Donnerstag 19. Oktober 2000

keil1.gif(893 Byte) In eigener Sache - Antisemitismusdiskussion im MUND

keil1.gif(893 Byte) Kommentare zur laufenden Diskussion:

keil1.gif(893 Byte) Sensation Postzeitungsdienst

keil1.gif(893 Byte) Umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gefordert

keil1.gif(893 Byte) anti-nuclear - stoppt AKWs - nucleaire non merci

keil1.gif(893 Byte) Terminänderung - Depot - Kunst und Diskussion

keil1.gif(893 Byte) FINISSAGE DER FOTOAUSSTELLUNG - WELTKULTURERBE HASANKEYF

keil1.gif(893 Byte) Positionspapier des TATblatts

keil1.gif(893 Byte) Hautverkauf

keil1.gif(893 Byte) HUMAN RIGHTS ABUSES IN CZECH REPUBLIC

keil1.gif(893 Byte) Betreff: BIfEB

keil1.gif(893 Byte) Was hat der NATO-Generalsekretär in Wien verloren?

keil1.gif(893 Byte) Wieder ein bezeichnender Vorfall wie mit Zivilcourage umgegangen wird!

keil1.gif(893 Byte) "ÖH Basis für Bildung" verzeichnet massiven Zustrom

 

 

Diese Ausgabe hat Johannes Knöbl (kontakt@rassismus.at) zusammengestellt.

 

 

 

 

 

 


HINKOMMEN UND WEITERLEITEN!!!!

Nächsten Freitag, 20.10. kommt Jörg Haider nach Wien,
um in der Stadthalle seine Anhänger auf den
"Kampf um Wien"
einzuschwören.

Es darf zu keinem öffentlichen Auftritt der FPÖ und Haider kommen
ohne unseren Widerstand!

Treffpunkt: 17.00 Uhr, Stadthalle Eingang Halle E 15., Vogelweidplatz


Von wienergraffitiunionsigi@teleweb.at


 



Was auf der letzten Drahdiwaberl CD
von EMI zensuriert wurde

"Schulterschluss"
(Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar

Saugt euch die MP3



Fotoreportage: HumpDump over Favoriten

Teil II

 

 



 








In eigener Sache - Antisemitismusdiskussion im MUND
Zurück


Liebe MUNDleserInnen !

Die Diskussion und unsere Konsequenzen aus dem Vorfall von letzten Dienstag sind sicherlich nicht mit unserer gestrigen
Erklärung zu Ende.

Die MUNDreds haben heute Abend ein Treffen gehabt, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Ein Protokoll dieser
Sitzung und weitere Stellungnahmen werden folgen - für die heutige Ausgabe ist sich das aber beim besten Willen nicht mehr
ausgegangen.

Ich könnte hier nun meine persönliche Einschätzung des Treffens wiedergeben - aber das macht wenig Sinn. Dennoch erscheint
es notwendig klarzustellen, dass die ganze Sache sicherlich nicht auf ein "oops das war menschliches versagen" beschränkt
bleiben wird.
 
Neben strukturellen Veränderungen und Verbesserungen des MUND, waren sowohl "Verantwortlichkeiten" und der generelle Umgang
mit latenten und offenem Antisemitismus ein Thema bei dieser Zusammenkunft. Die nötigen gemeinsamen Erklärungen der
MUND-Redaktion werden in kürze folgen.

Der Vorfall vom Dienstag hat vielschichtige Probleme aufgezeigt und aufgeworfen - und wir werden uns diesen Problemen
stellen. Aber es herrschte auch ein klarer Konsens darüber, dass wir aufgrund dieses Vorfalls nicht das Projekt einfach
beenden werden, sondern weiter an einer Verbesserung des MUND arbeiten werden.

In diesem Sinne sind Alle herzlich eingeladen, sich an der MUNDstrukturdiskussion zu beteiligen, denn das ganze Projekt lebt
schließlich von der Beteiligung möglichst Vieler.

Alles Liebe
Johannes Knöbl




Kommentare zur laufenden Diskussion:
Zurück

+
+
liebe MUND!

wie schön, dass "antisemitismus" es endlich geschafft hat,
diskussionspunkt number one zu werden. wurde ja zeit.
ich halte die beiträge im mund vom 18.10., die die arschloch-mail vom
17.10. verurteilen, für problematisch, weshalb ich mich kurz melden möchte.

alle schicken empörte mails und können einander versichern, die judäophobe
mail widerlich gefunden zu haben. alle vollziehen den mühelosen
180-grad-schwenk in ihrer einschätzung des MUND, vom noch vorige woche schulterklopfend
lesbaren linken wiederfindungsapparat zum neuen antisemitischen
zentralorgan. und so schnell war adolf eichmann noch immer zur hand wenn es um lässige
antisemiten-vergleiche ging wie bei rabinovici.

der vor entschuldigungen strampelnde MUND macht "menschliches versagen"
als ursache geltend. ein eigenartiges wort, das diesen newsletter zu einer
maschine verbildlicht, die sauber und reibungslos beliebige linke standpunkte
auswerfen soll. (die sofortige entlassung des "saboteurs" wird ja in den
mails auch gefordert...)

ich finde es gut, dass anhand der letzten mund-woche wieder mal gezeigt
wurde, dass "links" und "antisemitisch" durchaus zusammenpassen. aber was soll
das schockierte getue? wieso kriegen wir nicht mehr hin als einen
reflexartigen reinwaschungszwang?
diese auffrischungsspritze hatte unsere erinnerung bitter nötig in einer
zeit, in der es von knall zu knall offensichtlicher wird, dass auch die
"linksliberalen" europäischen medien schon seit langem eine klare (weil
einfachere) pro-palästinenser-haltung einzunehmen wünschen.

b. - bendemann@gmx.net

+
+

Hallo MUND-Redaktion!

Ich bekomme den MUND nun seit mehreren Monaten zugesendet und für mich ist er in dieser Zeit zu einer der wichtigsten
Informationsquellen über den Widerstand gegen diese Regierung geworden. Die Antisemitismusdebatte der letzten Wochen scheint
aber an eurer Redaktion spurlos vorübergegangen zu sein, den "Juden und Christen"-Beitrag samt Link zu veröffentlichen ist
UNENTSCHULDBAR. Schon bei diesem Titel hätte dem Redakteur (der Redakteurin?) klar sein müssen, daß er (sie) es mit einem
christlich-antisemitischen Beitrag zu tun hat (wenn der Beitrag gelesen und dann veröffentlicht wurde unterstelle ich dem
Redakteuer/der Redakteurin offenen Antisemitismus - der muß ja nicht immer von der rechtsextremen Seite kommen, wie
antiimperialistische Gruppen a la RKL immer wieder zeigen). Wie blind ist ein Teil eurer Redaktion eigentlich gegenüber
Antisemitismus? Bekomme ich demnächst die Weltverschwörunsgtheorien von Jan van Helsing bei euch zu lesen? Sollten im MUND
weiterhin rassistisc!
h-antisemitische Beiträge veröffentlicht werden, werde ich auf den täglichen MUND verzichten. 

