Mittwoch 25. Oktober 2000

keil1.gif(893 Byte) Frauenministerin Herbert Haupt

keil1.gif(893 Byte) Exmatrikulator unterwegs

keil1.gif(893 Byte) 28.10. demo in klagenfurt

keil1.gif(893 Byte) sind die drogendealer jetzt schon im ministerrat??

keil1.gif(893 Byte) Die ukrainische und die österreichische Mafia

keil1.gif(893 Byte) AUSTRIAN WEB RESISTANCE AWARDS 2000

keil1.gif(893 Byte) vt-pd: Soundpolitisierung/Widerstandstage/"letzte" Samstagsdemo

keil1.gif(893 Byte) Friedenspolitisches zu Palästina, ein Beitrag von Gusch Schalom

keil1.gif(893 Byte) Antisemitismus-Debatte

keil1.gif(893 Byte) Linker und christlicher Antisemitismus im Widerstandsmund

keil1.gif(893 Byte) Antisemitismus-Debatte

keil1.gif(893 Byte) GOOD NEWS FROM PRAGUE LEGAL SUPPORT

keil1.gif(893 Byte) Kriegsplan Colombia

keil1.gif(893 Byte) Kolumbien: Der Alptraum hat begonnen

keil1.gif(893 Byte) criminalising and manipulating the image of the anti-globalisation movement

keil1.gif(893 Byte) Mut Vitz - Kampagne: letzer termin 29.10.00

keil1.gif(893 Byte) Urgent Action Solola (Guatemala), Background Info

keil1.gif(893 Byte) F-Schlägertrupps und Haider´s Demokratieverständnis

keil1.gif(893 Byte) Justiz/Spitzelaffäre/KPÖ

keil1.gif(893 Byte) A World Banker's Account of Prague - Total success for the protestors

keil1.gif(893 Byte) einwand einer leserin / bitte um feedback

 

Diese Ausgabe hat Heinz Nessizius zusammengestellt.

 

 

 

 

 

 


Wie der MUND entsteht ....


 


Die Mexiko-Plattform ist ab sofort ständig 
im Internet zu erreichen:
http://www.oneworld.at/mexiko-plattform

Auch die Mund-Homepage hat nun einen ständigen Bereich für Beiträge der Mexiko-Plattform eingerichtet: Heute findet Ihr hier die Pressezusammenfassung für den 12. Oktober



 



Was auf der letzten Drahdiwaberl CD
von EMI zensuriert wurde

"Schulterschluss"
(Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar

Saugt euch die MP3



Fotoreportage: HumpDump over Favoriten

Teil II












Frauenministerin Herbert Haupt
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From:    Pichler Ute  Ute.Pichler@spoe.at 


Frauenministerin Herbert Haupt war natürlich auch heute das
Thema der frauenpolitischen Interessen. 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Aufteilung
der familiären Versorgungsarbeit war schon gleich die erste Haupt-Hürde.
Gestern Abend erfuhren wir vom designierten Herrn Frauenministerin - er
wurde ja erst heute angelobt -, dass er eigenhändig seine kleine Wohnung in
Wien zusammenräume. Damit, so hoffte er, habe er das gefährliche
Hausarbeits-Riff trotz stürmischer See umschifft. 

Ehefrau Renate fiel ihm allerdings, gewiss unbeabsichtigt,
in den Rücken. Sie erklärte via Kurier zum Thema "halbe-halbe", dass ihr
Herbert ein ausgezeichneter Koch war. Allerdings mache er so viel Mist, da
müsse sie so viel abwaschen... 

Was die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen
betrifft, so stellt sich Haupt vor, man könne das beheben, indem man Frauen
dazu motiviert, in Männerberufen einzusteigen. Allerdings belegen die
aktuellen Zahlen der Einkommensstudie von Frauen und Männern in
unselbständiger Beschäftigung, dass quer durch die Branchen und Berufe
Frauen gleich zu Beginn ihrer Laufbahn um 1/4 weniger verdienen als Männer.
Eine Änderung ist hier nur durch bessere Rahmenbedingungen (Kindergärten,
Widereinstiegsmaßnahmen, Förderung der Väterkarenz, und eben: halbe/halbe)
sowie dem Ausbau der betrieblichen Frauenförderung durch
Gleichbehandlungsgesetze zu erreichen. 

Das kümmert Haupt wenig: Auch der neue Herr Frauenministerin
hält krampfhaft an der Regierungslinie fest, wonach gefälligst die Frauen
bei sich selbst ansetzen sollen, wollen sie bessere Chancen im Beruf. 

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----------------------------------------------------------------------------

                Die Beschneidung und Verstümmelung von Frauen wird
schätzungsweise jährlich weltweit an 2 Millionen Mädchen vollzogen. Diese
zutiefst frauenfeindliche Misshandlung, an der die Frauen ihr Leben lang zu
leiden haben, wird in Ländern wie Ägypten, Sudan, Burkina Faso, Senegal,
Sierra Leone, Kenya, Somalia, Nigeria und Ghana durchgeführt - unabhängig
von der Religionszugehörigkeit. 
                Barbara Prammer hat noch als Frauenministerin eine Studie
über diese Praktiken bei österreichischen MigrantInnen der obden angeführten
Länder durchgeführt, die Ende letzter Woche vorgestellt wurde. Das Ergebnis
ist, dass an die 90% der Eltern, die ihre Töchter der Verstümmelung
unterziehen, diese in ihrer Heimat durchführen. Aber einige ÄrztInnen in
Österreich finden sich offenbar doch, die dazu bereit sind, diesen
menschenverachtenden Eingriff durchzuführen. Das ist um so entsetzlicher,
als gerade ÄrztInnen aufgrund ihres medizinischen Wissens, die Möglichkeit -
und wohl auch die Verpflichtung - haben, Eltern über die Folgen dieses
Eingriffes aufzuklären. Die Hauptargumente der BefürworterInnen sind
nämlich: "Tradition", "gut für die Moral", und vor allem "gesund für die
Frau". 
                Wesentlich für eine Verhaltensänderung ist, dass
MigrantInnen nicht nur über die Illegalität der Verstümmelung und die
Hintergründe informiert werden, sondern dass sie erleben, dass ihre Töchter
auch ohne diese Operation ein gutes Leben führen können. 
                Einen ausführlichen Bericht könnt ihr bei den
"ceiberweibern" nachlesen: 
                www.ceiberweiber.at/wahl/20okt.htm
 http://www.ceiberweiber.at/wahl/20okt.htm   
        

-------------------
                Termin: 
                Die "Plattform offenes Kärnten" organisiert am 26. und 27.
Oktober die "Kärntner Widerstandstage" in Klagenfurt. An diesem Kongress
wird auch SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Melitta Trunk mitwirken. 

                Am 28., am Samstag wird eine Demonstration stattfinden. Die
"Botschaft besorgter BürgerInnen" stellt dazu Busse von Wien aus bereit, die
am Samstag Früh (9.00 Uhr) nach Klagenfurt fahren werden. 
                Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage: 
                www.offeneskaernten.cjb.net
 http://www.offeneskaernten.cjb.net   

                Liebe Grüsse, 
                Ute Pichler 
                ute.pichler@spoe.at  mailto:ute.pichler@spoe.at   





Exmatrikulator unterwegs
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From:    BsB  bsb@magnet.at 


Heute, den 24.Oktober, fand rund um die Wiener Hauptuni ein Aktionstag gegen
die Einführung von Studiengebühren statt.

Trotzdem wurde mit Unterstützung des Rektorats und der Aktionsgemeinschaft
(AG), dem studentischen Sprachrohr der VP/FP-Regierung, eine
Podiumsdiskussion im Hörsaal 42 der Uni Wien angekündigt an der die
Wissenschaftssprecher der Regierungsparteien zu Wort kommen sollten.
Argumentiert wurde dies von den Diskussionsleitern, allesamt Mitglieder der
Universitätsbürokratie, damit, daß die blau-schwarzen Politiker sich nach
dem Regierungswechsel gegen Studiengebühren ausgesprochen haben sollen und,
so die Logik der Bürokraten, wieder zur Zurücknahme der antisozialen
Maßnahme überzeugt werden könnten.

Als nach einigen einführenden Worten der Diskussionsleiter die
VP-Wissenschaftssprecherin begann in unglaublich zynischer Art und Weise die
antisoziale Maßnahme den Studenten und Studentinnen als notwendigen Schritt
einer umfassenden Unireform zu verkaufen, löste dies im Publikum lautstarken
Protest aus. Kurz darauf stürmte eine Agit-Prop-Gruppe, mit dem Namen
"Exmatrikulationskommando" das Podium und sorgte damit für das Ende der
Veranstaltung.

Aufgebrachte Studentinnen und Studenten warfen mehrere Wasserbeutel in
Richtung FP-Wissenschaftssprecher Graf, was der Rest der Anwesenden mit
lautstarken Beifall und Sprechchören gegen die Einführung der
Studiengebühren quittierten. Während die Podiumsteilnehmer die Flucht
ergriffen, versuchte der ÖH-Vorsitzende Faißt die Menge zu beruhigen, was
einmal mehr beweist, daß er und seine Aktionsgemeinschaft nichts anderes als
Marionetten der Sozialabbauregierung sind.

Eine Sprecherin der Bewegung für soziale Befreiung (BSB), die an der Aktion
selbst teilnahm, erklärte, daß es auch zukünftig nicht zugelassen werde, daß
Vertreter dieser antisozialen Regierung auf der Uni öffentlich das Wort
ergreifen dürfen. Auch ist weiterhin mit massiven Widerstand der BSB gegen
diesen Angriff auf Studierende zu rechnen.

Keine Studiengebühren!
Bildung für alle!

***********************************
Bewegung für Soziale Befreiung (BsB)
Meiselstrasse 46/4, A-1150 Wien
Tel/Fax +43 1  924 31 61
Mobil +43 6991 924 31 61
bsb@magnet.at
www.vorstadtzentrum.net





28.10. demo in klagenfurt
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From:    soli mexiko  mexiko-plattform@gmx.at 


Am 28.10.00 findet die Grosskundgebung und Demonstration als Höhepunkt der
Widerstandstage in Kärnten statt.

Titel: Auch Kärnten läßt sich das Demonstrieren von Haider nicht verbieten!
Untertitel: Widerstandskongreß endet mit einer Demonstration am 28.10. in Klagenfurt

"...seit ich regiere traut sich wirklich kein Linker ernsthaft zu
demonstrieren..." Jörg Haider´s Wunsch platzt auch in Kärnten. Imzuge der
internationalen Widerstandstage in Kärnten findet als Höhepunkt eine
Demonstration am 28.10. in Klagenfurt statt. Dazu die OrganisatorInnen der
Plattform Offenes Kärnten: "Kennen Sie die Geschichte der gebratenen Frösche?
Gibt man heißes Wasser in einem Teich, springen die Frösche raus und retten
sich. Erwärmt man das Wasser schön langsam immer wärmer und wärmer, verenden die
Frösche, da sie es nicht merken... das ist die erstickende Politik der FPÖ." Wir
leisten Widerstand in einem Land, das Haider groß gemacht hat, wo ein Mölzer die
Kulturpolitik bestimmt.

Die Kulturkarawane gegen rechts (Kulturna karavana proti
desnemu ekstremizmu) von 6.bis 28.10. und das Kulturprogramm des Internationalen
Widerstandskongresses (26.-28.10.) werden getragen von 160 KünstlerInnen, die
Dissidenz gegen alle rechtsextremen, rassistischen und kulturfeindlichen
Tendenzen in Österreich leisten.

Dazu ein Erlebnisbericht von den
Vorbereitungen: Der Magistrat Klagenfurt hat uns trotz der von der zuständigen
Abteilung bereits am 26. September angenommenen Reservierung für das
Gemeindezentrum (als Veranstaltungsort für den Kongreß) nach rund DREI WOCHEN
andauernder Urgenzen unsererseits nun vor zwei Tagen die schriftliche Absage
erteilt.

Die Begründung: "... weil schon seit längerer Zeit auch eine
Veranstaltung mit Pensionisten zum Staatsfeiertag geplant war, die nun
tatsächlich zum angegeben Zeitpunkt .. stattfinden wird."

Merke: Die
Stadtverwaltung hat für diese Antwort 3 Wochen benötigt. Wir glauben nicht, dass
es an der Unfähigkeit der Beamten liegt, sondern an der von Bürgermeister
Scheucher in der Kronen Zeitung offen geäußerten Aversion gegen die
Widerstandstage. Ähnliche Erfahrungen gibt es mit der Arbeiterkammer.

