors suggeriert wird, kommen jedoch rein politische Forderungen
- und zwar ziemlich seichte - zum Vorschein. Mit der
"Wissenschaftlichkeit" ist es dabei nicht weit her.

Der in der Verhaltensforschung geschulte Verstand des Toxikologen
erkennt "eine natuerliche Reaktion von gesellschaftlichen Gruppen
auf die Angst vor Verlust der eigenen traditionellen Identitaet."
Hier bin ich als Biologe wieder an einem alten Kritikpunkt an der
Medizin angelangt: In den Augen vieler Naturwissenschaftler ist
die Medizin ein Handwerk und keine Wissenschaft. In diesem Fall
beginnt die Kritik bei der Frage, was denn "traditionelle
Identitaet" ueberhaupt ist. Doch lassen wir diese Frage vorerst
beiseite, sehen sie als definiert an und wenden uns Nohls weiterer
Vorgangsweise zu. Die Feststellung der "Natuerlichkeit" der
Xenophobie fuehrt ihn nicht, wie es fuer wissenschaftliches
Vorgehen notwendig waere, zur Frage nach der Ursache und dem
moeglicherweise vorhandenen Sinn dahinter. Aber ohne diese fuer
Loesungsansaetze essentielle Frage nur zu beruehren zieht er
Schluesse. Toleranz und Assimilation sei von den Zuwanderern zu
verlangen. Was bringt Nohl zu dem Schlusz, Xenophobie wuerde dann
abnehmen? Ist denn wirklich eine andere Lebensweise deren Ursache
oder ist nicht fuer viele Menschen das Aussehen der Aufhaenger?
Und wie sollte dunkle Hautfarbe dann "assimiliert" werden? Doch
abgesehen davon: Ist Toleranz nicht sowieso das Mindestmasz, das
von jedem Menschen zu fordern ist, wenn schon niemand Akzeptanz
fordern will? Wieso kommt Nohl mit diesem Allgemeinplatz und
fordert etwas "auch" von Zuwanderern, was sowieso von jedem
einzelnen zu fordern ist? Mich erinnert das an die kindliche
Entschuldigung "aber Mama, der hat ja auch ..." - Als klassisches
Ablenkungsmanoever zur Entschuldigung eigener Unzulaenglichkeiten
der Verweis auf die Fehler von anderen.

Mit der zweiten Forderung, Assimilation, erzaehlt uns Nohl
ebenfalls nichts Neues, denn diese Forderung ist alt. Doch auch
hier haette ein wissenschaftlich geschulter Verstand erst
nachfragen muessen, wie denn diese Assimilation zu definieren sei.
Denn wenn von Fremden gefordert wird, die eigene Identitaet
zugunsten einer "ortsueblichen" abzulegen, so musz es eine
"ortsuebliche Identitaet", oder, wie Nohl es nennt, eine
"traditionelle Identitaet" geben, der man sich anpassen kann.
Gerade der Terminus "traditionelle Identitaet" aber ist hier
entlarvend. Wenn wir uns unsere heutige Gesellschaft, vor allem in
urbanen Raeumen, naemlich vor Augen fuehren, wird die Absurditaet
der Suche nach einer "ortsueblichen Identitaet" offensichtlich.
Damit geht die Forderung nach Assimilation ins Lehre. Erst das
Graben in der Vergangenheit, das hervorholen einer Tradition, kann
der Forderung Sinn geben. Und damit wird die politische Dimension
wieder deutlich, denn diese Forderung richtet sich auch gegen die
juengere angestammte Bevoelkerung, die mit dieser Tradition
genauso wenig anzufangen weisz wie Zuwanderer aus anderen
traditionellen Zusammenhaengen. Die Forderung nach Assimilation
ist also auch eine Forderung nach Gleichschaltung der "eigenen"
Bevoelkerung.

Nohl stellt eindeutig politische Forderungen, die je nach
politischer Gesinnung auf Zustimmung oder Ablehnung stoszen
moegen, gibt hier aber keineswegs einen fundierten Kommentar ab.