MFG Daniel - Kulturverein Sägefisch kvsaegefisch@hotmail.com





Sensation Postzeitungsdienst
Zurück
Von : Robert Francan für die IÖGV

Sensation 

Was wir nicht mehr zu hoffen wagten, ist nunmehr tatsächlich eingetreten: 

Die Tarife für den Postzeitungsversand werden in der geringsten Gewichtsklasse bis 60 Gramm von derzeit 70 Groschen auf 90
Groschen erhöht! 

Und: Die Erhöhung kommt erst mit 1.1.2001, und erfolgt damit nur einmalig. 

Bis zum Auslaufen des Postzeitungsdienstes mit 31.12.2001 gilt also ein Tarif von passablen 90 Groschen! 

Das sind die Ergebnisse der heutigen Beratungen der Preiskommission. 

Die IÖGV hatte maßgeblichen Anteil an dieser Sensation - seit März dieses Jahres setzt sich die IÖGV für eine
Aufrechterhaltung des Postzeitungsdienstes ein (der ursprüngliche Plan der Regierung sah die ersatzlose Streichung des
Postzeitungsdienstes per 1.7.2000 vor). Dann drohten Tariferhöhungen im Ausmaß von 65 Prozent ab 1.7.2000. 

Nach insgesamt vier Sitzungen der Preiskommission, mehreren Verhandlungen mit der Post und intensiven Lobbying-Bemühungen
kann die IÖGV nunmehr diesen sensationellen Erfolg vorweisen. 

Ein Erfolg, der sich direkt auf Ihre Ausgaben auswirkt. Sehr positiv nämlich. 

Dieser Erfolg freut uns. 

Auch wenn es nicht gelungen ist, die Erhöhung der Mindestauflage abzuwenden. Denn diese wird leider von derzeit 300 auf
1.000 Exemplare steigen. Und zwar ebenfalls per 1.1.2001. 

Aber immerhin, wenn man bedenkt, dass der Postzeitungsdienst eigentlich hätte gestrichen werden sollen... 

Was sich sonst noch ändert beim Postzeitungsdienst ab 1.1.2001 finden Sie demnächst unter www.iogv.at. 

Beste Grüße 

Robert Francan
für die IÖGV




Umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gefordert
Zurück
von: HOSI Wien - office@hosiwien.at 

Presseaussendung der HOSI Wien vom 18. Oktober 2000
Homosexuelle/EU/Anti-Diskriminierungsgesetz

Umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gefordert
Der Rat der EU-SozialministerInnen hat gestern die "Richtlinie zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die
Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf³ verabschiedet, die auch Personen vor Diskriminierung und
Ungleichbehandlung aufgrund der sexuellen Orientierung in allen Bereichen der Arbeitswelt schützen soll. 
"Das ist in der Tat ein historischer Beschluß³, zeigt sich HOSI-Wien-Obfrau Waltraud Riegler höchst erfreut: "Die
Mitgliedsstaaten haben jetzt drei Jahre Zeit, diese Anti-Diskriminierungsrichtlinie in nationales Recht umzusetzen. Gerade
für Österreich ist das sehr bedeutsam, da Österreich zu jener Minderheit der EU-Mitgliedsstaaten zählt, die bisher über
keinerlei Antidiskriminierungsgesetzgebung verfügen.³



"Wir fordern in diesem Zusammenhang jedoch³, ergänzt Obmann Christian Högl, "daß Österreich sich nicht mit der Umsetzung der
Richtlinie in ihrer von der EU vorgesehenen Minimalvariante begnügt, sondern sich bei dieser Gelegenheit ein umfassendes
modernes Anti-Diskriminierungsgesetz gibt, das Menschen auch in anderen Lebensbereichen vor Ungleichbehandlung und
Diskriminierung aus bestimmten Gründen schützt. Ein Entwurf für ein derartiges Gesetz ist ja bereits ausgearbeitet worden,
und zwar im Rahmen eines NGO-Projekts, das vergangenen Montag mit dem 10. Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die
Menschenrechte ausgezeichnet wurde. Derartige Bestimmungen müßten z. B. den gesamten Bereich der Bereitstellung von bzw. des
Zugangs zu Waren und Dienstleistungen umfassen, aber auch die Strafbarkeit von Aufwiegelung und Hetze gegen Gruppen aufgrund
bestimmter Merkmale.³

"Die EU-Richtlinie ist die erste gemeinschaftliche Rechtsvorschrift, in der sexuelle Orientierung berücksichtigt wird³,
unterstreicht HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der auch Vorstandsvorsitzender des europäischen Lesben- und
Schwulenverbands ILGA-Europa ist, die Bedeutung dieser Richtlinie. "Es ist auch ein großer Erfolg für die europäische Lesben-
und Schwulenbewegung, die rund fünf Jahre konsequent Lobbying betrieben hat, um diesen Anti-Diskriminierungsschutz zu
erreichen. Die Arbeit ist jedoch nicht beendet. Jetzt geht es darum, die Richtlinie möglichst umfassend in allen
Mitgliedsstaaten umzusetzen und die Europäische Kommission zu drängen, weitere Richtlinien zum Schutz vor Diskriminierung in
anderen Bereichen, in denen sie über Zuständigkeit verfügt, vorzuschlagen.³

Diese EU-Richtlinie basiert auf Artikel 13 EG-Vertrag in der Fassung des Amsterdamer Vertrags, der der Union die
Zuständigkeit überträgt, Vorkehrungen zur Bekämpfung von Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der
ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung zu
treffen. Österreich war in der Ratssitzung durch Tourismusstaatssekretärin Rossmann (FPÖ) vertreten.
Nach dem gestrigen Beschluß müssen noch die Sprachjuristen den Text überprüfen, bevor er endgültig genehmigt wird. Mit der
Veröffentlichung der Richtlinie im Amtsblatt der EU und damit ihrem Inkrafttreten ist in einigen Monaten zu rechnen.
Überdies hat der Rat gestern auch ein Antidiskriminierungsprogramm für die Jahre 2001-2006 genehmigt. Die EU wir in diesem
Zeitraum 1,354 Milliarden Schilling für den Kampf gegen Diskriminierung aufgrund der im Artikel 13 genannten Merkmal,
darunter aufgrund der sexuellen Orientierung, bereitstellen.

Gezeichnet: 
Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien ­ 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs. Rückfragehinweise: Waltraud Riegler, Tel.
408 06 95-20; Christian Högl: 0664-18 11 038; Kurt Krickler: 0664-57 67 466;
office@hosiwien.at; www.hosiwien.at




anti-nuclear - stoppt AKWs - nucleaire non merci
Zurück
von: erdem vardar erdemv@yahoo.com
 
Hi to all MARE people,

as many of you know, the next UN Climate Change
Conference will be held between November 13 and 25 in
The Hague, the Netherlands. The representatives of the
governments from all over the world will discuss the
mechanisms of Kyoto protocol and negotiate how to
implement it.

This conference called COP6 is very important because
it is going to be the turning point for the energy
production methods the world will use in the next
century.

WISE (World Information Service on Energy- an
international network which serves people with
information about all kinds of energy) is trying to
collect 1000 signatures of NGO representatives to use
them in the actions during COP6. Until now 520 NGO's
have signed their petition against nuclear energy. We
can help them to reach their target. Here is the link
of the petition and the text they forwarded to me.
Please distribute it widely. 

