Samstag 21. Oktober 2000

keil1.gif(893 Byte) Bericht von der Donnerstagsdemo

keil1.gif(893 Byte) Verhaftung bei Donnerstagsdemo

keil1.gif(893 Byte) Kurznachrichten: Speakers Corner BBB

keil1.gif(893 Byte) Aktion vor Peek & Cloppenburg

keil1.gif(893 Byte) Debatte ist wichtig, weil Mund wichtig ist

keil1.gif(893 Byte) Keine grundlegende Änderung des Widerstandsmunds

keil1.gif(893 Byte) bzgl. Antisemitismus

keil1.gif(893 Byte) Antwort auf zwei mails

keil1.gif(893 Byte) Antisemitismusdebatte

keil1.gif(893 Byte) Familie Ibekwe ersucht um Spenden

keil1.gif(893 Byte) Erklärung zum Todesfasten von Mehmet Kilic

keil1.gif(893 Byte) Chat mit 2 israelischen Spitzendiplomaten am 23.10./19.30/www.meome.de

keil1.gif(893 Byte) Eröffnet ÖVP Wien den Ausländerwahlkampf

keil1.gif(893 Byte) s26-solidarity action in UK

keil1.gif(893 Byte) Offener Brief an Verein Wiener Jugendzentren

keil1.gif(893 Byte) Wenn es morgens um 6 an meiner Tür läutet...

keil1.gif(893 Byte) Protests Outside Asia-EU Summit

keil1.gif(893 Byte) Die info zu Mexiko im WWW

keil1.gif(893 Byte) Pflegegeld für ärztliche Brieftasche?

keil1.gif(893 Byte) an die AMS-besetzerinnen

keil1.gif(893 Byte) Danke (zum online-Protest gegen die Posttariferhöhung)

keil1.gif(893 Byte) Einladung zum Workshop

 

 

Diese Ausgabe hat Claudia Volgger, volgger@yline.com zusammengestellt.

 

 

 

 

 

 


 



Was auf der letzten Drahdiwaberl CD
von EMI zensuriert wurde

"Schulterschluss"
(Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar

Saugt euch die MP3



Fotoreportage: HumpDump over Favoriten

Teil II

 

 



 






Bericht von der Donnerstagsdemo
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From: TATblatt@blackbox.net



 
DONNERSTAGSDEMO 19.10.00
 
Bericht aus der TATblatt-"Chronologie des Widerstands gegen die
Rechts-Rechtsextrem-Koalition in Wien"
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm
 
 
!!! UNKORRIGIERTE ERSTFASSUNG !!!
Allfällige Ergänzungen, Korrekturen etc. finden sich in der
"Chronologie" auf unserer Website.
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm
 
 
Donnerstagsdemo 19.10.00
 
Erstes Ziel der Donnerstagsdemo war diesmal selbstverständlich die
besetzte AMS-Zentrale in der Treustraße. Vergeblich versuchte die
Polizei mittels Straßensperren, die Demo vom AMS fern zu halten. Die
DemonstrantInnen kamen einfach von hinten durch den Hof.
Anschließend führte die Demo zurück in die Innenstadt, wo sie um zirka
22.15 Uhr vor dem Parlament endete.
Beim Weggehen wurde ein Demonstrant wegen einer angeblichen Übertretung
der Straßenverkehrsordnung angehalten und kurz darauf festgenommen.
Dazwischen soll er Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet und eine
schwere Körperverletzung begangen haben. AugenzeugInnen konnten nichts
dergleichen beobachten. Als mehrere DemonstrantInnen sich dem
Abtransport des Festgenommenen in den Weg stellten, rempelten sich die
Polizisten recht unsanft den Weg frei.
 
Teilgenommen haben an der Demo nach TATblatt-Zählung (Museumstraße)
zwischen 800 und 850 Leuten, laut Aktionskomitee zirka 3.000.
 
Die AMS-Zentrale wurde nach Verlassen des Ballhausplatzes auf möglichst
direktem Weg angesteuert, da befürchtet wurde, dass eine gewaltsame
Räumung der Besetzerinnen bevorstehe. Eine polizeiliche Sperre der
Ringstraße zwang jedoch zu einem Umweg über die so gen. Zweierlinie. Bei
der Friedensbrücke, kurz vor dem AMS, wurde bekannt, dass Polizeisperren
auf der Treustraße verhindern sollten, dass die Demo bis vor das AMS
gelangt. Die DemonstrantInnen bogen daraufhin erst in die Brigittenauer
Lände, dann in die Zufahrt einer Computerfirma ein, und gelangten so
durch den Hof in die Treustraße, zwischen die Polizeireihen, direkt vor
das besetzte Gebäude. Dort wurden sie von aus den Fenstern winkenden
Besetzerinnen und vor dem Haus stehenden Unterstützerinnen begrüßt.
Danach verließen die Besetzerinnen das Haus, wurden dabei allerdings von
im Auftrag des AMS arbeitenden privaten Securitys attackiert. Die
Nationalratsabgeordneten Petrovic (Grüne) und Silhavy (SPÖ), welche
zuvor zusammen mit dem Abgeordneten Öllinger (Grüne) mit den
Besetzerinnen gesprochen und mit dem Versprechen, deren Anliegen im
Parlament vorzubringen, zur Beendigung der Aktion beigetragen hatten,
wurden sogar für einige Minuten am Verlassen des Hauses gehindert. Die
Besetzerinnen konnten unerkannt in der DemonstrantInnenmenge
untertauchen.
 
Von der Treustraße bewegte sich die Demo wieder zurück in die
Innenstadt. Vor dem Schubgefängnis an der Rossauer Lände wurde kurz
angehalten und gegen staatlichen Rassismus protestiert. Ein Besuch der
neuen FPÖ-Zentrale wurde durch eine Reihe von Gendarmerie-Beamten mit
Helmen, Schilden und Tretgittern am Beginn der Eßlinggasse verhindert.
 
Um zirka 22.15 Uhr endete die Demo vor dem Parlament.
 
Beim Weggehen wurden um zirka 22.45 Uhr mindestens zwei Demonstranten
wegen angeblicher Übertretungen der Straßenverkehrsordnung angehalten.
Einer, der bei Rot eine Fahrbahn überquert haben soll, berichtete, dass
ihm unter anderem Anzeigen wegen Lärmerregung und Erregung öffentlichen
Ärgernisses angekündigt wurden. Zudem soll ihm ein Beamter mitgeteilt
haben, dass er eigentlich umgebracht werden sollte. Ein anderer
Demonstrant, der nach einer angeblichen StVO-Übertretung angehalten
wurde, soll - so der Vorwurf der Polizei - Widerstand geleistet und
dabei einem Beamten Hautabschürfungen und einen verstauchten Finger
zugefügt haben. AugenzeugInnen berichteten hingegen, dass der
Demonstrant gegen ein Tor des Parlaments gestoßen wurde, wo er
anschließend festgehalten und perlustriert wurde. Widerstand und schwere
Körperverletzung konnten sie nicht wahrnehmen. Der Demonstrant wurde in
der Folge festgenommen. Mehrere DemonstrantInnen versuchten vergebens,
sich den abführenden Beamten in den Weg zu stellen und den Gefangenen zu
befreien. Sie wurden zur Seite gestoßen. Einige landeten dabei auf der
Erde.
 
Zirka zehn DemonstrantInnen forderten bis kurz vor Mitternacht vor dem
Kommissariat am Deutschmeisterplatz lautstark die Freilassung des
Gefangenen.
 