*Gregor Dietrich*






Oekonomie/Oelpreis/Kommentar: Alles eine Terminfrage
Zurück

From:    akin.buero@gmx.at  akin.buero@gmx.at 


Oekonomie/Kommentar:

  Alles eine Terminfrage

Zur aktuellen Oelkrise

*

Der Oelpreisanstieg in diesem Jahr ist nicht auf Rohoelmangel
zurueckzufuehren ist, sondern ausschlieszlich auf Spekulationen an
den Warenterminboersen London, New York und Rotterdam. Die Manager
der verschiedenen Investment- und Pensionsfonds verfuegen ueber
derart grosze Vermoegenswerte (Wertpapiere), dasz es ihnen ein
Leichtes ist, darauf Geld als Kredit einer (privaten) Bank zu
bekommen. Mit diesem Geld koennen sie die Produktion im voraus
aufkaufen und dann den Preis in die Hoehe treiben (Terminkontrakte
= Futures). Nach erfolgreicher Spekulation wird der Kredit wieder
zurueckgezahlt und damit das Geld wieder vernichtet.

Natuerlich gibt es bei einer so lang anhaltenden Aufwaertsbewegung
immer viele Trittbrettfahrer, die den Trend noch verstaerken.
Einer davon duerfte Saddam Hussein gewesen sein, dem man zwar den
Export seines Rohoeles verboten bzw. beschraenkt hat, der nun aber
mit seinem Geld auf steigende Rohoelpreise mitspekuliert haben
duerfte.

Erst die Androhung Praesident Clintons, die strategischen
Treibstoffreserven zu oeffnen, hat die Spekulation jetzt einmal
zum Stillstand kommen lassen. Diese Masznahme (ganz entgegen allen
neoliberalen Dogmen) ist nur aus dem Praesidentchaftswahlkampf
heraus getroffen worden, um Gore zu staerken und Bush den Geldhahn
abzudrehen (wird von den Texanischen Oelfirmen gesponsert).

Dazu zitiere ich aus dem Spiegel Nr. 39 (25. 9.): "Voll erwischt
vom Oelschock" Im Untertitel steht: "Der Kanzler hat es mit
uebermaechtigen Gegnern zu tun: mit Spekulanten und Oelscheichs"
Wieso die Oelscheichs zu dieser Ehre kommen, weisz ich nicht.
Immerhin hat die OPEC dieses Jahr die Foerderquoten dreimal
erhoeht.

Spaeter ist im Text zu finden:  "Immer waren es politische
Konflikte, die den Barrel-Preis nach oben trieben und die
Weltwirtschaft schwaechten. Heute fehlt ein solche Ausloeser,
trotzdem steigen die Preise ins Maszlose - eine historisch
einmalige Situation. [...] Gewiss ist die Nachfrage nach dem
Brennstoff in den vergangenen Jahren gewachsen: Die Wirtschaft
laeuft in den meisten Staaten wie geschmiert, insbesondere in den
USA [nach meinen Informationen eine Statistik-Luege durch
Ueberbewertung der New Economy, G. M.]. Auch die Tigerstaaten in
Asien haben sich von der schweren Finanzkrise [auch durch
Spekulation verursacht G.M.] erholt. Europas junger Boom [3%
Wachstum werden neuerdings bereits als "Boom" bezeichnet G.M.]
kommt ebenfalls nicht ohne den Rohstoff Oel aus. Doch gleichzeitig
hat die Opec die Foerderung ausgeweitet, allein in diesem Jahr um
mehr als drei Millionen Barrel pro Tag [das sind ueber 10 %!! der
Opec-Foerderung] - ohne allerdings den beabsichtigten Effekt zu
erzielen und die Preise zu druecken. [...] Das Gesetz von Angebot
und Nachfrage scheint auszer Kraft. die Preisbildung nach Lehrbuch
funktioniert nicht mehr. [...] Manche glauben, es seine vor allem
die Jungs an der Terminboerse in London, die mit ihren wilden
Spekulationsgeschaeften den Oelpreis in absurde Hoehen treiben. An
der International Petroleum Exchange handeln sie jenen Preis aus,
der derzeit ueber das Schicksal der globalen Oekonomie
entscheidet: Nordsee-Oel der Marke Brent gilt als Richtschnur fuer
die ganze Branche. In den vergangenen Monaten kamen immer mehr
Spekulanten auf den Markt, die mit ihrem Geld auf weiter steigende
Preise wetten. Mit einem Kapitaleinsatz von etwa 4000 Dollar kann
auch jeder Privatanleger ueber seine Bank einen Kontrakt ueber die
Lieferung von Oel im November im Wert von 34 000 Dollar
vereinbaren. Wenn der Oelpreis steigt, wuerde er diesen Kontrakt
mit Gewinn an ein Unternehmen verkaufen, das das Oel tatsaechlich
braucht. So hat das Treiben in der Londoner Boerse immer weniger
mit dem realen Oelgeschaeft zu tun. [...] 1973 bei der ersten
Oelkrise gab es solch eine Terminboerse noch nicht. Doch nun
spekulieren in London selbst Oellaender wie Algerien oder Iran.
Und auch die Oelmultis mischen bei diesem seltsamen
Boersengeschaeft munter mit. So verdiente BP 1998 rund 215
Millionen Dollar allein mit dem Handel von Terminkontrakten."