The link for the petition:
http://www.antenna.nl/wise/cop6/coeng.html

-- 
Berreskatzen dut furia eskubidea 
Mina eta hirazko haizerauntsia.
Haider's Austria is not my Austria.

Renate Zauner




Terminänderung - Depot - Kunst und Diskussion
Zurück
von: depot@depot.or.at

Terminänderung


Depot
Kunst und Diskussion
Museumsquartier
Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Tel.: +43 1 522 76 13
Fax: +43 1 522 66 42
e-mail: depot@depot.or.at
URL: http://www.depot.or.at


TERMINÄNDERUNG

Folgende Veranstaltungen, die im Depot-Folder für Anfang Oktober
angekündigt wurden, mussten leider verschoben werden. Die Veranstaltungen
finden nun an folgenden Terminen statt:


Montag, 23. Oktober
Mittwoch, 25. Oktober
Montag, 30. Oktober
Klar, gemischt
Zur philosophischen Ästhetik heute
Zwei Vorträge und ein Workshop von Peter Mahr

Look, Design, Material und Raffinesse - ist es das, was von der Ästhetik
übriggeblieben ist? Warum hat die theoretische Disziplin, die nur noch in
den verschiedenen Spielformen der Alltagsästhetik nachzuklingen scheint, so
sehr an Bedeutung verloren? Auch wenn das ästhetische Interesse in
praktische, feuilletonistische und wissenschaftliche Fragestellungen
aufgesplittert erscheint - war da nicht doch noch etwas mehr?

Montag, 23. Oktober, 19.00
I) Survey - Stand der Forschung

Der erste Teil versucht einen Überblick über die wichtigsten
philosophisch-ästhetischen Strömungen der letzten Jahre - vor allem
hermeneutische, poststrukturalistische und postanalytische Denkformen - zu
geben. Außerdem soll untersucht werden, wie außerphilosophische Diskurse in
die Ästhetik einbrechen.

Mittwoch, 25. Oktober, 19.00
II) Topics - Themen der Diskussion

Der zweite Teil greift eine Reihe von Themen auf, die in den letzten Jahren
diskutiert wurden: Ekel, Empfindung, Spaßkultur, Ende der Kunst,
Philosophie des Bildes, Mythologie, Ethik und Ästhetik, Kunst und Medien,
Kunst und Wissenschaft, Kunst als sozialer Prozess. Anhand dieser
Fragestellungen wird geprüft, inwiefern die Ästhetik ein Fundament für
aktuelle künstlerische Tendenzen sein könnte.

Montag, 30. Oktober, 11.00
III) Workshop - Webressourcen

In einem zusätzlichen Workshop wird der aktuelle internationale
Ästhetikdiskurs anhand von Web-Ressourcen aufgezeigt.

Peter Mahr, Philosoph, Wien. Herausgeber des Onlinemagazins
mahr'svierteljahrsschriftfürästhetik
http://h2hobel.phl.univie.ac.at/mahr'svierteljahrs/




FINISSAGE DER FOTOAUSSTELLUNG - WELTKULTURERBE HASANKEYF
Zurück
von: initiative_kurdistan@hotmail.com

FINISSAGE DER FOTOAUSSTELLUNG

WELTKULTURERBE HASANKEYF

Ort: Kulturzentrum Siebenstern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Datum: Samsatg, 21.10.2000
Zeit: ab 19.00 Uhr

Die über 2000 Jahre alte Stadt Hasankeyf soll Opfer eines gigantischen 
Staudammprojektes der türkischen Regierung werden und in den Wassermassen 
versinken. Die Fotoausstellung der Initiative für Frieden in Kurdistan und 
dem Verein der StudentInnen aus Kurdistan zeigt Bilder der Stadt Hasankeyf 
und seiner Umgebung mit seinen antiken und landschaftlichen Schönheiten!

Abschlußfest der Ausstellung mit kurdischer Live Musik, Videovorführung und 
Tanz
Wir freuen uns über Euer Kommen!
INITIATIVE FÜR FRIEDEN IN KURDISTAN
PF. 15
1106 Wien
Tel.: 0676/540 77 88
Fax: 01/602 39 41
eMail: initiative_kurdistan@hotmail.com




Positionspapier des TATblatts
Zurück
von: Einige vom TATblatt - http://tatblatt.mediaweb.at

Hallo! Hier das nun endlich auch fertig gewordene ausführliche
Positionspapier des TATblatts 
L+K,Tb

___________


Guten Tag!


Wir wollen relevante Informationen verbreiten, zeigen, dass Widerstand
gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Diskriminierung jeder Form notwendig
und möglich ist, sowie Raum bieten, um Taktiken diskutieren, Ideen
vorschlagen, Zweifel äußern zu können.

Im TATblatt sollen Erfahrungen ausgetauscht, Diskussionen geführt und
Aktionsformen entwickelt werden. Es können die oft von verschiedenen
Gruppen ohne gemeinsamen Bezug geführten Teilbereichsaktivitäten in
einen gemeinsamen Zusammenhang gestellt werden, indem ein Bewusstsein
über grundlegende Zusammenhänge gefördert wird, über die Vernetztheit
der Unterdrückungsverhältnisse, von Patriarchat, Kapitalismus, Rassismen
und über die daraus resultierende Notwendigkeit der Entwicklung
mehrdimensionalen Widerstands.


1.) Bürgerliche vs. Alternative Kommunikation


Dass bürgerliche Massenkommunikation interessengeleitet funktioniert,
braucht an dieser Stelle wohl nicht näher argumentiert werden. Ebenso
wenig muss hier wohl dargelegt werden, dass diese Interessen durch
Inszenierungen von Pluralität und Objektivität kaschiert werden, um ein
erfolgreiches Agieren am Nachrichtenmarkt zu ermöglichen, und dass
vermittels der Macht der Definition von Situationen und Verhältnissen
und der massenmedialen Festlegung von als konsensual vorausgesetzten
Bezugsrahmen, in dessen Grenzen Themen behandelt werden, die Wahrnehmung
von sozialen Sachverhalten und der argumentativen Breite, in denen
diese öffentlich diskutiert werden, geprägt werden. 

Innerhalb dieses konsensualen Bezugsrahmens sind kontroversielle
Argumentationen nicht nur erlaubt, sondern auch erforderlich für die
Inszenierung von Pluralität. Überschreitungen des konsensualen
Bezugsrahmens werden hingegen als "extremistisch", "unverantwortlich",
"partikularistisch" oder "irrational" dargestellt und wahrgenommen, und
somit auch für den öffentlichen Diskurs stigmatisiert.

Diese Bezugsrahmen zu überschreiten, mit dem Ziel, deren Grenzen
nachhaltig zu verschieben oder zu sprengen, ist eine von mehreren
wesentlichen Funktionen alternativer Kommunikation. So alternative
Medien dies ernsthaft betreiben, gelten sie im bürgerlich-massenmedialen
Diskurs ebenso als extremistisch, bisweilen gar als gewalttätig.

Wenn in bürgerliche Medien Scheingefechte beispielsweise über
Migrationsquoten ausgebreitet werden, obliegt es alternativen Medien die
Selbstverständlichkeit einzufordern, dass Menschen sich dort aufhalten
können, wo sie dies aus welchen Gründen auch immer wollen.

Wenn in bürgerlichen Medien Opfer von rassistischer Gewalt zu
VerursacherInnen derselben gemacht werden, kommt alternativen Medien die
Aufgabe zu, diese Strategien offen zu legen.