Route/Ablauf: Ballhausplatz/Heldenplatz (Losziehen um zirka 19.50) -
Bellariastraße - Museumstraße - Auerspergstraße - Landesgerichtsstraße -
Garnisongasse - Schwarzspanierstraße - Berggasse - Jörg-Mauthe-Platz -
Porzellangasse - Julius-Tandler-Platz - Alserbachstraße - Friedensbrücke
- Brigittenauer Lände - durch den Häuserblock - Treustraße (ca. 20.45
bis 21.05: AMS-Zentrale) - Wallensteinstraße - Friedensbrücke - Rossauer
Lände (21.25 Polizeigefangenenhaus / Schubgefängnis) - Franz-Josefs-Kai
(21.35 Eßlinggasse von Gendarmerie-Beamten gesperrt) - Morzinplatz
(antifaschistisches Denkmal) - Marc-Aurel-Straße - Tuchlauben -
Kohlmarkt - Michaeler Platz - Heldenplatz - Burgring -
Dr.-Karl-Renner-Ring (22.15 Ende vor Parlament) 
 
 
!!! UNKORRIGIERTE ERSTFASSUNG !!!
Allfällige Ergänzungen, Korrekturen etc. finden sich in der
"Chronologie" auf unserer Website.
http://tatblatt.mediaweb.at/132chronologie-aktuell.htm
 
 
 
-- 
http://tatblatt.mediaweb.at oder
http://www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatt
E-Mail: mailto:TATblatt@blackbox.net und mailto:TATblatt@gmx.at (bitte
sicherheitshalber an beide Adressen mailen)



Verhaftung bei Donnerstagsdemo
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From: fewor@gmx.net



Weitergeleitet von fewor@gmx.net
 
PRESSEMITTEILUNG/DONNERSTAGSDEMO/VERHAFTUNG/WIEN
19.10.2000 - 23.00 Uhr
 
 
Bei der heutigen (19.10.00) Donnerstags-Demo gegen die Regierung wurde ein
Aktivist von der Polizei verhaftet und befindet sich derzeit in der
Wachstube Deutschmeisterplatz (31347-0). Der Vorfall trug sich vor dem Parlament
bei der Abschlusskundgebung der Donnerstags-Demo zu. Der Aktivist überquerte
die Ringstraße bei rot und wurde daraufhin von einem Polizeibeamten
perlustriert. ZeugInnen die den Vorfall beobachten wollten wurden von Beamten
zurückgestoßen. 
 
Die Polizei wirft ihm nun Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere
Körperverletzung vor. Wie diese Anklage zustande kommt ist völlig unklar.
 
Die Rechtshilfe protestiert auf das Schärfste gegen dieses Polizeivorgehen
und gegen derartig willkürliche Verhaftungen. Um den Widerstand gegen die
Regierung zu brechen wird Angst und Schrecken verbreitet und durch völlig
willkürliche Verhaftungen versucht, die DemonstrantInnen einzuschüchtern.
 
Schluss mit der Kriminalisierung des Widerstands!
 
Wir ersuchen dringend weitere ZeugInnen des Vorfalles, sich zu melden
(01/5359109).
 
Rechtshilfe Wien, 19.10.00 23.30 Uhr
 



Kurznachrichten: Speakers Corner BBB
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From: akin.mediaweb.at



 
 
  Speaker´s Corner bei der BBB
 
Nach wie vor will die Regierung die "Botschaft besorgter
BürgerInnen" am Ballhausplatz 1a raeumen lassen. Vorgegebener
Grund: Das Militaerspektakel am Nationalfeiertag. Bekanntlich
soll auch heuer wieder am 26.10. am Heldenplatz das Bundesheer
seine Angelobungs- und PR-Show zelebrieren. Bei der Gelegenheit
koennte man in einem Aufwaschu auch gleich die BBB loswerden.
Daher ruft die BBB dazu auf, ab Mittwoch, den 25.10., 17 Uhr, einen
Speaker´s Corner an Ort und Stelle zu errichten, um auch inhaltlich
den Militaristen etwas entgegensetzen zu koennen.
 
 
  AMS-Besetzung
 
Eine Gruppe von Frauen, besetzte gestern, Donnerstag um 10 Uhr
morgens die Bundesgeschaeftsstelle des AMS in der Treustraße in
Wien-Brigittenau. Die Begruendung laut Flugblatt: Das AMS sei
"die Institution, die die Arbeitsmarktpolitik des Wirtschaftsministeriums
gegen Erwerbslose umsetzt und uns mit verstärkten Kontrollen,
Schikanen, Sperren und Zwangsarbeit in Billigstarbeit und
Beschäftigungsprogramme zwingt". Darufhin wollte dem Vernehmen
nach AMS-Chef Buchinger raeumen lassen.
 
Gegen Abend rueckte ein Polizeigroszaufgebot in rund 20 Fahrzeugen
an und justierte sich recht martialisch. Als dann auch noch die
Donnerstagsdemo in die Treustrasze gelangte, wurde die Situation heikel.
Gluecklicherweise ging die Sache dann doch bis auf ein paar Gerangel
mit Security-Angestellten ohne physische Gewaltanwendung zu Ende
und die Besetzerinnen verlieszen mit der Demo den Ort des Geschehens.
(akin)
 
 
 
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1010 wien, wipplingerstrasze 23/20
kontakt: bernhard redl
vox: ++43 (0222) 535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
fax: ++43 (0222) 535-38-56
http://akin.mediaweb.at
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin



Aktion vor Peek & Cloppenburg
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From: monika.schwarz@oegb.or.at




 


 
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
 
Am 24. Oktober 2000 um 18 Uhr findet vor dem Haupteingang von Peek &
Cloppenburg
Wien 7, Mariahilfer Straße 20-30, eine Kundgebung gegen atypische
Beschäftigungsverhältnisse statt. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, gegen
die
irrwitzige Aushöhlung der Gesetzeslage durch die Unternehmer, sowie gegen
eine
Erweiterung und weitere Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten, die von
den
Beschäftigten ausgebadet werden müssen!
 
Dazu bedarf es allerdings interessierten KollegInnen die sich dort einfinden
um
diese Kundgebung zu unterstützen.
 
Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Aktion Handel(n), einer
vernetzten
Gruppe von Personen verschiedenster Erfahrungen, die sie auch zu einem
Informationsabend am 30. Oktober 2000 in der GPA 7, Neubaugasse 25 um 19:30
einlädt.
 
Es gibt auch ein Info-Telephon mit der Nummer: 0699/1/0528851.
 
Ich möchte mich schon im Voraus für zahlreiches Erscheinen bedanken und
verbleibe stellvertretend für die Aktion Handel(n) mit kollegialen Grüßen
 
Roderick Szavai




Debatte ist wichtig, weil Mund wichtig ist
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From: Doron Rabinovici, rabinovici@adis.at


 
Die vielen empörten Reaktionen auf den MUND vom 17. 10. waren wichtig.
Richtig war ebenso die Erklärung der Redaktion, Konsequenzen ziehen zu
wollen. Sich hingegen, wie bendemann, darüber zu mokieren, daß der
Antisemitismus "es endlich geschafft hat, Diskussionspunkt Number One zu
werden", ist nichts als Zynismus. Übrigens; mir ging es nicht um unzulässige
Vergleiche, sondern darum darzustellen, daß nicht einmal Adolf Eichmann ein
Antisemit gewesen sein wollte. Er hätte es ja vorgezogen, die Juden nicht zu
vergasen, sondern bloß zu vertreiben, erklärte er in Jerusalem.
 
Weshalb werden mir von manchen Vergleiche unterstellt, die ich nie machte?
Ich habe nicht den Text von RKL mit der Mail vom 17.10. gleichgesetzt. Ich
habe bloß darauf hingewiesen, daß beide Beiträge vom selben Redakteur
angenommen wurden. Warum er das tat, weiß ich nicht, aber die Koinzidenz
fällt auf. Gewiß nehme ich seine Entschuldigung zur Kenntnis. Doch nun wird
in einzelnen Mails den Kritikern des antisemitischen Beitrags vorgeworfen,
sie betrieben eine Hetze. Wieso denn? Niemand, keine einzige Mail, forderte,
den Tagesredakteur zu "beseitigen", wie in einem Beitrag phantasiert wird.
Gefordert wird ein kritisches Bewußtsein im Umgang mit Antisemitismus.
 