Derartige Spekulationen (einmaliger Kauf eines Terminkontraktes
und spaeterer Verkauf zu hoeheren Preisen) waeren auch nicht durch
eine Tobin-Steuer verhindert worden. Darueber haetten die
Spekulaten hoechstens gelacht.          

*Gerhard Margreiter*
*INWO-Oesterreich (Initiative fuer eine Neue Wirtschaftordnung)*







veranstaltung 18.10.00
Zurück

From:    soli mexiko  mexiko-plattform@gmx.at 

Liebe Mexiko Interessierte!
Am Mittwoch, 18.10.00 um 19.00 findet im Rahmen der Veranstaltung "Reise
nach Mittelamerika" ein Vortrag von Leo Gabriel und anderen Wahlbeobachtern
statt. Der Titel der Veranstaltung ist: "Mexiko nach den Wahlen - Analyse und
Perspektiven" Östereichische Wahlbeobachterinnen berichten.
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.
Herzlichst
Manfred für die Mexiko-Plattform 





anti-nuclear - stoppt AKWs - nucleaire non merci
Zurück

From:    ugatza@gmx.net [mailto:ugatza@gmx.net]


Betreff: anti-nuclear - stoppt AKWs - nucleaire non merci

Dear friends, liebe Leute, chers ami-e-s,
Would be great if you know an NGO to support this:
Wär toll wenn ihr folgendes unterstützen könntest:
Ca sera génial si vous pouviez soutenir cela:
renate

Date sent:       Tue, 3 Oct 2000 07:14:40 -0700 (PDT)
From:            erdem vardar  erdemv@yahoo.com 
Subject:         PETITION ON  NUCLEAR POWER
To:              membersMARE@egroups.com

Hi to all MARE people,

as many of you know, the next UN Climate Change
Conference will be held between November 13 and 25 in
The Hague, the Netherlands. The representatives of the
governments from all over the world will discuss the
mechanisms of Kyoto protocol and negotiate how to
implement it.

This conference called COP6 is very important because
it is going to be the turning point for the energy
production methods the world will use in the next
century.

WISE (World Information Service on Energy- an
international network which serves people with
information about all kinds of energy) is trying to
collect 1000 signatures of NGO representatives to use
them in the actions during COP6. Until now 520 NGO's
have signed their petition against nuclear energy. We
can help them to reach their target. Here is the link
of the petition and the text they forwarded to me.
Please distribute it widely. 

The link for the petition:
http://www.antenna.nl/wise/cop6/coeng.html

-- 
Berreskatzen dut furia eskubidea 
Mina eta hirazko haizerauntsia.
Haider's Austria is not my Austria.

Renate Zauner
Tel: 0043-664-46 16 871






MONEY NATIONS / englisch
Zurück

From:    Jo Schmeiser  vor.red@sil.at 


Vor der Information
Zeitschrift für Kunst, Film, Theorie und Politik
Mobil: 0676/ 726 64 96
Email: vor.red@sil.at


Hallo alle,

Erst gestern haben wir von der Money Nations Koordination erfahren, dass
die Konferenzsprache Englisch ist.

Es gibt zwar eine Übersetzerin, Erika Doucette, die ins Englische
übersetzen wird. Aber ich möchte euch dennoch fragen, ob diejenigen, die
englisch sprechen, eventuell bei der Diskussion auf englisch sprechen
könnten.

Für Erika Doucette wäre das dann ein bisschen weniger stressig, wenn sie
nicht alle Diskussionsbeiträge übersetzen muss. Aber ihr seid jetzt nicht
aufgefordert, unbedingt englisch zu reden, möchte ich betonen. Vor allem
war uns wichtig, euch über diesen Umstand zu informieren.

Wir freuen uns auf die Diskussion und sind gespannt,

Herzliche Grüße,
für die Red.
Jo Schmeiser





Es reicht!
Zurück

From:    Thomas Schmidinger  thomas_schmidinger@hotmail.com 


Widerstandsmund - Forum für Antisemitismus aller Art?!