Wenn systematische, institutionalisierte oder sonst wie zu Normalität
gewordene Akte von Unterdrückung und Ausbeutung in bürgerlichen Medien
zu wohl verurteilungswürdigen aber untypischen Einzelaktionen von
EinzeltäterInnen umgedeutet werden, sind es alternative Medien, die
Kontinuitäten, Zusammenhänge und Systematiken aufzeigen können.

Während in bürgerlichen Medien vorwiegend RepräsentantInnen von Staat
und Kapital, von Unterdrückung und Ausbeutung zu Wort kommen, können
jenen, die unterdrückt und ausgebeutet werden, nur Alternativmedien eine
Plattform bieten, Möglichkeiten der Intervention jenseits der spärlich
existierenden demokratischen Partizipationsmöglichkeiten darzustellen
und zu diskutieren.

Wenn in bürgerlichen Medien Grenzen gezogen, verfestigt und verteidigt
werden, müssen alternative Medien diese überwinden und sprengen. 

Und so weiter, die Beispielsreihe kann nach Belieben fortgesetzt werden.


2.) Kommunikative Vernetzung 


Vermittelt über die in ihrer Größe bescheidenen alternativen
Öffentlichkeiten wird so an den Grenzen des diskursiven Bezugrahmens
bürgerlicher Kommunikation gesägt. Die gesellschaftliche und politische
Wirksamkeit dieser gegendiskursiven Interventionen hängt dabei weniger
von der Verbreitung der einzelnen Medien ab, als von der Überführung von
auf Papier, Datenträger oder Radiowellen gebannten Gedanken in soziales
Handeln.

Funktionieren kann alternative Kommunikation nur in ständiger Bezugnahme
auf alternative Öffentlichkeiten, welche zum Resonanzkörper für in ihnen
publizierten Gedanken werden, so wie alternative Medien Foren zur
Entwicklung von Gedanken in den alternativen Öffentlichkeiten und zur
Austragung von in ihnen geführten Diskussionen bieten müssen.

Verlautbarungsblätter von Führungskadern politischer Avantgarden
erscheinen uns dazu wenig hilfreich. Als wichtig erachten wir hingegen
das Zusammenspiel von theoretischer Auseinandersetzung, der Analyse und
Darlegung von sozialen und politischen Sachverhalten und Zusammenhängen
auf unterschiedlichem Abstraktionsniveau, der Berichterstattung über
aktuelle Vorgänge und Ereignisse in unter emanzipatorischen
Gesichtspunkten die Bezugsrahmen bürgerlicher Kommunikation sprengender
Weise, der Präsentation von Protest und Widerstandshandlungen, der
Austragung von Diskussionen, der Entwicklung neuer Perspektiven und von
vielem anderen, das in unterschiedlichsten Zeitschriften,
Radiosendungen, Websites und auf anderen kommunikativen Wegen geboten
wird.

Jedes alternative Medium spiegelt dabei in erster Linie die Meinungen
derer wider, die darin zu Wort kommen. Jedes dieser Medien stellt nur
einen Teil jener alternativen Öffentlichkeit her, welche als Störfaktor
in der breiteren, allgemeinen und durch bürgerliche
Kommunikationsunternehmen eher unterdrückte als geschaffene
Öffentlichkeit eine wesentliche Organisationsbasis für gesellschaftliche
und politische Veränderung bietet.

Unterschiedliche Meinungen treffen zumeist vermittelt über die
verschiedenen alternativen Medien aufeinander. Gemeinsamkeiten schlagen
sich in gegenseitiger Bezugnahme und gegenseitigem Austausch von Ideen,
Argumenten oder ganzen Texten nieder. Die diskursiven Bezugsrahmen
bürgerlicher Medien verschwimmen bei den LeserInnen und HörerInnen
alternativer Medien, die ja selten nur ein alternatives Medium nutzen,
und werden von ihnen, angeregt durch alternativ-medial geführte
Auseinandersetzungen und Diskussionen aktiv weiter verändert, durch
soziales und politisches Handeln, in Wort und Tat.

Es gibt nicht die einfache, klare Wahrheit, die bloß gefunden und dann
publiziert werden muss, damit sie die Verdammten dieser Erde aufweckt,
auf dass sie die Müßiggänger, oder wen auch immer sie zu Schuldenböcke
erheben, beiseite schieben. Vielmehr muss gemeinsam nach Wegen
gesellschaftlicher und politischer Veränderungen, der Verhinderung von
Ausbeutung und Unterdrückung, der Befreiung aus Herrschafts- und
Gewaltverhältnissen aller Art gesucht werden. Dies geschieht kaum
gleichzeitig, und auch die konkreten Ansatzpunkte werden je
unterschiedlich verortet werden. 

Die Frage von Vernetzung sollte sich daher von selbst beantworten.
Alternative Öffentlichkeit wird entweder gemeinsam hergestellt oder gar
nicht, sowohl im Gleichklang als auch in der Auseinandersetzung.


3.) Organisatorische Vernetzung


Zu oft finden sich vor allem alternative Zeitschriften in einer Art
Konkurrenzsituation wieder. Zu klein ist der Markt, auf dem die
Publikationen, ob sie wollen oder nicht, um Anteile kämpfen müssen, um
finanziell überleben zu können. Die Rationalisierungsmöglichkeiten sind
bei fast allen Zeitschriften bereits übermäßig ausgeschöpft, Geld
bekommen deren MitarbeiterInnen für ihre Arbeit in den wenigsten Fällen.
Nicht selten tragen sie vielmehr die unvermeidlichen finanziellen
Verluste. Diese prekäre Situation wird durch die Verweigerung der
Ausbezahlung von ohnehin bescheidener Publizistik-Förderung für im oben
dargelegten Sinne als extremistisch erachtete Titel und die
Quasi-Abschaffung des ermäßigten Postzeitungsversands für sich an kein
Massenpublikum wendende Publikationen verschärft. Versuche gemeinsamer
Interessensartikulation etwa im Rahmen der Vereinigung alternativer
Zeitungen und Zeitschriften können mehr oder weniger als immer wieder
gescheitert betrachtet werden. Ebenso erfolglos verlaufen leider auch
die Versuche, den potenziellen LeserInnen ihre Verantwortung für die
Existenz alternativer Medien zu vermitteln, die sich viel zu selten in
der Bestellung von existenzsichernden Abonnements niederschlägt. 


4.) Repressionsabwehrende Vernetzung


Wenn alternative Öffentlichkeiten das staatlich-administrative System
und die Akkumulationsweise gefährden, können Maßnahmen, diese zu
beinträchtigen und zu bekämpfen, nicht verwundern. Repression gegen
DemonstrantInnen ist ein mittlerweile vertrauter Teil derartiger
Bestrebungen. Der Schritt zum Verbot von alternativen Medien steht in
Österreich zwar noch aus, die Diskreditierung von Medien als
"extremistisch" und "gewalttätig" kann jedoch als ein vorbereitender
Schritt in diese Richtung angesehen werden. Auch bei DemonstrantInnen
wird versucht, Inhaftierungen mit behaupteten schweren Gewalttätigkeiten
zu begründen, auch wenn diese Vorwürfe vor Gericht selten standhalten.