Die Plattform Offenes Kärnten hat für diesen Fall rechtzeitig vorgesorgt. In der
Messehalle 5 findet nun der Kongreß statt. Zum Programm:

DONNERSTAG / 11.00: Eröffnung der Widerstandstage durch
Gösta Maier.
"Der Zustand Kärntens". / Danach: Workshops / 19.00:
Podiumsdiskussion "Der Zustand Österreichs". 

FREITAG / 10.00 bis 17.00: Vortragsreihe "Rechtsruck in Österreich.
Rechtsruck in Europa?" / 19.00: Podiumsdiskussion "EU - kippt
die Mitte nach rechts?" / 22.00: Filmnacht des Widerstandes. 

SAMSTAG / 14.00: Kundgebung, Demo und Widerstandsfest am Neuen Platz
(Aufwärmen ab 11.00). 

Dazu eine Bitte an die RedakteurInnen: Wir bitten Sie unser Spendenkonto
zu veröffentlichen, da wir ausschließlich auf Spenden angewiesen sind
und noch 300.000,--öS brauchen! Konto: 74.472.011 bei PSP; BLZ: 60.000;
Plattform Offenes Kärnten

-- 
Tina Leisch
Tel.0664-1119096








sind die drogendealer jetzt schon im ministerrat??
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From:    Matthias Köchl  m1koechl@edu.uni-klu.ac.at 


Schärferes Gesetz gegen Drogendealer im Ministerrat
        
Übersicht

Justizminister Dieter Böhmdorfer hat heute ein schärferes Gesetz gegen
den Drogenhandel in den Ministerrat eingebracht. Drogendealer und vor allem die
Köpfe von Banden sollen bald lebenslängliche Haftstrafen bekommen können. Bisher
war der Strafrahmen zehn bis 20 Jahre Haft.

Böhmdorfer will so den Drogenhandel in den Griff bekommen. Auch für
Drogenwerbung im Internet würden erstmals Strafen festgelegt.

Jugendpsychiater und Drogenexperten kritisieren, dass mit dem Gesetz
Drogenabhängige noch mehr kriminalisiert würden. Böhmdorfer weist das zurück.





Die ukrainische und die österreichische Mafia
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From:    Alexander Muth  aug_und_ohr@hotmail.com 



                                                                             
      "Kein Interesse, gegen die Mafia zu kämpfen"
                                                                          
Kleine Zeitung, 23.10.00
Deutscher Mafia-Experte Jürgen Roth spricht nach
Bestechungsversuch durch Polizisten von "Skandal".

Solche oder ähnliche Kontakte haben Leute, die in diesem
Bereich arbeiten, berufsbedingt", sagte Herwig Haidinger,
der Leiter der Gruppe D im Innenministerium (Interpol und
Kriminalpolizei). "Aber es gibt Spielregeln und Vorschriften
und an die hat er sich nicht gehalten." In der Vorwoche
wurde ein 47-jähriger dienstführender Beamter der EDOK
(Einsatzgruppe zur  Bekämpfung der Organisierten
Kriminalität) vom Dienst suspendiert. Sein "Einsatzgebiet"
war die Ukraine. Seine Kenntnisse des Russischen sind
nahezu perfekt, seine Kontakte zu den "roten Bossen" aber
offenbar zu gut. Dem deutschen Journalisten und Autor
Jürgen Roth (55) (Verfasser von "Die roten Bosse",
"Schmutzige Hände", "Die Russen-Mafia" und vieler
anderer Titel) unterbreitete er, wie berichtet, das Angebot
eines Mafiapaten. Der wolle 600.000 Mark (4,2 Millionen
Schilling) zahlen, wenn Roth sein Buch, an dem er gerade
schreibe, nicht herausbringe. Roth ging zum Schein auf
das Angebot ein, der Beamte flog auf. Gestern verlautete
aus dem Innenministerium, die Ermittlungen gegen den
EDOK-Mann seien noch nicht abgeschlossen. Der
Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Erik
Buxbaum, sagte: "Die Palette der Verdachtsmomente
reicht von Kontakten zu kriminellen Vereinigungen bis hin
zu selbsternannter Wichtigkeit. Der Mann hat in dieser
Einheit nichts mehr verloren, bis das Gegenteil bewiesen
ist."

Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung bezeichnete Jürgen
Roth das Verhalten des EDOK-Beamten als "dumm und
naiv. Denn jetzt haben die Leute in der Organisierten
Kriminalität auf der ganzen Linie gewonnen: Sie haben
einen Ermittler ausgeschaltet. Der Beamte soll jetzt ruhig
sagen, wer hinter dem Angebot steckt. Es zu
verheimlichen, nützt ihm ja nicht". Roth hat freilich eine
"Ahnung, aber keinen Beweis: "Ich denke, es handelt sich
um einen betuchten Oligarchen aus der Ukraine. Vor
kurzem erst ist ein Journalist aus Kiew verschwunden -
das heißt, er ist tot -, der ebenfalls über ihn recherchiert
hat. Würde ich in der Ukraine leben, wäre ich auch schon
längst tot." Mit der Gefahr lebt Roth, der viele Mafia-Bücher
geschrieben hat, bereits lange. "Ich schütze mich natürlich
und werde zum Teil auch geschützt, aber ich verstecke
Versuch unternommen wird, einen Journalisten zu kaufen,
"ist ein Skandal". Sein nächstes Buch erscheint im Jänner.
Raub, Mord, Betrug, Devisenspekulationen, Drogen,
Waffen- und Menschenhandel - lauter Domänen des
organisierten Verbrechens. Und für Roth die Bedrohung
von Staaten und Demokratien schlechthin. In Österreichs
jüngster Geschichte gibt es zwei markante Fälle: Der Mord
am Georgier David Sanikidse am 11. Juli 1996 in der
Wiener Annagasse. Und der Mord am Steirer Siegfried
Goluch, Geschäftsführer des Wiener Innenstadtjuweliers
"Haban", am 9. Mai 1998 - diese Spur führte allerdings
nicht in den Osten, sondern nach Italien, Prozessbeginn:
heute in Bologna.

Michael Sika, bis Ende 1999 der Generaldirektor für die
Öffentliche Sicherheit und in Österreich jahrelang der Motor
im Kampf gegen die OK, bezeichnete Österreich nach dem
"Haban-Mord" als den "Ruheraum der Ostmafia". Doch
auch er forderte schon mehr Planstellen für die Exekutive.
Das Gegenteil freilich trat ein.

Da setzt auch die Kritik von Jürgen Roth an, "die so gut wie
alle westlichen Regierungen betrifft. Derzeit ist kein
wirkliches Interesse zu erkennen, die mafiosen Strukturen
zu bekämpfen. Die Polizei hat vielleicht ein großes
Interesse, aber ihnen mangelt es sowohl an der
personellen als auch an der technischen Ausrüstung. Die
Politiker müssten begreifen, dass die OK eine ernsthafte
Gefahr für die Demokratie ist".

Ohne die Mittel entstünde bei den Ermittlern rasch Frustration. "Und dann 
passiert so etwas wie bei der
EDOK: Ein hoher Beamter wechselt die Seite." Für Roth
auch ein Zeichen dafür, dass es hier an
Professionalismus, an der Ausbildung mangle.

Der deutsche Journalist mit guten Kontakten in den Osten
sagt, er würde ja gerne mit der EDOK in Österreich
kooperieren. Doch umgekehrt ist es offenbar nicht so -
Roth steht in der Abteilung auf einer "schwarzen Liste",
was bedeutet, Kontakt sei verboten. "Das ist ziemlich
lächerlich", findet der Mafia-Experte: "Ich kann mir schon
vorstellen, warum: In einem meiner letzten Bücher habe ich
ein Dokument der EDOK verwendet. Vermutlich ist man
deswegen sauer auf mich."






AUSTRIAN WEB RESISTANCE AWARDS 2000
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From: Martin Wassermair  wassermair@t0.or.at 



MITTEILUNG

Public Netbase t0 Media~Space!
Institut für Neue Kulturtechnologien


++++++++++

AUSTRIAN WEB RESISTANCE AWARDS 2000

50.000,- für die besten Widerstandsaktivitäten im Netz -
Public Netbase t0 ruft zur Einreichung von Projekten auf.

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PREISE FÜR DEN WIDERSTAND IM NETZ

Folgende Kategorien sind vorgesehen:

1. Preis: 40.000,-
2. Preis: 10.000,-
3. Preis: ein Survival-Kitt für schwere Zeiten


EINREICHUNG DER PROJEKTE

Projekte sind bis spätestens Montag, 6. November 2000, unter der e-Anschrift
mailto:awards2000@government-austria.at einzureichen.

Die Einreichung muss eine Projektbeschreibung (ca. 1-2 DIN A 4-Seiten)
enthalten, die über die URL, Zielsetzungen und bisherigen Umsetzungsformen
Auskunft gibt.


JURY

Die TeilnehmerInnen der Jury:

- Gabriele Gerbasits (IG Kultur Österreich)
- Gerald Matt (Kunsthalle Wien)
- Eva Rossmann (Publizistin)
- Georg Schöllhammer (springerin)
- Franz Schuh (Schriftsteller, Jean Améry-Preisträger)

Die Jury tagt am Dienstag, 14. November 2000, und wird auf Grundlage der
Einreichungsunterlagen und unter Anschauung der Webprojekte auf Großleinwand
ihre Entscheidung treffen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Projekte von MitarbeiterInnen von Public Netbase t0 sind an den Austrian Web
Resistance Awards 2000 nicht teilnahmeberechtigt.


HINTERGRÜNDE

In den vergangenen Wochen ist Public Netbase t0 in arge politische
Bedrängnis geraten, die das renommierte und international viel beachtete
Netzkunst-Projekt in seiner gesamten Existenz gefährdet.

Die Kündigung im Museumsquartier, vor allem aber der repressive Umgang der
neuen Bundesregierung mit der kritischen Institution, die durch ihre
Tätigkeit sowohl als Non-Profit-Provider als auch durch ihre künstlerische
Produktion einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsvielfalt leistet, haben
Public Netbase t0 aber auch erfreuliche Solidarität beschert.

Die amerikanische Künstlergruppe IAA (Institute for applied Autonomy) hat
ihren Prix Ars Electronica 2000 in der Höhe von öS 50.000,- an Public
Netbase t0 weitergereicht, um auf diese Weise ihre Anerkennung für die
regierungskritische Arbeit der Kulturinstitution zum Ausdruck zu bringen.
Weitere Unterstützung findet sich unter http://free.netbase.org/.

Für Public Netbase t0 bedeutet dies eine große Wertschätzung in einer
Situation, in der die Bundesregierung von ÖVP und FPÖ mit
Subventionskürzungen und der Beauftragung von Wirtschaftsprüfungen die
kritische Kunst- und Kulturszene einzuschüchtern versucht.

Public Netbase t0 möchte daher diesen Preis in der Höhe von öS 50.000,-
nicht für sich selbst beanspruchen, sondern als Prämie wiederum jenen
Webprojekten zur Verfügung stellen, die von der Jury für ihre couragierte
Veröffentlichung von kritischen, künstlerischen und kulturellen Inhalten
ausgewählt werden.



Wir hoffen also auf rege Beteiligung.


Mit besten Grüßen


Martin Wassermair


++++++++++


Public Netbase t0 Media~Space!
Institut für Neue Kulturtechnologien
Museumsplatz 1, Museumsquartier
A-1070 Wien

Tel. +43 (1) 522 18 34
Fax. +43 (1) 522 50 58
http://www.t0.or.at/

We are the government!
http://government-austria.at/

konsortium.Netz.kultur
http://www.konsortium.at/





vt-pd: Soundpolitisierung/Widerstandstage/"letzte" Samstagsdemo
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From:    Volkstanz-Pressedienst  volkstanz@t0.or.at 


Samstagsdemo in Klagenfurt
Utl: Soundpoltisierung im Rahmen der internationalen Widerstandstage in 
Klagenfurt/ celovec.

ab 14:00 Neuer Platz Klagenfurt
dj-line up: soundforce posse

Volkstanz.net wird die traditionelle Samstagsdemo diese Woche in Klagenfurt 
abhalten. Wie bereits am 7.10., als volkstanz den Auftakt der 
Kulturkaravane gegen Rechts mit einer Street-Parade ausgerichtet hat, 
werden wir unsere Soundsystems beim Lindwurm aufbauen.
Scheinbar dürfte Landeshauptmann Haider nicht so recht wissen was in 
"seinem" Land vor sich geht, wenn er behauptet, es getraue sich dort 
niemand mehr zu demonstrieren. Und scheinbar dürfte sich die demokratische 
Kultur auch bundesweit bereits seinem Niveau angepaßt haben, wenn ob dieses 
Sagers nicht die Empörung der Öffentlichkeit über ihn hereinbricht. 
Volkstanz sieht die Inanspruchnahme des Demonstrationsrecht weiterhin als 
Pflicht an.
Kärnten kann als Versuchsreaktor des blau-schwarzen Regimes betrachtet 
werden: Ein starker, autoritärer Staat, der sich entgegen den 
Gepflogenheiten der 70er aus allen sozialen Angelegenheiten zurückzieht und 
an diese Stelle lediglich die nationalistische Mobilisierung setzen möchte.
Volkstanz ruft auf, an der Demonstration im Rahmen der internationalen 
Widerstandstage am 28.10. teilzunehmen. Damit wir diesen Versuchsballon 
noch rechtzeitig zum Platzen bringen.