Lieber Alexander, den Text der RKL bloß als einen panarabischen zu lesen,
ist nicht korrekt. Es macht einen Unterschied, wer etwas schreibt. Dies ist
ein Text österreichischer Linker, die sich zum Trotzkismus und
Internationalismus bekennen und sonst gegen jeglichen Pannationalismus
auftreten. Bloß wenn es zum Nahen Osten kommt, erleben wir eine merkwürdige
Mutation. Dann befürworten sie einen "arabischen" Staat. Dann wird das
Existenzrecht Israels weggewischt. Dann wird den Juden und Israelis jener
Volksmythos verweigert, der den Arabern und Palästinensern ohne weiters
zugestanden wird. 
 
Die jüdische Religion behauptet eben, die Juden seien ein Volk. Auch
antizionistische orthodoxe Juden glauben das. Aber verlieren wir uns nicht
in Details. Jede Nation ist ein Mythos, doch Mythen sind durchaus eine
Realität, die Jahrhunderte, ja Jahrtausende zu überdauern vermögen. Es ist
für den Frieden wichtig, das zu verstehen. Wenn ich etwa das
Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser negierte, wäre ich
anti-palästinensisch und ein jüdischer Chauvinist.
 
Niemand, schon gar nicht nach 1945, will gerne ein Antisemit genannt werden.
Die unheilige Dreifaltigkeit von Antisemitismus, Antisemiten und Juden ist
verschwunden. Die Juden sind in Österreich ermordet oder vertrieben worden.
Viele Antisemiten, die einst lautstark ihre Rassenlehren verbreiteten,
verleugnen heute ihre Ressentiments. Geblieben ist ein verwaistes,
antisemitisches Klima: ein platonischer Judenhaß. Antisemitismus ist, wenn
man die Juden noch weniger leiden kann, als es an sich natürlich ist
 
Judeophobie ist nicht auf eine politische Partei oder Ideologie beschränkt,
sondern zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Der Antisemitismus ist
nicht bloß ein Teilbereich der Realität, sondern ein Symptom und Bestandteil
der gesamten Wirklichkeit. Es gilt, antisemitische Realität zu erkennen,
ohne sie als eherne Konstante anzuerkennen.
 
Es gibt Traditionen des Antisemitismus in der Linken. Bloß, ist eine Linke,
die antisemitisch, rassistisch oder sexistisch ist, letztlich noch links?
 
Ich weiß nicht, weshalb der Bericht am Dienstag erschien. Bestenfalls
geschah es aus Übermüdung oder Insensibilität. Falsch wäre es, nun vor den
Ressentiments zu kapitulieren. Falsch auch, zur Tagesordnung überzugehen,
als wäre nichts geschehen. Im Gegenteil; eben weil der MUND so wichtig ist,
hat er sich der Herausforderung zu stellen. Die Erklärungen der Redaktion
lassen hoffen. 




Keine grundlegende Änderung des Widerstandsmunds
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From: Ökologische Linke, OEKOLI_Wien@gmx.net



Wir hatten durch die gleichzeitig mit unserer Kritik am Mittwoch
erschienene Ankündigung einer Redaktionssitzung zum Thema des Antisemitismus im
Widerstandmund noch gezögert, das angekündigte Ende unserer inhaltlichen Beiträge
im MUND und den Rauswurf des Links von unserer Website sofort umzusetzen.
Die Ergebnisse des Treffens genügen uns jedoch nicht, diesen Abbruch der
Beteiligung am MUND weiter auszusetzen.
In der heute veröffentlichten Erklärung im MUND gibt die Redaktion den
alleinigen Grund für das Treffen das am Dienstag erschienenen
christlich-antisemitischen Mail an.
Die antisemitischen Mails der vergangenen Wochen waren somit
offensichtlich kein Thema für die Redaktion, die damit einmal mehr ihre inhaltliche
Ignoranz gegenüber dem Antisemitismus beweist.
Diese Ignoranz stellte die Redaktion bereits unter Beweis als der
Tagesredakteur vom 16.10. der Forderung von J. auch "Antisemitismus" als
Ausschließungsgrund für Texte im MUND neben Rassismus und Sexismus hinzuzufürgen,
anwortete:
 
"Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß wir alles aufzählen, wo
überall diskriminierende, menschenverachtende Haltungen zum Ausdruck kommen.
Das muß immer unvollständig bleiben und wäre schon aus diesem Grund wiederum
diskriminierend." 
 
Wer Antisemitismus nur unter Rassimsus subsumiert, ignoriert, daß
Antisemitismus eben nicht "Rassismus gegen Juden" ist, sondern noch ganz ander
Komponenten hat.
Während einE RassistIn sich die Opfer seines/ihres Rassismus als
untergeordnete Wesen mit einem erhöhten "Triebleben" und wenig Verstand vorstellt,
die er/sie irgendwo in die Nähe von Mischwesen zwischen Mensch und Tier
stellt, stellt sich der/die AntisemitIn Jüdinnen und Juden eher als "überwertig",
als abstrakt denkende Weltbeherrscher vor. Die Komponenete der
"Weltverschörung" liegt dem Antisemitismus damit als zusätzliche Komponente inne, die dem
Rassismus nicht inneliegt. 
Und der Antisemitismus hat hierzulande zur weltweit einmaligen
industriellen Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden durch das
Nationalsozialistische Deutschland geführt, was bei aller Verwerflichkeit von
Sklaverei, Kolonialismus und gegenwärtigen rassistischen Ausgrenzungs- und
Ausbeutungskonzepten eben doch etwas singuläres ist und deshalb eine gesonderte
Analyse des Antisemitismus erfordert.
Die Redaktion des Widerstandsmund hat die Forderung Antisemitismus auch
als Ausschließungsgrund für Texte im MUND aufzunehmen in den Ergebnissen ihres
Treffens nicht einmal erwähnt. Wir können leider auch keinerlei andere
Willensbekundungen erkennen, antisemtitische Mails die in linke,
antiimperialistische Rhetorik gekleidet sind, in Zukunft nicht mehr zu publizieren. Für ein
inhaltliche Mitarbeit der ÖKOLI genügt es da einfach nicht, wenn ein
solches "Mißgeschick" wie am letzten Dienstag nicht mehr vorkommt. Da müßte schon
eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus erfolgen, die in
Zukunft jeden Antisemitismus im MUND genauso ausschließt, wie jeden
Rassismus. 
Da eine solche aus der Redaktionsstellungnahme auch nicht annähernd zu
erkennen ist, werden wir nun so schell wie möglich alle mails an den MUND
einstellen und den LINK zum Mund von unserer Website entfernen.
Der inhaltliche Niedergang eines so wichtigen Mediums wie der
Widerstandsmund tut uns leid, wir sehen uns aber einfach nicht in der Lage und an einem
solchen Medium weiterhin in irgend einer Form zu beteiligen. 
 
-- 
Ökologische Linke (ÖKOLI) 
Postfach 28
A-1153 Wien
e-milio: oekoli_wien@gmx.net
www.oekoli.cjb.net (im Entstehen...)
 
Wenn ihr an unseren spanischen/französischen/englischen Aussendungen 
interessiert seid, um Infos weiterzuverbreiten, meldet euch!
*******************************************************************
don't forget to say hello to echelon:
abhoermethoden, bombe, cia ,datenklau, echelon, freak, grundrecht,
hacking, iridium, joint, kommunismus, lauschangriff, mailbombing,
oecalan, pgp, querulant, rasterfahndung, besetzung, behörde
shell, tristero, urheberrechtsverletzung, wanze, geld, asyl, 
ausländer, zukunft, nigeria, ahim, widerstand
LEAVE BUSINESS AND JOIN DEMONSTRATION
 



bzgl. Antisemitismus
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From: padelmann@hotmail.com



 
Hi Christian,
 
wollte nur noch mal nachfragen, ob denn denkbar ist, dass jemand der sich
einmal die Woche antut den MUND zusammenzustellen, wirklich in Frage kommt,
ABSICHTLICH antisemitische mails hineinzustellen.
 