Explizit wurde etwa dem TATblatt wiederholt Gewalttätigkeit vorgeworfen,
jedoch ohne dies zu begründen. Die Gleichung TATblatt = Gewalt wurde
nach mehrmaliger Wiederholung des Vorwurfs vor allem im Zusammenhang mit
der Einem-TATblatt-Spendenaffäre 1995 zur stillschweigenden
Voraussetzung im konstruierten Konsens der medialen und öffentlichen
Diskussion der Grenzen von Medien- und Meinungsfreiheit. Der Vorwurf
bedurfte schon bald keiner weiteren Argumentation mehr. Vielmehr genügte
es in der Folge, anderen Zeitschriften ein Naheverhältnis zum TATblatt
zu unterstellen, um auch sie zu diskreditieren und beispielsweise von
staatlicher Förderung auszuschließen. Im September 2000 kehrte diese
diskursive Strategie in die bürgerlichen Massenmedien zurück, als den
Grünen vorgeworfen wurde, auf einer ihrer Webseiten einen Link zum
TATblatt platziert zu haben.

 Einer der wenigen, die versuchten, die Vorwürfe gegen das TATblatt durch
ein Beispiel zu beweisen, und der uns auf diese Weise ermöglichte, gegen
seinen Vorwurf zu klagen, war Jörg Haider. Haider darf nach einem
rechtskräftigen Gerichtsurteil seine im ORF geäußerte Behauptung nicht
mehr wiederholen. 

Eine Klage Haiders gegen das TATblatt, weil darin die Behauptung zu
lesen war, dass Haider rassistische Hetze betreibe, verloren wir
hingegen. Ein Wahrheitsbeweis wurde abgelehnt. Derartige Behauptungen
dürfen wir bis jetzt nicht mehr veröffentlichen. Die Angelegenheit ruht
seitdem sanft bei der Europäischen Menschenrechtskommission.

Verbote von Zeitschriften und die polizeiliche Verfolgung von
JournalistInnen stehen in Österreich noch nicht an der Tagesordnung.
Noch scheint es opportuner, alternative Kommunikation auf ökonomischem
Weg zu be- und oft auch zu verhindern - durch kostspielige
Zivilprozesse, durch die Ausgrenzung der meisten Alternativzeitschriften
vom billigeren Postzeitungsversand oder durch Subventionsstreichungen
bei freien Radios und Netz-Initiativen. Dem können wir vorerst nur
gemeinsam entgegen wirken durch den Kauf von Zeitschriften- und
Radioabos und durch andere finanzielle Zuwendungen.

Für allfällige Repressionen und Verbote muss gemeinsam vorgebeugt
werden, indem Versuche der Kriminalisierung gemeinsam argumentativ
zurückgewiesen werden, und indem infrastrukturelle Voraussetzungen
geschaffen werden, die ein verdecktes Produzieren und Verteilen von
Zeitschriften für den Fall der Fälle ermöglichen. Durch Schaffung und
Erhaltung dezentraler Druckmöglichkeiten, durch Aufbau eines
unabhängigen Vertriebsnetzes, mit VerteilerInnen, VerkäuferInnen und
Infoläden.

Beim TATblatt wird zur Vorbeugung allfällig einsetzender Repression,
sowie um schon jetzt InformantInnen zu schützen - das
Redaktionsgeheimnis nach dem Mediengesetz gilt nicht für unbezahlte
AlternativjournalistInnen -, und um zu verhindern, dass sich
TATblatt-MacherInnen auf immer wiederkehrenden Abschusslisten
organisierter Rechtsradikaler finden, von Anfang an anonym gearbeitet.
Wohl fungiert ein Verein als Herausgeber des TATblatts. Dessen
FunktionärInnen sind jedoch per Redaktionsstatut ausdrücklich von der
Redaktion ausgeschlossen, deren MitarbeiterInnen keiner und keinem
bekannt sind.


5.) Das TATblatt


Das TATblatt ist 1988 angetreten, um sowohl die unterschiedlichsten
emanzipatorischen Strömungen einander näher zu bringen, als auch eine
Verbindung von Theorie und Praxis herzustellen, von Analyse und Aktion.
Oft wurde das TATblatt dabei als autonomes Meinungsorgan missverstanden.
Ganz im Gegenteil sind es sicherlich nicht zuletzt die Widersprüche, die
das TATblatt ausmachen.

Weiterentwicklung bedarf der Bereitschaft, voneinander zu lernen - von
Überlegungen, Erfolgen und Fehlern. Weit verbreitete Bedürfnisse nach
Identitätsstiftung und -pflege im unübersichtlich komplexen Raum
gesellschaftlicher und politischer Verhältnisse werden vom TATblatt
nicht bedient - mit der unsere Arbeit erschwerenden Folge, dass, wenn
Texte bei LeserInnen Widerspruch provozieren, dieser zumeist nicht
textlich artikuliert, sondern mittels Ignorierung ausgedrückt wird, oder
dass das TATblatt nicht mehr gelesen und nicht mehr genutzt wird.

Derzeit wird vor allem in den unregelmäßig erscheinenden
Schwerpunktnummern versucht, komplexen Themen auf den Grund zu gehen und
die Bezugsrahmen der Auseinandersetzung vollkommen neu zu positionieren.
In Aktionsberichten und dem "TATblatt-Originaltextservice" stehen
aktionistische Interventionen im Mittelpunkt.

Aktionistischen Interventionen sollen möglichst rasch bekannt gemacht
werden und sollen zu Diskussion anregen, damit Fehler und Irrwege
künftig vermieden, Weiterentwickelnswertes aber weiter entwickelt und
Nachahmenswertes nachgeahmt werden kann. Die Bewertung dargestellter
Aktionen und das Ziehen von Schlussfolgerungen aus den Berichten obliegt
dabei den LeserInnen, das TATblatt kann dazu nur die Voraussetzungen
liefern - durch Information und die Möglichkeit der Austragung von
Diskussionen.

Ein Fixpunkt im TATblatt ist aber auch die Darstellung des rassistischen
Alltags in Österreich. Berichte über einzelne und allgemeine
Erscheinungsformen von staatlich-institutionalisiertem, rechtsextrem
organisiertem und individuellem Rassismus sollen die Kontinuität und das
Ausmaß von Verhältnissen offen legen, welche sonst nur allzu oft
bagatellisiert werden.

Aber auch alle anderen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse, die
Zerstörung ökologischer Lebensgrundlagen, Militarismus usw. usf. sind
Themen des TATblatts, in einer Mischung, die Zusammenhänge erkennbar und
die Notwendigkeit und Möglichkeit von Zusammenarbeit über die jeweiligen
thematischen Schwerpunktsetzungen hinaus begreifbar machen soll.

Viele Themen kommen dabei im TATblatt sicherlich auch zu kurz. Gerade
die Sexismus- und Patriarchats-Kritik gehört nicht gerade zu den Stärken
des TATblatts, wiewohl versucht wird, sie quer durch alle Themenfelder
einzubringen.