Diese Veranstaltung soll die letzte regelmäßige "Samstagsdemo" von 
volkstanz.net für diese Wintersaison bleiben. Bereits ab 10.11. nimmt 
volkstanz seine Arbeit wieder auf. Der Widerstand der Clubszene wird an 
deren ureigensten Orten manifest werden: volkstanz.net goes clubland! Die 
Straße wird aber auch in den nächsten Monaten sicher nicht ohne 
Soundpolitisierung auskommen müssen!
Laufende Informationen dazu unter www.volkstanz.net.
---www.volkstanz.net
---Rückfragen an volkstanz@t0.or.at mit "PD" am Beginn der Betreffzeile







Friedenspolitisches zu Palästina, ein Beitrag von Gusch Schalom
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From:    Alexander Muth  Alexander.Muth@blackbox.net 

Unterdrücker und Unterdrückte

von Adam Keller



Mitglied der israelischen Friedensorganisation Gusch Schalom (Block des Friedens)

manifesto, 15. 10. 2000

Vor drei Tagen war in Ramallah eine Lynchanktion, wo eine große Menge
Palästinenser gegen Israelis vorging, was zwei Todesopfer zur Folge hatte. Das
war ganz eindeutig ein Akt Lynchjustiz. Jeder, der im Süden der Vereinigten
Saaten lebt, hätte ihn eindeutig als solchen identifiziert. Vor sechs Tagen
gab´s ein Pogrom in Nazareth, bei der eine große Menge Israelis gegen Araber
vorging, was zwei Todesopfer zur Folge hatte. Das war ganz eindeutig ein Pogrom.
Jeder, der im zaristischen Rußland gelebt hätte, hätte es eindeutig als solches
identifiziert. Folgerichtig besteht jetzt zwischen Israelis und Palästinensern
ein ungeheurer Haß und der Wille, den jeweils anderen zu vernichten. Ein Haß,
der sich bereits lange Zeit angesammelt hat, trotz all der Jahre dieses
offiziellen Friedensprozesses, der eindeutig das Ziel, ein glaubhaftes Klima
gegenseitigen Vertrauens zu schaffen, verfehlt hat. Das ist ein Haß, der jetzt
explodiert und sich aus sich selbst heraus immer wieder von neuem nährt.

Soweit reichen die Analogien und Symmetrien, bis hierher und nicht weiter. Denn
Israel und Palästina stellen zweifellos ungleich gewichtete Kräfte dar. Die eine
Seite ist schwach, die andere ungeheuer stark. Die eine ist der Unterdrücker,
die andere der Unterdrückte. Auf der einen Seite ein Land, das über das stärkste
Heer des Nahen Ostens verfügt, inklusive Panzer, Kampfhubschrauber und ein
reichhaltiges Arsenal an Atomwaffen, auf der anderen Seite ein Volk, dessen
Waffen bisher aus Steinen bestanden und das erst vor kurzem mit einigen leichten
Waffen ausgestattet worden ist. Auf der einen Seite ein Land, das 52 Jahre lang
souverän war, ein reiches Land und integraler Bestandteil des industrialisierten
Westens, auf der anderen Seite ein Dritte-Welt-Volk, das aus seinem eigenen
Gebiet verjagt wurde und das mit einer Hartnäckigkeit sondergleichen und
unvorstellbaren Opfern dafür kämpft, in Freiheit und wenigstens auf einem
kleinen Teilchen dessen, was ursprünglich sein Land war, leben zu können.

Hier haben wir eine Besetzung, eine grausame Besetzung, die seit 7 Jahren, seit
jenem historischen Handschlag auf dem Rasen des Weißen Hauses, der ihr
eigentlich ein Ende setzen sollte, unangefochten weiterbesteht. Eine Besetzung,
die sich auf alle, die von ihr betroffen sind, unmenschlich und brutalisierend
auswirkt. Eine Besetzung, die in der Beschlagnahme von Grundbesitz, in der
Zerstörung von Häusern, im Anwachsen der Siedlerkolonien und in der
erniedrigenden Durchsuchungen an den Kontrollstellen ihren Ausdruck findet. Eine
Besetzung, die sich in diesen Tagen im Einsatz von Kampfhubschraubern äußert,
von denen Städte bombardiert werden, die keine Möglichkeit haben sich zu wehren,
und Panzern, mit denen die hilflose Zivilbevölkerung brutal eingekesselt wird.

Schuld am ständig neu entstehenden Haß und an den Auseinandersetzungen ist diese
Besetzung. Die Opfer - die Israelis und die weitaus zahlreicheren Palästinenser
- sind alle Opfer der Besetzung. Es gibt keine Garantie dafür, daß der Haß
automatisch mit dem Ende der Besetzung verschwinden wird, aber wir können sicher
sein, daß ihre Fortsetzung ihn nur noch verstärken wird.

Übersetzung AuO

Dieser Beitrag hätte am Sonntag, den 22. Oktober bei Radio Orange gesendet
werden sollen. Das wurde durch Zensur verhindert.





Antisemitismus-Debatte
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From:    David Babelfisch  linguist@technologist.com 


"In democracies, soldiers - characterized by a Teutonic mindset - are not
usually reincarnated as political leaders. This is another area in which Israel
does not conform to the dominant West European model. Perhaps this explains the
ease with which the state opens fire on and kills its own citizens, and the near
total consensus of its citizens with regard to the righteousness of such
actions. [...]

Israel, variously characterized as "the only democracy in the Middle East," an
ethnic democracy and a garrison democracy - among other laudatory titles - is
openly transforming itself into an apartheid state. This is clearly evident in
its treatment of its Palestinian minority, a million strong, who for fifty years
were "tolerated" by a secular Zionist mindset, only to be redefined as "a
cancer" and "a fifth column" the moment they dared express their identity as a
Palestinian national minority in a state in which the intellectual elite are
celebrating the arrival of multi-culturalism and post-Zionism." (Musa Budeiri,
No, we are not who you thought we are)

"More than seven years have gone by [seit Oslo], and Israel has security and
administrative control of 61.2 percent of the West Bank, and about 20 percent of
the Gaza Strip (Area C), and security control over another 26.8 percent of the
West Bank (Area B).

This control is what has enabled Israel to double the number of settlers in 10
years, to enlarge the settlements, to continue its discriminatory policy of
cutting back water quotas for three million Palestinians, to prevent Palestinian
development in most of the area of the West Bank, and to seal an entire nation
into restricted areas, imprisoned in a network of bypass roads meant for Jews
only. During these days of strict internal restriction of movement in the West
Bank, one can see how carefully each road was planned: So that 200,000 Jews have
freedom of movement, about three million Palestinians are locked into their
Bantustans until they submit to Israeli demands. [...]

The bloodbath that has been going on for three weeks is the natural outcome of
seven years of lying and deception, just as the first Intifada was the natural
outcome of direct Israeli occupation. [...] Those who did not want to know, for
the last seven years, that for the majority of Palestinians this is not peace
but a new, more sophisticated type of occupation, are still not ready to
understand that this is a popular uprising." (Amira Hass, Israel has failed the
test)

Und bevor jetzt wieder jemand "Antisemitismus!" schreit: Diese Zitate stammen
aus Ha-aretz, einer israelischen Tageszeitung (http://www3.haaretz.co.il/eng).





Linker und christlicher Antisemitismus im Widerstandsmund
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From:    linkswende linkswende  linkswende@yahoo.com 


hello!

bin endlich wieder online!
krass was da im mund so passiert!
die redaktion ist weder demokratisch legitimiert noch
sonst wie öffentlich transparent oder dergleichen es
sind einfach einige leute die das immer größere
mailaufkommen auf andigörgs mailaccount regeln bzw die
regelmäsigen rundmails erhalten wollten. 
ich sehe die damit verbubndene problematik von
unkontrollierten texten als ebensolches problem wenn
das genutzt wird um antisemitische texte oder
dergleichen zu verbreiten. jedoch sehe ich ein boykott
als den falschen weg. eure forderung nach einer
besseren redaktion ist super, nur ist das problem, daß
es eine solche nicht gibt.
viel wichtiger als diese forderung zu stellen wäre
dafür zu sorgen, daß die "personal" probleme im mund lösen.
bzw. bei der organisation soweit zu helfen, daß solche
texte früh genug abgefangen werden.

ich bin der mund redaktion trotz dieser katastrophalen
mißgeschicke (gehe davon aus, daß die redaktion nicht
daran interessiert ist antisemitismus zu unterstützen)
für ihre arbeit dankbar. schließlich ist der mund das
zentrale nachrichtendienst im widerstand geworden weil
sie ihre energie und viel zeit reinsteckten. nicht
zuletzt wegen eurer unterstützung (ökoli beiträge) war
es ihnen möglich topaktuelle nachrichten zu verbreiten
die in keinem anderen medium möglich wären bzw. nicht
mit profitinteressen vereinbar wären. 

auch wenn ihr den mund boykottiert und keine texte
mehr direkt hinschickt werden diese von vielen dorthin
weitergeleitet was dazu führt, daß euer boykott zwar
nicht erfolgreich der administrative aufwand aber
steigt und die user abnehmen (fehlende verlinkung) war
im endeffekt zu noch grafierenderen fehlern in der
redaktion führen bzw. den mund noch unattracktiver
machen könnte als er durch antisemitische texte
gemacht wird. 

bitte überdenkt eure reaktion nochmals und sucht
eventuell nach einer anderen lösung als ein boykott. 

widerstand
michi




Antisemitismus-Debatte
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From:    albert.brandl@lindeverlag.at


lieber christian, liebe redakteur/innen!

 I hob Kabeln wia Trogseu von ana Gondlbaun!!

hoff, du hast deinen blutdruck inzwischen wieder unter 
kontrolle :-)))

nach veroeffentlichung eines antisemitischen
artikels geht es doch jetzt vor allem darum, 
glaubhaft zu machen, dass der widerst@ndmund 
nicht antisemitisch agiert. 

ihr habt massnahmen getroffen, die solche beitraege 
in zukunft verhindern sollen, und ihr habt euch fuer 
den beitrag - fuer mich durchaus glaubwuerdig - 
entschuldigt.

nun wurde ein weiterer vorschlag an euch heran-
getragen: passt doch das editorial an, sodass klar 
wird: auch antisemitische texte haben hier nix
verloren! 

es wurde nicht etwa vorgeschlagen, den nachrichten-
dienst etwa in "widerst@ndsnase" umzubenennen, 
sondern es geht nur um eine (fuer manche wesentliche) 
ergaenzung im editorial. 

ich glaube, dass diese ergaenzung einen kleinen
beitrag zur wiederherstellung eurer glaubwuerdigkeit 
leisten wuerde. 

umgekehrt wuerde ich mich fragen: warum weigert
ihr euch, antisemitische beitraege explizit auszu-
schliessen? ist euch das thema so unwichtig,
dass es keine erwaehnung im editorial wert ist?

dass das editorial zu lang wuerde ist fuer mich
kein grund - es steht ganz am schluss, da kann
es wachsen, so lange es will, ohne den lesefluss
zu stoeren.

dass man mit einem "soziologisch/konstruktivistischen 
zugang" den antisemitismus unter rassismus 
subsumieren kann, mag sein - es aendert aber nichts 
daran, dass die meisten leute unter den beiden begriffen
unterschiedliche dinge verstehen.

ich bin schon gespannt, ob die redaktion einen
gemeinsamen standpunkt zu diesem thema
findet und wie der aussieht.

        liebe gruesse,

                albert brandl





GOOD NEWS FROM PRAGUE LEGAL SUPPORT
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From:    fewor-netbase  fewor@no-racism.net 


GOOD NEWS FROM PRAGUE LEGAL SUPPORT
16.30pm Tuesday 24th October.
-------------------------------

A 16 year old Austrian boy still in jail has has been granted an amnesty by
Czech President Vaclav Haval.

He was arrested after secret police followed him and his friends watching, but
not intervening, in any criminal activities.