Da ihr nun offensichtlich auch noch bei der Verbreitung des christlichen 
Antisemitismus euren Beitrag leistet, kann ich nach all den Diskussionen 
über Antisemitismus im Widerstandsmund nur noch resignierend feststellen, 
daß diese offensichtlich an der Redaktion weitgehend vorbeigegangen sind. 
Ich habe kein Interesse mehr an einem solchen Medium und möchte, da ich auf 
antisemtische Mails verzichten kann, aus Eurem Verteiler genommen werden.

Thomas Schmidinger





Linker und christlicher Antisemitismus im Widerstandsmund
Zurück

From:    OEKOLI_Wien@gmx.net  OEKOLI_Wien@gmx.net 


Nach dem all den Debatten um den Antisemitismus von linken und ehemals
linken Gruppen im MUND ist nun gestern erneut ein offen antisemitisches Mail im
Widerstandsmund zu lesen gewesen. Diesmal wurde dieses nicht einmal in eine
linke Rhetorik gefaßt. Christlich-integralistischer Antisemitismus wurde
hier zu einem Kampf der Juden gegen Christen und Moslems und den Versuchen
ersterer letztere zu vernichten verdichtet. Eine Website in der weitere Infos
über die bösen Juden die angeblich die Christen vernichten wollten, sie
lynchen würden, auf Kreuze spuckten,... zu finden sind, wird am Ende des Beitrags
aus dem gestrigen Mund beworben.
Nachdem zwei Wochen lang nun im MUND über Antisemitismus debattiert wurde,
ist ein solcher Beitrag einfach nicht zu entschuldigen. Wir fordern deshalb
die Abberufung des gestrigen MUND-Redakteurs und die sofortige Schaffung
von Mechanismen die solch antisemitische Propaganda im Widerstandsmund in
Zukunft ein für alle mal verhindern.
Als ersten Schritt unterstützen wir dabei die Forderung, die bereits von
anderen MUND-LeserInnen verlangt wurde, die Hinzufügung von neben -
"rassistischen und sexistischen" - Beiträgen nun endlich auch dezidiert
antisemitische Beiträge im Mund nicht zu akzeptieren. Bis dies uns von der Redaktion
glaubhaft versichert werden kann, werden wir den Link von unserer Website zum
MUND entfernen und ihn aus unserem Verteiler nehmen, also nicht mehr mit
Beiträgen beliefern. Wer unsere Aussendungen also in Zukunft will, soll uns
direkt ein Mail schicken (oekoli_wien@gmx.net) um in unseren Verteiler
aufgenommen zu werden. Den Widerstandsmund selbst werden wir aber bis zu einer
effektiven Verhinderung antisemitischer Beiträge ab sofort boykottieren, denn wir
wollen nicht als linkes Feigenblatt dienen das in einer Internetzeitung die
Möglichkeiten für antisemitische Propaganda unterstützt. 
"Wer nach allen Seiten offen ist ist nicht ganz dicht!" (Jutta Ditfurth)

-- 
Ökologische Linke (ÖKOLI) 
Postfach 28
A-1153 Wien
e-milio: oekoli_wien@gmx.net
www.oekoli.cjb.net (im Entstehen...)

Wenn ihr an unseren spanischen/französischen/englischen Aussendungen 
interessiert seid, um Infos weiterzuverbreiten, meldet euch!







Beitrag im Mund vom 17.10.: "Jews against Christians, Moslems & J esus"
Zurück

From:    COFFEY Antonia  Antonia.COFFEY@akwien.or.at 


Ist in Euren Augen Antisemitismus kein Rassismus? Wie kommt es, dass ein
offen antisemitischer Beitrag dann im MUND veröffentlicht wird? Ich finde
das äußerst beunruhigend, wenn nicht einmal der MUND es schafft, seinen
Grundsätzen treu zu bleiben. 
Toni






MUND als Medium des Antisemitismus
Zurück

From:    Doron Rabinovici  rabinovici@adis.at 


Der MUND veröffentlicht weiterhin antisemitische Texte. Der Konflikt um
Israel und Palästina weckt bei einigen Redakteuren geheime Leidenschaften.
Hier soll nicht davon die Rede sein, daß die Auseinandersetzung eine sehr
differenzierte Sicht erfordert, um nicht chauvinistischer oder
fundamentalistischer Ideologie zu verfallen. Es geht mir nicht um den
Beitrag, in dem ein Christopher Doyle unter anderem mit Apologien für den
Lynchmord in Ramallah aufwartet oder über die medialen Fähigkeiten "der
Israelis" phantasiert. Wer wußte es noch nicht; jeder Stammtischbruder kennt
das Lied, die Weltpresse wäre in jüdischer Hand.