Wenn du das ausschließen kannst (nach bestem Gewissen) dann kotzt mich
nämlich das zurückgelehnte Motzen von den zahlreichen LeserInnen, die
deshalb sich nicht entblöden das ganze Projekt in Frage zu stellen, ziemlich
an.
 
Sollte das tatsächlich absichtlich passiert sein, wird er halt nix mehr
zusammenstellen, und gerade das würde erst recht zeigen, dass das Projekt
funktioniert, weil es von (Selbst)Kontrolle und kritischem Blick der
LeserInnen lebt, statt von blindem Konsum.
 
Solange aber inhaltlich jedeR SchreiberIn selbstverantwortlich ist, und auch
die Leserschar ja nicht gerade fruchtbaren Boden für Antisemitismus
darstellt, kann ich die Hysterie nicht nachvollziehen.
 
Alles Liebe
Peter
 



Antwort auf zwei mails
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From: bendemann@gmx.net



 
nein, antonia, ich finde es nicht problematisch, dass man sich über
antisemitismus empört. diese verkürzung meiner mail verbitte ich mir.
für problematisch hielt und halte ich die kanalisierung der empörung in
richtung MUND-redaktion und die dortige entschuldigungspolitik. alle können
sich schadlos halten und was übrigbleibt ist wieder einmal der antisemitismus
als unausweichliches prinzip.
 
zu alex + sandra: mit "linksliberal" meinte ich eben genau NICHT den mund.
es gibt zwischen standard, le monde, frankfurter rundschau usw. eine neue
tendenz einer anti-israel-haltung. auf diese hinzuweisen scheint mir wichtig.
dass antisemitinnen bestenfalls "pseudo-linke", wie ihr es nennt, sein
können, gibt ein geradezu verführerisch-romantisches bild eines ("wirklichen")
linken menschen wieder, mit dem ihr bei der gusenbauer-spö herzlich
willkommen seid.
 
du hast recht, antonia, der kritisierte beitrag hatte nichts mit
pro/contra-palästinenserinnen zu tun.
 
b.
 



Antisemitismusdebatte
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From: Peter S., workout_fox@lo-res.org




liebe leute 


erstmal möchte ich der MUND Redaktion dank 

für ihre nunmehr monatelange arbeit aussprechen. 


was ihr macht ist für die arbeit im widerstand absolut 


notwendig und unschätzbar wichtig. 


ich würde mich absolut nicht darauf versteifen, für 


den vorfall schuldige zu suchen, da der beitrag 

nicht vom redakteur selbst kam. der beitrag kam von außen, 


und man sieht, daß die verfasser desselben ihr ziel offenbar 


erreicht haben, und sogar noch eine zerrüttung bei ihren 


"feinden" herbeigeführt haben. 


liebe widerständler: vergesst den beitrag einfach, und wendet 


euch dem essentiellen dingen zu. nämlich widerstand zu leisten. 


und das funktioniert nur wenn wir eine einheitliche front bieten. 


dazu gehört auch, daß man fehler anderer genauso wie die 

angenehmen dinge mitträgt. der redakteur hat sich entschuldigt, 


und in anbetracht des umfangs an information, die der MUND 

bietet, durchaus einzusehen. 

sicherlich könnte man nun einwerfen, daß der artikel vorher 

gelesen werden hätte sollen, aber mir zeigt es eher, daß der 


MUND ein absolut unzensuriertes medium ist, und somit sein 


ziel erreicht hat. 


ich freue mich schon auf alle weiteren ausgaben des MUND, und 


hoffe, daß diese diskussion bald ein ende hat. 

denkt daran: NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!!! 


freundschaft! 


peter scharmüller 

 



Familie Ibekwe ersucht um Spenden
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From: Gerald Urbas, asyl-in-not@t0.or.at



Asyl in Not
Währingerstraße 59
1090 Wien
 
Die Familie Ibekwe ersucht um Spenden
Spendenaufruf für die Überführung des Leichnams
von Richard Ibekwe nach Nigeria
 
Wien, 20. Oktober 2000
 
Richard Ibekwe ist Anfang Mai dieses Jahres im Gefängnis gestorben. Angeblich an Drogen, die er - Tage nach seiner Verhaftung - verschluckte. Zeugen 
berichten, daß er bei der Verhaftung brutal geschlagen wurde. Er war ein Dealer, sagt die Polizei. 
Auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Aber er ist tot, er kann sich nicht mehr verteidigen, sein Fall wird nie aufzuklären sein.
Feststeht: Er ist einer von vielen, die in jüngster Zeit im Gewahrsam der Polizei zu Schaden gekommen sind. 
Feststeht auch: hunderte Schwarze wurden während der Operation Spring und deren Nachfolgeaktionen auf bloßen Verdacht, ohne anderen Beweis außer den 
Vernaderungen anonymer Zeugen, eingesperrt. Viele von ihnen sitzen noch heute im Gefängnis - vergessen von der öffentlichen Meinung, ohne Chance auf ein faires 
Verfahren, hoffnungslos.
Man verstehe uns nicht falsch: Auch wir bekämpfen den Drogenhandel. Aber wir haben kein Vertrauen zu dieser Regierung und ihrem Apparat. 
Richards Angehörige haben sich an uns gewendet. Sie wollen seine Leiche nach Nigeria überführen. Aber wer soll das bezahlen? Die Kosten betragen insgesamt 
rund 80.000.- Schilling Schilling.
Wir verhandelten zunächst mit dem Innenministerium. Anfangs sah es ganz gut aus. Dann hieß es: Auch das Außen- und Justizministerium müßten einverstanden 
sein. Die legten sich quer.
Richards Angehörige und wir haben nun bis zum 6. November Zeit, Geld für die Überführung des Leichnams nach Nigeria zu sammeln. Darum wenden wir uns mit 
diesem Aufruf an Sie. 
 
 
Für Asyl in Not:
Michael Genner (Geschäftsführer)
 
 
Spendenkonto:
Die Bunten
Bankverbindung CA, BLZ: 11.000
Kontonummer: 05 210 781 000
Verwendungszweck: Richard



Erklärung zum Todesfasten von Mehmet Kilic
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From: fluep@gmx.de



 

  kein mensch ist illegal - UnterstützerInnen des Wanderkirchenasyls
  Wuppertal, Brunnenstr. 41, 42105 Wuppertal [Tel.: 0174/1450950]
 
--- Weitergeleitete Nachricht / Forwarded Message ---
Date: Thu, 19 Oct 2000 20:43:39 +0200
Subject: Erklärung zum Todesfasten von Mehmet Kilic
 
  Ich heiße Mehmet Kilic!
  
  Die Unterdrückung und Folter, die gegen uns Kurden in der Türkei
  ausgeübt wurde, hat uns zur Flucht gezwungen. Die Republik Türkei hat,
  und sie tut dies noch immer, ekelerregende Spiele auf unserem Rücken
  gespielt. Um Leben zu können, war auch ich gewzungen, mein Dorf zu
  verlassen und nach Istanbul zu gehen. Aber hier wurden wir Kurden auch
  gefoltert. Dagegen haben wir politische Aktionen begonnen. Wegen dieser
  Aktionen wurde ich des öfteren zur Wache gebracht und dort von der
  Polizei gefoltert. Ich diese Leiden nicht länger aushalten können und
  sah mich schließlich gezwungen nach Deutschland zu fliehen. Ich bin in
  ein Land gekommen, von dem es hieß, die Menschenrechte würden dort
  geachtet werden. Hier habe ich um Asyl ersucht. Leider habe ich hier
  nicht die Beachtung der Menschenrechte erleben können. An vielen
  Aktionen habe ich mich beteiligt, an Demonstartionen teilgenommen; auch
  dies hat nicht gereicht. Schließlich mußte ich Zuflucht in der Kirche
  suchen. Im Kirchenasyl habe ich als Gruppensprecher an vielen Aktionen
  teilgenommen. 
  Über diese Aktionen wurde in Radio- und Fernsehsendungen sowie in der
  Presse berichtet. Wir haben Protestaktionen gegen die türkischen
  Konsulate durchgeführt, hierbei wurden wir fotografiert. In der
  türkischen Presse erschienen Artikel über mich mit Namen und Foto. In
  diesen Artikeln war zu lesen, dass ich ins Kirchenasyl gegangen sei und
  dort politisch gegen die Türkei aktiv gewesen sei. Aus diesen Gründen
  ist für mich eine Rückkehr in die Türkei äußerst gefährlich. Deshalb
  habe ich ein unbefristetetes Todesfasten begonnen. Wenn ich schon
  sterben muß, dann lieber hier als unter der Folter in der Türkei.
  Meines Erachtens trägt auch die für mich zuständige Ausländerbehörde
  Schuld an meiner jetzigen Situation.
  