Eventually he was taken into police custody for breaking the rear view mirror of
a car. He has been held there since despite the fact that the owner of the car
did not wish charges brought against him and offers of payment were made for the
damage.

We now expect his imminent release from Pankrac prison in Prague - hopefully
with in the next few hours.

Jail Solidarity and Prague Legal Support

www.crosswinds.net/~jailsolidarity






Kriegsplan Colombia
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From:    fewor-netbase  fewor@no-racism.net 


Kriegsplan Colombia

veröffentlicht in der taz, 24.10.2000:
Sent: Tuesday, October 24, 2000
from: stopplancolombia-de@egroups.com

In Kolumbien vermengen die USA eine kontraproduktive Antidrogenstrategie mit
alten Rezepten der Aufstandsbekämpfung. Ein Plädoyer für eine mögliche
Friedensinitiative

"Ich glaube, der erste Schritt zu einer realistischen Lösung des
Weltdrogenproblems ist es, das Scheitern der derzeit eingesetzten
Bekämpfungsmethoden anzuerkennen. Mehr als die Drogen selbst haben diese
Methoden die größten Übel in den Produktions- und den Konsumentenländern
verursacht, verkompliziert und verschlimmert." (Gabriel García Márquez)

Der Plan Colombia erhitzt weiter die Gemüter. In der vergangenen Woche
trafen sich in Manaus, im brasilianischen Amazonasgebiet, die
lateinamerikanischen Verteidigungsminister. Sie sollten auf den
Antidrogenplan eingeschworen werden. Doch die Regierungsvertreter aus
Kolumbien und den USA reisten mit leeren Händen ab. US-Staatssekretär James
Bodner kündigte trotzig an, die umstrittene Antidrogenstrategie werde "mit
oder ohne internationale Solidarität umgesetzt". Mit großem
propagandistischem Getöse hatte Bill Clinton Ende August im kolumbianischen
Cartagena den Startschuss zum Plan Colombia gegeben. Über 80 Prozent der
bisher bewilligten 1,3 Milliarden Dollar US-"Hilfe" an den Andenstaat
fließen in die Antidrogenbataillone und ihre neuen Hubschrauber. Der
"Drogenkrieg", den George Bush senior vor zehn Jahren an gleicher Stelle
eingeläutet hatte, geht in eine neue Runde.

Dabei ist der repressive Ansatz zur Drogenbekämpfung ganz offensichtlich
gescheitert. So wurden in den letzten Jahren Kokaflächen in Peru und
Bolivien vernichtet - mit dem Ergebnis, dass sich der Anbau lediglich nach
Kolumbien verlagert hat. Dort wiederum werden die Kokafelder zwar mit
hochgiftigen Chemikalien besprüht - was aber nur dazu führt, dass immer
weitere Teile des kolumbianischen Amazonasgebiets zum Koka-Anbau
herangezogen werden. Und schließlich: Die großen Kartelle von Medellín und
Cali konnten zerschlagen werden - doch an ihre Stelle traten viele kleine
Händlerringe. Fantastische Gewinnspannen sorgen dafür, dass der Kokain- und
Heroinexport ungebrochen floriert. Dabei werden ständig neue Märkte
erschlossen.

Dennoch konzentrieren sich die militärischen Attacken weiter auf das
"schwächste Glied der Kette" - die Kleinproduzenten von Koka und Schlafmohn.
Doch die werden dadurch erst recht in die Hände der 20.000 Guerilleros der
"Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) getrieben. Seit fast 40
Jahren streben die Rebellen angeblich den Sozialismus an, doch erst
massenhafte Entführungen und vor allem das Drogengeschäft haben sie zu einer
schlagkräftigen Truppe anschwellen lassen. Als Gegenleistung für ihre
"Revolutionssteuern" schützen sie die Kokafelder und die Kurierflugzeuge,
mit denen das Kokain ins Ausland geschafft wird.

Mit dem Plan Colombia setzen die USA auf die Verschärfung eines Jahrzehnte
währenden Krieges. Bereits jetzt fordert die politische Gewalt in Kolumbien
jährlich 3.000 Tote, und zwei Millionen Menschen gelten als Flüchtlinge im
eigenen Land. Nach Panama und Venezuela muss sich nun auch Ecuador auf
kolumbianische Vertriebene einstellen.

Und noch eine weitere Kontinuität zeigt sich: Das Treiben der Paramilitärs
ist für die USA noch immer kein Thema. Diese Akteure einer veritablen
"Gegenagrarreform" räumen ganze Landstriche durch Massaker und
Vertreibungen. Auch Menschenrechtler, Gewerkschafter und andere Aktivisten
fallen ihrem schmutzigen Krieg zum Opfer. Dabei helfen Armee und Polizei oft
nach. Finanziert werden die Todesschwadronen von Teilen der traditionellen
Oligarchie, aber eben auch von der Drogenmafia. Präsident Andrés Pastrana
lässt sie trotzdem gewähren, denn von den Paramilitärs hat die Guerilla noch
am meisten zu befürchten. Und Clinton setzt sich "im nationalen Interesse"
über die Menschenrechtsklausel des Plan Colombia hinweg.

Hintergrund für das verstärkte Engagement der USA in Kolumbien ist die
vorhandene unmittelbare Kontrolle über den Hinterhof: Die US-Streitkräfte
unter der Regie des "Southern Command" haben Zentralamerika in ihrem Sinne
befriedet und den Panamakanal geräumt. Nun können sie sich ganz der
instabilen Andenregion widmen: In Venezuela klopft Präsident Hugo Chávez
antiimperialistische Sprüche, Ecuadors Wirtschaft kriselt nach der
Dollarisierung mehr denn je, Perus Zukunft ist ungewiss, und die
kolumbianische Regierung hat offenbar kein funktionierendes Rezept, um
Bürgerkrieg, Wirtschaftskrise und Drogenanbau Herr zu werden. Durch den
"Drogenkrieg" legitimieren die USA ihre militärische Präsenz in der Region.

Dabei wählen sie altbekannte Mittel: Im Rahmen des Plan Colombia steigt die
Zahl der US-Militärberater in Kolumbien von 500 auf 800, im vergangenen Jahr
wurden neue US-Luftwaffenstützpunkte in Ecuador und auf den holländischen
Karibikinseln Aruba und Curação eröffnet, ein weiterer in Zentralamerika
soll folgen. Direkte militärische Eingriffe will man jedoch vermeiden - und
die werden in Kolumbien auch nicht nötig sein, solange die Regierung
Pastrana die Vorgaben aus Washington umsetzt. Für den unpopulären
Präsidenten ist die US-Intervention die einzige Garantie, um die letzten
zwei Jahre seiner Regierungszeit zu überstehen. Parallelen zum Krieg in El
Salvador in den 80er-Jahren liegen auf der Hand. Thomas Pickering,
Ex-Botschafter in San Salvador, ist heute Staatssekretär im Außenministerium
und einer der Chefarchitekten des Plan Colombia. Bei den Nachbarn schrillen
die Alarmglocken. Brasiliens Regierung reagiert allergisch auf die
US-Präsenz im Amazonasbecken, besonders auf Planspiele, die Kokapflanzen mit
genmanipulierten Pilzen zu besprühen. Allerdings ist den Nachbarländern noch
nicht viel Konstruktives eingefallen, obwohl auch dort infolge des
Rauschgifthandels Korruption und Kriminalität zunehmen. Auftrieb haben
Brasiliens Militärs bekommen: Seit Jahren drängen sie auf eine stärkere
Präsenz in der Amazonasregion, die nun bewilligt wurde - weil Drogenhändler,
Guerilleros und Flüchtlinge nur so vom Grenzübertritt abgehalten werden
könnten. Auch Europas Regierungen üben sich derweil in halbherziger
Zurückhaltung. Mit den USA, noch dazu in deren Hinterhof, möchte man sich
nicht anlegen. Deswegen fließen die Euros zur sozialen Abfederung des Plan
Colombia, wenn auch spärlich. Bisher haben Spanien und Norwegen zusammen 120
Millionen Dollar zugesagt, ebenso viel hat die EU-Kommission angekündigt.
Das ist erheblich weniger als die von Washington gewünschte Milliarde.

Eigentlich wäre es die Stunde der Diplomatie: Europäer und Lateinamerikaner
müssten ihren diskreten Widerstand in eine Friedensoffensive umwandeln. Sie
sollten - ähnlich wie die Sozialistische Internationale und einige
lateinamerikanische Länder im Zentralamerika der 80er-Jahre - die zähen
Friedensverhandlungen vorantreiben. Ein Waffenstillstand müsste dabei ganz
oben auf der Tagesordnung stehen, damit die Logik der Militaristen
zurückgedrängt und Freiräume für die KolumbianerInnen zwischen den Fronten
geschaffen werden können. Schnelle Erfolge sind allerdings nicht zu
erwarten. Denn vom Status quo profitieren zum einen die USA, Drogenmafia,
Militärs und das politische Establishment, das im Krieg keine demokratische
Opposition zu befürchten braucht. Zum anderen lebt auch die militärisch
starke, aber politisch einfallslose Guerilla gut damit. Solidarität verdient
die Zivilbevölkerung zwischen den Fronten - Kleinbauern, Schwarze,
Indígenas.

Ein Rückgang der Gewalt würde auch die Erfolgsaussichten für ein dringend
notwendiges Umsteuern in der Antidrogenpolitik erhöhen. Die Legalisierung
von Produktion, Handel und Konsum ist zwar derzeit illusorisch, aber es gäbe
viele Punkte, an denen schrittweise Veränderungen angestrebt werden könnten.
In jedem Fall müsste man sich auf den lukrativsten, von der organisierten
Kriminalität beherrschten Teil des Geschäfts konzentrieren. Doch daran
verdienen auch Multis, Banken und Staatshaushalte des Nordens
Milliardenbeträge - über Chemikalienlieferungen, Geldwäsche und
Beschlagnahmungen.

Im Umgang mit den Konsumenten in den Industrieländern hat das pragmatische
Prinzip der "Schadensbegrenzung" die rein prohibitiven Rezepte bereits
zurückgedrängt. Analog dazu müsste sich auch der Umgang mit den
Kleinproduzenten in den Andenländern wandeln. Die sozial und ökologisch
verheerenden Besprühungen sollten eingestellt und durch manuelle
Eradikationsprogramme ersetzt werden. So könnte man die Kleinbauern für
Programme zur schrittweisen Substitution des Koka- und Schlafmohnanbaus
gewinnen - vorausgesetzt, man verschafft ihren legalen Produkten verbesserte
Absatzchancen. Solche Programme gibt es, aber im Rahmen des "Drogenkriegs"
können sie nicht funktionieren.

GERHARD DILGER, taz Nr. 6278 vom 24.10.2000, Seite 10, 299 Zeilen, Kommentar






Kolumbien: Der Alptraum hat begonnen
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From:    stopplancolombia-de@egroups.com


Artikel http://www.jungewelt.de/2000/10-24/006.shtml
junge Welt Ausland
________________________________________________________
Kolumbien: Der Alptraum hat begonnen
Schwere Kämpfe zwischen FARC und Paramilitärs. Tote bei Gefechten mit Armee
_________________________________________________________________

Die kolumbianischen Fernsehnachrichten zeigen derzeit trotz des
bereits 36 Jahre andauernden Konfliktes ungewohnte Bilder.
Herkules-Transportmaschinen der kolumbianischen Luftwaffe fliegen seit
dem 9. Oktober den Flughafen der Provinzhauptstadt Puerto Asís an, um
Lebensmittel in die eingeschlossene Ortschaft zu liefern und
Flüchtlinge auszufliegen. Einen anderen Ausweg gibt es nicht, da sich
im Umland und in anderen Gemeinden seit einem Monat die
linksgerichtete FARC-Guerilla und der Südblock der rechtsextremen
Paramilitärs AUC erbitterte Gefechte liefern. Über 4 000 Menschen
sollen laut Regierungsangaben mittlerweile aus der Provinz Putumayo
geflohen sein, die meisten über die Grenze nach Ecuador. Wie viele
Tote es in den südlichen Kampfgebieten bereits gibt, ist unklar.

Unterdessen haben heftige Gefechte im Nordwesten Kolumbiens mindestens
54 Todesopfer auf seiten der Armee gefordert. Jeweils über 400
FARC-Rebellen attackierten letzte Woche zwei Ortschaften in den
Provinzen Antioquia und Chocó. Bei einer Gegenoffensive und
Evakuierungsaktion stürzte ein Black-Hawk-Hubschrauber ab, wobei 22
Soldaten ums Leben kamen. Inzwischen ist sicher, daß es sich dabei
nicht, wie die Armee erklärte, um einen Unfall handelte. Vielmehr
wurde der Helikopter abgeschossen.