Doch in einem Text des MUND vom 17.10. tritt der Antisemitismus unverblümt
zutage. Unter  Jews against Christians, Moslems & Jesus  ist zu lesen:
"Enclosed shocking evidence what really Israelis and Jews think about
Christians, Moslems and Jesus - astonishing documents enclosed !" Das ist
doch ziemlich direkt, oder?

Warum der Presse vorwerfen, daß sie Mölzers Gastkommentare veröffentlicht,
wenn der MUND ebenfalls gegenüber rassistischen Beiträgen versagt? Wird es
nun wieder heißen, der tagesverantwortliche Redakteur habe nicht erkannt,
daß hier antisemitische Propaganda vorliege? Derselbe Redakteur bewies
bereits einmal, daß von ihm keine besondere Sensibilität zu erwarten ist. Am
3. 10. brachte er einen judeophoben Beitrag, der für Aufregung sorgte.

Was braucht es, damit dieser Tagesredakteur einen Text als antisemitisch
erkennt? Wann ist er wieder im Einsatz? Dürfen wir dann hoffen, die
"Protokolle der Weisen von Zion" im Mund zu lesen?

Antisemit ist, wer die Juden mehr haßt, als es ohnehin normal ist. Deshalb
ist es wohl Ansichtssache, was antisemitisch ist. Adolf Eichmann erklärte
etwa, er sei kein Antisemit gewesen, denn er hätte es vorgezogen, die Juden
nicht zu vergasen, sondern sie bloß zu vertreiben. Es kommt eben auf den
Blickwinkel an.

Mich wundert nicht mehr, weshalb es zu mühsam scheint, neben dem Rassismus
auch dem Antisemitismus im Editorial eine eigene Absage zu erteilen. Zumal,
nachdem der Antisemitismus im MUND zum Thema geworden ist. Ich kann die
Einwände hören, ehe sie gesprochen sind. Ich kenne sie zur Genüge.

Der MUND verkommt. Aus einer virtuellen Wandzeitung des Protests droht eine
Klowand voller antisemitischer Unappetitlichkeiten zu werden.






Jews against Christians, Moslems & Jesus
Zurück

From:    Erol Akdag  erol.akdag@chello.at 


Ich würde diesen Artikel/Homepage ganz klar als Hetze und damit als
rassistisch betrachten:

Grund: Eine Gruppe (national, ethnisch, religiös) wird als gesammte Gruppe
mit amoralischen und unmenschlichen Attributen belegt.

Die Redaktion hätte das nicht ohne klaren Verweis bringen dürfen wie :
Achtung! Mit Vorsicht lesen! usw... wie wir es machen wenn fpö oder
rassistische Sachen der Informations wegen, gebracht werden....

Natürrlich gibt es unzählige rassistische Rabiner und JüdInnen, speziell die
Siedler in der Westbank (oder Samarita und Judea, wie sie es netterweise
nennen) sind dafür bekannt. Was hier auch viele nicht wissen ist dass viele
Palästinenser Christen sind und dass Israel sicherlich die Mehrheitsreligion
privilegiert. ABER!

Alle JüdInnen in einem Sack werfen  ist eben Rassismus. Sehr viele Israelis
setzen sich für die Rechte der AraberInnen und für einen sekulären Staat
ein.

Es ist genauso Rassismus zu sagen alle ÖsterreicherInnen sind Nazis!

Ahlam O Salam

e-lol





Jews against Christians, Moslems & Jesus
Zurück

From:    Csuss Jacqueline  j.csuss@xpoint.at 

An den/die Tagesredkateur/in, der/die für diesen Einschub verantwortlich ist:

BIST DU NOCH ZU RETTEN??

Vor ein paar Tagen schrieb ich noch, dass ich die Angriffe gegen die mund-Redaktion für unangebracht hielt. 
Ich nehme das hiermit zurück  
und will wissen:

Wer hat diesen Scheißdreck in den mund gestellt?

Wozu führen wir überhaupt Debatten, wenn dann eine/einer hergeht und ungehindert ekelhaftesten Antisemitismus katholischer
Machart VERÖFFENTLICHT. Und es soll mir keiner kommen und sagen, er/sie hätte diesen Auswurf nicht als solchen erkannt. Ich
behaupte, das war Absicht. 

Die mund-Diskussion muß geführt werden, denn es gibt eine redaktionelle Verantwortung. Was brauch ich einen Mölzer, wenn ich
so was hab und der mund solche Redakteure.