  Büren, den 18.10.2000
  
  Mehmet Kilic
  (Unterschrift)
  
  [Übersetzung 19.10.00 k.m.i.i. Wuppertal]
  ___________________________________________________________________
  Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:
  kein mensch ist illegal - UnterstützerInnen des Wanderkirchenasyls
  Wuppertal, Brunnenstr. 41, 42105 Wuppertal [Tel.: 0174/1450950]
  
 
-- 
Fluechtlingsplenum Aachen
c/o Rotes Buero Aachen
Charlottenstr. 6, 52070 Aachen
Tel 0241/5152476 Fax 0241/5152478
 



Chat mit 2 israelischen Spitzendiplomaten am 23.10./19.30/www.meome.de
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From: balticnewswatch@chello.at


 
Krieg oder Frieden im Nahen Osten?


Chat zur aktuellen Lage in Israel unter www.meome.de/judentum


Berlin, 20. Oktober 2000

Das Wiederaufflammen des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern in den letzten Wochen hat weltweit die Befürchtung aufkommen lassen, dass jegliche 
Bemühungen um einen Frieden im Nahen Osten im Krieg enden könnten. Bilder von Gewalt und Zerstörung beherrschten die Medien und auch der Gipfel in 
Scharm el-Scheich brachte keine dauerhafte Entspannung.

Doch wie steht es um die Zukunft der Region? Wie wird sich die Haltung des Staates Israel gegenüber den Palästinensern gestalten? Kurz: wie geht es weiter im 
Nahen Osten? Das ist das Thema des Chats, der am kommenden Montag, den 23. Oktober 2000, um 19.30 Uhr auf dem meOme.de-Portal Judentum 
(www.meome.de/judentum) stattfinden wird. meOme.de-Experte Samuel Laster hat prominente Gäste dazu eingeladen: Ilan Ben Dov (Geschäftsträger des Staates 
Israel in Wien) und Yuval Fuchs (Botschaftsrat an der Berliner Repräsentanz) werden mit der Online-Community von meOme.de chatten.

Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!


meOme.de bietet das größte Expertennetz Europas im Internet. Wer bisher Links, aktuelle News oder Artikel zu bestimmten Themen sucht, ertrinkt meist in einer 
Flut von unstrukturierten Suchergebnissen und Angeboten, ohne die wirklich relevanten Informationen zu erhalten. Anders bei meOme.de: Über 400 Experten 
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Eröffnet ÖVP Wien den Ausländerwahlkampf
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From: hikmet.kayahan@chello.at



VP-Prochaska: "Schaumgebremste Dringliche Anfrage der Wiener Grünen im
morgigen Landtag
 
Utl.: Chorherr mutiert zum ,grünen Veitschi am roten Tanker
 
Wien (ÖVP-Klub) Als "Akt des vorauseilenden Gehorsams" und als
"Schaumgebremste Schein-Dringliche" bezeichnete heute VP-Klubchef LAbg.
Johannes PROCHASKA die Dringliche Anfrage der Wiener Grünen, die morgen im
Landtag behandelt werden soll. "Chorherr hat in seinen Forderungen scheinbar
der Mut verlassen", mutmaßt PROCHASKA und ortet "durchsichtige Anbiederung
der Grünen an den Wunsch-Koalitionspartner SPÖ.***
 
"Bevor man das Wahlrecht auf Ausländer ausweitet und das Wahlalter auf 16
Jahre senkt, sollte man dafür sorgen, daß alle Wienerinnen und Wiener, die
jetzt schon das Wahlrecht haben, es auch ausüben können", meinte der
Klubobmann und gab der Einführung der Briefwahl weit höhere Priorität.
Zehntausende Wiener, die sich am Wahltag nicht in Wien aufhalten, seien
davon betroffen. Die Einführung der Briefwahl würde die Wahlbeteiligung
deutlich erhöhen. PROCHASKA schlug vor, daß bei jeder Wiener Wahl auch in
allen Bezirkshauptmannschaften Österreichs die Abgabe der Stimme möglich
sein sollte. Auch die Einführung eines zweiten Wahltages, wie etwa in
Niederösterreich, sei überlegenswert. Daß die Grünen mit der Forderung einer
Wahlaltersenkung an die Öffentlichkeit gehen überraschte den VP-Klubchef
nicht: "Das ist schlicht ein weiteres Zeichen des grünen Anbiederungskurses
an die SPÖ. Wenn Chorherr so weitermacht wird er wirklich als ,grüner
Veitschi am roten Tanker enden."
 
"Bei der Forderung nach Einführung von Untersuchungsausschüssen hat Chorherr
offensichtlich wirklich der Mut verlassen", meinte PROCHASKA. "Während
Chorherr jetzt die U-Ausschüsse für den Landtag fordert, wird die Wiener
Koalition noch in dieser Legislaturperiode die U-Ausschüsse nicht nur für
den Landtag, sondern auch für den viel relevanteren Gemeinderat einführen",
kündigte PROCHASKA an. Der grüne Klubchef müsse sich also keinerlei Sorgen
um "alte ÖVP-Forderungen" machen. "Chorherr ist hier mehrere Schritte hinten
nach. Was er nun fordert, ist schon lange beschlossene Sache."
 
Ebenso werden, so der VP-Klubchef, die neuen Untersuchungsausschüsse stark
ausgeprägte Minderheitenrechte enthalten, die "einer Kleinpartei wie den
Wiener Grünen langfristig sicher zugute kommen werden." PROCHASKA ortete in
Chorherrs Aussagen und Forderungen weitere Elemente des grünen Kuschelkurses
in Richtung SPÖ. "Mittlerweile ist die grüne Anbiederung wirklich schon
eklatant und peinlich", meinte PROCHASKA und empfahl den Wiener Grünen
wieder mehr Eigenständigkeit. Ansonsten sei nämlich zu befürchten, daß die
Grün-Alternativen zur Sektion der Wiener SPÖ verkümmern und vom
Wunsch-Koalitionspartner geschluckt würden.
 
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
Fax: (01) 4000 / 99 819 15
E-mail: presse@oevp.wien.at
http://www.oevp-wien.at
 
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
 
OTS230 2000-10-19/12:46




s26-solidarity action in UK
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From: fewor-netbase, fewor@no-racism.net



Activists occupy the Czech Embassy in London to protest the continued detention of people arrested following action against the IMF/World Bank in Prague. 
 
HUMAN RIGHTS ABUSES IN CZECH REPUBLIC
Prisoners still held in Czech jail after IMF/World Bank protests 
 
On Monday 16 October 2000 at 12.15, 4 people entered the Czech Embassy in London and successfully occupied offices on the first floor demanding to speak to 
the Ambassador to protest human rights abuses in the Czech Republic and the continued detention of Czech and international persons following action in Prague 
against the IMF and the World Bank at the end of September. The four were arrested for trespassing on diplomatic territory (apparently invading a foreign 
country!) and have been bailed to return. Supporters outside hung a banner and handed out leaflets detailing the situation in the Czech Republic. The following 
statement was issued yesterday: 
Prisoners arrested in Prague during protests against the IMF and World Bank have been subjected to severe police brutality. Most of the 859 prisoners arrested 
and detained on September 26-29 have been released. 
However, there is still confusion surrounding the numbers of Czech people and reports of disappearances. There are also a number of international activists who 
continue to be held and are facing charges. 
Police brutality is nothing new. Despite the European Convention on Human Rights being incorporated into Czech law, in reality this is meaningless. Abuse of basic 
human rights is sanctioned by all States. Security forces are routinely used to protect the interests of corrupt institutions such as the IMF and the World Bank 
against challenges to their authority by political activists in so-called democracies as well as in recognised repressive regimes. Protesters are labeled criminals and 
terrorists to justify intense state repression and to prevent mass participation in the struggle for life and freedom. 
 