Die Guerillaoffensive führte zu einer der schwersten Armeeniederlagen
seit zwei Jahren. Am 3. August 1998 attackierten FARC-Einheiten die
südlichen Ortschaften Uribe und Miraflores, bei denen 48 Soldaten und
20 Polizisten erschossen wurden. Während aber die militärische
Konfrontation im Nordwesten des Landes dem bürgerkriegsähnlichen
Alltag Kolumbiens entspricht, sind die anhaltenden Kämpfe im Putumayo
an der Grenze zu Ecuador Ausdruck einer neuen Kriegsqualität, da die
Kämpfe bereits seit über einem Monat andauern. Ende September begann
die FARC mit einer Offensive gegen die AUC. Das Gebiet gilt seit den
achtziger Jahren als Hochburg der FARC und als Finanzquelle, da die
Guerilla den Drogenanbau und -handel in der Region kontrolliert und
besteuert. Seit 1998 versucht allerdings die AUC, an Einfluß in dieser
Kokazone zu gewinnen, in der mit über 56 000 Hektar mehr als die
Hälfte der kolumbianischen Kokaanbauflächen liegen.

Tagelang hatte die kolumbianische Öffentlichkeit die Kriegshandlungen
nicht wahrgenommen. Erst als der Bürgermeister von Puerto Asís, Manuel
Alzate, Anfang Oktober in der Hauptstadt förmlich um Hilfe bettelte,
rückte das Problem langsam ins öffentliche Bewußtsein. »Es scheint,
daß Putumayo nicht mehr zu Kolumbien gehört,« so Alzate.

Am Donnerstag vergangener Woche begannen nun auch die kolumbianischen
Streitkräfte mit der Verlegung von 1 200 Soldaten, um - wie es hieß -
das Gebiet um Puerto Asís von der Guerilla zurückzuerobern. Damit
bereitet sich die kolumbianische Armee auf die Militarisierung des
Putumayo vor, was jedoch in der Zielsetzung des Plan Colombia von
vornherein eingeplant war, um angeblich die Drogenfelder zu
vernichten. Laut FARC war zwar die Offensive nicht gegen diese
Strategie des Plans Colombia gerichtet, sondern gegen die
paramilitärische Einflußnahme. Allerdings steht die Fokussierung der
paramilitärischen Aktionen in dieser Provinz in engem Zusammenhang
damit. Man will auf paramilitärischer Seite selbst vom Drogenanbau
profitieren, wenn der Guerillaeinfluß durch den angekündigten Feldzug
zurückgedrängt ist. Außerdem wollen die Paramilitärs sich ein
Mitspracherecht bei zukünftigen wirtschaftlichen Umstrukturierungen
sichern, indem sie sich das Land durch Vertreibungen aneignet. Denn
trotz der Kämpfe werden schon Pläne gemacht für eine anderweitige
Nutzung des Gebietes, das die Landpreise in die Höhe schnellen lassen
könnte: die Förderung von Erdöl. Nach offiziellen Angaben soll es zwar
keine großen Reserven im Putumayo geben, allerdings steht diese
Feststellung im krassen Kontrast zu umfangreichen Plänen von
Ölgesellschaften.

Der ehemalige Feldwebel der US-Armee Stan Goff, der 1992
kolumbianische Militärs im Antidrogenkampf ausbildete, sieht das
wachsende Engagement seines Landes weniger in der Kokavernichtung als
vielmehr in der Sicherung von Ölreserven für US-amerikanische Firmen.
In einem Interview der kolumbianischen Zeitung El Espectador äußerte
er die Ansicht, daß die USA mit der militärischen Einmischung die
Operationen der Ölfirmen OXY und BP absichern wollten. Wie weit das
US-Interesse zur Drogenvernichtung reicht, schildert er so: »...
niemals erwähnten wir bei der Ausbildung die Wörter Koka oder
Drogenhandel. Das war eine psychologische Operation, eine große Lüge.
Unsere Ziele waren nie die Kolumbianer, sondern die US-Amerikaner, die
dafür Steuern zahlen, wenn wir in Kolumbien investieren«.

Tommy Ramm, Bogotá





criminalising and manipulating the image of the anti-globalisation movement
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From:    indymedia newswire


criminalising and manipulating the image of the anti-globalisation movement

checkout independent media coverage of politics, protest, and life at:
http://praha.indymedia.org
this message was sent to you by: everyone is a witness
---------------------------------------------------------------
Article by: Samantha Iyer
Monday 16 Oct 2000
Email: iyersmantha@ziplip.com

Summary:
Czech Minister of Interior Stanislav Gross, as well as Czech Prime Minister,
Milos Zeman, have cited a police investigation into an unnamed foreign media
agency with clear characteristics of the Prague Independent Media Centre.
Gross claims that the agency has directly intended to denounce the Czech
Republic and the Czech police, while Zeman alleges that the well funded
organisation may have meddled with police communication devices.

Article:
In its effort to criminalise and manipulate the image of the
anti-globalisation movement, Czech government officials have now publicly
targeted one "foreign company" that strongly suggests Indymedia Prague, for
launching a direct campaign to damage the reputation of the Czech Republic
and Czech police. Czech Minister of Interior, Stanislav Gross, as well as
Czech Prime Minister, Milos Zeman, have each made statements hinting at
Indymedia as a cause for public apprehension and mistrust. The October 16th
edition of the Czech newspaper, "Pravo", quotes Grossí statement on Friday:

. . . The minister repeated that there was an organised professional media
campaign from abroad during the meeting of the financiers. "This is not the
opinion of the Minister of Interior; Iím just telling you the facts we have
learned from intelligence agencies from the Czech Republic and from abroad.
There was an information centre of one foreign company, which, since the
beginning, prepared media outlets abroad to denounce the Czech Republic and
Czech police."

Even a pretence of democracy must carry freedom of speech and freedom of the
press along with it. These freedoms are made into a mockery when they are
dependant upon the whims and desires of government officials. The majority
of mainstream, corporate media, often serves in fact as a tool to maintain
the status quo, rather than as a tool to maintain democracy; it attempts to
justify the unjustifiable actions of international governments. For this
reason, alternative sources of information must exist. By creating an
atmosphere of apprehension, and by assuming destructive intentions among
anti-globalisation activists, officials such as Stanislav Gross and Milos
Zeman have hindered the so-called atmosphere of discussion and contemplation
harped on by Czech President Vaclav Havel. The following, nonetheless, are
causes for shock and concern among international citizens:
1. The local authorities in Prague prohibited all protest marches on
September 26th, reasoning that marches would obstruct traffic. This argument
is only logical if the right to free flow of traffic takes a greater
priority than the right to freedom of speech.
2. Czech police have denied almost all, if not all of those detained as a
result of demonstrations against the IMF and World Bank, the right to a
phone call, a lawyer, food, and sleep. In addition, many of those detained
have been beaten and physically harmed as the object of excessive police
force.

For these, among other reasons, charges against the Czech government and
Czech police, are justified, if not a moral necessity. The accusations made
have not intended to defame the Czech Republic or the Czech police, only its
injustices.
"Pravo" cites a related statement describing this "international company",
made by Prime Minister Zeman on Sunday:
Prime Minister Milos Zeman stated yesterday on a television debate, that it
was an international media institution which organised something similar in
Seattle. "It is an institution which has a reasonable amount of money at its
disposal. As of yet, we do not know its sources," said Zeman, and stated
that he cannot say its name because it would cause problems in police work.
He added that it also probably had the equipment to disturb the police Matra
walkie-talkies.
Zemanís entirely spurious statements imply that he either believes that a
couple thousand dollars in the hole is "a reasonable amount of money," or he
is misinformed, or he is blatantly lying. On the day of the September 26th
demonstration against the IMF and World Bank in Prague, Czech police
apparently had difficulty communicating through their walkie-talkie system,
and have since been searching for those with the likely intention and
financial means to interfere with its mechanisms. Zeman appears to have
falsely targeted the Prague Independent Media Centre, which in fact raised
its money almost entirely through internal sources, especially through
personal loans from a few benevolent members.

To read the "Pravo" article in Czech, go to
http://www.pravo.cz/p241a02b.html






Mut Vitz - Kampagne: letzer termin 29.10.00
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From:    soli mexiko  mexiko-plattform@gmx.at 


--- Weitergeleitete Nachricht / Forwarded Message ---
Date: Sun, 22 Oct 2000 20:46:13 +0200
From: pcl@post9.tele.dk
To: "Mexico/Chiapas"  verteiler@recipients.suppressed 
Subject: Mut Vitz - Kampagne: letzer termin 29.10.00

  ----- Original Message ----- 
  From: fauhh1@anarch.fau.org
  Sent: Sunday, October 15, 2000 1:56 PM 
  Subject: Mut Vitz-Kampgane 
   
  Protest-Kampagne 
  zum Schutz der Kaffeekooperative Mut Vitz vor weiterer Gewalt und 
  Mord 30.. Oktober 2000 
   
  An: 
  Gewählter Gouverneur des Staates Chiapas Pablo Salazar 
  Gewählter Präsident Mexikos Vicente Fox 
  Menschenrechtsorganisationen 
  Menschenrechtsaktivisten 
  Medien 
  Kongress und Senat der Vereinigten Staaten 
  Wirtschafts- und Welthandelsbehörden der Vereinigten Staaten 
  Europäische und deutsche Behörden 
  Bundeskanzler Gerhard Schröder 
   
   
  Die Kaffeeekooperative Sociedad de Solidarid Social Mut Vitz 
  (Gesellschaft der sozialen Solidarität Mut Vitz) ist eine Kooperative 
  kleiner Kaffeeproduzenten der indigenen Maya aus sechs 
  Kommunen im Hochland von Chiapas, Mexiko, die 1998 gegründet 
  und rechtlich eingetragen wurde. Seit 1996 kauft Kerry Appel als 
  Geschäftsführer der The Human Bean Company, einer Gesellschaft 
  zum fairen Handel mit Kaffe mit Sitz in Denver, Colorado/  
  USA, Kaffee von indigenen Kaffeekooperativen inChiapas. Die 
  Leiter der Mut VitzKooperative traf er 1998 seine Firma war die 
  erste, die von diesen Produzenten Kaffe zu fairen Konditionen 
  ankaufte. Bis zu diesem ersten Kaufabschluss hatten sie ihren 
  Kaffee ausschliesslich an lokale Aufkäufer verkaufen müssen, die 
  allgemein als "Kojoten"bezeichnet werden, Leute, die traditionell 
  den Bauern nur einen Bruchteil des Weltmarktpreiseszahlen.  
  Seit Juli 1999 wird der Kaffee auch in Europa angeboten durch die 
  Café Libertad Kooperative in Hamburg, die Bertschi AG und den 
  Café RebelDía-Verein in der Schweiz. 
   
  Die Gründung der Kaffeekooperative war ein Versuch der 
  Produzenten, diesem System der wirtschaftlichen Ausbeutung zu 
  entkommen, sich aus eigener Kraft aus der Armut zu erheben und 
  denProzess einer eigenständigen Entwicklung der Infrastruktur 
  ihres Gemeinwesens zu beginnen. 
   
  Obwohl die Mitglieder der Kaffeekooperative inmitten der 
  militärischen Besatzung durch mexikanische Bundesarmee und 
  der paramilitärischen Gruppen, die mit der Armee und der 
  Landespolizeiverbunden sind, leben, haben sie es geschafft, 
  unmittelbare Absatzmärkte in den Vereinigten Staaten und Europa 
  zu finden. Das wirtschaftliche Bild begann sich zu bessern. 1999 
  sah die Zukunft für MutVitz gut aus. 
  Die ersten Stunden des Neujahrstages 2000 haben diese Aussicht 
  geändert. 
  Um 5 Uhr früh am 1. Januar 2000, wurde Kerry Appel auf dem 
  Rückweg von einer indigenen kulturellen Neujahrsfeier an einer 
  Straßensperre der Armee angehalten, zum Verlassen Mexikos 
  aufgefordert und auf Dauer des Landes verwiesen. 
   
  Dies war eine Steigerung gegenüber der schon früher 
  ausgesprochenen Weigerung zur Verlängerung seines 
  Geschäftsvisums. Das hält Kerry Appel und uns aber nicht an der 
  Fortsetzung dieser Arbeit für den fairen Handel und die 
  Menschenrechte ab, aber es erschwert sie selbstverständlich. 
   