Zum kotzen ist das. 
Jacqueline






Österreich denken heißt Auschwitz denken : Antisemitismus im "Widerstands"MUND, die zehnte...
Zurück

From:    Marianne Kreutzer  a9104143@unet.univie.ac.at 


Österreich denken heißt Auschwitz denken: Antisemitismus im
"Widerstands"MUND, die zehnte...

Im gestrigen MUND (Dienstag, 17. Oktober) hat die/der verantwortliche
RedakteurIn ohne jeglichen Kommentar den Brief + homepage-Verweis
("Enclosed shocking evidence what really Israelis and Jews think about
Christians, Moslems and Jesus - astonishing documents enclosed! Also read
about critical events to come in the world and how you can save yourself!)
eines absolut wahnsinnigen rabiat-antisemitischen David McPhail
veröffentlicht. 

"Jewish Community against Messiah, Jesus and Christians" lautet der Titel
seiner homepage, auf seitenlang religiöser Antisemitismus gepredigt wird.
("Jewish rabbis detest Christians and the gentiles (...) The gentiles are
slaves of the Jews (...)" 
Frau braucht aber nicht erst die hompepage zu öffnen, um die Inhalte zu
erahnen.

Vorgestern forderte Johanna die MUND-Redaktion auf,  die Erklärung
"Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht" in "Beiträge mit rassistischen oder sexistischen oder
antisemitischen Inhalten werden nicht veröffentlicht" abzuändern.
Die Antwort des Tageszusammenstellers war negativ: man könne ja nicht alles
aufzählen, wo überall diskriminierende, menschenverachtende Haltungen zum
Ausdruck kämen.

Die wochenlange Diskussion über antisemitische Beiträge im MUND hat
offensichtlich keinen Denkprozeß eingeleitet. Das Transparent, das auf
manchen DO-Demos zu sehen ist "Österreich denken heißt Auschwitz denken"
sagt deutlich, wie es aussieht in diesem Land, und auch innerhalb dieser
"Protestbewegung". 






Schon wieder Antisemitismus
Zurück

From:    Bernhard Obermayr  Bernhard.Obermayr@blackbox.net 

wieder Antisemitischer Dreck im MUND

Gratulation, jetzt hat es der MUND geschafft nach der Holocaustverharmlosung und
dem "Juden ins Meer treiben; auch noch einen waschechten religiösen
Antisemitismus zu verbreiten. Unter dem Titel "Jews against Christians, Moslems
& Jesus"; wird auf einen Link hingewiesen auf dem irgendein Spinner
Verschwörungstheorien über das aggressive Verhalten DER JUDEN und DER ISRAELIS
gegenüber anderen Religionsgemeinschaften und gegenüber Jesus verbreitet. Was
kommt aus nächster, Wahlfahrten zum "Anderl von Rinn";? oder die "Protokolle der
Weisen von Zion";?

Jedenfalls räumt dieser Beitrag mit den zwei zentralen Ausreden in der letzten
Antisemitismusdebatte auf. 1) Die Debatte soll geführt werden und es ist viel
besser solche Beiträge zu veröffentlichen und sie einer kritischen Diskussion zu
unterziehen. Was sollen wir bitte über paranoiden, religiösen Antisemitismus
diskutieren? 2) Der/Die RedakteurIn war zu müde, sodaß der bedauerliche Fehler
passiert ist. In diesem Fall muß der/die RedakteurIn wahrlich bereits klinisch
tot gewesen sein um bei einem Titel wie "Jews against Christians, Moslems &
Jesus"; und bereits zwei Wochen Antisemitismusdebatte im Mund, diesen Link nicht
zu überprüfen und den Beitrag zu übernehmen. Oder reicht es aus die Keywords:
"Verfolgung";, "Polizei"; und "Israel"; in einem Text zu verwenden um sicher
abgedruckt zu werden?

Ebenfalls ist meiner Meinung nach, die Subsumierung des Antisemitismus unter
Rassismus, wie etwa im Editorial vorgenommen, sicher nicht zu halten.
Offensichtlich wird Antisemitsmus einfach nicht wahrgenommen. Oder wäre ein
Beitrag in den MUND gekommen der etwa "Neger gegen Weiße – mit
schockierenden Beweisen darüber was Neger von Weißen halten"; getitelt hätte?



Redaktionsschluß: Mittwoch, 18. Oktober 2000, 3.00, hwn
Fehler möge frau/man mir nachsehen!