Today's occupation of the Czech Embassy recognises the prisoners being held in the Czech Republic following the
protests on S26 as political prisoners and makes the following demands:
1) All prisoners held as a result of action against the IMF/World Bank should be released without charge and confiscated belongings should be returned.
2) Until then, all prisoners deserve support and protection from police brutality and torture and should have access to
their basic rights.
3) There should be full disclosure of information on those arrested and held.
4) The Czech authorities must publicly acknowledge and apologise for the brutality and campaign of misinformation directed against protesters in Prague.
 
We ask people around the world to continue to apply pressure on their own and the Czech government to facilitate the release of these political prisoners. 

Burn the Bank!
From: "prague solidarity"  prague.solidarity@angelfire.com
 
Today, Wednesday 18th October 2000, a group of around 60-70 people took part
in a solidarity action with those remaining in jail following last months
actions against the International Monetary Fund (IMF) and World Bank in
Prague.
 
Around 30 people occupied the seminar rooms of the Career Development Unit
at Sussex University to prevent a World Bank "Young Professionals"
recruitment day from taking place. Occupiers barricaded themselves into the
rooms, daubing the walls with statements of prisoner solidarity, anti-World
Bank, anti-capitalist and anti-state graffiti. Similar graffiti had been
daubed across the university campus the previous night. The occupation
continued until hearing that the seminar, and the interviews expected to
follow, had been cancelled. The group then moved downstairs to blockade the
room where the World Bank representative was being held "for his own
safety".
Leaflets reading "Capitalism? No thanks. We Will Burn Your Fucking Banks!"
and copies of the spoof newspaper "Financial Crimes" were handed out to
those hoping to attend the seminar. Simultaneously, an anti-World Bank
banner was hung from a nearby window, exits were barricaded, fire alarms set
off and passers-by were leafleted.
 
When the World Bank representative was finally escorted from the building he
was harangued by a large group of people and had his taxi blockaded for
around 20 minutes. One woman managed to open the door of the taxi and place
a pie in the fat cat's face as a final goodbye. No arrests were made. Those
occupying the Career Development Unit issued the following demands and
statement of solidarity, During the recent actions against the IMF and World
Bank in Prague 859 people were arrested. Most have now been released.
 
However, several "internationals" and an unknown number of Czechs remain in
prison. Many others await prosecution. Most of the prisoners were tortured.
We are currently occupying the building at Sussex University where a World
Bank recruitment seminar was to be held. We do so in solidarity with all
those still subject to police brutality and prosecution. Our demands are:
1)The immediate release of all remaining prisoners.
2)The halting of prosecutions against those who took part in the
demonstrations.
3)The immediate return of all property confiscated from arrestees.
4)World-wide proletarian revolution with unlicensed pleasure as it's only
goal!!1 Many of those who took part in today's actions pledge that until our
demands are met actions will continue!
 



Offener Brief an Verein Wiener Jugendzentren
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From: Tschuschen Power, tschuschenpower@hotmail.com



Offener Brief der Initiavgruppe "TschuschenPower" an den
Verein Wiener Jugendzentren
z.Hd. OrganisatorInnen der Fachtagung
"Inter.Jugend.Kult. - Anforderungen an die Jugendarbeit in der 
interkulturellen Gesellschaft"
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Zunächst einmal recht herzlichen Dank für die Organisation und Durchführung 
der Fachtagung "Inter.Jugend.Kult" - eine sehr gelungenes und wichtiges 
Programm für das Zusammenleben in einer offenen, multikulturellen 
Gesellschaft. Wir erwarten mit Spannung die Ergebnisse, die hoffentlich 
wichtige Impulse für die Wiener Jugendarbeit bringen werden.
 
Aus der Sicht der in Wien lebenden ethnischen Communities müssen wir 
allerding einen Punkt kritisch anmerken:
 
Gerade bei diesem Thema haben sie es verabsäumt, betroffene, also Abgehörige 
der ethnischen Communities, in das Programm zu integrieren. Leider sind wir 
nur auf Herrn Dr. Hüseyin Isik als Angehöriger einer ethnischen Communitie 
gestossen, der kompetent zu diesem Thema referieren kann. (Frau Hania 
Federovic nehmen wir aus, weil ihre Schwerpunkte in anderen Bereichen 
liegen.)
 
Es könnte leicht der Eindruck entstehen, dass es in Wien und Österreich 
keine KollegInnen mit nicht-österreichischem kulturellem backround gibt, die 
qulifiziert und kompetent ihre Erfahrungen und/oder Arbeitsergebnisse der 
Öffentlichkeit präsentieren können.
 
Besonders das Fehlen von Angehörigen der ethnischen Communities auf dem 
Podium bei der Abschlussveanstaltung (Fr. Federovic nehmen wir wieder aus), 
irritiert uns sehr, da die Betroffenen wieder einmal nicht "sichtbar" sind 
und nicht zu Wort kommen. Gerade bei dem Thema "multikulturelle 
Gesellschaft" darf die Frage nach der "Partizipation" nicht ausgeklammert 
werden. Wir müssen feststellen, dass Angehörige von ethnischen Communities - 
zumindest im öffentlich sichtbaren Programmbereich - nicht Partizipieren; 
Hr. Dr. Isik bleibt leider nur eine Ausnahmeerscheinung.
 
Wir würden uns für die Zukunft eine stärkere Partizipation von ExpertInnen 
aus ethnischen Communities wünschen, die die Vielfalt in der Wiener 
Jugendarbeit und in usnerer multikulturellen Gesellschaft "sichtbar" macht.
 
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wir begrüssen und 
unterstützen Ihre Initiative und hoffen auch auf Fortsetzung des Diskurses. 
Allerding es es ein wenig so, als ob sie eine Fachtagung zu Frauenthemen 
machen und ausschliesslich nur Männer zu Wort kommen lassen...
 
Mit freundlichen Grüssen,
Initiativgruppe "TschuschenPower"
 
***********************************
"TuschenPower" vernetzt Menschen, die den Diskurs über sich nicht mehr von 
anderen führen lassen wollen, sondern ihn selbstbewußt mitgestalten und sich 
somit politisch und gesellschaftlich - jenseits folkloristischer Darstellung 
- sichtbar machen. Aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten kommend 
stoßen TschuschInnen in Bereiche vor, die bisher von der 
Mehrheitsgesellschaft dominiert waren.




Wenn es morgens um 6 an meiner Tür läutet...
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From: nier fischer@netway.at



 
----- Original Message -----
From: Federico Nier-Fischer  nier_fischer@netway.at 
To: Federico NIER-FISCHER  nier_fischer@netway.at 
Sent: Wednesday, September 20, 2000 10:30 AM
Subject: Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tuer laeutet, können es nur die
'St...s-anwälte' vom Dichand sein..!
 
unglaublich!!!!! hat mich so beeindruckt, dass ich es weiterleite...
 
irgendwie wirkten heute gesehen k&k-absolutisten direkt zivilisiert im
vergleich zu so manchen neureichen monopolisten der 'marktwirtschaft'! fnf
 
 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Marianne Kreutzer (by way of Ökologische Linke
 
 
 Subject: "Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tuer laeutet und ich
  kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiss ich, dass ich
  in einer Demokratie lebe." (Sir Winston Churchill)
  http://www.dieklone.at/ http://www.dieklone.at/
19. Oktober 2000
 
 __________________________________________________________________________
 
 Hr. Dichand!
 