  Am 13. Januar begann eine Serie von Morden, Anschlägen und 
  eine Kampagne dubioser Verhaftungen von Mitgliedern der 
  Kooperative Mut Vitz.  
  Einschließlich der Vertreibung von KerryAppel im Januar ist hier 
  die Chronologie der Kampagne gegen Mut Vitz: 
   
  * 1. Januar: Kerry Appel, Käufer von Mut Vitz-Kaffee --- verhaftet 
  * 3. Januar: Kerry Appel --- ausgewiesen 
  * 13. Januar: Martin Sanchez Hernandez, aus Chavajebal, ---
  ERMORDET 
  * 1. Februar: Martin Gomez Jimenez, aus Chavajebal,-- 
  ERMORDET 
  (Witwe Rosa Sanchez Perez, 2 Kinder) 
  Lorenzo Perez Hernandez, aus Chavajebal, --- ERMORDET 
  (Witwe Rosa Sanchez Nunez, ein Kind) 
  Rodolfo Gomez Ruiz, aus Chavajebal --- ERMORDET 
  (Witwe Petrona Gomez Sanchez, 8 Kinder) 
  Mateo Jimenez Nunez -- SCHWER VERLETZT durch Schüsse 
  (Ehefrau Maria Gomez Sanchez, ein Kind) 
  * 16. Februar: Manuel Nunez Gomez, aus Bochil, La Lagunita --- 
  ERMORDET 
  * Juli: Kerry Appel --- Mexikanisches Gericht hebt Einreiseverbot auf 
  * 26. Juli: Salvador Lopez Gonzalez --- VERHAFTET 
  * 27. Juli: Pascual Sanchez Gomez, aus Chavajebal --- 
  ERMORDET 
  (Witwe Magdalena Hernandez Gomez, 5 Kinder) 
  ? 2. August: Lucio Gonzalez, Vorsitzender von Mut Vitz --- 
  INHAFTIERT 
  ? August: Kerry Appel --- Mexikanische Ausländerbehörde verfügt 
  erneut 
  Ausweisung und Verbannung 
  ? 9. September: Marcos Ruiz Gómez aus San Antonio el Brillante -
  -- ERMORDET 
  Die Leiche von Marcos Ruiz Gómez, weist Spuren von äußerst  
  brutaler Gewalt auf, das Gesicht ist völlig verunstaltet,  
  Augen und Zunge wurden herausgerissen und der Schädel  
  wurde übel zugerichtet. Wir wurden durch Mut Vitz  
  informiert, dass Marcos Ruiz Gómez Mitglied der  
  Genossenschaft war, kurz vor seiner Ermordung jedoch  
  ausgetreten ist. 
   
  Im August wurde Kerry Appel ein Brief von Mut Vitz übergeben. 
  Das spanische Original und unsere Übersetzung dokumentieren wir 
  hier: 
   
  ------------------------------------------------------------------- 
  Mut Vitz, Sociedad de Solidaridad Social 
  Avenida Ignacio Allende #4, Centro Historico 
  San Cristobal de las Casas, Chiapas, Mexico 
  Tel. 00-52-961-25095, 00-52-967-82104 
   
  R.F.C. MVI-980813-DA5, Registro de Exportar 2335 
   
  Chiapas, Mexico a 20 de Agosto 
   
  Presente: 
   
  Por este medio les daremos a saber por parte de la Sociedad Mut  
  Vitz S: de S.S. denuncia a losmedios de comunicacion y a 
  derechos humanos, a la sociedad civil nacional y internacional y a 
  losnegociantes de comercio justo y al Gobierno de Mexico y 
  Estados Unidos de America lo que haestado pasando en estos 
  meses. 
  En enero mataro un socio de Chavajeval, municipio de San Juan de  
  la Libertad, en febreromurio otros 3 en el camino de la misma 
  comunidad, en junio otro uno, en julio llevaron a la carcel 2 de 
  Union Progresso, agosto llevaron a carcel el presidente dela 
  Sociedad Mut Vitz. Esto estapasando en las comunidades en 
  resistencia. 
  Esto es parte de guerra sucia de Gobierno de oprimir a las  
  indigenas que luchan por democracia,justicia y libertad para todos. 
   
  Deutsche Übersetzung: 
   
  Auf diesem Wege informieren wir Euch von Seiten der Mut Vitz 
  S.S., über die Anklagen gegen über den Pressemedien und 
  Menschenrechtsgruppen, der nationalen und internationalen 
  bürgerlichen Gesellschaft und den Personen im fairen Handel 
  sowie den Regierungen Mexikos und der Vereinigten Staaten,  
  über das, was in diesen Monaten geschehen ist. 
   
  Im Januar wurde ein Mitglied aus Chavajeval, Gemeinde San Juan 
  de la Libertad, getötet, im Februarstarben drei andere in derselben 
  Gemeinde auf offener Strasse, im Juni ein weiterer, im Juli wurden 
  zwei Leute vom Union Progresso ins Gefängnis geworfen, im 
  August verhafteten sie den Präsidenten der Mut Vitz. Dies 
  geschieht in den Gemeinden im Widerstand.  
  Es ist Teil des schmutzigen Krieges der Regierung zur 
  Unterdrückung der indigenen Gemeinschaften, die um Demokratie, 
  Gerechtigkeit und Freiheit für jedermann kämpfen. 
 
------------------------------------------------------------------------ 
   
  Es ist offenkundig, dass diese Vertreibungen, Festnahmen und 
  Ermordungen Teil einer vorsätzlichen Kampagne gegen die 
  Gemeinden im Widerstand im allgemeinen und speziell gegen die 
  Mitglieder der Kaffeekooperative Mut Vitz sind. Zum einen 
  geschehen alle diese Morde an Angehörigen der autonomen 
  Gemeinden im Widerstand und kein an Angehörigen der staats-  
  (PRI-) treuen Gemeinden.Das Ausmaß der Gewalttätigkeit ist auch 
  insgesamt wesentlich höher als was ein Statistiker ein 
  "Normalmaß" der Gewalt nennen würde. Ein weiterer Hinweis 
  darauf, dass es sich hier um eine vorsätzliche Gewaltkampagne 
  handelt, ergibt sich daraus, dass diese Morde mitten in  
  einem massiv militärisch besetzten Gebiet geschehen. Es gibt 
  mehrere paramilitärische Gruppen, die in Chiapas operieren, die 
  unmittelbare Verbindungen zur Armee, Polizei und zur Regierung 
  von Chiapas unterhalten.  
  Es gibt eine paramilitärische Gruppe genau im Zentrum des 
  Gebietes, in dem sich die Morde ereignen, mit Namen "Los 
  Platanos". Ich habe es mehrfach erlebt, dass Mitglieder der Mut 
  Vitz mich darauf hinwiesen, wie die Paramilitärs Übungen 
  durchführten, während die Staatspolizei auf einem Hügel jenseits 
  des Tals stillhielt. Als Beweis dafür, dass die  
  mexikanische Armee und die Paramilitärs bei Morden 
  zusammenarbeiten könnten, muss man sich nur vergegenwärtigen, 
  wie die Armee im Juni 1998 gemeinsam mit Paramilitärs 
  Chavajebal und Union Progresso besetzte.  
  Sie töteten drei Angehörige der autonomen Gemeinden auf der 
  Stelle und fünf weitere, nachdem sie sie zuvor verhaftet hatten. Es 
  ist sehr bedenklich festzustellen, dass es viele Ähnlichkeiten gibt 
  zwischenden Ereignissen, die jetzt in den Gemeinden der 
  Mitglieder der Mut Vitz stattfinden, und jenen, diedem Massaker an 
  46 indigenen Menschen in Acteal im Dezember 1997 vorhergingen. 
   
  Die Human Bean Company, Mitglieder der Businesses for Human 
  Rights and Equitable Tradein Chiapas (BETHRIC), sowie Mitglieder 
  von Solidaritätsgruppen und Vertreter des fairen Handels aus 
  Europa haben mit den Mitgliedern der Kaffeekooperative Mut Vitz in 
  vielen Projekten zusammengearbeitet. Diese Projekte reichen von 
  Hühner- bis Schweineställen, von Wiederaufforstungen bis 
  Toilettenbauten, von medizinischen Stationen bis zu Öfen zum 
  Brotbacken. 
  Als Lohn für Mut Vitz und all ihre Freunde und Verbündeten, die  
  zusammenarbeiten für einen fairen Handel, der die Rechte der 
  indigenen Menschen respektiert, bekommen ernten sie 
  Vertreibung, Verhaftung und Mord. 
   
  Wir fordern den designierten Präsidenten Mexikos Vicente Fox und 
  den neuen Gouverneur desStaates Chiapas auf, das San Andres-
  Abkommen und die COCOPA- Initiative für Indigene Rechte 
  undKultur anzuerkennen und die paramilitärischen Gruppe zu 
  entwaffnen und die Armee in die Kasernen zurückzubeordern. Ds 
  weiteren fordern wir sie auf, das Morden an Mut Vitz- Mitgliedern 
  zu beenden. Und wir fordern die Menschen und die Medien und  
  Regierungen aller Länder auf, Druck auf die mexikanische 
  Regierung auszuüben, damit diese Kampagne der Gewalt beendet 
  wird. 
  Bei all den Reden, die Vicente Fox und Pablo Salazar zur Zeit über 
  die Wohltaten von Handel undInvestitionen und die angenommene 
  Demokratisierung Mexikos und die angeblichen Verbesserungenin 
  der Menschenrechtsfrage halten, haben wir zu fragen: "Gelten 
  diese Wohltaten nicht auch für indigenen Menschen und die 
  Händler des fairen Handels?" 
   
   
  Kerry Appel 
  The Human Bean Company, Denver - USA 
   
  Folkert Mohrhof 
  Café Libertad Kooperative, Hamburg - Deutschland 
   
  ZapaPres, Hamburg - Deutschland 
   
  Direkte Solidarität mit Chiapas und Café RebelDía, Zürich - Schweiz 
   
  Anmerkung: 
  Die Tatsachenbehauptungen in diesem Text beruhen auf einer 
  umfangreichen Dokumentation. Ich habe buchstäblich Tausende 
  von Videoaufzeichnungen, Polizeiberichten, Zeitungsartikeln, 
  Zeugenaussagen, eigenen Beobachtungen  
  und weiteren Berichten, die alle getroffenen Behauptungen stützen. 
  Kerry Appel 
   
  Unterschriften bitte bis 29. Oktober - am 30. Oktober erfolgt dann 
  die Veröffentlichung (ggf. in der TAZ oder der jungleWorld oder 
  jungen Welt) 
   
  SPENDEN-Konto: 
  Folkert Mohrhof - Postgiro Hamburg (200 100 20) 341979-208
  






Urgent Action Solola (Guatemala), Background Info
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From:    soli mexiko  mexiko-plattform@gmx.at 


--- Weitergeleitete Nachricht / Forwarded Message ---
Date: Sun, 22 Oct 2000 20:46:18 +0200
From: pcl@post9.tele.dk
To: "Urgent Action"  mexico.guatemala.ua@recipients.suppressed 
Subject: Urgent Action Solola (Guatemala), Background Info

  Please do not post this on the WorldWideWeb. Send only to  your 
  personal mail-recipients. Act as soon as possible. Thank  you, - 
  Peter Clausing.
  
  U R G E N T    A C T I O N   A P P E A L
  
  ------------------------------------------------
  
  16 October 2000
  
  UA 315/00        Fear for safety
  
  GUATEMALA
  
  Workers at the Procuraduria Auxiliar de Derechos Humanos (PDH) 
  office in Solola
  
  People participating in planned demonstrations
  
  Killed: Teodoro Saloj, demonstrator
  
  
  Officials working for a public human rights office in Solola have 
  been intimidated by police and others after they began investigating 
  the recent killing of a demonstrator. Amnesty International is 
  concerned for their safety, and for the safety of those participating in
  demonstrations planned during the next few weeks.
  
  Since they began looking into the killing of Teodoro Saloj, workers 
  at the Procuraduria Auxiliar de Derechos Humanos (PDH), Human
  Rights Procurator  Regional Office, have reportedly been questioned
  in a intimidating manner by the police and have been followed by a
  white pick-up truck. An unidentified man has apparently been 
  asking for the PDH official who was present at the time of the 
  killing. The PDH believes that its workers are being intimidated 
  because they are trying to publicize their findings on the killing.
  
  Teodoro Saloj was killed on 10 October, seemingly with the
  acquiescence of the police. At the time, he was participating in a
  march protesting at the authorities' failure to implement land reforms
  agreed under the 1996 Peace Accords. Nearing the district of 
  Canton Las Trampas, Chichicastenango, Quiche, the 
  demonstrators reportedly saw two unidentified pick-up trucks 
  parked at a crossing which they had to pass through. As Teodoro 
  Saloj and three other demonstrators approached the trucks, 
  unidentified gunmen in one of the cars opened fire and shot him in 
  the head. The two pick-up trucks left after the shooting.
  