Mehr als in den meisten anderen alternativen Medien wird im TATblatt das
Augenmerk auf aktuellen Bezug gelegt, um Interventionen in Diskussionen
zu ermöglichen, ehe die Standpunkte von bürgerlicher Berichterstattung
geformt sind. Die Bindung an den durch finanzielle Möglichkeiten
vorgegebenen zweiwöchentlichen Erscheinungsrhythmus wurde durch eine
täglich aktualisierte Web-Ausgabe aufgebrochen, deren Schwerpunkt
derzeit auf die Protest- und Widerstandsaktionen gegen die
Rechts-Rechtsextrem-Koalition in Wien gelegt wird.

Tagesaktuelle Berichterstattung von Aktionen soll es ermöglichen, von
unterschiedlichen Aktionsformen zu erfahren, daraus zu lernen,
Schwachstellen etwa in Bezug auf inhaltliche Verflachung oder die
Orientierung an einer zusammenbrechenden Massenbasis zu erkennen, und
daraus Schlüsse zu ziehen, um den Protest und Widerstand weiter
entwickeln zu können.

Tagesaktuelle Berichterstattung im Internet ermöglicht es auch,
schneller auf Vorgänge und Ereignisse reagieren zu können, wie
insbesondere die Wochen nach dem Regierungsantritt illustrierten. Dazu
bedarf es freilich mehr als nur Aktionsberichte, dazu bedarf es auch
mehr, als das TATblatt in dieser Schnelligkeit zu leisten im Stande ist.
Dazu gibt es aber auch eine Vielzahl weiterer Websites, auf die mittels
Hyperlinks verwiesen wird, und mit denen von Seiten des TATblatts
zunehmend enger kooperiert wird, vor allem mit der Site der Plattform
"Für eine Welt ohne Rassismus" (http://www.no-racism.net), deren
aktuelle Meldungen direkt von der TATblatt-Site aufgerufen werden
können.

Insgesamt verschwimmen auf den "Widerstands-Sites" im Internet durch
exzessive Verlinkung die Grenzen der verschiedenen Publikationen zu
einem vielfältigen, oft widersprüchlichen, Diskussionen provozierenden
Hypertext ebenso wie jene zwischen MedienmacherInnen und LeserInnen,
wovon die Fülle an, wenn auch unterschiedlich konsequent betreuten,
Websites im Webring gegen Blau-Schwarz ebenso zeugt wie die Beteiligung
an Mailinglisten und anderen Diskussionsforen. Im Internet entwickeln
sich so Formen von Vernetzung, die auf anderen Ebenen jahrelang
erfolglos zu erreichen versucht wurden. Kein Wunder, dass
RegierungspolitikerInnen die "Verlinkung" der Widerstandssites zu einem
ihrer Angriffsziele machten. Erfreulich, dass sich kaum eine
Widerstandssite davon einschüchtern ließ.

Diese neuen Vernetzungsformen müssen nun aber auch jenen zugänglichen
gemacht werden, welche das Internet nicht nutzen können oder wollen.
Diese Aufgabe fällt einerseits den klassischen alternativen Medien wie
auch dem TATblatt zu, welches - neben vielem anderen - eine Auswahl
verschiedener als relevant erachteter Inhalte aus dem Internet auf
Papier anbietet. Andererseits müssen Wege gefunden und beschritten
werden, das Internet und dessen relevante Inhalte - wobei die
diesbezüglich notwendige Selektion die Beteiligung verschiedenster
Gruppen und Einzelpersonen erfordert - allgemein zugänglich gemacht
werden, durch öffentliche Internet-Terminals, durch individuelle
Weitergabe von Informationen über Flugblätter, Wandzeitungen,
Radiosendungen etc.



6.) Erklärung


Aus den oben erwähnten Gründen der Anonymität der TATblatt-MacherInnen
konnten wir der Einladung, auf dieser Veranstaltung zu sprechen, leider
nicht Folge leisten. Wir hoffen, unsere Standpunkte mit diesem Papier
verdeutlicht oder zumindest halbwegs nachvollziehbar angerissen zu
haben. An den Diskussionen hier wollen und werden wir uns gerne
beteiligen, nur zu erkennen geben wollen wir uns nicht.

JedeR hier kann einE TATblattlerIn sein.

Mögen unsere Vorsichtsmaßnahmen vollkommen unbegründet sein.

Zum Abschluss noch einmal in aller Deutlichkeit: Damit das Konzept des
TATblatts aufgeht bedarf es möglichst vieler, die das TATblatt nutzen,
die es lesen, die Diskussionen weitertragen, die das TATblatt kaufen und
abonnieren, und die es mit Informationen versorgen, durch kurze Infos,
durch ganze Artikel, durch Aussendungen, auf welchem Weg auch immer. 

Liebe und Kraft!

Einige vom TATblatt



http://tatblatt.mediaweb.at
TATblatt@blackbox.net
TATblatt, 1100 Wien, Wielandgasse 2-4/414





Hautverkauf
Zurück
von : Gulaab Lal a9509022@unet.univie.ac.at


MUND-Rubrik: Hautverkauf
************************************************************************************************************
(Danke dass ihr unserem Aufruf zur Beschlagwortung nachgekommen seid - wir werden ab jetzt auch die Rubrik "hautverkauf" fix
einführen ;-) Anm. jak.)

WIF-Überdosis ortsüblich?

Der Wiener Integrationsfonds ist äusserst bemüht, den in Wien (noch) lebenden MigrantInnen eine Überdosis "ortsüblicher
Identität" zu verpassen. Aussfluss dieser Bemühungen sind nicht nur die laufende WIF-Sprachoffensive gegen "letzte Elemente
deutschresistenter Sprachgewöhnung", nicht nur ein offensives Auftreten gegen zuviel "Buntheit" in den Reihen der
WIF-Kuratoriumsmitglieder, nicht nur eklige WIF-Häme bei polizeilichen Verboten von MigrantInnenvereinen, sondern auch
WIF-Kuhhändel zum Verzicht auf religiöse Identität:
""aussereuropäischen Muslimen"" wird solange die STAPO und Fremdenpolizei an den Hals gehetzt, bis sie zu
WIF-förderungswürdigen "vindobona-europäischen Muslimen" mutiert sind. Hauptkriterium dieser Zwangs-Mutation ist die
erfolgreiche Wirksamkeit von Rechtsmittelverzichts-Ködern bei offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen, wie bspw. bei
Verletzung der Religionsfreiheit oder bei rassistischer Diskriminierung im Erwerbsleben.
Um zumindest in einem Fall von eklatanter Menschenrechtsverletzung, wo einer Weltreligion im "kleinen" Österreich" im
"mikrokleinen" Stadlau auf Betreiben des WIF von der Polizei putzweg der Gottesdienst verboten wurde, trotz
WIF-HIntertreibungen doch den Verfassungsgerichtshof anrufen zu können (erste Rate der befassten Rechtsanwaltskanzlei beläuft
sich auf 12.500 öS/ 908 Euro) bitten die ""aussereuropäischen Muslime"" um D E I N E Verfassungsbeschwerde-S p e n d e auf
das CA-Sparbuch "Lebend-Fackel" mit der Nummer 6087/51/30308.
Kulturachse Schachinger-Singh




HUMAN RIGHTS ABUSES IN CZECH REPUBLIC
Zurück
geposted von: the indymedia newswire - londonatczech@yahoo.com

Story from the indymedia newswire

Checkout independent media coverage of politics, protest, and life
at: http://praha.indymedia.org


This message was sent to you by: Xr


Comments: We ask people around the world to continue to apply pressure on their own and the Czech government to facilitate
the release of these political prisoners.