 Obwohl wir anderer Meinung sind, verstehen viele, dass Sie uns wegen der
 Verwendung der Domain DieKrone.at verklagt haben. Natürlich haben wir, in
 Beachtung einer gerichtlichen Verfügung, die Domain gewechselt und uns
 allen Forderungen des Gerichts gefügt. Es ist vielleicht für viele auch
 noch zu verstehen, dass es Ihnen ein Anliegen war uns mit insgesamt acht
 Klagen einzudecken, um Ihrem Standpunkt Nachdruck zu verleihen. Mit solchen
 Massenklagen muss man wohl rechnen und leben, wenn man selbst kräftig
 austeilt. Vielleicht ist es für manche auch noch einsehbar, dass Sie eine
 Hausdurchsuchung in unserer Firma durch die Wirtschaftspolizei veranlassen,
 um Dinge zu beschlagnahmen, die Vertreter ihres Unternehmens schon längst
 haben. Wobei es diskutabel ist, ob eine Tageszeitung mit gutem Gewissen
 Hausdurchsuchungen in anderen Redaktionen durchführen lassen sollte.
 
 Was aber für uns völlig unverständlich ist, warum es unbedingt nötig war
 unsere privaten Wohnungen frühmorgens durchsuchen zu lassen und dabei für
 Verstörung und Entsetzen bei unseren Kindern und Familien zu sorgen.
 Natürlich ist die Polizei ohne irgendwelche beschlagnahmungswürdigen
 Unterlagen oder andere Dinge aus unseren Wohnungen abgezogen. Wir haben
 nie etwas versteckt und wir werden nie etwas verstecken. Wir haben es
 einfach nicht nötig.
 
 Wenn es aber Ihr Ziel war, über Gerichte, Polizei und Rechtsanwälte unsere
 Familien zu verunsichern und damit Ihre scheinbare Macht zu demonstrieren,
 dann können wir bestätigen, dass Sie dies erreicht haben. Die Verstörung
 und der Schrecken saß bei unseren Kleinen und deren Müttern tief.
 
 Insgesamt war der heutige Tag für uns, unsere Angehörigen und viele unserer
 Bekannten und Freunde eine Lehrstunde an gelebter Geschichte. Hautnah
 durften wir erleben, welche Konsequenzen jene zu erwarten haben, die es
 wagen die "Mächtigen" im Land zu verärgern. Es wurde deutlich was es heißt,
 wenn jemand das Märchen von Meinungsfreiheit in diesem Land wirklich lebt.
 Auch das ist eine wichtige Lektion für unsere Kinder.
 
 Wir hoffen, dass Sie und Ihre Vertreter aus der Verletzung unseres
 Familien- und Privatleben die Genugtuung gewinnen, die Sie sich vielleicht
 gewünscht haben. Weil sonst wäre diese Aktion wirklich umsonst gewesen.
 DieKlone.at wird es wohl weiter geben.
 
 Nikolaus Formanek und Stephan Helmreich
 ------------------------------------------------------------
 Patrick Ch. Awart awart@gmx.at ICQ:72803266 0676/7768005
 ------------------------------------------------------------
 One of the 73% who did not vote for him.
 ------------------------------------------------------------
 
 
Polizei durchsucht dieklone.at-Redaktion
Kiste mit T-Shirts beschlagnahmt
 
Wien (pte, 18. Oktober 00/16:47) - Die Wirtschaftspolizeit hat heute,
Mittwoch, auf Betreiben der Kronen Zeitung die Redaktion der
Satirewebzeitschrift "dieklone.at" http://www.dieklone.at durchsucht. "In
welchem Land leben wir?", fragt sich Herausgeber Nikolaus Formanek, dessen
Wohnung sowie die von Co-Geschäftsführer Stephan Helmreich ebenfalls
durchsucht wurde. "Meine zweieinhalbjährige Tochter wurde zu Tode
erschreckt und ist total verstört." Nun sei der Spaß zu Ende, denn es könne
nicht sein, dass man die Familie unter Druck setze. Beschlagnahmt wurde
eine Kiste mit T-Shirts sowie einige Prospekte.
 
Laut Formanek hatten die Polizisten sogar das Recht, die Computer zu
beschlagnahmen, es aber dabei belassen haben, die Daten vor Ort abzurufen.
"Auf diesen befinden sich auch Daten von sieben anderen Services, die mit
dieklone.at gar nichts zu tun haben", so Formanek im Gespräch mit
pressetext.austria. Er stellt die Verhältnismäßigkeit der Aktion in Frage,
vor allem, nachdem man sich vergangene Woche mit Vertretern der Kronen
Zeitung zusammengesetzt habe, um einen außergerichtlichen Vergleich zu
erwirken. Krone-Anwalt Ernst Swoboda war für eine Stellungnahme nicht
erreichbar.
(Ende)
 
----------
Context XXI
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erfolgt keine automatische Verlängerung - Sie werden lediglich zur
Fortsetzung im Normalabo eingeladen!
 
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Protests Outside Asia-EU Summit
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From: fewor-netbase, fewor@no-racism.net




Protests Outside Asia-EU Summit
By JAE-SUK YOO
 
SEOUL, South Korea, Oct 20 (AP) - Riot police battled stone-throwing protesters who wielded wooden sticks and shouted anti-globalization slogans amid 
demonstrations Friday during a gathering of Asian and European leaders. 
 
Some 400 protesters fought running street battles with about 1,000 police armed with yard-long batons who were blocking their march. 
At least three protesters were seen taken to hospital with injuries to the head and face. One protester was taken away in a police car. 
The protesters were among 3,000 labor, environmental and human rights activists who rallied at a major intersection to oppose the biennial summit of the 
Asia-Europe Meeting, or ASEM, which brought together 25 leaders of Asian and European Union leaders to discuss closer cooperation between their regions. 
Activists expected the Seoul meeting to strengthen economic globalization, which they claim would restrict workers' rights and widen the gap between the rich and 
poor nations. 
Anti-globalization protests disrupted the World Trade Organization meeting in Seattle last year. Violent demonstrations also marred last month's International 
Monetary Fund and World Bank meetings in Prague, the Czech Republic. 
Organizers said they planned a larger demonstration later Friday expected to draw 20,000 people. 
Earlier in the day, police stopped a dozen activists from marching to the convention center where the summit was held. 
``Is this a country which has received a Nobel prize?'' the protesters shouted as they were aggressively pushed away by riot police, armed with helmets, shields and 
meter-long batons. 
South Korean President Kim Dae-jung, who received the Nobel Peace Prize last week for his policy of reaching out to North Korea, is the host of the third 
biennial summit seeking ways of strengthening political and economic cooperation. 
When stopped by police yards from the convention center, the labor, religious, environmental and human rights activists unfurled two large placards which read: 
``No to Neoliberal Globalization'' and ``No to Structural Adjustment Program.'' ``Neoliberal'' refers to the free market economic policies adopted by many of the 
countries in the region. 
``ASEM pursues neoliberal globalization, which is destroying the livelihood of workers, ecology and human rights,'' the protesters said in a statement. 
Authorities deployed 30,000 riot and plainclothes police in Seoul to safeguard the summit. Anti-terrorism police squads were seen patrolling around the convention 
center and hotels where the summit leaders were staying. 
Police also expected South Korean followers of the Falun Gong spiritual movement, which has been the target of a heavy crackdown by the Chinese government, 
to stage a protest during the summit due to the presence of Chinese Prime Minister Zhu Rongji. 

 



Die info zu Mexiko im WWW
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From: soli mexiko, mexiko-plattform@gmx.at



Die Info zu Mexiko im WWW: Die Mexiko-Pattform ist ab jetzt
auch im Internet
 
Hallo Freunde von Mexiko und der Mexiko-Plattform Österreich
 
Seit heute sind wir Partner von Oneworld Österreich! Ihr findet uns
auf http://www.oneworld.at unter "Partnerorganisationen", dort steht
bereits Mexiko-Plattform.
 
Der Link führt derzeit noch zu unserem Provider, ich werde aber
Anfang nächster Woche veranlassen, dass wir die gewünschte Adresse
www.oneworld.at/mexiko-plattform bekommen. Teile dies dann noch in
einem eigenen Mail mit.
 