  A PDH official heard the shots and saw a white pick-up truck with
  tinted windows at the scene of the shooting. She went to the 
  nearest check point, asking for an ambulance and telling the 
  Policia Nacional Civil (PNC), National Civil Police, to chase the 
  pick-up trucks. The officer in charge refused, saying that they had 
  strict orders not to move. She then asked the police to contact a 
  PNC helicopter patrolling the demonstration, but the police again 
  refused. Three and a half hours later, the juez de paz, judge of the 
  criminal court of first instance, arrived at the scene and ordered 
  Teodoro Saloj's body to be brought to Quiche for examination.
  
  More demonstrations are planned throughout the country to call for
  the 1996 Peace Accords to be implemented, particularly as regards
  land and indigenous issues, and for a number of Congress 
  members to be expelled and stripped of immunity because of their 
  involvement with the illegal alteration of a law on alcohol taxes.
  
  BACKGROUND INFORMATION
  
  Recently, tension in Guatemala has escalated and human rights
  defenders have increasingly been threatened or abused. Instead of
  trying to calm the situation and protect those at risk, the authorities
  have issued a number of statements, accusing human rights and
  other activists of seeking to de-stabilise the country. They have also
  suggested that human rights organizations risk being attacked by
  unknown forces, in effect declaring 'open season' on activists. (UA
  314/00, UA 310/00, UA 265/00, UA 256/00, UA 223/00, UA 212/00,
  and UA 199/00)
  
  RECOMMENDED ACTION: Please send
  telegrams/telexes/faxes/express/airmail letters:
  - urging the authorities to take all the steps necessary to guarantee
  the  workers at the Procuraduria Auxiliar de Derechos Humanos
  (PDH) office in  Solola;
  - expressing concern that Teodoro Saloj was killed seemingly with 
  the complicity or acquiescence of the police;
  - calling for a full and prompt investigation to be carried out into the
  killing, clarifying why the National Civil Police did not chase the
  perpetrators, and for those responsible to be brought to justice;
  - calling on the authorities to ensure that law enforcement officials 
  do not use excessive force in responding to demonstrations 
  planned for the following weeks, and that they take all necessary 
  steps to ensure the safety of demonstrators.
  
  APPEALS TO:
  
  Minister of the Interior:
  Sr. Byron Barrientos
  Ministro de Gobernacion
  Ministerio de Gobernacion
  6a Avenida 4-64, Zona 4
  Ciudad de Guatemala, GUATEMALA
  Fax:           00502 362 0239 / 362 0237
  Salutation:    Senor Ministro / Dear Minister
  
  Director General of the National Civil Police:
  Sr. Rudio Lecsan Merida
  Director General de la Policia Nacional Civil
  6a Avenida 13-71, Zona 1
  Ciudad de Guatemala, GUATEMALA
  Fax:           00502 251 9382
  Salutation:    Senor Director / Dear Director
  
  Minister of Foreign Relations:
  Lic. Gabriel Orellana
  Ministro de Relaciones Exteriores
  Ministerio de Relaciones Exteriores
  Avenida Reforma 4-47, Zona 10
  Ciudad de Guatemala, GUATEMALA
  Fax:      00502 3317938
  Salutation:    Senor Ministro / Dear Minister
  
  COPIES TO:
  
  Human Rights Procurator Office in Solola:
  Procurador Auxiliar de Derechos Humanos de Solola
  Procuraduria Auxiliar de Derechos Humanos de Solola
  5a Avenida 8-20, Zona 1
  Solola, Solola, GUATEMALA
  Fax:           00502 762 3642
  Salutation:    Estimado Procurador / Dear Procurator
  
  National Indigenous and Peasant Coordinator:
  Coordinadora Nacional Indigena y Campesina (CONIC)
  8 Calle, 3-18 Zona 1 3er. Nivel, Oficina H
  Apdo. Postal: 7-B, Sucursal El Trebol, C.P. 01-903
  Guatemala City, GUATEMALA
  Fax:           00502 232 9040
  E-mail:   conic1@c.net.gt
  
  Newspaper
  Diario 'Prensa Libre'
  13 Calle 9-31
  Zona l, Guatemala
  GUATEMALA
  Fax:  0502 251 8768/ 230 21 93/2302257
  E-mail: medioselectronicos@prensalibre.com.gt
         nacional@prensalibre.com.gt
  
  Embassy of Guatemala in your country
  
  Please send appeals immediately, but not later than November 27, 
  2000.
  

 



F-Schlägertrupps und Haider´s Demokratieverständnis
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From:    "KPÖ Bundesvorstand"  kpoe.buvo@magnet.at 


Liebe Freunde und Freundinnen


Was Haider (noch?!) nicht machen kann führen F-Anhänger bereits aus

Haider hat am 19. Oktober in der Wiener Stadthalle wieder einmal sein
Verständnis von Demokratie dargelegt.

* In Kärnten gebe es keine Demonstrationen mehr - seit er Landeshauptmann ist.
* Und es gebe Menschen, die beseitigt gehören.

Nach Ende der Veranstaltung schritten F-Sympathisanten zur Tat. Ein
Schlägertrupp attackierte Mitglieder der Sozialistischen Jugend und
verletzte diese teils schwer.

"Drinnen wird geredet, draußen gehandelt", erklärte ein Schläger laut
Aussagen eines Verletzten.

Lassen wir uns nicht einschüttern! Auf zur Demonstration anläßlich der
internationalen Widerstandstage in Klagenfurt am 28. Oktober.

Busse aus Wien werden organisiert. Anmeldungen unter
demo_celovec@yahoo.com oder Tel.: 0676/ 69 69 002.

--------------------------------------------------------------
Für alle, die vom Vorfall nix mitbekommen haben:

a) Interessante Widerstandsinfos gibt´s auf der Standardhomepage
(www.derStandard.at - bei Politik | Innenpolitik / Widerstand)
b) Auszüge aus Presseerklärungen der SJ zum Vorfall


Kollross (SJÖ): "Offnsichtlicher FPÖ-Schlägertrupp attackiert SJler"

Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Andreas 
Kollross, verurteilt auf das Schärfste die im Anschluß an die
Haider-Kundgebung in der Wiener Stadthalle stattgefundene Prügelaktionen von 
offensichtlichen FPÖ-Sympathisanten gegen drei SJler.

"Einmal mehr zeigt sich, daß nach der Verrohung der Sprache die 
Verrohung der Taten folgt. Wenn Haider in der Stadthalle mit dem "linken 
Gesindel" aufräumen will, setzen es Andere offenbar bereitwillig in die
Tat um", zeigt sich der Vorsitzende bestürzt.

.............................

Rückfragehinweis:       SJÖ 01/5234123

-----------------------------------------------------------------------------

 OTS058 5 II 0584 DSW001                                   23.Okt 00

SPÖ Wien/SJ/FPÖ/Politik                  ***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

SJ Wien: Schwerverletzte nach Haiderkundgebung in Wien

Utl.: FPÖ-Symphatisanten schlagen drei SJ-Mitglieder krankenhausreif 
Wien=

   Wien (OTS) Am vergangenen Freitag, im unmittelbaren Anschluss an die
Haider-Kundgebung in der Wiener Stadthalle wurden der Journalist János 
Fehrváry, Daniel Benyes und Robert Holubarz von offensichtlichen
Sympathisanten der FPÖ, die gerade die Stadthalle verlassen hatten, 
brutal niedergeschlagen. Die Bilanz dieses Vorfalls: zwei Schwerverletzte,
ein Verletzter. 

János Fehrváry wurde von der Rettung direkt vom Ort des
Geschehens mit dem Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma ins
Hanusch-Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose: Schädelprellung,
Gehirnerschütterung und eine offene Wunde am Oberarm. Nach einer Nacht 
auf der Intensivstation befindet sich Fehrváry glücklicherweise auf dem 
Weg der Besserung. Daniel Benyes erlitt eine stark blutende Platzwunde am
Kopf, etliche Blutergüsse und Schürfwunden. Gestern, Sonntag, wurde im
Wiener AKH ein gebrochener Mittelfinger diagnostiziert. Glück im 
Unglückwar, dass der danebenliegende Nerv knapp verfehlt wurde. Robert 
Holubarz, kam mit einem geschwollenen Gesicht, einigen Abschürfungen und
dem Schrecken davon. ****

   Auf dem Weg zur U-Bahn, auf der Hütteldorferstraße, passten sieben
FPÖ-Sympathisanten die Gruppe ab. Mit Parolen wie: "Ihr gehörts uns", 
"Wir schleifen euch die Hütteldorferstraße entlang", "Was der Haider nicht
machen kann, das führen wir aus" und "Drinnen wird geredet und da wird
gehandelt" machten sie schnell klar, worum es ihnen ging. Auch der
mehrmalige Versuch der SJ-Mitglieder, die FPÖ-Schläger zu beruhigen und
schließlich zu entkommen konnten die Situation nicht deeskalieren. Das
mitgeführte Transparent mit dem Titel "Wien darf nicht Kärnten werden"
wurde zuerst zerrissen und dessen Stangen dienten dann den 
wildgewordenen Haiderfans als Waffen gegen die fünf Jugendlichen. Zwei von
ihnen konnten entkommen und alarmierten sofort die Polizei. Fehrváry, Benyes und
Holubarz waren zehn Minuten hilflos den Schlägern ausgeliefert. Die
Gewaltaktion gipfelte darin, dass der Journalist von einem Messer 
bedroht in eine Ecke gedrängt wurde. Als die FPÖ-Schläger aber die Polizei
von weitem kommen sahen, kehrte bei diesen eine zynische Art der Vernunft 
ein: "Stich die linke Sau nicht ab, der ist es nicht wert." Gesagt, getan,
geflüchtet. Dank der Wiener Polizei konnten die rechtsradikalen Täter 
noch am gleichen Abend gestellt werden.

   Zutiefst betroffen und geschockt ist der Vorsitzende der
Sozialistischen Jugend Wien, Thomas Landgraf: "Wir haben in der
politischen Auseinandersetzung in diesem Land offenbar einen Punkt
erreicht, wo Menschen wegen ihrer Überzeugung ihres Lebens nicht mehr
sicher sein können. Die beängstigende Frage ist jetzt, ob erst Menschen
wieder ihr Leben lassen müssen, damit jeder versteht, welches System 
und welche Geisteshaltung hinter solchen Anschlägen stehen." 

"Wenn Haider in der Wiener Stadthalle davon spricht, mit dem 'linken
Gesindel' aufräumen
zu wollen, um dem 'demokratischen Wildwuchs' in diesem Land ein Ende zu
bereiten und 'die konsequente Beseitigung' von Menschen fordert, dann 
sagt er nichts anderes als 'geht auf die Straße und knöpft sie euch vor'. 
Wäre die FPÖ eine glaubwürdig demokratische Partei, dann würde sie mit der
Gewalt nicht liebäugeln und ihre Sprache mäßigen", so Landgraf weiter.
Auch nach diesem traurigen Ereignis wird die Sozialistische Jugend Wien
nicht aufhören, sich der FPÖ und dieser Bundesregierung gewaltfrei und 
mit demokratischen Mitteln entgegenzustellen. "Kein Weisenbericht, keine
Regierungsbeteiligung und keine Pseudo-Obfrau Riess-Passer können diese
FPÖ jemals reinwaschen. Mehr denn je braucht Österreich heute 
Zivilcourage und ein 'Nein' aller Demokratinnen und Demokraten zu den
Freiheitlichen und ihrer Vorstellung des Regierens", appelliert Landgraf, denn "mir 
wird Angst und Bang, wenn das Kabas' Vorstellungen von einem 'sicheren
Wien' sind." Abschließend fordert der Vorsitzende eine öffentliche und
uneingeschränkte Entschuldigung bei den Opfern: "Das ist das Mindeste 
was ich von der FPÖ verlange." (Schluss)

Rückfragehinweis: Sozialistische Jugend Wien
                  Thomas Landgraf Fon:
                  +43 699 1 713 8 713
                  E-Mail: thomas.landgraf@sj-wien.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
             VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***






Justiz/Spitzelaffäre/KPÖ
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From:    "KPÖ Bundesvorstand"  kpoe.buvo@magnet.at 

Justiz/Spitzelaffäre/KPÖ


KPÖ fordert Rücktritt von Jusitzminister Böhmdorfer


Wien - (KPÖ-PD): "Justizminister Böhmdorfer soll seiner Kollegin Sickl in
den Ruhestand nachfolgen", fordert KPÖ-Vorsitzender Walter Baier
angesichts der neuen schweren Vorwürfe gegen den Justizminister.