---------------------------------------------------------------

Article by: londonatczech@yahoo.com 
Tuesday 17 Oct 2000

Email: londonatczech@yahoo.com

Summary:Activists occupied the Czech Embassy in London to protest the continued detention of people arrested following
action against the IMF/World Bank in Prague.

Article:
HUMAN RIGHTS ABUSES IN CZECH REPUBLIC 
Prisoners still held in Czech jail after IMF/World Bank protests 

On Monday 16 October 2000 at 12.15, 4 people entered the Czech Embassy in London and successfully occupied offices on the
first floor demanding to speak to the Ambassador to protest human rights abuses in the Czech Republic and the continued
detention of Czech and international persons following action in Prague against the IMF and the World Bank at the end of
September. The four were arrested for trespassing on diplomatic territory (apparently invading a foreign country!) and have
been bailed to return. Supporters outside hung a banner and handed out leaflets detailing the situation in the Czech
Republic. The following statement was issued yesterday: 

\"Prisoners arrested in Prague during protests against the IMF and World Bank have been subjected to severe police
brutality. Most of the 859 prisoners arrested and detained on September 26-29 have been released. 

However, there is still confusion surrounding the numbers of Czech people and reports of disappearances. There are also a
number of international activists who continue to be held and are facing charges. 

Police brutality is nothing new. Despite the European Convention on Human Rights being incorporated into Czech law, in
reality this is meaningless. Abuse of basic human rights is sanctioned by all States. Security forces are routinely used to
protect the interests of corrupt institutions such as the IMF and the World Bank against challenges to their authority by
political activists in so-called democracies as well as in recognised repressive regimes. Protesters are labeled criminals
and terrorists to justify intense state repression and to prevent mass participation in the struggle for life and freedom. 

Today\'s occupation of the Czech Embassy recognises the prisoners being held in the Czech Republic following the protests on
S26 as political prisoners and makes the following demands: 

1) All prisoners held as a result of action against the IMF/World Bank should be released without charge and confiscated
belongings should be returned. 

2) Until then, all prisoners deserve support and protection from police brutality and torture and should have access to
their basic rights. 

3) There should be full disclosure of information on those arrested and held. 

4) The Czech authorities must publicly acknowledge and apologise for the brutality and campaign of misinformation directed
against protesters in Prague. 

We ask people around the world to continue to apply pressure on their own and the Czech government to facilitate the release
of these political prisoners.\"







Betreff: BIfEB
Zurück
geposted von: Elfie Fleck elfie.fleck@yline.com

Betreff: BIfEB

Liebe FreundInnen und KollegInnen,

vielleicht habt Ihr/Sie der website des ORF auch schon die per Jänner 2001
beschlossenen Privatisierung des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung
St. Wolfgang, Strobl entnommen. Ich habe nun nach Rücksprache mit Ernst
Gattol den folgenden Brief an Dr. Ernst Sucharipa, Leiter der
Diplomatischen Akademie und Arisierungsbeauftragten der Regierung verfasst.
Ernst Gattol meint, das würde ihm am ehesten helfen.

Ich bitte Euch/Sie also, Euch diesem Schreiben anzuschließen. Bitte mailt
mir Euer/Ihr Einverständnis und wie (Titel, Funktion) Ihr/Sie angeführt
werden wollt. 

Wenn Ihr/Sie den Brief noch an weitere potenzielle UnterstützerInnen
weitermailen könnt, wäre das großartig. Ich werde den Brief Donnerstag früh
weitermailen. Je mehr Reaktionen ich bis dahin habe, desto besser. Wer
möchte, kann natürlich auch selbst an Dr. Sucharipa schreiben:
diplomat@dak-vienna.ac.at
Danke im Voraus und herzliche Grüße

Michaela Judy

****************************************************************************
****

Sehr geehrter Herr Dr. Sucharipa,

Wir, die Unterzeichneten, wenden uns in äußerster Besorgnis über die
geplante Privatisierung des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung St.
Wolfgang, Strobl, an Sie.

Das Bundesinstitut wurde zunächst den jüdischen Eigentümern gestohlen, nach
1945 von diesen dem Unterrichtsministerium äußerst günstig verkauft unter
der Bedingung, daß die Liegenschaft zu tolanzfördernden und
völkerverbindenden Zwecken genützt werden müsse. das ist ein Vertrag, und
solange Österreich noch ein Rechtsstaat ist, bedeutet das u.a., sich an
Verträge zu halten.

Wir kennen das Bundesinstitut aus persönlicher Erfahrung, teilweise über
Jahrzehnte hinweg, und können bestätigen, daß es diesem Auftrag unter dem
Direktor Dr. Ernst Gattol immer vollinhaltlich entsprochen hat.

Die Programmgestaltung war innovativ, Dr. Gattol war stets ein kompetenter
und mutiger Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Angebote und
Initiativen. 

Das Spektrum des Bundesinstituts reicht von politischer Bildung wie
Geschichtswerkstätten oder der Zukunftsakademie, über die Lehrgänge
Supervision, Bildungsberatung, EB-Profi, Bildungsarbeit mit Älteren oder
mit behinderten Menschen, zu Fortbildungen im Bereich der Neuen Medien,
Evaluation und Qualitätsentwicklung, Erweiterung
methodisch-erwachsenenbildnerischer Kompetenz. Früh hat Dr. Gattol die
Teilnahme an Projekten der EU zur europaweiten Vernetzung genützt. Zuletzt
seien noch die Lehrgänge universitären Charakters "Feministisches
Grundstudium" und "Bildungsmanagement" besonders erwähnt.

Stets hat Dr. Gattol jene Angebote und Kooperationen entschieden gefördert,
deren Schwerpunkt in einem aufklärerischen Ansatz lag, d.h. in der
Vermittlung von zwischen Wissen, Erfahrungen und möglichen konstruktiven
Umgangsformen mit gesellschaftlichen Fragen und Problemfeldern, bzw.
Verarbeitungsformen von Konflikten.

Das spiegelt sich auch in den Zielgruppen: im Bundesinstitut treffen sich
neben ErwachsenenbildnerInnen aus ganz Österreich kleine - großstädtische
wie ländliche - Initiativen und große Organisationen, MitarbeiterInnen
sozialdemokratischer, konservativer wie auch kirchlicher Institutionen und
von Universitäten, FreiberuflerInnen, Lehrende, KünstlerInnen, MigrantInnen
wie gebürtige ÖsterreicherInnen.

Das ist praktizierte Toleranzförderung und entspricht im besten Sinne dem
Auftrag, an den die Besitzer den Verkauf der Liegenschaft gekoppelt haben




Was hat der NATO-Generalsekretär in Wien verloren?
Zurück
von: versch. Gruppen geposted von: Jug Österr Solibewegg joesb@vorstadtzentrum.net


Aufgrund des Besuches des Nato-Generalsekretärs Robertson im Wien am 2.11.
haben wir uns entschlossen die für den 21.10. anberaumte und im Target Nr. 3
angekündigte Demonstration auf den 2.11. zu verlegen:

Do. 2. November
17h Westbhf
19h Ballhausplatz

Das Fluglatt und Plakat können von unserer Netzseite heruntergeladen werden:
http://www.vorstadtzentrum.net/cgi-bin/joesb/news/viewnews.cgi?category=all&
id=971814599

***

Was hat der NATO-Generalsekretär in Wien verloren?