Viel Spass beim Schmöckern der Homepage und ich hoffe, ihr findet dort
die Informationen, die ihr sucht.
Anregungen jederzeit willkommen, an 
 
mexiko-plattform@gmx.at
 
Christian, für die Mexiko-Plattform
 



Pflegegeld für ärztliche Brieftasche?
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From: Ute.Pichler@spoe.at



 
Neulich im Parlament
Pflegegeld für die Pflege ärztlicher Brieftaschen?
 
Heute, Freitag, war Sozialausschuss. Dort ist´s bei der
Regierung nie fad. Diesmal war das Pflegegeld dran. 
 
Prolog: Der österreichische Ärztekammerpräsident Pjeta
weiss, was er seinen Ärzten schuldet. Damit diese nicht am Hungertuch nagen
müssen, lässt er sich schon was einfallen. In seiner oberösterreichischen
Postille -.ja auch dort kann er schalten und walten wie´s ihm gefällt, weil
er praktischerweise auch in den Donaulanden Ärztepräse ist - fordert er
einen "Pflegevertrag" zwischen der Pflegeperson, dem zu Pflegenden und dem
behandelnden Arzt unter "koordinierender Stellung des Hausarztes". So, so.
Naja. Man muss ja von was leben, nicht wahr...Und, wenn´s der Gesundheit
dient, wer soll was dagegen haben? 
In seinem die Brieftaschen der ehrenwerten Dottores
fördernden Überschwang kam Pjeta allerdings auf eine originelle Idee: Er
will doch glatt die Begleichung der hausärztlichen Leistungen von
Pflegefällen vom Pflegegeld abzwacken, um "die ohnehin knappen Kassenmittel"
zu schonen. 
 
Genau das war heute Gegenstand der parlamentarischen
Diskussion. Und jetzt kommt die kongeniale Partnerin Pjetas, nämlich die
zuständige Ministerin Sickl ins Spiel. Während die Gesundheitssprecher von
FPÖ und ÖVP diesen Pjeta´schen Vorschlag zurückwiesen, hat sich
Dizzy-Lizzy-Sickl heute ihrer bekanntlich äußerst kompetenten
Entscheidungsfreudigkeit mittels "Expertenrunde" entledigt. Ob dieser auch
der liebe Pjeta angehören wird? Ich halte euch am laufenden.
 
Liebe Grüsse,
Ute




an die AMS-besetzerinnen
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From: rote zora, feminist revolution@hotmail.com



dies ist eine nachricht an die besetzerinnen der bundesgeschäftsstelle des 
AMS:
 
liebe frauen/lesben!
 
eure besetzung ist eine wichtige aktion, die mutigste seit langem im 
widerstand gegen diese regierung! sowohl inhaltlich in euren forderungen als 
auch in der form der konfrontation.
radikale aktionen sind unerläßlich im politischen kampf und dabei ist 
solidarität mit den akteurinnen gefordert. ich hoffe, ihr findet die 
unterstützung aus der gemischten bewegung vor und es passiert diesmal 
ausnahmsweise nicht der übliche sexistische angriff.
ich freue mich über so viel mut und kraft und nehme mir ein beispiel. 
vielleicht andere auch noch. frauen, wehren wir uns gegen ein patriarchales 
menschenverachtendes system und die regierungen, die es realisieren. mit 
vielen radikalen und noch radikaleren aktionen!
 
in solidarität und kraft und wut!
feministische grüße
 
*zora*
 



Danke (zum online-Protest gegen die Posttariferhöhung)
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From: iogv.maillist@plus-direkt.at



 
 
----------
  Von: "iogv.maillist.plus-direkt.at"  iogv.maillist@plus-direkt.at 
  Datum: Thu, 19 Oct 2000 10:49:26 +0200
  Betreff: Danke!
  
  Liebe Online Protest-Gemeinde,
  
  vor einigen Wochen habt Ihr mit eurem sehr engagierten Online-Protest
  gegen die Postzeitungstarif-Erhoehung dazu beigetragen, dass extrem hohe
  Kostenbelastungen fuer die gemeinnuetzigen Organisationen in Oesterreich
  abgewendet werden konnten. Denn nicht zuletzt dank eurer massiven
  Proteste kann jetzt die IOeGV nach insgesamt vier Sitzungen der
  Preiskommission, mehreren Verhandlungen mit der Post und intensiven
  Lobbying-Bemuehungen einen sensationellen Erfolg vorweisen: Die Erhoehung
  (von 70 auf 90 Groschen) kommt erst mit 1.1.2001 und erfolgt damit nur
  einmalig.
  
  DESHALB NOCHEINMAL VIELEN DANK FUER EURE GROSSARTIGE UNTERSTUETZUNG!
  
  Ausfuehrlichere Informationen dazu (auch rund um die IOeGV) gibt es auf
  unserer neuen Homepage unter:
  
  http://www.iogv.at
  
  Wenn ihr weiterhin IOeGV-News erhalten wollt, tragt euch im Bereich
  "News" in die Mail-Liste ein (selbstverstaendlich kostenlos und mit
  keinerlei Verpflichtungen verbunden).
  
  Danke
  
  IOeGV
  Interessensvertretung
  Oesterreichischer
  Gemeinnütziger
  Vereine
  
  Webmaster
  Markus Fuernweger
 



Einladung zum Workshop
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From: Die Grünen Kärnten, kaernten@diegruenen.carinthia.at



Einladung zum Workshop:

Der Ausverkauf der Umwelt 26. Oktober, Klagenfurt 

Eine Veranstaltung im Rahmen
des Widerstandskongresses in Klagenfurt 

Seit acht Monaten ist die neue Bundesregierung im Amt. In der Zwischenzeit ist es auch im Umweltbereich zu einschneidenden Änderungen 
gekommen. Im Workshop wollen wir mit Eva Glawischnig, der Umweltsprecherin der Grünen im Parlament, darüber diskutieren, welche 
Möglichkeiten es gibt, Verschlechterungen im Umweltbereich abzuwenden und gemeinsam Gegenstrategien entwickeln. Der Bogen reicht von der 
Klimapolitik über den Bundesforsteverkauf bis zum Streit um Temelin.

Der Verkauf von 30.000 ha an Bundesforstewäldern wird zur größten Naturschutzfrage der 2. Republik: Denn die Verkaufstransaktionen lassen 
sich nur durch ausgedehnte Kahlschläge finanzieren. Der Verkauf der Seen bedroht entgegen allen Versprechungen sehr wohl die letzten 
unverbauten Seeufer und schränkt den freien Zugang zu den Seen ein.


Bezüglich der Inbetriebnahme von Temelin gibt es trotz Inbetriebnahme des ersten Reaktorblockes einen Hoffnungsschimmer: Im November wird eine 
Masseneinwendungskampagne im UVP-Verfahren durchgeführt, bei der aus Österreich zahlreiche Einwendungen erwartet werden. Der Erfolg wird mitentscheiden, ob es auch zu 
einer Inbetriebnahme des zweiten Reaktorblocks kommt. Darüber hinaus geht es auch darum, die österreichische Atompolitik neu zu definieren und auf EU-Ebene wirksamere 
Wege für einen gesamteuropäischen Ausstieg aus der Atomkraft zu finden.

Themen: 


      Analyse der Umweltpolitik der blau-schwarzen Bundesregierung 


      Temelin und die doppelte Moral der Bundesregierung 


      Bundesforstedeal: Der drohende Kahlschlag! 


      Ausverkauf von Seen und Trinkwasserressourcen 


Donnerstag, 26. Oktober 2000, 13.00-17.00
Klagenfurter Messe, Messehalle 5


Moderation: Michael Johann
Impulsreferat: NRAbg. Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen 


Anmeldungen bitte an: michael.johann@gruene.at

 



 


Redaktionsschluß: Freitag, 20. Oktober 2000, 22h
Fehler möge frau/man mir nachsehen!