Baier hält es "für unmöglich, daß Böhmdorfer jenen Spitzelskandal objektiv
untersuchen kann, in welchem er, so scheint es, selbst involviert ist".
Baier weiters: "Sollten die Vorwürfe gegen Böhmdorfer stimmen, dann wird
sich die Regierung vielleicht schon bald mit einer Untersuchung seitens
des europäischen Menschenrechtsgerichtshofs konfrontiert sehen".


Rückfragen an. 0676/ 69 69 002
e-mail: kpoe@magnet.at
Internet: www.kpoe.at

(Schluß)




A World Banker's Account of Prague - Total success for the protestors
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From:    j.h.y. anet  gotos26@gmx.net 


A World Banker's Account of Prague - Total success for the protestors

 From Focus on Trade No.55, October 2000, from From "Resistance"
resistance@x21.org 
http://www.ainfos.ca/en/ainfos05211.html 
http://www.focusweb.org/focus/pd/apec/fot/fot55.html 

Here is inside confirmation that the Prague protests actually paralized
the IMF/WB talks and dominated the agenda from opening day on. Total success
for the protestors. Its worth spreading, because many media made a big effort
to hide this reality. 

* * * * *
A World Bank Staffer’s Odyssey in Kafka’s Prague

[The following is an insider’s blow-by-blow account of the World
Bank-IMF Annual Meeting in Prague on Oct. 26-28, 2000. The author, a senior
World Bank staff member who is a long-time contact of Focus on the Global
South, requested anonymity for obvious reasons.] 

Coming into Prague was impressive because they had the system all set up.
Right at the airport you were accredited. As soon as you stepped out of the
plane, you were fast- tracked out of customs. Everything was so systematic.
Everybody got into fast track. And you got escorts. As you know, they closed
all universities that week. And one reason was to get students to act as
escorts and guides to delegates. For the whole week. Very good looking
escorts. Extremely good looking. In fact, I dated one of them later. 

Deceptive Calm 

I have to say that my impression was there was no inkling at least among
the people I was in touch with of what was going to come. In fact, the
dominant reaction from IMF-WB delegates was that the police were overreacting. I
got there Saturday the 23rd,. On the 24th and 25th, nothing was happening.
Lots of activities but everybody still felt nothing would happen. I think
among the delegates and among the private bankers no one was really expecting
anything to happen that coming Tuesday. 
The debate between [James] Wolfensohn, [Horst] Koehler, and the
NGO’s that President [Vaclav] Havel organized on the 23rd was not well
publicized. People I was with had not heard about it. There was a daily schedule
called “Emerging Markets,” and it was listed there, but it
wasn’t played up. Only those like me, who had been tipped off before coming to
Prague, understood its significance. I told my boss I wanted to attend, but
he said there were more urgent things to pay attention to. Anyway, Saturday
and Sunday were so uneventful that everybody felt it would stay this way
throughout. Really calm. 

A Kafkaesque Tuesday 

Then all of a sudden you had this very dramatic turn of events on Tuesday.
Tuesday was the opening day. On Monday, the security system warned that
something might happen the following day. But even when the security system
started issuing flyers to the delegation rooms, no one believed it. We were
warned by the flyers that if we were going to the Congress Center on Tuesday,
we would have to be prepared to stay there for a while because a protest
could lock in delegates at the Center. But even then I had the sense that no one
took that seriously. And I believe that because everybody came to the
opening ceremonies the next day. Had it been taken seriously, some people would
probably not have shown up. I saw ex-World Bank presidents there coming in
with their spouses and big time private bankers, and nobody it seems had taken
these warnings seriously. 
Then close to noon, all of a sudden you had this announcement that the
transport system was shutting down. Usually you had these shuttle services
between the Congress Center to the hotels every 15 minutes, but all of a sudden
these services were shut down. The bridge leading to the main entrance was
blocked, and the two other entrances to the Congress Center were also blocked
by riot police, who were now very visibly at the center. But the action was
still taking place at quite a distance from the Center. 
In any case, we couldn’t leave. One incident was reported. A young
delegate from the Japanese government wanted to go out and he just stepped
out and tried to go through one of the side openings. They said he was beaten
up and sent to the hospital. All of us were warned not to transit in and
out, not to even attempt to walk out. 
There was no clear sign or indication of what would happen next. I saw
ex-World Bank presidents walking around not knowing what to do. I asked one
former president how he was doing, and he told me that his wife had managed to
skip coming to the Center by joining the Prague tour but he was left behind.
He didn’t know what was happening. When I told him about the
protests, he became totally disoriented. 
In any event what was happening was everyone was waiting to get out. They
had long run out of numbers in the program. At around 7:30 p.m., there was a
sudden oral announcement. Everybody should go straight to the metro. The
metro had been stopped all day. Now, they told us that the metro had been
opened and we all had to go, quickly. What happened was they got this special
train to get the delegates to the very last station on the line, where buses
were waiting to take the delegates to the reception at the exhibition hall.
We were brought in to this big exhibition hall -- I don’t know what you
call it. But when we got there, we were surprised to see that the
protesters were already there. 
This big exhibition hall was supposed to be secure but to our great
surprise the protesters had beaten us to the place. And the authorities had not
planned for this. When the reception was over, they just wanted to disperse
all the delegates, so they ended up bussing us to different parts of Prague,
where we were left to our own devices. Many of the people with me were
really, really worried, but I was having fun. We finally got to our hotels around
12 midnight. But we still had not known the extent of the protests, and of
course once everyone got to the hotel, everyone tuned into CNN and
that’s when we learned about McDonald’s being trashed. 

Pleasure or Pain? 

I was staying at the Renaissance near the Old Town. I had this friend who
was staying at the Hilton about 10 minutes away who was still with me, and I
just wanted to make sure he got to his hotel safely. So I took off my suit
and got into my jeans and more comfortable wear. But he was still in this
suit and had this bag with a big IMF logo. While we were walking to his hotel
which was 10 minutes away, we met a group of French protesters who started
harassing us. Actually if I was actually threatened with physical harm, I
would have called out your name and screamed I’m a friend of one of your
leaders. I was ready to do that.. The guy I was with comes from a Third
World country, but I told him that saying that you’re Third World
wouldn’t work, not with your IMF badge. Fortunately, there was a restaurant
nearby and I shoved him inside. We had a couple of beers and waited till the
French protesters went away and we snuck out. 
On the way back from his hotel, I ran into another problem. Two
prostitutes sidled up to me, and the one to the right of me started rubbing my
buttocks. I guess they knew I was a delegate. I don’t think they were Czechs.
They looked like Italians. Maybe they came in with the Italian protesters,
since we heard that the Czech security had driven most of the regular
prostitutes out of the city. So that evening, it was a question of who got to the
delegates first, the prostitutes or the protesters. If you were lucky, you
got pleasure. If you were unlucky, you got pain. In any case, we never got to
the price. I ran away: who knows, they might have been protesters in
disguise! 

Whose Side Are You on? 

The following day, very few people went to the Congress Center. Most
stayed away. They just stayed in their hotel rooms. They didn’t even want
to go out. But those who did still went out in their suits. I couldn’t
figure that out. Those of us who were brave enough to go to the Center had
to go by a completely different route. Our bus stayed at the back of a tram
and it followed this all the way. This was fine with me because I
hadn’t seen the sites of Prague, and the city was beautiful. At the conference
center, I got to talking to the student guides. They really didn’t know
what was happening. 
These kids actually didn’t know who to side with - the protesters or
the delegates? They just wished the whole thing would end. By the way, I
noted this attitude even with the police. Whenever I asked the police for
directions, they very seldom answered me. I had a sense that they were just as
wary of the delegates as they were of the protesters. I think one personal
dilemma that both the students and the police had was that they were too young
to have experienced the protests of late eighties and didn’t know
what to do about it. 
As you know, the meeting got cut by a day. During the press conference the
next day, they denied that the protests were the reason. They actually said
the reason was that things had run so efficiently that they were able to
compress everything into two days. The press laughed at this. 

End of the Affair 

The real conclusion was the press conference the following day, the 28th.
At this press conference, both Wolfensohn and Koehler were there to field
questions and answers. There was a corps of press reporters keen to pounce on
them. The questions from the first were quite pointed. Ranging from very
specific to very basic. For instance one reporter from India asked Wolfensohn
and Koehler that they had been accused of causing so much misery in the Third
World and what did they have to say about that. 
Wolfensohn said, I don’t think I am responsible for all that, and if
you think so, you’re misinformed. But the whole conference was
dominated by questions about the protest and not issues. Which means, at least
from my perspective, that the objective of the protests had been achieved. They
had really distracted the proceedings. 
A number of the press people said the annual meeting was obsolete and out
of control and what did the IMF and WB want to do about this. Wolfensohn
responded that although they could have virtual meetings, the personal
interaction was still quite important. So that the Bank would actually continue to
have annual meetings. Wolfensohn and Koehler insisted that they had
“gotten through” to the NGO’s and pictured the Saturday debate at
Prague Castle as a big success for them. 
On the other hand, from my experience watching Wolfensohn for several
years, he appeared to be very tired. It seems he had run out of things to say
and even his statements to the press were very uninspired. He didn’t
look like the “Elvis” Bono described him to be. He appeared to be
much less enthusiastic. He was repeating many of the old formulas. Maybe the
futility of it all had finally gotten to him. As for Koehler, he was upbeat
and very light. No, light is not the word. He appeared to be very na?ve,
that’s what I want to say. I don’t think it’s just his lack
of mastery of English. He was talking like a college student about the
issues, repeating the same line about him not being a banker but somebody with a
heart. Both of them said that the violence had come from a very, very small
minority, and that the majority of the protesters were really there because
they had something to say. And there were a lot of legitimate arguments being
made by them. And that the WB and the IMF would now pay greater focus to
their concerns. 
It was very difficult for me to distinguish between reality and rhetoric
because all the time Wolfensohn was playing with his watch. From my vantage
point, in the end, the agenda had been taken over by the protesters. I think
Prague created quite an impression with the World Bank-IMF bureaucracy,
although this is a much more entrenched bureaucracy than the WTO. I sensed that
after Prague, the words of civil society will be taken much more seriously,
but whether this will mean real dialogue we still have to find out. 

The Desert Beckons 

The next two annual meetings will be in Washington and the third one will
be in Dubai. And the head of the Dubai organizing committee said that the
temperature would be higher in Dubai than in Prague! He was saying basically
that prior to the Prague proceedings, he didn’t foresee problems in
Dubai, but after this, there has to be some rethinking. So it’s three
years away but the impact is already there. I have a feeling that when the
WB-IMF bureaucracy assesses Prague they will wind down the annual meetings.
Because their only function is for governors to deliver their speeches, and more
and more governors now simply submit written speeches. So I think more and
more they will turn it into a virtual meeting. 
And they will probably try to separate the unofficial events from the
official meeting. Because what is most significant about these meetings are the
informal business parties. There were at least 15 lavish parties given by
the commercial banks for the delegates. Very, very lavish. For many delegates,
those were the prime events of the conference. The actual official
functions were just pro forma. 
If I were a protester, by the way, I would have gone to these venues
because they were not secured at all. These were the events that everyone went to
in the evenings. These were very open venues. And they were listed in the
schedule. Now, that would really have stopped the real business of the
conference.  





einwand einer leserin
Zurück

From:    Janos Fehervary  janos@chilli.cc 

hi reds!
diesen einwand einer leserin habt ihr eh bekommen. schick ihn euch aber
sicherheitshalber noch ein mal.

schokokuchen

janos

 Der MUND wird zu lang! Ich bitte um mehr redaktionelle Tätigkeit - was
haben
z.B. Konzertankündigungen und  der Bücherflohmarkt mit Information über
Widerstandsaktivitäten zu tun??
Ruth  



*********Liebe Lesas************

Was meint ihr dazu?
Ist der Mund zu lang, zu kurz, eh irgendwie OK?
Was kann man besser machen, was gefällt euch jetzt schon?

Wir würde gerne wissen, was ihr darüber denkt. 
Besonders fein ist es, wenn ihr Verbesserungsideen habt und die 
Redaktion nicht deppert sterben lässt 

Es gibt absolut keine Preise zu gewinnen, 
aber vielleicht ist die Regierung schneller weg, 
wenn der MUND noch besser wird. Wer weiß?

Mailadresse - widerstand@no-racism.net
Und Danke!


 
 


 

 
 

Redaktionsschluss: di, 24.10.2000, 24.00 Uhr hwn
Fehler möge frau/man mir nachsehen!