Nein zur NATO!
Kein Beitritt!

Keine Militarisierung der EU -
für den Erhalt der Neutralität!

NATO raus aus Jugoslawien!

***

Unterstützt von:
Antiimperialistische Koordination, ArbeiterInnenstandpunkt,
ARGE für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit, Aug und Ohr, Bewegung
für soziale Befreiung, Bewegung gegen den Krieg, Brücken für den Frieden,
Casa del Pueblo Latinoamericano, GLb, Internationales Solidaritätsforum,
Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung, Jugoslawischer
Dachverband, Kommunistische Jugend Österreich, Kommunistische Partei
Österreich, Kommunistischer StudentInnenverband Österreich, Lehrer für den
Frieden, Linkswende, MLKP, Österr. Friedensrat, Revo, Revolutionär
Kommunistische Liga Türkei / österr. Organisation, Revolutionär
Kommunistische Liga, Revolutionäre Volkskräfte / Österreich, Sozialistische
Jugend Österreich, Universalismusgruppe, Wiener Friedensbewegung






Wieder ein bezeichnender Vorfall wie mit Zivilcourage umgegangen wird!
Zurück
von: Robert Duscher 


Wieder ein bezeichnender Vorfall wie mit Zivilcourage umgegangen wird!
Unter der Überschrift "Straftatbestand Zivilcourage: Nazi-Gegner festgenommen" wird in der Ausgabe der TZ vom 17.10.2000 auf
den Seiten 1, 2 und 3 berichtet , dass sich ein weiterer skandalöser Fall von Kriminalisierung eines antifaschistischen
Bürgers zugetragen hat.
Dieser weitere Polizeiskandal, der derzeit keinen Einzelfall mehr darstellen kann, hatte zum Hintergrund, dass Gerhard
Pacholek am letzten Donnerstag bei einem Einkaufsbummel den NPD-Aktivisten bei deren Info-Stand in der Münchner Innenstadt
"Ihr seid Brandstifter. Eure Partei ist dafür verantwortlich, dass in Deutschland wieder Ausländer totgeschlagen werden,
dass wieder Synagogen brennen" zugerufen hatte.
Auf die Anzeige der NPD-Veranstaltungsleiterin hin wurde Herr Pacholek wie ein Schwerverbrecher verhaftet und in den Knast
gesteckt. Fingerabdrücke wurden genommen und ein barsches Verhör durchgeführt!
Die Münchner Polizei räumte gegenüber der TZ die Festnahme ein. Präsidiumssprecher Wolfgang Wenger zur TZ:
"Die NPD-Veranstaltungsleiterin hatte noch an Ort und Stelle Anzeige wegen Beleidigung und Verleumdung erstattet. Deshalb
waren unsere Beamten gezwungen, Herrn Pacholek festzunehmen"
Da stellen sich doch ein paar Fragen!
Warum war es im Gegensatz dazu so schwer, den zuständigen BGS-Einsatzleiter am 12.10.2000 von einer Anzeigenaufnahme wegen
Volksverhetzung (nach §130 Abs. 1 Strafgesetzbuch) zu "überzeugen"?
Da war schon massive Intervention erforderlich! Die "Ordnungskräfte" die vorher noch eine regelrechte Hexenjagd mittels
Platzverweise und Inhaftierungen (Polizeigewahrsam genannt) gegen Zivilcouragierte durchgeführt hatten, wollten schlichtweg
ihrer Aufgabe in Punkto Anzeigenaufnahme gegen NPD-Aktivisten nicht nachkommen!
Und das bei Aussagen wie "Die einzigsten anständigen Toten im KZ-Dachau waren die deutschen SS-Soldaten" und "Die Juden in
den KZ´s starben lediglich an der Ruhr"
Die NPDler die diese Aussagen machten, wurden nicht von Ort und Stelle weg verhaftet!
Diese Fragen über die unterschiedliche Behandlung, dass eine vermutliche Verleumdung härter geahndet wird als eine
unstrittige Volksverhetzung, dürfen nicht unbeantwortet bleiben!
Robert Duscher 





"ÖH Basis für Bildung" verzeichnet massiven Zustrom von Lehrenden, Studierenden und Studienrichtungsvertretungen
Zurück

posted von: "Komitee gegen massive Katastrophen - EthnologInnen im Widerstand", - strv.ethno@gmx.at 

Innenpolitik / Studiengebühren / ÖH
ÖH Basis für Bildung" verzeichnet massiven Zustrom von Lehrenden,
Studierenden und Studienrichtungsvertretungen. 

Die am 7.10. 2000 gegründete Plattform "ÖH-Basis für Bildung" zählt
mittlerweile mehr als 500 StudierendenvertreterInnen und Dutzende
VertreterInnen der Lehrenden und des Nichtwissenschaftlichen Personals.
Als Grund für diesen Zuspruch sieht Olivia Steiner, Vorsitzende der
Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften der Uni Wien den
offensichtlichen Scheinprotest des ÖH-Vorsitzenden Faißt. "Faißt
verweigert offen den Kontakt mit solidarischen Lehrenden, dem
Nichtwissenschaftlichen Personal und den Gewerkschaften." erklärt Olivia
Steiner die Dringlichkeit für die Bildung der Plattform. Dr. Tilmann
Reuther, Vorsitzender des UniversitätslehrerInnenverbandes, dem seit einem
halben Jahr ein Gesprächstermin mit der ÖH verweigert wird, meint, dass es
"offensichtlich in der ÖH-Spitze keinerlei Interesse gibt mit anderen
Betroffenen gemeinsam gegen Studiengebühren aufzutreten." An der
Demonstration gegen Studiengebühren am 11.10.00 nahmen 2.200
EisenbahnerInnen teil, deren Angebot, eine Solidaritätserklärung auf der
Bühne auszusprechen, von Martin Faißt kühl abgelehnt wurde. Die Plattform
hat bereits Kontakt mit den Gewerkschaften aufgenommen, um die Gefahr der
weiteren Isolierung der ÖH abzuwenden. "Sollte Faißt alle solidarischen
Menschen und Institutionen weiterhin brüskieren und sich auf die Rolle des
leise kläffenden Schoßhündchens Gehrers beschränken, wird er als
Vorsitzender der ÖH nicht mehr lange anerkannt werden. Seine Ankündigung,
die Studiengebühren lediglich mit einer Unterschriftensammlung "bekämpfen"
zu wollen, kommt einer peinlichen Kapitulationserklärung gleich!", so
Maria Pohn-Weidinger, Vorsitzende der Fakultätsvertretung Gruwi. 

Ende

Rückfragen: 
Wien: Olivia Steiner 0664/220 36 10
Linz: Thomas Philipp 0676/ 9390192
Salzburg: Andreas Kolm 0699/10855662
Graz: Ines Aftenberger 0664/5929857
Klagenfurt: Dieter Kobald 0664/5927463
Innsbruck: Anton Karl 0664/3805763



 


Redaktionsschluß: Donnerstag, 19. Oktober 2000, 00.30 Uhr, jak
Fehler möge frau/man mir nachsehen!